KTM 790 Duke R Erlkönig 2019

  • Ich fahre wohl ein anderes Moped oder hier sind nur Rennfahrer :grins:
    War im September eine Woche zur Motorradtour in den Dolomiten, hatte Road Attack 3 drauf und das Motorrad hat einfach perfekt funktioniert.


    Angststreifen messe ich nur noch vorne.. und selbst der ist fast weg :crazy:


    Kann mich über das Fahrwerk überhaupt nicht beschweren, Bremsen funktionieren gut und die Leistung ist dort auch perfekt.


    Für den Preis m.E. einfach das tollste Motorrad seiner Klasse. Und wer wirklich Strecke fährt, für den wäre auch eine R voraussichtlich nicht das richtige Moped.


    Just my 2 cents..

  • Zitat von »PeterPumpkin«




    Ganz bestimmt ist das original. Cher ist auch vollkommen original.
    KTM steckt da zigtausend Euro in so eine Veranstaltung und tritt das vorher und nachher im Netz breit, aber die paar hundert Euro für ein besseres Federbein bzw. eine Generaloptimierung sparen sie sich?

    Falls du andere Infos hast dann her damit.

    Gruß
    Norbert

    Ich will ja nicht sagen, dass ich Recht hatte.
    Aber:
    Ich hatte sowas von Recht :peace: :wheelie:

  • Ich finde es auf jeden Fall besser die Teile einzeln zu kaufen ohne das mir was auf das Auge gedrückt wird was ich nicht brauche.


    Sehe ich nicht so positiv wie Du. Man muss sich Fahwerk + Bremsen teuer extra kaufen und hat die beim Motorradkauf mitbezahlten Teile rumfliegen – allein für Letzteres hätte ich kein Platz. :Daumen runter:
    Und komm mir nicht mit dem verkauf der Serienteile – dafür bekommst dann fast nichts.

  • Ich folge dieser Diskussion mit Interesse, und es fällt mir auf, wie viele Leute unbedingt diese R-Version haben möchten. Hat jemand von hier schön mit dem Duke 790 auf der Strecke gefahren? Ich denke, das ist der beste Indikator, um festzustellen, ob Federung und Bremsen angemessen sind oder nicht.


    Vor ein paar Wochen (Freitag, 12.10.) hatte ich mit dem Duke 790 zum ersten Mal einen Trackday auf dem TT Circuit Assen. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen mit dem Duke: was für ein großartiger Lenkmotor ist das doch! (Kann man das sagen?).


    Davor hatte ich eine Triumph Daytona 675R 2013 für die Strecke. Und die ist immer noch als einer der besten Supersportmotoren bekannt, soweit es um die Qualität und Präzision der Lenkung geht. Ein Motorrad, mit dem man gute Rundenzeiten machen kann (wen man ein bischen fahren kann zelbsverstāndlich). Trotzdem hatte ich viel mehr Spaß auf der Duke 790, und in Standardeinstellungen hatte ich fast die gleichen Rundenzeiten wie bei der Daytona.


    Ich habe ein paar Dinge bemerkt. Aufgrund der Bewertungen und Erfahrungen anderer Duke-Besitzer hatte ich einige Vorbehalte gegen die Federung vorne und hinten und die Bremsen: die Dämpfung ist nicht einstellbar und die Vorderradgabel würde nicht glatt ansprechen. Außerdem soll der Vorderradbremse (kein Brembo) Bremskraft fehlen, was sich insbesondere beim Alpenmaster-Vergleichstest in den Bremsprüfungen mit einem Beifahrer bergab bemerkbar machte.


    Aber dann mein eigener Test auf der Rennstrecke. Mit meinem Gewicht (67 kg) schien die Aufhängung perfekt, ich fühlte keine Notwendigkeit, etwas einzustellen, um die Dämpfung fein abzustimmen. Das Chassis blieb in fast alle Situationen sehr stabil und fest, und Ich habe nie Unruhe oder Pumpen hinten bemerkt (was ich von der Super Duke 1290R kannte, mit doch immerhin voll einstellbaren WP Suspension vorne und hinten). Die Bridgestone S21 Reifen gaben immer viel Vertrauen, nicht nur mit den Griff, aber vor allem boten die viel Schärfe und Lenkpräzision. Mit mehr als 140 in den Ramshoek 10 cm nach links? Kein Problem.


    Und die Bremsen? Es dauerte eine Weile, bis ich mir realisierte, wie viel Bremskraft sie tatsächlich haben: Ich bin immer zu früh abgebremst. Manchmal musste ich einfach am Ende des Veenslang (210 +) Gas geben, um in der Schikane genügend Kurvengeschwindigkeit zu bekommen :). Irgendwann gelang es mir, den richtigen Bremspunkt besser zu erreichen (knapp um der 100-Meter-Punkt). Dann brauchst du wirklich die Bremse, und die hat es immer richtig gemacht. Für mich also vorläufig keine Anpassungen im Bereich der Federung oder die Bremsen.


    Meine Rundenzeiten sind noch nicht spektakulär, etwa 2.10, 2.11. Aber zum ersten Mal met dem Duke 790, ich denke, das ist in Ordnung, und ich bin wie gesagt fast so schnell gefahren als mit die Daytona (2.06, 2.08 hinter dem Marshall, und die letzten beiden freie Fahrten nur 2,12). Und das ist doch eine Maschine mit voll einstellbaren Öhlins vorne und hinten, Brembo Bremsen und fast 25 PS mehr Leistung. Ich erwarte, dass mir 2.06 mit diesem Duke irgendwann auch gelingen wird, und vielleicht sogar schneller, wenn ich mehr daran gewöhnt bin. Im Moment bin ich sehr zufrieden mit diesem Motorrad, ich erlebe viel Spaß damit, und sehe (vorläufig, für mich) kein Mehrwert in eine R-Version. Der Nachteil einer so scharf und in Schräglage zu fahren Maschine: meine Knieschleifern sind total abgenutzt. 🙂


    PS. Bitte vergib mir mein schlechtes Deutsch, ich bin eben ein Holländer :)

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    Duke 790

  • Hallo Jef,


    ich habe dich gut verstanden - inhaltlich und sprachlich.:Daumen hoch:

    Ich glaube das dein kleines Gewicht eine große Rolle spielt für deine Wahrnehmung und Einschätzung wie das Fahrwerk funktioniert hat.

    Für mich ist es mit guut 110 kg mit Klamotten und wirklich ernsthaftem Gasgeben (nur Landstraße) dann zu weich. Ich bin auch ein paar Jahre Kringel gefahren (kenne aber Assen zu meiner Schande nicht) auf Aprilia Mille mit auf mein Gewicht abgestimmten Fahrwerk (Öhlins). Ich weiß man kann die Einwirkung/ Belastung von Strecke und Landstraße selbst sehr schnell gefahren nicht vergleichen, aber ich habe dennoch eine grobe Einschätzung dazu.

    Mir ist es schnell gefahren zu weich und im Ansprechen auf Absätzen /schlechter Straße zu ruppig. Das hast du auf der Rennstrecke kaum oder gar nicht - je nachdem ob du zb. in den Anbremszonen welligen Asphalt hast - aber keine Schlaglöcher oder so.

    Thema Bremse - man braucht bei den recht stumpfen Belägen einfach schon relativ viel Kraft - insbesondere was den Initialbiss betrifft. Wenn du dann reinlangst kommt auch Bremsleistung - mit den Aprilias hätte ich dann schon nen Überschlag oder mindestes einen nicht gewollten Stoppi gemacht. Ich hab mir jetzt SRQ gekauft - die bremsen auch für die Straße gut und sind nett zu den Scheiben.

    Also für dich und dein Gewicht gesehen kann ich deine Einschätzung nachvollziehen!

    Andere wünschen sich in einem R- Modell dann vielleicht noch etwas mehr Leistung, leichtere Felgen, anderen Auspuff und ein paar kleine nette Details - nur meine Vermutung aus einigen Posts hier. Ich werde das Fahrwerk über Winter überarbeiten lassen - denn selbst wenn ich alles Advents - & Weihnachtsessen weglasse komme ich niemals in die Nähe seines Gewichtes:kapituliere:  

    ...zusammen am besten... Mille, :wheelie:Duke & Tuono… :applaus:
    Tschüs, Jörg


  • Hallo Jürg,
    Klar. Das ist natürlich ein großer Unterschied. Ich kann mir in dieser Situation gut vorstellen, dass man einige Anpassungen an Fahrwerk und Bremsen vornehmen will.
    Aber auch, dass manche Leute Dinge ändern, um das Motorrad zu personalisieren.


    Für mein Motorrad denke ich zuerst daran, die Gasannahme zu verbessern. Dass Konstant Farruckeln im Sportmodus ist nicht sehr angenehm. Dies führt zu einer unzureichenden Gaskontrolle. Darüber hinaus kann der Duke vielleicht ein bisschen mehr Leistung brauchen. Ich bin gespannt, ob der Satz von Coober mit der ECU und dem Wings-Slip-On beide verbessern könnte. Aber das ist etwas für die nächste Saison.


    Gruß, Jef

    Duke 790

  • Ja, die Gasannahme ist im Sportmodus schon sehr direkt, deshalb fahre ich lieber in Street, bzw. Track mit Street Gasannahme. Vielleicht kommt das "Kasterl" oder PC oder vergleichbares bei mir auch noch dran - first - Fahrwerk :Daumen hoch:

    ...zusammen am besten... Mille, :wheelie:Duke & Tuono… :applaus:
    Tschüs, Jörg


  • Denke dass die 790 Duke R zumindest als Prototyp auf der EICMA steht

    Dateien

    • 790 Duke R.jpg

      (487,06 kB, 89 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Hoffen tue ich auch drauf, aber die Chance ist wohl sehr gering...

    Laut dem Bericht auf 1000PS.tv, soll 2019 nur ein PP WP Fahrwerk und die Eva-Akra kommen.

    Die werden dem Zonko auch nicht Alles auf die Nase binden.


    Wieviele 790 Duke Besitzer werden sich eine M50 Brembo Bremsanlage verbauen, plus Fahrwerk , plus Werkstattkosten ?


    Der Umsatz den KTM generieren kann, mit einer kompletten 790 Duke R, ist mit Sicherheit um Einiges höher als die Einzelkomponenten zu verkaufen.


    Vor allem, warum ist der Prototyp dann mit den R typischen Lackteilen und Felgen versehen. Macht dann ja auch keinen Sinn. Hätte ja eine Serien 790er herhalten können.