Im ersten Teil hatte ich beschrieben, wie man das Hinterrad auf 25 mm Achse umrüsten kann. Hier folgt nun die Anpassung an die Breite der 690er Schwinge. Grundsätzlich gibt es da 2 Lösungsmöglichkeiten: Distanzring rechts oder Distanzring links.
Variante I mit 2 Distanzringen
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Bei dieser Variante sitzt das Rad ganz links in der Schwinge. Damit passt schon mal die Kettenflucht.
Vorteil dieser Lösung: Die Drehteile sind relativ einfach und man kann den Kettenradträger der Originalräder übernehmen.
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Unter die Bremsscheibe kommt ein Distanzring mit 12,7 mm damit der Bremssattel wieder mittig sitzt. Die Bremsscheibe muß auch getauscht werden. Bei der LC4 hatte sie noch 220 mm, bei der 690 sind es nun 240 mm.
Zwischen Distanzbuchse und Schwinge kommt ein Distanzring mit 7,7 mm. Man kann sich auch Distanzbuchse und Ring als einziges Stück drehen (lassen). Dann hat man weniger Fummelei bei Radein- und -ausbau.
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Und so sieht das Ganze in eingebauten Zustand aus.
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Letztendlich sitzt das Rad ca. 7 - 10 mm außermittig (kann man mit Hausmitteln nicht so richtig gut messen). Von hinten betrachtet kann man den Spurversatz aber durchaus erkennen. Im Schotter ist das absolut unerheblich und nicht zu spüren. Auf der Straße kann man u.U. ein unterschiedliches Einlenkverhalten zwischen Rechts- und Linkskurven spüren.
Eine Zeichnung zu den 2 Distanzringen gibt es hier
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Variante II mit 3 Distanzringen
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Hier sitzt das Rad ganz rechts in der Schwinge. Damit die Kettenflucht stimmt, muß unter dem Kettenrad auch ein Distanzring montiert werden. Wenn man dazu nicht bei jedem Radwechsel das Kettenrad ummontieren will, kommt man um einen zweiten Kettenradträger fast nicht drum rum.
Der groß Vorteil bei dieser Variante: man hat nahezu keinen Spurversatz.
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Zwischen Kettenrad und Kettenradträger (von der 690er, KTM Teile Nr. 75010050044) wird ein Distanzring mit 7,7 mm montiert. Und weil man die längeren M8x35 Senkkopfschrauben kaum im Baumarkt bekommt, bestellt man sie besser auch direkt bei KTM: 6x Teile# 0019080356.
Auf die Achse kommt auf der linken Seite ebenso ein Zwischenring mit 7,7 mm.
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Zwischen Nabe und Bremsscheibe kommt ein Zwischenring mit 5 mm. Evtl. kann man dafür sogar den Distanzring 58410061000 aus dem KTM Regal hernehmen. Der hat zwar 6mm, aber soviel müßte der schwimmende Bremssattel ausgleichen. Als Neuteil ist dieser Ring von KTM aber schon wieder so teuer, daß es uninteressant wird.
Die Bremsscheibe selbst muß auch gegen eine mit 240 mm getauscht werden.
Eine Zeichnung zu den 3 Distanzringen gibt es hier
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Fazit
Mit diesen Modifikationen ist es möglich, sehr kostengünstig mit gebrauchten Rädern einen zweiten Radsatz für die 690er zusammen zu stellen. Bei überwiegenden Starßeneinsatz, z.B. mit 17" SuMo Rädern ist wegen des geringeren Spurversatzes die Variante 2 ratsam.
Auch wenn sich diese Beschreibung auf die 690 Enduro bezieht, sollte sich das auch auf 17" Räder aus der LC4 640 SM in die 690 SMC übertragen lassen. Allerdings muß da noch im Vorderrad wegen der breiteren Gabel der SMC die Distanzbuchsen und der Bremsscheiben-Distanzring der SMC montiert werden. Nur ein 21" Enduro-Rad macht in der SMC Probleme, aber das ist ein anderes Thema.
Die 690E verwendet im Vorderrad eine breitere Felge (1,85 x 21) gegenüber den älteren Enduros (1,6 x 21), obwohl die Reifengröße wieder gleich ist (90/90-21). Will man legal auf der Straße unterwegs sein, ist ein Eintrag der Felgengröße mit aufwändiger TÜV Einzelabnahme erforderlich.
Ich hoffe, daß der eine oder andere mit meiner Beschreibung was anfangen kann. Hätte ich das alles schon vor einem Jahr gewußt, wär mir mein SuMo Radsatz um einiges billiger gekommen.
Eine Bitte: macht mich nicht gleich fertig, weil meine Zeichnungen nicht DIN-Normgerecht sind, oder Oberflächenangaben fehlen. Das letzte Mal, als ich mit sowas zu tun hatte, stand die Mauer noch.
Werner