Duke III (Bj.09, 654ccm) Tuning Projekt

  • Das ist ja richtig ärgerlich...


    Hast du die Muttern ebenfalls ausgewechselt? Könnte mir einen Herstellungsfehler bei einer vorstellen.

    Oder vielleicht Öl in den Gewindegängen der Mutter? Das käme mir noch in den Sinn, da ich deshalb schon eine Aluschraube trotz Drehmo versaut habe.


    Wünsche dir dennoch viel Erfolg bei deinem Projekt. Keep it up! :Daumen hoch:

  • Ich brauch jetzt mal ne kleine Pause von diesem Projekt denn momentan ist jetzt die Luft bei mir für's erste einmal draußen.


    knasti

    Ja, die Gewinde waren geölt.

    Aber nicht aus Fahrlässigkeit, sondern weil KTM das bei den Zylinderkopfschrauben so vorschreibt.


    Ich möchte hier aber nochmal betonen dass Micha da absolut nichts dafür kann, er sich in der Angelegenheit mehr als engagiert, seinen kompletten Lagerbestand jetzt eigenhändig durchprüft und bereits heute Abend noch eine komplett neue, von ihm selbst geprüfte Garnitur Dehnbolzen, abermals inkl. neuer Zylinderkopfdichtung zu mir auf den Weg geschickt hat.


    Was letzendlich die Ursache bei diesen Dehnbolzen war wird er mir natürlich mitteilen sobald er eine Stellungnahme seines Zulieferers (welcher mit seinen Zylinderkopfschrauben im übrigen auch renommierte Automobilhersteller beliefert) zu dem Fall bekommen hat.

  • Das ist ja echt ärgerlich.

    Am besten er schickt dir 10 Dehnbolzen und 5 Dichtungen, dann könnte es ja möglich sein, dass du eine Garnitur zusammenbekommst die auch wirklich passt.

    Lass auf jeden Fall den Kopf nicht hängen, dein Projekt ist so geil, das muss fertig gemacht werden!
    Und außerdem hättest du sonst kein Bike zum gemeinsamen Kurven beißen im Sommer!

  • Georg_

    Hast du deine schon oder bekommst du sie erst? Micha kontrolliert jetzt eigenhändig seinen Lagerbestand Stück für Stück durch indem er sich eine Vorrichtung gebaut hat und jeden einzelne Dehnbolzen 1x mit 60NM anzieht und kontrolliert ob er sich längt, also sollte da in Zukunft dann kein faules Ei mehr dabei sein.


    Wisst ihr, ich hatte gestern Urlaub und hab das ganze Wochenende eigentlich zum Schrauben eingeplant.

    Gestern wollte ich den Motor komplett fertig machen, heute in den Rahmen einbauen und dann mit der Verkabelung beginnen.

    Gestern am Vormittag war ich extra noch beim Händler und hab mir 4 neue Shims geholt, da die alten durch das Ventilsitzfräsen ja nicht mehr gepasst haben.


    Naja, und jetzt ist das ganze Wochenende wieder verloren und die Baustelle steht wieder.


    Zu allem Überfluß ist mir gestern dann beim neuerlichen Demontieren des Zylinders dann auch noch der Ölabstreifring gebrochen weil ich, etwas genervt von der Situation, den Zylinder beim abnehmen zu weit rausgezogen habe, sodass der Kolben bzw. der Ölabstreifring am Zylinderfuß ein Stück weit raus gekommen ist, sich verkantet hat und dann gleich mal sauber durchgebrochen ist ??‍♂️


    Also momentan bärt es gewaltig und vielleicht ist's einfach besser wenn ich jetzt mal etwas Abstand nehme.

    Mit sitzt zwar bereits ein bisschen der Zeitdruck im Nacken, aber das muss ich jetzt halt ausblenden.


    Ich bin die ganze Zeit am Überlegen woran es eventuell noch liegen könnte dass sich jetzt beide male immer genau der Dehnbolzen am Steuerkettenschacht hinten gelängt hat während die anderen aber immer gepasst haben.

    Aber außer dass sie halt einfach einen Materialfehler gehabt haben müssen, finde ich sonst keine Erklärung dafür.

    Micha hat versuchsweise jetzt auch einen mit 70NM angezogen, und selbst da hat sich noch nichts gelängt.

    Aber bei mir hab ich beide mal sogar bei 45NM schon bemerkt dass sich der Dehnbolzen beginnt zu längen, also muss da irgendwo gröber der Hund drinnen begraben sein.


    Habt ihr vielleicht noch irgendeine Idee?

    Ein 3tes Mal hab ich nämlich keinen Bock mehr drauf...

    Beim nächstes mal fliegt der Motor dann einfach beim Fenster raus :grins:

    2 Mal editiert, zuletzt von Weity1980 ()

  • Hast du mal einen der Bolzen, die sich nicht gelängt haben, in das Teufelsloch geschraubt und festgezogen? Nur mal versuchsweise, ob der sich da auch längt.
    Ansonsten: ich kenne deinen momentanen Geisteszustand nur zu gut. Vergiss nicht, das Fenster zu öffnen, wenn du das Ding raus wirfst.
    Nein, in der Ruhe liegt die Kraft.
    Eine Hopfenkaltschale zwischendurch soll auch ein probates Therapiemittel sein.
    :prost:

    Zum Wohl.

  • Nein, hab noch nicht versucht einen intakten Bolzen in das "Teufelsloch" zu schrauben um zu sehen ob er sich auch dehnt.


    Aber ganz ehrlich, so richtig Sinn sehe ich dahinter auch keinen.

    Die Bolzen mit der Festigkeitsklasse 12.9 sind 3*d eingeschraubt und das bei einem 10x1.25 Feingewinde.... und da ist das Teufelsloch nicht anders als die anderen 3 Gewinde im Rumpf.

    Der Bolzen hat sich ja auch nicht mitgedreht (kann er auch gar nicht) oder sonst irgend etwas, er hat sich nur ab einer Belastung von ~40NM bereits angefangen in die Länge zu ziehen.

    60NM waren bei diesem Bolzen schon fast nicht mehr aufzubringen wie man an der Längung erkennen kann.

    Der erste hatte sich "nur" 2mm weit gedehnt bevor die 60NM erreicht waren, dieser hier hatte sich 7mm weit gedehnt.

    Leicht auszurechnen wieviele Umdrehungen der Mutter das entsprochen hat...


    Ich sag's euch, ich hab keinen Plan was da schief läuft ??‍♂️

    Ich zieh in der Arbeit täglich x Schrauben mit Drehmoment fest, aber das ist mir so auch noch nie untergekommen.


    dukemaxx ich hoffe ich denke nächstes mal daran das Fenster schon vor der Montage zu öffnen, denn sollte es wieder nichts werden dann werd ich wohl keine Zeit mehr haben das Fenster noch zu öffnen bevor das Klumpert in hohem Bogen rausfliegt :prost:

  • Wenn du den raus wirfst, sag vorher kurz Bescheid, ich komm dann schnell rüber und fang ihn auf.

    Muss ja bei euch nur nach einem offenen Fenster suchen.:grins:

    Was mich wundert ist, dass der vermeintlich defekte Bolzen immer in dem selben Teufelsloch steckt.

    Aber eine logische Erklärung für dieses seltsame Verhalten dieses einzelnen Bolzens kann ich auch nicht finden.

    Deshalb meine Frage, ob du es bei diesem Loch mal mit einem anderen Bolzen versucht hast. Nur um einen Einfluss anderer Faktoren aus zu schließen.


    Musst du jetzt noch einen neuen KoRi bestellen? Oder hast du noch was da?

  • Wenn's beim 3ten mal dann auch wieder an derselben Stelle in die Binsen geht, dann werd ich einen vorher intakten Bolzen in diese Bohrung einschrauben und schauen ob der sich dann ebenfalls längt obwohl er vorher gepasst hat.

    Momentan hab ich nur 3 intakte Dehnbolzen und kann dadurch auch kaum sicherstellen dass der Kopf und der Zylinder sich nicht verspannen wenn ich nur 3 Bolzen verwende. Außerdem wird nichts besser wenn man es ständig montiert und wieder demontiert, also nehm ich da momentan Abstand davon.


    Micha hat gestern bereits einen Satz neue Dehnbolzen weggeschickt und meinte die 3 intakten kann ich behalten. Also hab ich dann auch welche zum tauschen und experimentieren wenn's wirklich ist, was ich aber nicht hoffe dass es nötig sein wird.


    Aber weil es mir ja sowieso keine Ruhe lässt, hab ich jetzt auch nochmal den Zylinder und den Kopf vermessen soweit es möglich war, hab alles zusammen ohne Dichtungen auf den Rumpf aufgesetzt um zu sehen ob irgendetwas verzogen ist oder ggf. die Steckkerbstifte zu lange sind, sodass sie am Gegenüber anstehen etc.


    Aber ich kann einfach keinen Fehler finden :nein:


    Ich glaub Micha schickt mir einen neuen Ölabstreifring mit, weil ich ihm von meinem Hoppala gestern auch erzählt habe, aber ich hab mir trotzdem gleich einen kompletten Kolbenringsatz geordert, denn durch das ständige Ein- und Ausbauen des Kolbens in den Zylinder (was ich mir eigentlich auch sparen hätte können ??‍♂️) sind vermutlich auch der Kompressionsring und der Minutenring jetzt nicht unbedingt besser geworden.

    Also mach ich für den letzten Versuch gleich nochmal alle 3 Ringe neu.


    Bin gespannt ob Micha bei seinem Lagerbestand auch n.i.O Bolzen findet.

    Wenn nicht, dann werd ich mich selbst wohl mal ernsthaft fragen müssen ob ich vielleicht einfach nur zu dämlich bin eine Mutter mit 60NM anzuziehen :rolleyes: ??‍♂️


    Das sollte ich meinem Chef dann aber besser nicht sagen :crazy:

    Einmal editiert, zuletzt von Weity1980 ()

  • Hallo Martin,

    ich habe eben Mal bei meinem 950er Motor geschaut, der hat ja original Bolzen drin. Die sind aber eingeschraubt nur 130mm lang. Das hilft Dir ja auch nicht. Verstehen kann ich das Problem nicht. Ich würde den ganzen Kram mit alter Kodi und Stehbolzen zusammen bauen und schauen ob das mit den 60Nm klappt. Meiner Meinung kann es nur an den Stehbolzen liegen.

  • @Weity1980 : Vom KFZ Sektor her weiß ich noch, dass herstellerspezifisch so manche Vorgaben besagen, dass Gewinde für die Dehnbolzen, als auch die Mutter und deren Auflagefläche am ZK absolut trocken und fettfrei vorbereitet sein müssen, da sonst das Drehmoment, welches im konkreten Fall ja auch zu großen Teilen zwischen Mutterschaft und ZK zustande kommt, so verfälscht werden kann, dass es bis zu einer Überdehnung der Steh/Dehnbolzen kommt. Die Reibung zwischen Schraubenkopf und ZK ist dann einfach zu gering und der Dehnbolzen wird überbeansprucht.


    Sonst:

    Halt die Ohren steif und nach mal Pause, krieg den Kopf frei (stö da oan eiche) und dann gehts auch schon wieder leichter weiter. Dein Projekt ist bis dato doch ohnehin sehr gut verlaufen. Kleine Rückschläge gehören dazu, also Kopf hoch ^_^

  • Ich kenne das so, dass das Drehmoment eben gerade durch die Dehnung des Stehbolzens zustande kommen soll und im besten Falle so gut wie keine Reibung (Drehmoment) im Gewinde entsteht. Im Motorsportbereich werden die Stehbolzen/Schrauben so weit ich das bisher gesehen habe immer nass eingesetzt.
    Das Ding ist halt, der Stehbolzen ist auf 60Nm Anziehmoment ausgelegt, sollte aber mindestens das Doppelte aushalten können. Während des Betriebes wirken ja nicht nur die 60Nm, sondern auch noch der Zylinderinnendruck. Und wenn sich das Ganze schon bei 60Nm längt, uiuiui :kapituliere:

  • Nüchtern betrachtet kann es eigentlich nur an einem Materialfehler der Dehnbolzen oder an zu geringer Reibung zwischen Unterlegscheibe/Mutter und dem Zylinderkopf liegen.

    Micha gibt aber vor die Gewinde der Dehnbolzen und die Unterlegscheiben genauso zu ölen wie es bei den originalen Zylinderkopfschrauben vorgeschrieben ist.


    Wie auch immer, ich hoffe wir werden des Rätsels Lösung finden damit dieses Problem bei anderen in Zukunft dann nicht mehr auftritt.


    Ich hadere aber ehrlich gesagt nur momentan ein wenig mit mir selbst ob es nicht besser gewesen wäre meinen Mund zu halten und das Problem hier im Forum zu "verschweigen" bis wir die Lösung gefunden haben, da mir wirklich nichts ferner liegt als Michaels guten Ruf oder seinem Geschäft zu schaden.

    Das ist nämlich wirklich mit Abstand das letzte das ich will, denn ich habe allergrößten Respekt vor ihm und seiner Arbeit und von ihm kann sich meiner Meinung nach so manch anderer wirklich noch eine dicke Scheibe von abschneiden.


    Aber erstens kann Micha da wie bereits gesagt auch absolut nichts dafür und ist selbst auch mehr als bemüht das Problem zu erkennen und zu beseitigen, und zweitens möchte ich in diesem Thread halt auch nicht alles immer nur schön reden, sondern will alles so aufzeigen wie es mir halt gerade unterkommt.


    Und wenn KTM mir einen Kolben schickt der nicht der Vorgabe entspricht, bzw. ihre Angaben diesbezüglich nicht mal von offiziellen KTM Händlern durchschaut werden (wobei ich mich ja frage wie die dann ihre Motorrevisionen durchführen...:denk:), dann sag ich das genauso wie wenn ich einfach zu blöd zum Polieren der Ventile bin und mir dabei ein Auslassventil schrotte.


    Aber ich würd sagen wir beenden die Diskussion um die Dehnbolzen hier für's erste und ich sag dann einfach Bescheid wenn wir die Ursache gefunden haben.


    Auch wenn's etwas nervig ist, aber außer ein wenig Zeit ist im Grunde dadurch jetzt ja auch nichts verloren ??‍♂️

    Einmal editiert, zuletzt von Weity1980 ()

  • Gut Ding will Weile haben ?

    Die Arbeit von Michael ist in meinen Augen über jeden Zweifel erhaben.

    Suzuki GSXR-600 K1

    KTM 690SM Big Bore

    Triumph Street Triple RS

    KTM 1290 Super Duke R 2.0

    Ducati 1299 Panigale (Track)

    Triumph Street Triple 675 R

    Aprilia Tuono V4 1100 Factory

    BMW S1000RR (Track)

  • Hi Weity, ich denke, du hast einfach riesiges Peck gehabt, dass du zufälligerweise zwei mal an der gleichen Position einen defekten Dehnbolzen eingebaut hast. Dadurch hast du natürlich eine Menge unnötiger Arbeit und dann noch den gebrochenen Kolbenring gehabt. Da kann man sich schon mal ärgern, aber das geht wieder rum. Wenn du die neuen Dehnbolzen hast geht es bestimmt flott weiter.

    Den Pirat kenne ich nur aus seinen Videos. Ich habe mir aber fest vorgenommen, dass ich dort einmal hinfahre. Anhand seiner Videos denke ich, dass er sehr kompetent ist. Er kommt auch sympathisch rüber. Dafür, dass er von seinen Zulieferern defekte Teile geliefert bekam kann er ganz sicher nichts. Er wird sich bestimmt darüber ärgern, denn er ist ja ein Perfektionist, so wie du.

    Ich wünsche dir weiterhin gutes Gelingen. Ich bin ein Fan von deinem Projekt.


    LG, Michael L.

  • Ja klar wird es Michael natürlich auch ärgern, auch wenn er da absolut nichts dafür kann.

    Aber anhand seines Engagement die Ursache zu finden und der Tatsache dass er mir bereits zum 2ten mal ohne zu zögern sofort neue Bolzen inkl. neuer Zykinderkopfdichtung schickt, erkennt man schon dass man sich zu 100% auf ihn verlassen kann.

    Andere Händler suchen als erstes da auch gerne mal die Schuld beim Kunden, Micha ist da aber zum Glück nicht so.


    Deshalb hoffe ich auch dass die Ursache schnell geklärt wird und sein Zulieferer dann hoffentlich auch die Verantwortung übernimmt wenn sich herausstellen sollte dass es sich hier um einen Materialfehler handelt.

    Und davon gehe ich im Moment ehrlich gesagt aus, denn was soll's sonst sein ??‍♂️

    Hab halt mit meinen Bolzen vermutlich einfach den Jackpot geknackt :teuflisch: :grins:



    Und Stress hab ich eigentlich auch keinen.

    Hab zwar ursprünglich geplant dass meine kleine Diva spätestens Mitte bis Ende April komplett fertig und einsatzbereit ist, aber selbst wenn sie erst Mitte/Ende Mai fertig wird, ist's im Grunde auch komplett Schnuppe.


    So wie Sonnenritter schon gesagt hat, gut Ding braucht eben Weile :ja:

    Und wenn immer alles rund laufen würde, dann wär's ja auch fad :prost:

  • Kurze Info für die Technikinteressierten:


    Hab vorhin zufällig ein Video auf YouTube gesehen in dem jemand auch seinen Zylinder überholen hat lassen und einen passenden neuen Kolben vom Instandsetzer dazu bekommen hat.

    Hier hat der Instandsetzer alle relevanten Daten mitgeschickt, unter anderem auch das eingestellte Kolbenlaufspiel.

    Eigentlich ist es zwar nicht das Laufspiel sondern das Einbauspiel, aber egal...

    Folgendes hat er jedenfalls deklariert:

    20200223_172911.jpg


    Somit gehe ich davon aus, dass bei mir die 0,025mm Einbauspiel (auf die Beschichtung gemessen) auch flutschen werden.

    Im Grunde entspricht dies meinem Verständnis nach nämlich einem Einbauspiel von ~0,05mm bei einem unbeschichteten Kolben.


    Mittlerweile glaube ich ziemlich sicher, dass KTM die Toleranz des Kolbens (z.B. Kategorie II: 101,965...101,975mm) ohne Beschichtung angibt, wodurch mein Kolben den ich bekommen habe dann auch innerhalb der Toleranz wäre (101,999mm minus ~0,03mm Beschichtung), aber das Einbauspiel (0,035...0,06mm) trotzdem für einen Schmiedekolben mit Beschichtung gilt.


    Klingt erstmal etwas verwirrend, aber so ergibt es dann auch Sinn.


    Ich hab zwar mit meinen 0,025mm (inkl. Beschichtung) jetzt immer noch um 1/100 weniger Einbauspiel als KTM das im Neuzustand vorgibt und mir wärs ehrlich gesagt lieber gewesen ich wäre da auch innerhalb der Vorgabe, aber ich denke es wird trotzdem passen und ich verlasse mich da jetzt auch auf die Erfahrung des Motoreninstandsetzer von Micha.


    Was das Kolbenringstoßspiel betrifft, so findet man im Werkstatthandbuch leider keine Mindestangabe sondern nur die Verschleißgrenze bei den Kompressionsringen von 0,8mm und beim Ölabstreifring von 1,0mm...

    20200223_205522.jpg


    Warum hier keine Mindestangabe drinnen steht weiß ich nicht, da das ja auch nicht ganz unerheblich ist wenn man mal neue Ringe montieren will.

    Ich hab aber das Stoßspiel der neuen Ringe, welche auf meinem neuen Kolben bereits vormontiert waren, gemessen und hatte einen Wert von ~0,3mm bei den Kompressionsringen und 0,25mm beim Ölabstreifring.

    Beim alten Kolben bzw. dessen Ringe, welche schon ~19.000km auf der Uhr hatten, war diese Werte nur um ca. 0,05mm größer.

    Also kann man glaub ich davon ausgehen dass man 0,30mm für die Kompressionsringe und 0,25mm für den Ölabstreifring als Mindestmaß beim Einbau neuer Ringe beim 102mm Zylinder nennen kann.

    Vielleicht hilft diese Info ja dem einen oder anderen irgendwann mal wenn er neue Ringe verbauen will.


    Edit: hab mich mit der Materie jetzt noch weiter auseinandersetzt und unter anderem auch den Piraten gefragt welches Stoßspiel er in der Regel einstellt und bin letztendlich dann für mich persönlich zu dem Schluss gekommen dass das optimale Kolbenringstoßspiel bei 102mm Bohrung wie folgt ausschaut:

    Kompressionsring: 0,4mm

    Minutenring: 0,5mm (das Spiel soll jedenfalls immer größer sein als das des Kompressionsring um ein Flattern der Ringe zu vermeiden)

    Ölabstreifring: mind. 0,4mm (soll aber eigentlich nicht geschliffen werden)


    So werd ich dann zumindest meine neuen Ringe einstellen die ich geordert habe.


    Und falls jemand ein bisschen Lesestoff braucht, hier bitte:

    Kolbenringe.pdf

    CP Instructions.pdf


    Aber jetzt wieder genug zur grauen Theorie, nächstes mal gibt's dann hoffentlich endlich Pics vom fertigen Motor :prost:

    5 Mal editiert, zuletzt von Weity1980 ()