Mit Kraftstoffpumpenfehler liegengeblieben - Hitzeproblem?

  • Hallo,


    ich war eine Wochen in den französischen Alpen. Am ersten Tag war es dort sehr heiss. Im Tal bis 37 Grad und oben auch noch gute 25 Grad. Wir sind dann zur Mittagszeit bei 37 Grad durch Cluses (weitestgehend auf 30 kmh begrenzt) gefahren und hatten eine Tankstelle gesucht. Gefunden, angehalten und festgestellt, dass unsere Karten nicht akzeptiert werden und nach ca. 5 Min weitergefahren.


    Nach etwa 400 Metern wurde die Gasannahme schlechter und nach weiteren 50m ging sie aus. Im Display stand Kraftstoffpumpenfehler.


    Nach mehreren Startversuchen und Schlüssel abziehen für 2 Minuten ging sie dann wieder. Im weiteren Verlauf der Tankstellensuche passierte das dann noch 2 mal. Anruf bei der KTM-Hotline: .. sie haben ja Mobilitätsgarantie. Ich lasse sie abschleppen und sie bekommen für 4 Tage ein Leihfahrzeug... ... das hat aber dann wahrscheinlich 4 Räder! :nein:


    Ich bin dann einfach weitergefahren weil ich mir dachte Abschleppen geht immer und überall. Jedenfalls gabs an den weiteren 5 Tagen kein Problem mehr. Wir hatten dann aber auch nur noch max 31 Grad.


    Mein Händler findet natürlich nix außer den gleichen Eintrag im Fehlerspeicher und würde als Prophylaxe mal die Pumpe tauschen wollen. Das ist auch schon der zweite Händler der sie unendlich sträubt bei KTM nachzufragen (beim ersten Mal als die Hinterbremse ausgestiegen ist - daraufhin habe ich gewechselt). Wenn ich selber anfrage kommt bestimmt wieder lapidar - das hatten wir noch nie!



    Nun meine Frage: Hatte das auch schon mal jemand evtl. auch bei der 1190 weil diese Komponenten ja wohl ziemlich gleich sind? Und auch wenn es komisch klingt ich glaube eher an ein Temperaturproblem. Wäre natürlich ein Witz weil dann keiner damit eine Weltreise machen kann...


    Gruß
    matze

    Einmal editiert, zuletzt von r103 ()

  • Ein generelles Temperaturproblem hat die 1050er sicher nicht. Hier im Forum sind etliche mit inzwischen hohen Kilometerständen unterwegs, bei denen diesbezüglich nix auffällig war/ist.


    Die Pumpe zu tauschen ist schon richtig. Warum lässt Du das nicht machen? Ansonsten Tank/Filter prüfen auf Verstopfung/Verunreinigung, Tankentlüftung prüfen etc.

  • Ich war mit meiner 1190er @ jetzt auch 11 Tage in den französischen Alpen unterwegs, auch bei den angesprochenen


    hohen Temperaturen hatte ich keine Probleme. Lief wie ein Uhrwerk.
    Gruß
    Uli

  • Im Vorjahr zeigte das Thermometer einmal 39,8 Grad an.
    Abgesehen von einer Öltemperatur von deutlich über 100 Grad hatte das Bike keine Probleme.
    Habe aber keine 2050er.

    Ein herzliches Servus aus Wien.
    Thomas

  • Müsstest du die Pumpe selbst bezahlen?
    Wenn ja, würde ich zuvor die Kraftstofffilter tauschen. Ansonsten gibt es Alternativen zur teuren OEM Pumpe. Infos im ADV Rider Forum.

    Habe aber keine 2050er.

    Obwohl wir die wohl alle gerne hätten... :sabber:

    Gruß vom Harald
    "S. Auerteig"
    KTM ADV1190/R ´14; Suzuki DR 800S ´99; :prost:

  • Im Vorjahr zeigte das Thermometer einmal 39,8 Grad an.
    Abgesehen von einer Öltemperatur von deutlich über 100 Grad hatte das Bike keine Probleme.



    Wir waren 2015 auf einer längeren Tour teilweise mit Temperaturen knapp über 40°.
    Die Öltemperatur war sehr lange Zeit über 100°, aber ich hatte keine Ausfälle.


    Aber auch keine 1050. :zwinker:

  • In meinem Bekanntenkreis leider das gleiche Problem .


    Hitzeproblem konnte ausgeschlossen werden.
    Tausch der Pumpe brachte nichts.
    Der Fehler kam und ging, es wurde kein Muster als Ursache gefunden.
    Zig mal in der Werkstatt.
    Und das muntere wechseln von Komponenten ging immer weiter.
    KTM Technik war auch einbezogen und kam nicht groß weiter.
    Ein echtes Trauerspiel. Die gesamte Saison war im Eimer und auch der geplante Jahresurlaub mit der Motorradtour.


    Berichte mal wie es bei dir läuft.
    Mein Kumpel hatte danach eine klare Meinung über KTM.

  • Ok danke mal für die Rückmeldungen.


    Leider muss ich selber zahlen, weil die Garantie vor drei Monaten ausgelaufen ist.


    Ich werde mal Benzinhähne, Steckverb., Anschlusskabel checken und Filter tauschen und hoffen das es vorbei ist. Immerhin läuft sie schon wieder 2Tkm problemlos. Sehr dubios.


    Dauert jetzt allerdings erstmal etwas - werde aber berichten.

  • Ich halte es für möglich das sich im Benzinsystem Dampfblasen gebildet haben.


    Wenn der Fehler dort einmalig bei niedrigstem Benzinstand aufgetaucht ist und danach nicht wieder würde ich es abhaken.

    Motorradkompetenz kann man nicht kaufen. Auch nicht mit Testsiegern oder Alpenkönigen. :teuflisch:

  • Tankentlüftung mal gecheckt?
    Wenn sich bei hohen Temps was ausdehnt und einen nicht sauber verlegten Schlauch verschließt, kann die Pumpe gegen den dann vorherrschenden Unterdruck nicht mehr arbeiten.


    Ansonsten den elektrischen Anschluß prüfen / reinigen, - Steckverbindungen sind gerne mal Ursache von sporadischen Fehlern.

    Seris venit usus ab annis

    Einmal editiert, zuletzt von Xtzhotte ()

  • ein vergleichbaren Fehler mit 1050 hatte mein Bekante in Polen. Und es war nicht heiß.
    Bei KTM haben gesucht und nichts gefunden. Also abgeholt und noch am gleichen Tag ging der Motor wieder aus.
    Erst dann hat KTM Dealer Benzinpumpe ausgetauscht und seit dem hat er über 6 Tkm ( Korsika ) ohne Probleme gemacht

    Kaschuben- meine Heimat

  • Am gleichen Tag ging der Motor wieder aus....


    Genau das klingt für mich nach der Tankentlüftung.
    Für den Wechsel der Pumpe (nicht die Prüfung) muss die Tankverkleidung runter und der Tank ab.
    Danach wird ein guter Händler die Entlüftung wohl auch gut verlegen.



    Eine elektrische Pumpe ist kein Hexenwerk und geht nicht einfach so kaputt.
    Bei der Verlegung der Entlüftung kann man aber schnell mal den Schlauch einengen.
    Wenn dann noch ein Tankrucksack aufliegt und quetscht wird es zum Problem.
    Das fällt meistens erst auf, wenn längere Tankdistanzen dabei sind (Sauggeräusch beim Tankdeckel öffnen).



    Kürzere Tankdistanzen und somit regelmäßigen Druckausgleich wird die Pumpe sicherlich verkraften.
    Daher kann dieses Problem erst auftreten wenn man im Urlaub Kilometer macht und nicht so viele Tankstops oder Abstellphasen hat.
    Daher wird das Problem des Pumpenausfalls eher bei Dauerbelastung, - also ständigem Unterdruck auftreten.
    Erst dann läuft die Pumpe heiß und bildet zusammen mit der Umgebungstemperatur eine Hitzequelle.
    Im schlimmsten Fall ist die Pumpe dauerhaft defekt oder erzeugt die von Kondos beschriebene Dampfblasenbildung.


    Ich habe bei meiner R (habe ich seit 03/2013) nach einem Soggeräusch beim öffnen des Tankdeckels nach 380km (ohne Absteigen) beim Tankstop die Leitungen geprüft.
    Eine hatte war eingeengt. Neu verlegt - bis jetzt keine Probleme mit der B.-Pumpe

    Seris venit usus ab annis

    2 Mal editiert, zuletzt von Xtzhotte ()

  • Moin,



    ich hatte auch das Problem mit der Kraftstoffpumpe. Habe dann eine neue bekommen. Es lag aber nicht an der Pumpe, sondern an der Steckverbindung zum Steuergerät.


    Im Heck sitzt das Steuergerät und der rechter Stecker in Fahrtrichtung war das Problem. Ein Kontakt war nicht in Ordnung. Gesäubert und Kontaktspray rein.


    Seit dem läuft sie wieder Tadelos.


    Markus

  • So nun habe ich alles gecheckt. Alles unauffällig und ok. Tankentlüftung war es auch nicht, weil ich immer wieder Benzingeruch hatte und beim Öffen des Tankdeckels nie irgendeinen Druckausgleich.
    Mittlerweile bin ich wieder 3Tkm gefahren. Hoffen wir das Beste. Wenn sie mich auf einer Mehrtagestour im Stich läßt wird sie eh warm entsorgt... :grins: