Bremse schleift beim Fahren wie die Sau......

  • Hallo Gemeinde,


    ich weiß, das Thema ist bekannt und nervig und soll auch problemlos sein.....jedenfalls beim Schieben :motzki:


    Ich habe jetzt eine SD SE aus 09/2016 und die hat ja Wave-Bremsscheiben dran.


    Vorher kannte ich das Problem nur beim schieben, jetzt hab ich das beim Fahren und das extrem!


    Wenn ich z. B. bei 120km in die Bremse greife, kommt nach kurzer Verzögerung, ein Schleifen das mir beim ersten Male der Schreck in die Glieder gefahren ist.
    Das ganze überträgt sich dann bis in den Lenker und subjektiv fühle ich ein leichtes vibrieren im Bremshebel.


    Bin heute damit zu KTM und der freundliche Mitarbeiter sagte dann, ja ich kann da einen Antrag stellen, aber der wird mit großer Wahrscheinlichkeit abgelehnt....


    Hat das Schleifen auch jemand bei der Fahrt schon mal gehabt oder war das nur beim Schieben der Fall?
    Jemand Erfahrung mit Garantieantrag wegen dieser Scheiße?


    Gruß


    Heiko

    mir scheißegal wer Dein Vater ist, wenn ich beim Angeln bin, gehs't Du hier nicht übers Wasser!

  • Hallo Heiko,


    es gibt einen ellenlangen Thread ( auch mehrere )in der massenhaft genau darüber berichtet wird, mit auch einer von mir und vielen anderen erläuternden Lösung genau für dieses Problem.


    KTM kann dir da nicht helfen die Teiletauscher.


    Gib mal in der suche ein bitte..bist doch schon länger dabei..noch nix darüber gelesen ?


    Grüße


    Gesendet von meinem LG-V30 mit Tapatalk



  • Hi,


    jupp war mir bekannt, aber nur eben beim Schieben und nicht mit Wave-Scheiben beim Fahren.


    Dann sage mir mal ohne das ich tausende von Eintragungen lesen muss woran es jetzt genau liegt?


    Scheiben können es ja nicht sein, Beläge auch nicht..... Felgen oder genauer die Aufnahmen der Bremsscheiben? or what


    Gruß


    Heiko

    mir scheißegal wer Dein Vater ist, wenn ich beim Angeln bin, gehs't Du hier nicht übers Wasser!

  • Wenn ich z. B. bei 120km in die Bremse greife, kommt nach kurzer Verzögerung, ein Schleifen das mir beim ersten Male der Schreck in die Glieder gefahren ist.


    Erstmal ein kleiner Scherz: Wenn du bei 120 km das erste Mal bremst, könnte es auch der Rost auf der Bremsscheibe sein, der erstmal abgebremst werden muss. :lautlach:
    Scherzmodus aus: Wenn du bei 120 km/h bremst und es pulsiert schon am Bremshebel, tippe ich auf Planschlag an der Vorderradfelge wo die Bremsscheiben aufgenommen werden. :ja:
    Und ja, auf jeden Fall reklamieren, dann ist dein Händler in der Pflicht.

  • Erstmal ein kleiner Scherz: Wenn du bei 120 km das erste Mal bremst, könnte es auch der Rost auf der Bremsscheibe sein, der erstmal abgebremst werden muss. :lautlach:
    Scherzmodus aus: Wenn du bei 120 km/h bremst und es pulsiert schon am Bremshebel, tippe ich auf Planschlag an der Vorderradfelge wo die Bremsscheiben aufgenommen werden. :ja:
    Und ja, auf jeden Fall reklamieren, dann ist dein Händler in der Pflicht.


    Erstmal ein kleiner Scherz: Wenn du bei 120 km das erste Mal bremst, könnte es auch der Rost auf der Bremsscheibe sein, der erstmal abgebremst werden muss. :lautlach:
    Scherzmodus aus: Wenn du bei 120 km/h bremst und es pulsiert schon am Bremshebel, tippe ich auf Planschlag an der Vorderradfelge wo die Bremsscheiben aufgenommen werden. :ja:
    Und ja, auf jeden Fall reklamieren, dann ist dein Händler in der Pflicht.


    :grins::grins::Daumen hoch: Rost wäre schön gewesen.....
    Pulsieren würde ich als überzogen beschreiben, ich habe durch das starke Schleifen und Gedröhne halt das Gefühl als würde es so sein.

    mir scheißegal wer Dein Vater ist, wenn ich beim Angeln bin, gehs't Du hier nicht übers Wasser!

  • Leute, könnte es sein, dass die genannten Probleme nur bei der SD-R 1.0 auftreten, nicht aber bei den GT und 2.0 Modellen?


    Ich habe mit meinen Super Duke noch nie ein Problem mit der Bremse gehabt! :ja:

  • Felgen, Zangen, Scheiben und Beläge sind doch seit 2015 immer die gleichen. Gibt keinen Unterschied zwischen 1.0 und 2.0.


    Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit einfach an unsachgemäßer Montage hängen kann. Sowohl bei meiner (1.0 BJ 2016) wie auch der der vom Kumpel (2.0 BJ 2018) war es genau das gleiche Spiel. Nach ca. 2500km angefangen Geräusche zu machen. Jaulen, quietschen oder wie man es auch immer nennen will. Bei mir sogar leichtes pulsieren. Im Stand schwergängig. Beim Kumpel war die Schwergängigkeit auch beim Fahren zu merken.


    Habe dann die Bremse ausgebaut, gereinigt und dann Beläge mit Keramikpaste wieder eingebaut. Bei der Montage dann geschaut, das Sättel ordentlich fluchten und die Gabel nicht verspannt wird. Und siehe da. Alles top. Genau wie bei Auslieferung.


    Der Effekt ist übrigens nicht nur temporär. Habe seit der "Reparatur" keine Probleme gehabt. Bin so letzte Saison knapp 15.000km gefahren und außer nen bisschen reinigen beim Vorderreifenwechsel nix mehr gemacht. Irgendwann dann neue Beläge draufgemacht. Aber auch da keine Probleme gehabt.


    Ich will damit nicht sagen, dass es nicht Leute gibt bei denen die Bremsscheibenaufnahmen außerhalb der Toleranz sind. Aber meiner Meinung nach könnten viele das vorhandene Problem lösen, indem alles wie beschrieben sauber montiert wird.

    KTM 640 EGS
    BMW 650 GS
    KTM 950 SM

    KTM 1290 SDR

  • Was mir persönlich auf den berühmten Zeiger geht, das da nach Jahren seitens KTM nichts geändert wird.
    Das kauft man ein Moped für richtig Kohle und dann bekommt Schleifen und Quietschen der Bremsen jahrelang mit geliefert.
    Egal ob beim Schieben oder beim Fahren, oder mit Wave..... :Daumen runter:


    Der freundliche sagte dann auch noch, selbst wenn der Antrag durchgeht und neue Scheiben verbaut werden, ist das Problem damit nicht unbedingt gelöst!!?? :gute besserung:
    Das dauert dann wieder max. 2000-4000 km und dann hast die gleiche Scheiße wieder. Na klasse..... :arsch:
    Da hab ich ihn gefragt ob er das auch mit seinen Suzuki Modellen hat....Antwort: natürlich nicht!!


    ICH MÖCHTE DAS AUCH NICHT AN MEINER KTM!!!


    Die verkaufen dann Bremsscheiben anderer Hersteller und dann soll gut sein.....das passt dann aber wieder nicht mit dem Prob. der Aufnahmen zusammen, sondern ist doch ein Bremsscheibenprob??


    Ist mir als Nichttechniker alles to much, ich warte jetzt mal ab was weiter passiert....und werde natürlich berichten!

    mir scheißegal wer Dein Vater ist, wenn ich beim Angeln bin, gehs't Du hier nicht übers Wasser!

  • Habe dann die Bremse ausgebaut, gereinigt und dann Beläge mit Keramikpaste wieder eingebaut. Bei der Montage dann geschaut, das Sättel ordentlich fluchten und die Gabel nicht verspannt wird. Und siehe da. Alles top. Genau wie bei Auslieferung.


    Der Effekt ist übrigens nicht nur temporär. Habe seit der "Reparatur" keine Probleme gehabt. Bin so letzte Saison knapp 15.000km gefahren und außer nen bisschen reinigen beim Vorderreifenwechsel nix mehr gemacht. Irgendwann dann neue Beläge draufgemacht. Aber auch da keine Probleme gehabt.

    Was genau meinst Du mit Reinigung? Sättel vom Träger runter, Beläge raus, Bremsenreiniger rein, Beläge wieder rein, Sättel lose angeschraubt, Bremse gezogen und Sättel unter Bremslast wieder festgeschraubt? Oder umfaßte die Reinigung auch den Bremskolben? Kannst Du den Reinigungsvorgang bitte ein bischen genauer beschreiben, ich bin da sehr neugierig - danke im voraus :ja: .

    nice greetinx
    hellsguenni


    Ein Experte ist ein Mensch, der genau erklären kann, warum seine Prognose nicht eingetreten ist (W. Churchill)

  • Ich sag nix mehr..das Thema ist hier schon tausend mal durchgekaut worden..die Felge ist scheisse..basta..KTM weiß das...ändert aber nicht..sogar einem Kunden hat KTM das planen bezahlt und es funzt..


    man sollte aber immer zusätzlich schauen das alles zentriert läuft..
    das Problem das die Gabel verspannt ist ist obsolet da das sowieso jeder Händler und auch KTM Fahrer prüfen sollte ob es daran liegt.


    Bremssättel ausbauen und reinigen ist selbstverständlich..auch ist so gut wie kein Fett in den Dichtungen..das wird auch aus Kostengründen recht trocken verbaut..ein Unding..


    Man muss sich selber kümmern..ganz einfach..ich wiederhole mich zum hunderten mal Leute.


    Auch Kanten brechen usw ist alles fuppes..


    Liest euch einfach die Thread's durch und dann ist Ruhe.


    Gesendet von meinem SM-T715 mit Tapatalk

  • Kannst Du den Reinigungsvorgang bitte ein bischen genauer beschreiben, ich bin da sehr neugierig - danke im voraus :ja: .


    Ich beschreibe mal wie ich es mache: :grins:


    Also, zum Thema reinigen, ich demontiere die Bremssättel und entferne die Bremsbeläge, dann die Bremse betätigen und zwar soweit bis die Kolben ein Stück rauskommen. Achtung nicht zu weit, sonst fallen sie raus und man muss alles neu entlüften! Jetzt nehme ich eine Zahnbürste und Geschirrspülmittel und reinige die Kolben und für die schöne Optik auch gleich den Bremssattel, dann spüle ich alles in einem 10 Liter Eimer Wasser ab, schön reinhängen und säubern. Auf Bremsenreiniger verzichte ich bewusst, da dieser auf Dauer die Dichtungen ruiniert! Als nächstes wird mit Druckluft das Wasser abgeblasen. Jetzt werden die Bremskolben mit Bremsenpaste eingeschmiert und wieder reingedrückt (geht mit den Fingern) und die überflüssige Paste abgewischt. Danach schmiere ich die Führungsecken der Beläge da wo sie im Bremssattel laufen, leicht mit Kupferpaste ein und manchmal auch die Beläge auf der Rückseite (aber nur bei hartnäckigen Bremsgeräuschen, wie quietschen), dann kommen die Beläge wieder in den Bremssattel. Jetzt die Bremssättel Montieren, aber noch nicht final festziehen, nur leicht. Als nächstes das Vorderrad drehen und die Bremse betätigen und zwar so lange, bis man das Gefühl hat, jetzt läuft alles in der Flucht. Zuletzt die Bremse betätigen und gleichzeitig die Sättel mit 45 Nm anziehen, fertig.
    Gut, als allerletztes noch die unteren 4 Klemmschrauben der Gabel lösen und ein paarmal ein federn, dann wieder anziehen, damit die Gabel nicht verspannt ist, wenn das Vorderrad demontiert war.
    Wer jetzt noch Probleme mit der Vorderradbremse hat, sollte auf jeden Fall seinen Händler aufsuchen.


    :prost::peace:

  • Genau so mache ich das auch, ich lass nur die Kupferpaste weg.


    Das wichtigste ist die Bremsenpaste. Ich hab die blaue Tube von ATE.
    Das lässt die Kolben leicht laufen und verhindert das Klemmen.
    Dazu fahren sich die Beläge auch gleichmässig ab.


    Diese Reinigungsprozedur sollte man jedes Jahr machen, nicht nur wenn die Beläge durch sind.

  • Genau so mache ich das auch, ich lass nur die Kupferpaste weg.


    Das wichtigste ist die Bremsenpaste. Ich hab die blaue Tube von ATE.
    Das lässt die Kolben leicht laufen und verhindert das Klemmen.
    Dazu fahren sich die Beläge auch gleichmässig ab.


    Diese Reinigungsprozedur sollte man jedes Jahr machen, nicht nur wenn die Beläge durch sind.


    Hast du da mal bitte eine genaue Bezeichnung und Lieferant?
    Monty Welche Kupferpaste nutzt du?

  • Ich machs auch genau wie von Monty beschrieben.
    Nur halt mit Keramikpaste von Liqui Moly. Gibs z.B. bei Ebay.


    Download.jpeg


    Wichtig ist halt, dass die Beläge gut geschmiert sind. Haben nicht viel Luft und sind ab Werk trocken montiert. Deshalb werden die halt mit der Zeit durch Ansammlungen von Bremsstaub etc. etwas schwergängig was dann, meiner Meinung nach, die Sympthome verursacht.


    Und bezüglich des Vertrauens auf das Schaffen des Händlers wäre ich vorsichtig. Nach der Inspektion ließ sich meine wie nen Panzer schieben. Steckachse viel zu stark angeknallt. Somit Gabel verspannt. Zu hause dann gelöst und alles wieder in Ordnung.
    Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass die "Profis" in den Werkstätten nicht mehr verstehen was sie da tun und nur noch nach Schema F aus dem Handbuch arbeiten. Zwar sehr traurig, ist aber leider sehr oft die Realität. Ich vertraue mittlerweile nur noch Sachen die ich auch selber gemacht habe.

    KTM 640 EGS
    BMW 650 GS
    KTM 950 SM

    KTM 1290 SDR

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