Praxiserfahrung mit Rottweiler Fuel Dongles

  • Ob allerdings eine Testfahrt allein belegt dass die Dongles resp. die Widerstände für die 2.0 passend sind, ist fraglich. Wie muss sich die Testfahrt anfühlen damit es als vollkommen ok für alle Komponenten gilt?

    ..:: Grüße, Tom

  • Wie muss sich die Testfahrt anfühlen damit es als vollkommen ok für alle Komponenten gilt?


    In erster Linie muß mal die Steuerung das ganze ohne Fehlermeldung annehmen. Wenn da schon was ist, ist es eh schon durchgefallen.

    Hobby ist mit dem größtmöglichen Aufwand den geringsten Nutzen zu erzielen.

  • Genauso sehe ich das auch. Microsytems wies auf der Intermot darauf hin, dass die Dongleloesung nicht auf jedem Motorradtyp funktioniert.


    Wenn es keine Fehlermeldung geben sollte - der Schnelltest 80-90 km/h im sechsten. Wenn das problemloser funktioniert, tun die Dongles ihren Dienst.

  • So, nun die ersten Erfahrungen bei einer SDR 2.0:
    Einbau war in 10 Minuten erledigt. Für der vorderen Sensor muß die dreiekige Seitenverkleidung recht unterm Tank runter (unten abziehen und nach oben hochklappen), für die hinteren Sensor gar nichts, da sitzt der Steckervor dem Federbein oben. Da ist ein wenig fummelig, die Steckverbindung zu lösen. Amn besten mit nem Seitenschneider den Kabelbinder in Fahrtrichtung rechts durchzwicken, dann gehts.
    Nach dem Start keine Fehlermeldungen, schon mal gut. Also warmfahren und eine kleine Runde gedreht. Ja man kann den 6. wirklich früher einlegen. 100 km/h sind aber trotzdem noch etwas ruckelig. So 110 solltens schon sein. Ohne die Stecker sind ja mindestens 125 für einen einigermaßen ruhigen Lauf nötig.
    Durch die Ortschaft kann man so auch im 4. mit guten 50 durchrollen, im 3. kanns bis 40km/h runtergehen.
    Aber ich habe mich eigentlich an die etwas angehobenen Drehzahlen gewöhnt, da finde ich nun den Zugewinn nicht so berauschend, zumal ich eh recht sportlich zügig unterwegs bin.
    Nun hatte ich das Gefühl, als ob die Kiste in den oberen Drehzahlen nicht so brutal hochdreht, das kann aber auch nur Einbildung sein, denn ich habe mich an die Leistung dieses Gefährts schon echt gewöhnt und nutze diese auch auf der Landstraße nicht selten aus. Außerdem habe ich nun nicht die vorher/nachher Fahrt gemacht und bin vor über einer Woche das letzte mal gefahren.
    Der Verbrauch hat sich nicht verändert. Ich hatte vor der Fahrt ca. 90 km auf dem Tageskilometerzähler und einen Verbrauch von 6,4 l. Nach weiteren 80 km war der Verbrauch immer noch auf 6,4 l, zwischendurch mal auf 6,6, alles zügiges Landstraßen-Angasen.
    Ich werde morgen nochmal eine Fahrt ohne die Stecker machen, dann weiß ich das besser. Wenn ich dann den Eindruck habe, daß sie besser geht, kommen die Dinger auch nicht mehr rein.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Fazernator ()

  • Ich habe jetzt bei der 1090 den ersten Verbrauchswert (Fahrten zur Arbeit):


    Ohne Dongles bisher 5,4-5,6 Liter/100Km/h


    Mit Dongle lag der erste Verbrauch nach einer Tankfüllung bei 5,8 Liter, allerdings war die Duchschnittgeschwindigkeit etwas höher als bei den Fahrten vorher.
    Also wenn das nicht nur Streuung ist, ist der Mehrverbrauch gering und für mich absolut akzeptabel angesichts der Vorteile.

    VG
    Michael

  • Da kommst du nicht drüber wenn mit erhöhtem Standgas gemessen wird.
    Im Leerlauf arbeitet das SLS noch mit und da hab ich ein Lambda von 1,1 gemessen, CO war niedrig auf unter 0,1%
    Sobal man Gas anlegt fettet das auf ca 0,9 an und das CO ging auf ca. 3,5% bei meinem Karren.


    Also vorm TÜV die Sonden wieder anstecken.

    :peace:

  • Danke für die Info. Ich war neulich mit verschlossenem SLS beim TÜV und die Abgaswerte hatten gepasst.
    Dann probiere ich jetzt auch zusätzlich die Fuel Dongles mit eingebauten Lambdasonden mal aus.

    BoSeeBike4um.de das Forum für Motorradfahrer vom südlichsten Teil der Republik.

  • Also dass sich oben raus was ändert ist unplausibel, weil die Lambdasonde ja nur im closed circle abgefragt wird, heißt kleiner 5500 und kleiner 20% Drosselklappe wie ich hier drinnen gelesen habe.
    Fette Motoren haben eine angenehmere Art das Gas anzunehmen glaube ich...aber das spielt da unten ne Rolle, nicht obenrum.

  • Vielleicht ist es Einbildung, aber ich glaube die 2.0 geht mit angesteckten Sensoren gefühlt besser. Kann natürlich daran liegen, daß sie mit den Steckern weicher ans Gas geht und dann gefühlt nicht so viel Bums vermittelt. Mir gefällt das für den Attacke Modus besser. Aber ich probiere das schon nochmal mit den Steckern aus. Ob ich da jedoch dieses Jahr noch dazu komme, weiß ich nicht. Sind ja nur noch 2 Wochen.
    Wäre schön, hier noch andere Erfahrungen zu hören.

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  • Sehe ich genauso wie flyingernst - habe selbst auch keine Einbußen im oberen Drehzahlbereich feststellen können.


    Was mich an der Beschreibung von Fazernator aber eigentlich verwundert ist der Eindruck, dass die, nennen wir sie einmal "bekannte Eigenheiten im niederen Drehzahlbereich" bei der 2.0 mindest genauso stark, wenn nicht sogar stärker ausgeprägt sind als bei der GT.


    Ich hatte alle Presseveröffentlichungen bisher so verstanden, dass sich beim 2.0 Triebwerk eine etwas größere Laufkultur im unteren Drehzahlbereich - wenn auch nicht weltbewegend - eingestellt habe.


    Das heißt für mich im Umkehrschluß, dass man sich bei der 2019er GT diesbezüglich keine falschen Hoffnungen machen sollte, da hier ja den 2.0 Motor quasi 1:1 adaptiert adaptiert werden soll.


    Wäre ich ein potentieller 2019er GT Interessent, würde mich gerade dieser Punkt schon ernüchtern.

  • Hallo
    Also ich hab ne 2017er GT.
    90 im 6.Gang geht doch problemlos.
    Fahre aber Landstraße meisten im 5ten, dann brauch ich nur 1mal runterschalten damit ich sicher überholen kann.


    Mich würde eher unter 20 im 1. Gang und 30 im 2.ten und 50 im 3. interessieren.



    Dass man durch die Abgasuntersuchung kommt kann ich nicht glauben, die Lamdasonde regelt doch nicht mehr.Dass merkt jeder Prüfer.
    Hatte letzte Woche ne 1290er SAS, die läuft ja fast so ruhig wie ein 4 Zylinder. Hat die viel mehr Schwungmasse?


    Gruß Achim

  • So habe nun alles verbaut und getestet. SDR 2.0 (Bj. 2017)


    1. Einbau unproblematisch in ca 15-20 min. mit Kabelbinder wieder alles ordentlich verlegt.


    2. Keine Fehlermeldung, alles läuft einwandfrei.


    3. Ergebnis:


    3.ter Gang 50 km/h (Laut Tacho) raus beschleunigen aus der Ortschaft deutlich ruhiger als zuvor und ohne großes Geschüttel!


    6.ter Gang bei 120 km/h ohne Probleme und ohne Gerüttel fahrbar auch beim weiter beschleunigen.


    4. Ergebnis.....für diesen Preis, ohne großen Eingriff...die Dinger bleiben drin und erfüllen ihren Zweck spürbar.


    Für gemütlich Fahrer auf jeden Fall zu empfehlen.


    Gruß :wheelie:

  • Also 120 km/h kann ich auch ohne Dongle im 6. Gang fahren und dann auch beschleunigen. Hier wird ja geschrieben, dass selbst 100 km/h oder gar weniger gut funktionieren.
    Da du was von "Gemütlichfahrer" schreibst, bedeutet dass du auch ein gefühlten Verlust in der Spitzenleistung spürst wie Ebsi?

    ..:: Grüße, Tom

  • Kein spürbarer Leistungsverlust. Sie geht weiter hin im 3ten gen Himmel. Wenn das als Indikator zählen darf.


    Mit den 100 mach ich mich nicht fest. Da ich sowieso eher drehfreudiger unterwegs bin.

  • Was ich noch vergessen hatte. Mit den Steckern war der Quickshifter nochmals etwas weicher.

    Hobby ist mit dem größtmöglichen Aufwand den geringsten Nutzen zu erzielen.

  • Aktuell gibt es sie bei ebay nur ohne Blindstopfen. Aber wenn ich es hier richtig mitlese lassen die meisten die Sensoren ohnehin montiert.
    Gerade bei der 2.0 will ich bei jedem Service alles original. Daher brauche ich die Blindstopfen ja nicht wirklich oder?

    ..:: Grüße, Tom


  • Gerade bei der 2.0 will ich bei jedem Service alles original. Daher brauche ich die Blindstopfen ja nicht wirklich oder?


    Mir geht das auch so. Ich lasse die Sensoren montiert.

    Hobby ist mit dem größtmöglichen Aufwand den geringsten Nutzen zu erzielen.

  • Liest sich sehr interessant. Auch ich gehöre zu denen, die ihre SDR (2.0) unten rum gerne harmonischer laufen hätten.
    Mal abgesehen von der Legalität: Was für Nachteile, was für Schäden können durch solche Dongles entstehen?

    Im Thread Erfahrung mit Lambda-Sonden-Abschaltung wird von einem KTM Mitarbeiter berichtet, der keine Nachteile für den Motor prognostiziert.
    Es wurde aber auch geschrieben, dass der Motor bei dünnerer Luft zu fett laufen wird.

    Bedeutet zu fett, dass der Motor beschädigt wird, oder "nur", dass er in großen Höhen nicht seine volle Leistung entfalten wird?

    Und was ist mit dem Katalysator? Nimmt er Schaden dadurch, dass er mehr Abgase ab bekommt?

    Um wie viel höhere Emissionen handelt es sich dabei eigentlich (so ungefähr)?

    Wenn der Verbrauch wie berichtet eher nur marginal steigt und es außer der Legalität keine Nachteile gibt, spiele ich mit dem Gedanken mir auch Dongles zu bestellen.
    Kann ich die Lambdasonden einfach drin lassen und die Stecker für den Tüv und ggf. Fahrten im Ausland einfach wieder umstecken?
    Oder gehen die Lamdasonden kaputt, wenn sie drin bleiben ich sie aber nicht verwende?
    Oder gibt es andere Dinge, die durch den Einsatz von Dongles kaputt gehen können?