Yamaha Ténéré 700

  • Gibt doch auch immer schöne Ersatzfahrzeuge. Kann man die Fahrzeugflotte so auch mal schön durchprobieren :grins:

  • Mal so an dir Jungs mit dem orangenen Blut...habt ihr euch mal überlegt, dass fast alle die die T700 loben, mal KTM gefahren und deshalb hier angemeldet sind!? Vielleicht hatten die meisten davon (ich auch) einfach die schnauze voll von den ganzen (ja auch viele kleine) problemen... Ich zumindest hatte es satt, ständig zum Händler zu fahren und wieder dies und das reparieren zu lassen! Dafür hab ich zu wenig Zeit und Lust... Andere Marken (eben auch yamaha) können das deutlich besser, so dass man seine freie Zeit zum fahren nutzen kann.


    Klar verstehe ich das. Mein Problem damit ist nur, dass hier unfassbar verallgemeinert wird. Wenn man selbst Pech bei der Fahrzeugwahl hatte, dann glaubt man, alle anderen hätten ebenso viele Probleme.


    Schau mal in die Foren der anderen Marken. Grade aktuell in den letzten Jahren. Nimm gerne eine Africa Twin als Beispiel. Die Mängelfreds sind derart lang, das ist schon faszinierend mitzulesen. Ich habe durch meine Fernreisetätigkeit als Tourguide nochmal eine ganz andere Sicht auf die Dinge: Das unzuverlässigste, was man sich kaufen kann, ist eine GS zwischen 2010 und 2018. Das mit der höchsten Anzahl an Problemen ist allerdings eine AT (und die ist eine Japanerin). Meine KTMsen waren dagegen alle recht unauffällig.


    Und weiter? Wird den Japanern hier eine fast unmenschliche Qualität unterstellt, weil man grade für kleines Geld so eine gekauft hat. Wer so etwas heutzutage noch glaubt, der ist einer Mär aus den 80ern aufgesessen. Damals mag das vereinzelt noch gestimmt haben. Heute sind das alles Großserienprodukte mit bestenfalls kleineren technischen Problemen. Egal, welche Marke. Es mag im Einzelfall mal deutlich schlechter laufen für den Besitzer, aber auch da darf man nicht verallgemeinern.


    Ich fahre auf KTM jedes Jahr bis an die Ränder des europäischen Kontinents. Das läuft technisch völlig unspektakulär ab.


    Ich rechne nicht mit größeren Ausfällen bei den T700ern. Aber auch nicht bei den anderen Wettbewerbern. Irgendeine Schwachstelle wirds geben. Und sicher auch in der Garantiezeit gefixt werden.


    Was mich ein wenig nervt, ist die völlig überzogene Darstellung von KTM als Problemfahrzeughersteller. Das ist schlicht Quatsch beziehungsweise beruht auf der eigenen Einbildung so mancher hier. KTM ist der größte europäische Motorradhersteller. KTM hat mit die stärksten Wachstumszahlen und befindet sich in der Zulassungsstatistik gesamt bereits auf den zweiten Platz. Von den TOP10-Modellen sind wie viele KTM? 4 von zehn? Und Du meinst, dass diese Kunden allesamt nur Leute sind, denen die Qualität und Zuverlässigkeit egal sind? Ich verrate Dir gerne eines: Wenn die Maschinen nicht laufen würden, hätte ich keine. Ich bin auf Zuverlässigkeit angewiesen. Das Mopped muss immer und überall funktionieren. Bei jeder Witterung und bei jedem Weg. Onroad wie offroad.

  • Und weiter? Wird den Japanern hier eine fast unmenschliche Qualität unterstellt, weil man grade für kleines Geld so eine gekauft hat. [...] aber auch da darf man nicht verallgemeinern

    Leider verallgemeinerst du aber mit deiner ersten Aussage selber ziemlich. Wir reden in dem Thread in erster Linie über die T700. Und dort hat man mit dem Schwestermodell der MT07 eins der meistverkauften Moppeds der letzten 4 Jahre und sieht genau was es für Probleme gibt: Achsmuttern, die sich nicht mehr lösen lassen, wenn man sie zu fest anzieht und Geistergeräusche, die man hört, weil der Originalauspuff so leise ist. Für mich ist eins der größten Reize an der T700, dass ich überzeugt bin, dass da nichts großes dran sein wird.

  • Auch Yamaha hat Rückrufe, ihr lest schon richtig, was ich Yamaha aber nicht zugetraut hätte, dass sie die Modelle laufend verbessern und auf Kundenfeedbacks hören. Der Yamaha Motor gibt es schon einige Jahre und sollte alle Kinderkrankheiten hinter sich haben. Der KTM Motor ist dagegen neu und im Duke Forum finden sich schon einige nervige Fälle wie, verliert Öl, geht beim Kuppeln aus, Kette quietscht... Versteht KTM das unter Premium? Das Gesamtpaket sollte schon irgendwie stimmig sein...

    Ride hard or stay home :driften:

  • Mein Problem damit ist nur, dass hier unfassbar verallgemeinert wird.

    siehe deinen post #1466... vielleicht hilft Selbstreflexion?

    Wir reden in dem Thread in erster Linie über die T700

    eben, wozu also das unnötige Japan vs Europa bashing?


    Fällt denn irgendjemandem ein Zacken aus der Krone wenn man als KTM Fahrer die T700 toll findet?


    Zugegegeben, manche mögen von KTM gefrustet sein, was ich auch verstehen kann.

    KTM hat mit die stärksten Wachstumszahlen und befindet sich in der Zulassungsstatistik gesamt bereits auf den zweiten Platz.

    Das sagt aber nichts über Qualität aus. Ein gutes Marketing ebenso wenig. bestes Beispiel 12er GS, hast du ja selbst beschrieben..;-)

  • Auch Yamaha hat Rückrufe, ihr lest schon richtig, was ich Yamaha aber nicht zugetraut hätte, dass sie die Modelle laufend verbessern und auf Kundenfeedbacks hören.

    Das stimmt: die MT07 wurde in jeder Revision besser. Nur eins hat Yamaha noch nicht gelernt von der 07: Scheuerstellen gibt es leider immer noch. Lässt sich aber mit etwas Lackschutzfolie leicht lösen.

  • ...nur weil ich (persönlich) keine Probleme mit meiner einen KTM hatte, verallgemeinere ich nicht und behaupte, niemand hat Probleme mit KTM.

    Bei Maschinen aus der Wettbewerbsecke wie unsere Freeride oder EXC habe ich auch keine Bedenken bzgl. Zuverlässigkeit. Die sind in einer anderen Qualitätsliga zusammengeschraubt, gegensätzlich z.B. zu den 790ern. Auch ist der Entäuschungsgrad überschaubar, wenn so ein kleiner Geländehömpel mal streiken sollte. Getrailert und nach Hause wäre die Konsequenz.


    Bei einem Straßen- oder Reisegerät da muss die Vertrauensbildung schon anders aussehen. Da muss erstmal mit Zahlen belegt werden, dass das Krad das kann.


    - Motorschaden bei nichtmal 25 km bei einer 790 Duke - keine Vertrauensbildung,


    - Serienschaden am Getriebeausgang 790 Duke und "Adventure", Nachbesserung auch kein Garant auf Abhilfe - keine Vertrauensbildung,


    - Ausfall Bremssystem bei 790 "Adventure" - keine Vertrauensbildung.


    Dies sind nur die Beispiele, wo eine geregelte Heimkehr organisiert werden müsste, eine Reise oder auch nur ein Ausflug schlagartig beendet ist. Hinzu kommt dann die Möglichkeit, dass ein größerer Zeitraum ohne dieses Motorrad überbrückt werden muss. Dieser Gedanke ist vollkommen ausreichend um weit über zehntausend Euro eben nicht für eine KTM auszugeben. Soviel künstliche Emotion könnte das Gerät gar nicht produzieren, dass mir das fehlende Vertrauen weggenebelt werden könnte. Oder andersherum, so geil sind die KTM Dinger auch nicht, dass ich über einen sehr sehr wahrscheinlichen Schaden (vor allem auf dem ich dann Sitze) hinwegsehen könnte.

    Oft sind es auch die Kradfahrer mit wenig Erfahrung, sei es zu anderen Modellen oder auch beim Zweiradfahren selbst, die sich mit Papierwerten wegtragen lassen oder denken, dass eine künstlich angehobene Startdrehzahl ein tolles Motorrad bedeutet.


    Letztendlich sind es dann doch die üblichen Befragungen der entsprechenden Institute und Büros, wie die schon oben erwähnten JD Power mit Kundenbefragungen zu Zuverlässigkeit und Ausfällen. Yamaha Platz 1, Kunde gut & zufrieden, Krad noch besser, KTM nichtmal unter den Top 10.

  • Ich wundere mich auch, wie unwidersprochen (außer durch mich) hier schon fast gebetsmühlenhaft beispielsweise behauptet wird, mit der 690er könnte man nicht 80 fahren, ganz so, als wäre das eine allgemein bekannte Tatsache.


    Ich falle mit meiner 2016er Enduro R dann vermutlich gleich in mehrerlei Hinsicht aus dem Rahmen:
    Ich hatte in 15.000 km genau 0,001 Probleme (pingeligkeitshalber zwei hintere Blinker getauscht, weil die Einsätze geklappert haben), ich musste noch nicht einmal die Ventile nachstellen und fahre die erste Regina Kette komplett ungeschmiert (nein, ich brauche keinen Kettenöler, fahre allerdings auch nur ganz selten bei Regen) bei minimalen Verschleiß.

    Und meine 690er fährt 80 (-> + 10% auf dem Tacho = Anzeige 88 km/h dabei nicht vergessen, wer das nicht macht, ist selber Schuld) im 6. Gang ohne jede Probleme, Ruckelei, Kettenschlagen oder andere Gruselgeschichten, die hier kolportiert werden.


    Moritz

    E-Bike Fahrer reagieren, auf ihr Problem angesprochen, zunehmend gereizt.

  • Kein Grund sich zu wundern cutrofiano . Diese Kontroversen rund um die 690er Enduro zeigen doch sehr schön, dass es zugleich das schlechteste und beste Motorrad seiner Klasse am Markt ist. Gleiches kann man wohl, wie diese Diskussion hier schön zeigt für die T700 sagen.


    Die Linke zum Gruß,

  • cutrofiano: alles richtig. Kann man alles, nur kann das halt die T700 noch besser.

    Fahr mal Tacho 70 oder tiefer im 6. Gang, da fängts an. Und das kann ja mal passieren dass man vergisst zu schalten wenn man eine Kurve anbremst und dann ist die folgende Beschleunigung weniger harmonisch. ich bin ja mit der 701En von 2016 auch nicht total unzufrieden. Aber seit ich die t700 gefahren bin denke ich die wäre für mich die bessere Wahl.

  • Darum gilt immer noch, kein Kauf ohne Probefahrt. Noch besser wäre es, das Bike über ein Wochenende zu mieten und eine richtige Tour zu fahren. Was habe ich schon alles gekauft und wieder verkauft, obwohl ich anfangs so überzeugt war.


    Nicht streiten, fahren! :prost:

    Ride hard or stay home :driften:

  • Darum gilt immer noch, kein Kauf ohne Probefahrt...

    Ich habe meine Enduro R ohne Probefahrt gekauft.

    Vielleicht liegt es ja daran, dass ich sie so toll finde(n muss). :crazy:

    E-Bike Fahrer reagieren, auf ihr Problem angesprochen, zunehmend gereizt.

  • Ich mach das mit Kauf ohne Probefahrt nicht mehr. Bei Probefahrten kommen ganz erstaunliche Dinge bei raus. Da kannste Dich vorher einlesen, soviel Du willst.


    Was hab ich probiert, auf der Suche nach einer geländefähigen Mittelklassereiseenduro:


    1. BMW GS 850 - schlicht nicht offroad zu gebrauchen

    2. KTM 790 ADV (ohne R) - zu klein für mich, offroad geht so

    3. Ducati MS 950 - passt vom Motor her überhaupt nicht zu mir und meinen Bedürfnissen und hat abseits der Strasse eigentlich nichts verloren

    4. KTM 690 Enduro R - offroad für mich mehr als genug, aber (für mich) auf der Fernreise zu anstrengend

    5. KTM 790 ADV R - jahaaaaa! Geht doch! So will ich das!

    6. Yamaha T700 - ähm. joa. nett. Ein wenig zu klein und zu filigran, Fahrwerk zu weich, Qualität 4- (alleine das Cockpit), kaum Ausstattung.


    Dann war es irgendwann gut mit der Entscheidungsfindung. Ich habe auch lange auf die T700 gewartet. Für mich persönlich hats halt nicht gereicht. Dann lieber mal ne Schlauchschelle an der KTM nachziehen. :grins:

  • Servus cutrofiano

    Ich kann deine Aussage nur bestätigen. Hab eine 2017 Duke 18000km mit

    O Problemen gefahren. Bei meiner SMC R 2019 wurde bei 800km der

    KNZ der Fa.Magura ausgetauscht. Das war alles.. Hab auch an die T700

    gedacht, aber die ist mir doch zu fad.

  • Die 690 Enduro ist die einzige KTM in meiner Garage, die nie defekt war, ok, hintere Blinker zerrüttelt, aber das zählt nicht wirklich. SMC hatte das Kipphebelproblem, der Händler hat dann leider nicht alle Gehäusedeckel abgebaut und so kleine Trümmer im Motor gelassen, die haben dann die LiMa gekillt, Kupplungsgeberzylunder, bei 9000 km Pleullagerschaden, ok, die hats auf der Renne auch anständig besorgt bekommen, is ja ready to race. Bei der Duke Tank undicht.

    Soweit KTM.

    Honda Sevenfifty mit 17.000 km gekauft, mit 90.000 km verkauft, ein Gaszug und ein Kuplungszug, zwei H4 Lampen und eine Batterie, 2 x Kettenkit, das wars. Motorgehäuse nie aufgemacht.

    XT660X neu gekauft, jetzt 55.000 km, Null Ölverbrauch, 3 x Kettenkit, 2 x Bremsscheibe ( das Originalzeug ist wirklich Mist, jetzt Wave), 1 H4-Birnchen.


    Meine Erfahrungen teilen sich mit vielen Bekannten. KTM ist jetzt nicht grottenschlecht, dennoch hinter den Japanern. Vielleicht ein bisschen weniger Sport zugunsten Haltbarkeit

  • 6. Yamaha T700 - ähm. joa. nett. Ein wenig zu klein und zu filigran, Fahrwerk zu weich, Qualität 4- (alleine das Cockpit), kaum Ausstattung.

    Endlich mal wieder weg von Metadiskussionen hin zur Tenere!

    • Zu klein und filigran: Kann ich gewissermaßen nachvollziehen im Vergleich zu anderen Bombern im aktuell reduzierten Preissegment (1090 R, AT), aber für so ein Motorrad ja jetzt nicht unbedingt ein negativer Punkt(?), gerade da ja auch ne 690 im Vergleich war
    • Fahrwerk zu weich: Jaein. Disclaimer: ich habe keine Ahnung von Offroad, fand es aber im Strassen + Schotterbetrieb als sehr ausgewogen und überraschend straff (im Vergleich zu den sonstigen Labber-Serienfahrwerken) und vorallem sehr sensibel. Meine Tracer 900 war viel holpriger.
    • Das Cockpit stimme ich zu, im besten Fall noch als Antik zu bezeichnen, ebenso wie die Ausstattung. Ist für mich persönlich aber eher Plus- als Minuspunkt (okay Geschmackssache) - nicht falsch verstehen, ich mag die viele Technik + Einstellungsmöglichkeiten meiner Streety sehr, aber für das was ich mache ginge es ehrlicherweise wohl auch ohne.


    Wie groß bist du, wenn man fragen darf? Mit meinen 1,86m fand ich das Sitzen sehr gut, im Stehen könnte ich noch 4-5cm Riser brauchen.

  • Mit meinen 1,86m fand ich das Sitzen sehr gut, im Stehen könnte ich noch 4-5cm Riser brauchen.

    ging mir mit meinen 1.88m genau gleich. Riser mögen gut sein fürs stehen, denke bei mir wird aber im Sitzen der Handgelenkwinkel ungünstig für die Durchblutung (zu abgekröpft)


    Ich habe auch lange auf die T700 gewartet. Für mich persönlich hats halt nicht gereicht. Dann lieber mal ne Schlauchschelle an der KTM nachziehen.

    ist ja auch vollkommen ok, jeder hat seine Proiritäten und Vorlieben. Heisst ja dann noch lange nicht dass das andere schlecht ist.

  • Der KTM Motor ist dagegen neu und im Duke Forum finden sich schon einige nervige Fälle wie, verliert Öl, geht beim Kuppeln aus, Kette quietscht... Versteht KTM das unter Premium? Das Gesamtpaket sollte schon irgendwie stimmig sein...

    Neu ist nur der 790er, der Rest (1290, 690) läuft schon jahre (mit leichten änderungen, nicht unbedingt Verbesserungen), Baustellen, Schwachstellen wurden da seltenst behoben trotz vieler Ausfälle!

    In gegenteil ist jeder reparatur eine riesen Aktion (Teile nicht vorrätig, kein Rep. Termin zeitnah, Kulanzanträge die teilweise Monate dauern)

    Kundenfreundlich ist das nicht gerade, man hat eher das Gefühl sobald die Karre bezahlt ist alles erledigt.

    Wenn ich dann höre "meine hatte noch nie etwas", Jungs seit froh das es so ist.


    :ja:

  • Ich bin allerdings die normale Sitzbank gefahren. Für ernsthaften Offroadeinsatz gibts ja noch die Rallayesitzbank.


    ja damit müsste ich auch Riser haben. ich fand bei mir hat die Ergonomie aber original im Stehen und Sitzen genau gepasst. Die Rallye Bank fand ich schon irgendwie zu hoch für mich. Bin aber nur drauf gesessen, nicht gefahren...