690 Enduro R, welche Reifen ?

  • Hi,
    habe eine 2016er KTM 690 Enduro R,
    habe ein bisschen Recherchiert und dachte ich hätte mit dem Pirelli MT21 den perfekten Reifen gefunden,
    leider habe ich jetzt was gelesen das der für die 690 Enduro R gar nicht zulässig ist, die Posts sind aber schon 5-6 Jahre alt,
    hat sich da was geändert mittlerweile ?


    Hat der Pirelli MT21 eine Zulassung für 690 Enduro R ?Hat der Metzeler Unicross eine Zulassung die 690 Enduro R ?


    Wenn nicht, könnt ihr mir einen Geländetauglicheren Reifen als den Standard Metzeler Enduro 3 welcher von Werk drauf ist, empfehlen, welcher auch Legal auf der 690 Enduro R ist ?

  • Der enduro3 ist eine sehr guter Reifen für die Enduro, auf Straße auch bei Nässe fahrbar, im trockenen schöner breiter Grenzbereich mit guter Schräglage.
    Offroad top solange fest und trocken, Vortrieb am Hinterreifen immer ausreichend, Sand ist eher mau vorne, bei Schlamm nicht nuzbar, weil sofort zu.
    Hat bei mir 6000km gehalten.


    Fahre aktuell den TKC80, kann im Gelände einiges mehr, dafür auf nasser Straße unfahrbar. Ist sehr robust, gerade in steinigem Geläuf. Wird jetzt nach 4500km hinten erneuert.


    Wenn der 2. Satz durch ist, werde ich mich nach aktuellen Reifen analog enduro3 aber mit mehr Profilhöhe (besonders vorne) umschauen. Das V-Profil macht auf nasser Straße viel aus. Hatte nur im Gelände nie Freude an dem enduro3 Vorderreifen...

  • Dürfte man mit Aufkleber (z.B. max 140kmh) einen langsameren reifen fahren?

    Das ging bisher mittels der M+S Regelung.
    Jetzt hat es was neues: http://de.reifenwerk-heidenau.com/modules/news/105_Winterreifen-Neuregleung.htm


    Zur Ausgangsfrage:
    Kommt darauf an, was du unter Gelände verstehst bzw. welche Erwartungen du an einen Enduroreifen hast.
    Einen Reifen, der alles kann gibt es nicht. Einer der bei nasser Straße gut ist, kommt wohl schlecht durch Matsch.


    Wenn du vorwiegend Straße fährst, ist der Heidenau Scout ein klasse Kompromiss. Der kann aber auch ganz gut unbefestigt und hält relativ lang.
    Bei Matsch ist allerdings schnell Ende.


    Ich habe mir den Mitas e-09 rausgesucht. Kann vernünftig unbefestigt, ein wenig Matsch und ist im Trockenen auf der Straße gar nicht schlecht.
    Bei Nässe mit Vorsicht zu geniessen und die Lebensdauer liegt bei rund 4tkm.


    Den Heidenau habe ich auf einer MZ Baghira gefahren und war damit auch Offroad in Rumänien, mit dem Mitas und der Kati war ich letztes Jahr in Albanien, Montenegro, Kroatien. Hatten da so 30% offroad.


    Gruß, Florian

  • Also mein TKC 80 ist auf der 701 nach 2000km bereits zu 2/3 unten.
    Aktuell ist der Michelin Anakee Wild mein Favorit als Ersatz. Will den mal ausprobieren. Soll ja gemäss Tests länger haltbar sein mit besseren Eigenschaften im Gelände und trotzdem guten Grip haben.
    Weiss aber nicht wie das bei Euch in D ist...zum Glück muss ich mich mit Reifenfreigaben nicht herumschlagen...

  • Hehe, die Frage ist ja schon in verschiedenen Threads hier im Forum diskutiert wurden.
    Wirklich Gelände halt keinen "Mischreifen"
    Tour, viel Straße, und Schotterpisten halt sowas wie der Scout von heidenau.
    Mir ist die Performance auf der Straße bei Nässe wichtig, da ma es sich beim Reisen nicht aussuchen kann und ich eher ein Schisser bei nasser Straße bin.
    Interessant finde ich den pirelli scorpion str, wohl gute bis sehr gute Straßenperformance auch im Nassen und auch für leichtes offroad geeignet. Leider wird der nicht kommen, habe schon angefragt . Wäre für mich der ideale Reifen gewesen um auf eine Tour mit leichtem offroad Anteil zu gehen.

  • Aktuell habe ich den Conti Trail Attack 2 drauf und der ist auf der Straße echt nicht schlecht auch bei Nässe.


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  • Beim einer 690 war der Michelin Anakee Wild unfahrbar. Ab 120 km/h so starkes Pendeln, das ich glaubte der Rahmen ist gebrochen. Habe nach 100km wieder auf Midas E07 gewechselt. Pendeln ist wie auch mit den Heidenau fast nicht vorhanden. Der Heidenau braucht 500-1000 km bis das kippeliges fahrverhalten verliert. Super Strassenreifen, ungeeignet bei feuchtem Wiese. Das kann der Mitas besser, bei gleichwertigem Fahrverhalten auf der Strasse. Der Heidenau hat hinten 6000 km gehalten. Ich hoffe das der Mitas doch länger hält. Du wirst auch kaum Testberichte über den Michelin finden.

  • TKC 70 wäre dafür meine Wahl – wenn Dimension passt

    soweit mir bisher bekannt gibt es ihn nur in 150/70-18 und nicht 140/70-18. Passt zwar grundsätzlich schon in die Schwinge rein aber halt anderes Querschnittverhältnis. Für Gelände wäre mir der 80er Querschnitt schon lieber...


    Beim einer 690 war der Michelin Anakee Wild unfahrbar

    Echt? MMh...muss ich vielleicht meine Wahl noch überlegen :denk: Oder ich versuchs auf Risiko...vielleicht war der Reifen nur schlecht gewuchtet?
    Ich hatte mal den heidenau K60, kein Scout , auf der XT. Da fand ich eher dass er immer kippeliger wurde und am Rand deutlich weniger rund abgefahren wird als der Sahara3

  • soweit mir bisher bekannt gibt es ihn nur in 150/70-18 und nicht 140/70-18. Passt zwar grundsätzlich schon in die Schwinge rein aber halt anderes Querschnittverhältnis. Für Gelände wäre mir der 80er Querschnitt schon lieber...


    Warum hast nicht einfach nachgeguckt? :rolleyes:
    https://www.continental-reifen.de/motorrad/tires/motorcycle-tires/off-road-enduro/tkc-70

  • Warum hast nicht einfach nachgeguckt? :rolleyes:

    Hahaha du bist gut! Warum hast du dann nicht gekuckt was die 690 En für Reifen braucht?
    Übrigens: Auf die Angaben der Herstellerseite kann man sich auch nicht immer 100% verlassen...Da gab es schon Reifen auf dem Markt die wegen irgendwelchen Reifenbindungen und M+S Kennzeichen nicht ofiziell auf der Herstellerseite waren. Der Anakee Wild ist so ein Fall...gibt es hier nicht auf der Michelin Seite http://motorrad.michelin.de/reifen/michelin-anakee-wild#dim Trotzdem kann man ihn kaufen https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/5685548_-anakee-wild-140-80-18-70r-michelin.html ...Daher habe ich geschrieben"soweit mir bekannt".
    Ein Kollege hat aktuell gerade das ähnlich Thema mit seiner 701 und hat sich nach langer Suche nun für den Trail Attak II entschieden, weil er keinen TKC70 140/80-18 finden konnte und ihm 150/70-18 nicht so gefallen...

    Einmal editiert, zuletzt von fanki ()

  • Hab auf der 701 vorne den Metzeler Sahara 3 und hinten den Conti TKC80. Läuft sehr ruhig und hat genug Grip.

    LG
    Christian


    Husqvarna 701 Enduro

  • ManuKTM


    Wie schon gesagt wurde, Reifenwahl hängt vom Einsatzgebiet ab. Für gemischt Straße/Gelände hat mir der Metzeler Sahara 3 an meiner 690 R (2014) am besten gefallen. Ausreichend Grip - trocken sowieso - und geht auch hohe Tempi mit (kein Lenkerpendeln bis Höchstgeschwindigkeit). Jenseits von normalen Schotterstraßen kommt er bald an seine Grenzen. Da würde ich den MT21 empfehlen, da er neben Geländetauglichkeit auch auf der Straße eine vernünftige Performance liefert. Schmiert in Kurven rund ab und bietet Stabilität auch über 150 km/h. Trotzdem, du bist auf der Straße weit von der Leistung eines Sahara 3 entfernt, schon was mögliche Schräglagen sowie den Abrollkomfort anbelangt.


    Ein Kumpel hatte in Albanien den MT 21 drauf, ich vo T63, hi Mitas 09. Im groben Schotter (Theth Südrampe, strömender Regen) war das nie ein Thema. Auf der Straße ging mit meiner Kombination bei 130 km/h die Schwanzlerei los...


    Den TKC 80 hatte ich mal drauf, aber nur 2 Wochen. Trockengrip weitgehend OK aber nicht besser als MT21, und der Lenker begann bei Straßeneinsatz ab 120 km/h zu pendeln was sich mit der Geschwindigkeit steigerte, so dass eine genaue Linien Wahl verunmöglicht wurde. Lenkerpendeln wird natürlich von zahlreichen Variablen beeinflusst, allerdings ist der Vorderreifen ein Schlüsselparameter für den stabilen Geradeauslauf der LC4. Und ausreichend genaues Lenkverhalten ist mir wichtig, z.B. wenn ich vor einer Kurve überholen muss.

  • So, jetzt geb ich meinen Senf auch mal dazu :grins:


    Meine 690er hatte bei der Übergabe den Sahara drauf. Kein schlechter Reifen auf der Straße. Hab dann wegen geplanten Touren mit hohem offroad Anteil auf Mitas gewechselt.
    vorne Mitas E10 hinten Mitas E09:
    Der E09 ist ein Top Reifen der auch auf trockener Straße super zu fahren ist. Bei nässe ....solala. Da muss man schon etwas vorsichtiger fahren. Der E10 vorne ging mir nach ca. 2000 km auf die Nerven (pendeln ab 120).
    Hab dann vorne den Michelin T63 drauf und war sehr zufrieden damit.


    Aktuell fahre ich den 2 Satz Mitas E07 und hab da meiner Meinung nach die "Eierlegendewollmilchsau" unter den Reifen gefunden. Anreisen mit hohem Straßenanteil und am Zielort dann schöne Schottertouren gefahren. Macht er alles problemlos mit.
    Bei Matsch und Sand natürlich nicht ganz so gut, aber man kommt auch irgendwie weiter :zwinker:
    Letztes Jahr dann zum Stella Alpina Treffen am Col de Sommeiller gefahren. Anreise 950 km auf Autobahn und Landstraße/Pässe und am Zielort dann Schottern. Alles Top.

    Gruss Michl


    Red Bull may give you wings but Whiskey gives you balls.