Michelin Road 5 Trail

  • Nö, so einfach ist es eben nicht. Mein letzter PST II war vorn bei 7000 Km am Ende. Hinten gingen zwar noch gute 3000, aber ich wollte auf ne größere Tour und wechsel grundsätzlich immer vorne und hinten zusammen. Also hält der Satz für mich nur 7000 Km anstelle der bisher üblichen 10000 Km.


    Habe jetzt den A41 drauf und siehe da, Laufleistung wird vorn und hinten 10000 Km betragen.


    Ist für mich schon ein Unterschied. Kann sein, dass ich so anstelle von dreimal im Jahr wechseln (1VR+ 1HR, dann 1VR und nochmal 1VR+1HR) nur einmal oder eben zweimal wechseln muss. Dabei geht es nicht nur um das Geld, sondern auch um die Zeit und den Aufwand.


    Wenn man natürlich nur 3000 Kilometer im Jahr fährt, mag es egal sein. Wobei das langfristig natürlich gleich ist.

  • ....hängt ja immer von der Fahrweise ab!
    Mein CTA2 VR hält, bei meist sportlicher Gangart, ca 5500km und dann wechsel ich beide,
    obwohl der HR noch 1-2000km könnte.
    Vertrauen ist mir wichtiger als Lebensdauer, Aufwand und Geld.

    :wheelie: In der Ruhe liegt die Kraft :driften: :winke:

  • Fahre den PST 2, super Reifen aber die Laufleistung des vorderen ist echt mies.
    Der erste hat 5500 km gehalten, der zweite 5700 km.
    Gruß
    Kurt

    Dann bin ich schon gespannt ob der neue für dich besser ist. Bericht bitte!

    LG Eisidrive

    Zwei Finger von der Kupplungshand! :peace: ..und nicht vergessen Meinungen sind immer subjektiv!

  • Ich vollziehe heute auch den Wechsel auf die MR5 Trail. Das Wetter kommt einer Testrunde leider nicht entgegen. Werde meine Erfahrungen aber hier mitteilen.

    Die PSTII waren ok, vorn 4000km, hinten 7000km. Bin echt gespannt, was die Michelins können werden. Wenn die Laufleistung zwischen 5000 und 7000km ist, kann ich damit leben, bei angemessenem Gripniveau.

    -Pött Pött Pött?
    -Braaap?
    -Braaaaaap!


    Das Schwein mit der Pfeife

  • Zusammenfassung der Eindrücke der ersten Einfahrfahrt mit Michelin Road 5 Trail auf KTM Super Adventure S


    Parameter:

    Fahrzeug: KTM 1290 Super Adventure S (2018)

    Assistenzsysteme: ABS und MSC ein (Road)

    Ride Mode: Street

    Dämpfung: Street

    Beladungszustand: 2 Personen

    Reifendruck v/h (kalt) 2,5/2,9bar

    Reifendruck v/h (warm) 2,75/3,2bar

    Fahrergewicht: 100kg

    Fahprofil: flüssig dynamisches Kurvensurfen im Bergischen Land und Sauerland, bevorzugt auf kleinen Nebenstraßen. Den Witterungsverhältnissen angepasste Geschwindigkeit

    Außentemperatur: +3° bis +6°C

    Straßenzustand: trocken bis feucht, teilweise durch land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge verschmutzt

    Länge der Strecke: 96km

    Fahrzeit: 1h 33min

    V(av) 61km/h

    Cons(av) 5,6L/100km


    Vorherige Bereifung: Pirelli Scorpion Trail 2, Laufleistung gesamt: 7100km, 2 VR, 1 HR verschlissen, Druck: 2,5/2,9bar (kalt)


    Meine subjektiven Wahrnehmungen:

    Der Reifen kommt schnell auf Temperatur und vermittelt ab den ersten Metern ein gutes, sicheres Gefühl. Die Assistenzsysteme haben auf der Runde nicht einmal ausgelöst.

    Die Rückmeldung ist sehr präzise, auch auf den feuchten Abschnitten sehr gutes Gefühl. Die Haftgrenze habe ich bei weitem nicht erreichen können.

    Das Einlenkverhalten ist sehr neutral mit linearem Kraftaufwand über die gesamte bisher erreichte Schräglage. Wenngleich sich der Reifen agiler anfühlt als der PST2, ist keine Nervösität oder Kippeln zu spüren.

    Auch gibt es kein Einknicken beim langsamen Abbiegen oder in Kreisverkehren.

    Die Eigendämpfung ist komfortabler als beim PST2, Kanten von Schlaglöchern werden nicht so hart in den Lenker übermittelt.

    Bremsen, Lastwechsel oder Schaltvorgänge in Schräglage konnte ich ohne spürbares Aufstellmoment durchführen.

    Abrollgeräusche waren mit Helm und sonstigen Windgeräuschen unter der Wahrnehmungsschwelle.


    Angesichts der Witterungsverhältnisse war die erreichte Schräglage sehr gering (vgl. Foto), so dass zur Kurvenhaftung noch kein belastbares Urteil gefällt werden kann.

    Der Reifen vermittelt zumindest im Neuzustand ein hohes Potential für sportlich-dynamisches Fahren.

    Über Hochgeschwindigkeitsstabilität kann ich noch keine Aussage treffen.

    Zu beobachten sind für mich im weiteren Verlauf vor allem die Laufleistung und das Einlenkverhalten bei fortschreitendem Verschleiß. Hierzu werde ich entsprechende updates Nachliefern.

    Auch müssen noch ein Autobahntest, sowie eine echte Regenfahrt erfolgen.


    Das sehr(!) vorläufige Fazit ist für mich ausgesprochen positiv.


    Glückauf

    Ralf


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    -Pött Pött Pött?
    -Braaap?
    -Braaaaaap!


    Das Schwein mit der Pfeife

  • Für ein kleines Blutbild deinerseits hat es wohl nicht mehr gereicht? Nur mit diesem lässt sich deine Beurteilung richtig einordnen!

    Gruß vom Harald
    "S. Auerteig"
    KTM ADV1190/R´14; Suzuki DR 800S ´99; :prost:

  • Ich will auch mal kurz meine Erfahrungen mit dem Road 5 Trail weitergeben. Die waren zwar nur von kurzer Dauer, aber dafür sehr positiv.


    Ich habe diesen Reifen letzten Sommer auf die 2005er V-Strom 1000 meines Bruders getan. Sein Bike stand zur Reparatur bei mir und es waren halt auch neue Reifen fällig. Ich hatte ihm zu diesem Reifen geraten weil er ohnedies nur Straße fährt und ich auf meiner Fireblade mit dem Pilot Power RS mehr als zufrieden war. Daher Michelin, der Road 5 Trail weil er ganz neu war.


    Ich habe den Reifen noch ordentlich eingefahren bevor ich meinem Bruder sein Moped wieder gebracht habe, so habe ich ihn schön probieren können.

    Also der Reifen gibt einem vom ersten Meter weg ganz viel Vertrauen. Man spürt einfach das er nicht weg rutschen will nur weil er noch ganz neu ist. Und die Einfahrphase war dadurch auch extrem kurz. Etwa 25Km auf der Bundesstraße damit der Reifen ein wenig Temperatur bekommt, dann langsam immer etwas mehr Schräglage. Nach ca. 40KM war auf dem Hinterreifen kein Fünkchen Angststreifen mehr und der Hauptständer ratterte in jeder Kurve lautstark über den Asphalt. Kein noch so kleiner Rutscher, super handlich, schöne Rückmeldung. Er vermittelt einfach ein absolut sicheres Gefühl.
    Wie es mit Haltbarkeit, Nässehaftung und Hochgeschwindigkeitsstabilität verhält kann ich nach der kurzen Zeit nicht sagen. Ich bin ja gerade mal 120Km damit gefahren. Aber die Nasshaftung von meinem Power RS ist extrem gut und die Haltbarkeit für einen Supersportreifen auch nicht übel. Da erwarte ich vom Road 5 Trail ähnliches.


    Auf der 1190adv die ich mir gerade erst gekauft habe sind noch Conti Trail Attack 2 drauf die wahrscheinlich noch so um die 2-3 TKm halten werden. Aber sobald die Runter sind kommt mir da auch sofort der Road 5 Trail drauf.


    Schöne Grüße,

    Oli.

  • "Wie es mit Haltbarkeit, Nässehaftung und Hochgeschwindigkeitsstabilität verhält kann ich nach der kurzen Zeit nicht sagen. Ich bin ja gerade mal 120Km damit gefahren."


    Habe ich das richtig verstanden?

    Du hast keine Ahnung und schreibst einen ewig langen Bericht.


    Oldboy

  • Habe ich das richtig verstanden?

    Du hast keine Ahnung und schreibst einen ewig langen Bericht.


    Oldboy

    Wo anders bekommt man Geld dafür. :grins:

    Zwei Finger von der Kupplungshand! :peace: ..und nicht vergessen Meinungen sind immer subjektiv!

  • Ich habe das geschrieben was ich in der Zeit über den Reifen herausgefunden habe. Wenn es dir zu viel Text ist oder dich nicht interessiert steht es dir aber frei es ganz einfach nicht zu lesen.

  • Geteilte Erfahrung, wie umfangreich auch immer diese sind, sind halt Erfahrungen die dem einen oder anderen was nützen.

    Von daher hat es seine Berechtigung auch geschrieben zu werden. Dafür gibt es halt Foren.


    Was ich darüber hinaus, zumindest für mich, kritisch sehe ist die Tatsache, dass die Erfahrungen mit einem anderen Motorrad gemacht wurden (1000 V-Strom).

    Denn ich bin der Meinung, dass genauso wie sich Reifen unterschiedlich Verhalten, das auch bei Motorrädern so ist.

    Daher kann ich für mich nichts daraus ziehen, und ich bin so schlau wie vorher, ob der Road 5 Trail für unsere @ nun gut ist oder nicht. Das ist für mich genau das gleiche wie bei dem Vergleichsvideo im Reifen Thread. Meistens wird sich halt auf eine GS bezogen. Da bringen mir die Reifeninfos erstmal nur eine grobe Einordnung und Richtung.


    Als Beispiel lässt sich hier auch schön der PSTII anbringen. Der wird in diversen Quellen auch als guter Reifen angesehen und das hat sicher auch seine Berechtigung. Aber für mich spielt eben auch die Rolle wie er sich auf einer KTM (oder eben auf meinem Modell) schlägt.

    Und da es hier nun mal Probleme gibt/gab, kam er für mich dann leider nicht mehr in Frage.


    Was mir da so generell in den Sinn kommt ist, dass ich für mich einfach einen Bogen um Reifen mache die eine spezielle Kennung fürs Motorrad haben. Denn irgendwas muss da abweichend anders bzw angepasst sein.


    Gruß

    Chris

  • Hallo Chris,

    der PST 2 nutzt sich nicht auf der KTM so schnell ab, sondern der mit Kennung K. Auf der GS darf der ohne Kennung gefahren werden, ein anderer Reifen.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    da hast du vollkommen recht und mir ist das auch bewusst. Es liegt wohl an der K Kennung. Und genau daher kann man die generelle Erfahrung des PSTII nicht teilen, da diese in diversen Quellen nicht unbedingt auf einer KTM beruht, sondern z. B. auf einer GS.

    Und du sagst es, es ist ein anderer Reifen!
    Trotzdem ist der Reifen mit der K Kennung Pflicht und alle anderen dürfte ich nicht auf der KTM fahren. Prinzipiell gibt es dann keine Freigabe und es ist nicht erlaubt oder sehe ich das falsch?

    Ansonsten wäre es ja kein Problem, dann ziehe ich einfach den ohne rauf oder wie einige hier mit Kennung D.


    Conti hat mit dem neuen CTA3 auch keine spezielle Kennung mehr im Vergleich zum CTA2. Aber trotz Kennung war ich mit dem CTA2 zufrieden, mal abgesehen von der Nasshaftung. Die erweckte bei mir leider kein Vertrauen.

    Mir persönlich ist somit auch klar, eine Patentlösung ist es nicht für mich, wenn für mich Reifen mit Kennung ausschließe. Aber irgend eine Entscheidung muss man nun mal für sich treffen.


    Der Road 5 Trail klingt auch interessant, aber die fehlende Profilierung an den äußeren Flanken würde bei mir im Hinterkopf bei Nässe auch ihre Spuren in Form von verkrampften Fahren hinterlassen. So wie die Rutscher bei verhaltener Fahrweise beim CTA2.

    Das wichtigste ist halt das Vertrauen ins Material, insbesondere auch beim Reifen. In meiner Runde fahren mir Kollegen mit ihren Road Attack 3 bei Nässe davon, d. h. sie fahren fast genauso weiter wie im Trockenen. Klar Kopfsache, aber so ein Rutscher dämpft das Vergnügen immer wieder und gerade auf Touren in unbekannten Gefilden.


    Ich bin gespannt wie sich der CTA3 allgemein und auch bei Nässe schlägt. Die Nasshaftung ist für mich der Hauptgrund vom CTA2 zu wechseln.
    Und nun gibt es endlich auch mehr Alternativen, was mich sehr freut! Ich hatte mich auch über den PST2 sehr gefreut, bis die ersten Meldungen kamen...

    Aber ich teste den CTA3 jetzt auch ohne irgendwelche Erfahrungen.


    Der CTA3 liegt schon bereit und ich werde berichten, sobald er drauf ist.


    Gruß

    Chris

  • .....Der Road 5 Trail klingt auch interessant, aber die fehlende Profilierung an den äußeren Flanken würde bei mir im Hinterkopf bei Nässe auch ihre Spuren in Form von verkrampften Fahren hinterlassen. ......

    Ich bezweifele, dass man bei Nässe überhaupt eine Schräglage erreicht, bei der man auf die äußeren Flanken kommt. Von daher wumpe.

    Toleranz ist ein Tugend, vor allem in Internetforen :Daumen hoch:

  • Vielleicht hast Du recht, zumindest im Allgemeinen.
    Auf Pässen und in Kehren erreicht man sie aber vielleicht schon.
    Und auch wenn es nur um die letzte Reserve geht, will ich das nicht im Hinterkopf haben müssen. Sei es aufgrund anderer Verkehrsteilnehmer oder aufgrund von Fehleinschätzungen. Aber das ist meine Meinung.


    Wenn mich der CTA3 nicht überzeugt, würde ich den vielleicht trotzdem in Erwägung ziehen.


    Gruß

    Chris

  • Für alle TL:DR - Rezipienten:

    Bin mehr gefahren, ist schwarz, rund, hält Luft. :achtung ironie:


    Für alle, die mehr als 160 Zeichen lesen möchten:

    Ich habe mit den MR5T seit Anfang Januar nun knapp 2000 km gefahren. Zwischenstand ist der:

    Im Regen scheine ich nicht über diese ominösen 30° Schräglage zu kommen, der äußere Slickanteil ist bei mir im Nassen unbenutzt. Rain-Modus benutze ich praktisch nicht mehr.

    Im Trockenen habe ich ihn komplett zum Tragen bekommen, grippt sehr gut, in zwei Fällen ist er mir beim Rausbeschleunigen allerdings hinten ein wenig Wandern gegangen, ob es an der Abwesenheit von Profilrillen oder am Straßenzustand allgemein lag, konnte ich nicht konsistent reproduzieren. Vorderreifen völlig unauffällig. Fürs richtig harte Reinbremsen und Rausgasen in Sport/Sport hat's leider noch nicht gereicht. Entweder schlechtes Wetter oder keine Zeit zum Fahren :Daumen runter:

    Bis ca 170 km/h auf der BAB keine Probleme. Schneller war ich einfach noch nicht, da ich Autobahnen nach Möglichkeit meide.

    Durch die satte Eigendämpfung kann ich mir bei manchen Streckenabschnitten meiner Hausrunde den Wechsel auf "Comfort" Dämpfung sparen.

    Hinten konnte ich nach einer 250 km Runde mit mehr verwendetem Drehmoment recht schnell Abrieb in Form einer kleinen Stufe bei den Wasserlamellen feststellen. (Die schmalen Rillen mit den runden Löchern am Ende) Da ist so gut 1 mm Versatz zu fühlen.

    -Pött Pött Pött?
    -Braaap?
    -Braaaaaap!


    Das Schwein mit der Pfeife

  • Also ich hab den Reifen jetzt knapp 350km getestet und bin total begeistert.

    Sei es beim gaskranken Ballern, Regenfahrten oder eben wie aktuell, nassen Landstraßenkurven, die Dank der Bauern eine schöne Verunreinigung aufweisen, niemals das unwohle Gefühl wie beim Avon Spririt ST.


    Freue mich wenn es wärmer, dann geht's richtig ans angasen.


    Achso, Reifen selbst aufgezogen und gewuchtet, bis zur Höchstgeschwindigkeit von 239kmh ( andere Übersetzung), spurstabil. Wie gesagt,bisher begeistert

  • Moink,

    nach 2500km musste ich den HR wegen eines Nagels im Tal zwischen den Profilblöcken ersetzen.

    Mit 0,6 bar fahrt es sich eher "meh" :kacke:

    Ich hatte mich mit dem Zeitmanagement für den Austausch ein wenig verpeilt, daher gibt es keine Vergleichsmessungen alt / neu beim Profil. Vom rein optischen Eindruck würde ich sagen, dass der Reifen so bei etwa 50% seiner Lebensdauer angelangt war. Schätze also 5000 bis 5500 hätte er gehalten.

    Neue Pelle ist drauf und eingefahren. Also auf ein neues .

    Glückauf
    Ralf

    -Pött Pött Pött?
    -Braaap?
    -Braaaaaap!


    Das Schwein mit der Pfeife