Hinterradbremse? Ausschnitt aus welches bike für renne..

  • Dongle bei der 690 heist dann komplett aus?

    Dongle heißt nur, dass die Einstellungen erhalten bleiben wenn du die Zündung ausmachst.

    Sumo ABS und ABS aus geht auch so - Zumindest bei der SDR und meiner Duke 5 R, wie es bei der 4er Duke ist weiß ich nicht.


    Aber hinten sollte man das als halbwegs grübter Moppedfahrer doch im Griff haben?

    Ist das so?


    Wenn sich die Kiste in maximaler Schräglage mal Eindreht und du hast mit 160 einen Highsider, dann denkst du eventuell Anders darüber. Probiers einfach mal aus! ;)


    Wir sind immer noch bei dem Szenario "reinbremsen"?

    Du lässt reinlaufen auf der Vorderradbremse, die Last ist jetzt auf dem Vorderrad, das Hinterrad überträgt nur noch Seitenführungskräfte und das schon an der 100% Grenze. Dadurch dass das Hinterrad in dem Moment entlastet ist, genügt eine minimale Verschiebung der Kräfte, um Selbiges zum ausbrechen zu bringen! Da in dem Moment die Hinterradbremse ohnehin keine nennenswerte Bremsleistung mehr bringen kann, lohnt es sich doch nicht dass Risiko einzugehen?!


    Wenn du natürlich nur 45° Schräglage hast und in die Kurve "reinrollst", also ohne nennenswerten Bremsdruck am Vorderrad, dann kannst du natürlich mit der Hinterradbremsen strecken/stabilisieren, auf der Landstraße, oder gerade im Kehrengewühl, mache ich das auch.


    100% sind 100%, mehr gibt es eben nicht ;)


    pasted-from-clipboard.png


    Nach dem Lastwechsel, also in der Beschleunigungsphase, sieht die Welt schon wieder anders aus, da steh ich fast immer, zumindest bei der SDR, leicht auf der Fußbremse!

    Die Ausgabe der Aluhüte findet pünktlich um 13:00 Uhr, unmittelbar nach der Trollfütterung, im Gemeinschaftsbereich statt!

  • ich hab an meiner smc das abs immer an, auch auf der renne. bisher bin ich vorne nur ein oder zweimal in den regelbereich gekommen, hinten ab und an. dann bin ich aber eh schon spät auf der bremse. ich bin zwar nicht das tier auf der bremse, aber auch beim beherzten ausbremsen regelts vorne nicht. u d ja, ich nutze die hinterradbremse auch zum bremsen. das geht aufgrund meiner stattlichen figur und der daraus resultierenden sitzposition weit hinten recht gut. für einen 60 kg spargel schaut das auch wieder anders aus 😉

    mir ist da der sicherheitsgewinn durchs abs wichtiger als der letzte halbe meter kürzerer bremsweg.

    ich hoffe ich komm dieses jahr mit meiner r6 ohne abs gut zurecht, das ding ist nochmal deutlich schneller als die smc. ich denk mal die ersten trackdays werde ich wohl viel zu früh bremsen.....

    2 Mal editiert, zuletzt von Elwood1911 ()

  • Meiner Meinung nach ist auf der Renne die Hinterradbremse erst ein Plus, wenn man sehr sehr viel Erfahrung hat. Dort ist es viel wichtiger, die Vorderradbremse möglichst präzise zu dosieren. Ich persönlich würde deutlich mehr Bremsweg benötigen, wenn man versuchte die Hinterradbremse mit zu nutzen - und das Aufmerksamkeit für Vorne den Bach runtergeht.


    Auf der LAndstraße siehts anders aus, da hilft der gezielte Einsatz zur Stabilisierung und leichterem einlenken n engen Kurven.


    Es kommt also sehr wohl auf das Moped und die Strecke an. Da gibts große Unterschiede.

  • Das Bremsen mit dem Hinterrad ist sicher sehr differenziert zu betrachten. Bei einer Rocket ist das sicherlich ganz anders zu sehen, wie bei einem Supersportler. Bei einer Sumo dann wieder ganz anders.


    Ich nutzte die Hinterradbremse auf der Öffentlichen praktisch gar nicht, vielleicht mal auf dem letzten Meter beim Anhalten. Auf dem Zirkel als leichte Stützbremse in Schräglage schon eher, oder auch mal, wenn ich merklich zu spät dran bin. Da ich dort ohne ABS unterwegs bin, blockiert ach schon mal das Hinterrad, was aber unproblematisch ist. Die Konzentration liegt aber deutlich auf der Vorderradbremse. Also ähnlich, wie Balla.


    Somit kann man allgemeine bzw. allgemeingültige Aussagen zu dem Thema kaum machen. Aber ich habe auch schon erlebt bzw. glaubhaft mitgeteilt bekommen, dass Einsteiger seitens der Fahrschule dahingehend geschult wurden, nur die Hinterradbremse zu nutzen. Da wird natürlich die Radlastverteilung vollkommen ausgeblendet.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Alles sehr interessant!

    Denke einerseitz dass mein Hirn nur für die Konzentration einer Bremse reicht.

    Denke aber auch, dass man nicht groß zwischen Straße und Kringel unterscheiden sollte, damit man im Kopf nicht umschalten muss und es Intuitiver wird. Heisst, wenn man immer mit der gleichen Technik fährt, wird es machbarer beide Bremsen einzusetzen, egal wo. Also vielleicht doch bei beiden Bremsen bleiben.


    Bin mir da aber noch nicht sicher...


    Das Fahrschulen einem nicht Moppedfahren beibringen kann ich auch bestätigen. Mein Fahrlehrer saß im Auto und im Slalom bin ich mit den Knien an den Lenker gekommen... 2 Punkte von vielen die eigentlich nicht klar gehen

  • Denke aber auch, dass man nicht groß zwischen Straße und Kringel unterscheiden sollte, damit man im Kopf nicht umschalten muss und es Intuitiver wird

    Ich mach das nur intuitiv, ich hab da weder auf der Straße, noch auf der Rennstrecke wirklich Zeit darüber nachzudenken. Danach vielleicht, aber nicht währenddessen :grins:

    Das ist einfach Fahrsituationsabhängig :ja:


    Ein Beispiel: Wenn ich merke dass sie beim rausbeschleunigen leicht hinten wegschiebt oder zum Wheelie neigt, dann steh ich automatisch ein bisschen auf die Fußbremse, macht sie das nicht, mach ich das auch nicht :zwinker:

    Die Ausgabe der Aluhüte findet pünktlich um 13:00 Uhr, unmittelbar nach der Trollfütterung, im Gemeinschaftsbereich statt!

  • Denke aber auch, dass man nicht groß zwischen Straße und Kringel unterscheiden sollte, damit man im Kopf nicht umschalten muss und es Intuitiver wird. Heisst, wenn man immer mit der gleichen Technik fährt, wird es machbarer beide Bremsen einzusetzen, egal wo. Also vielleicht doch bei beiden Bremsen bleiben.

    Guter Ansatz. Natürlich sollte es nach einem gewissen Maß an Übung in Fleisch und Blut übergehen und dann intuitiv erfolgen. Der Unterschied bei mir ist halt, dass ich auf dem Kringel schneller unterwegs bin. als auf der Öffentlichen und mich da auch nur auf das Fahren konzentrieren kann, ohne auf Gegenverkehr, Beschränkungen Fahrbahnzustand etc. achten zu müssen. Daher setze ich die Hinterradbremse dort halt anders ein. Stützbremsen benötige ich auf der Öffentlichen eher selten, kommt aber mitunter auch vor. Das geschieht dann auch intuitiv.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Moini

    Ich melde mich hier auch mal zu Worte da ich das Thema super spannend und interessant finde, vorfallen wie jeder so ein bisschen anders mit der Hinterrad Bremse arbeitet.


    Ich brems immer mit beiden Bremsen! Fahre ausschließlich nur auf der Rennstrecke mit meiner 990 SMR.
    Ich sag mir eben halt auch solange das Hinterrad am Boden ist kann ich dort Bremsleistung generieren.
    Ohne Bremse hinten komme ich garnicht klar. Ich hab dann immer das Gefühl als wenn ich mit dem Feuerstuhl in die Kurve Eier.
    Bin auch der Meinung das wenn du hinten mit bremst du das Heck bisschen mit niederziehst und ich vorne nicht soweit abtauche.
    Geben aber allen recht, das es super schwierig ist dafür ein Gefühl zu entwickeln aber wenn man es dann hat macht es teilweise nur Laune sich im Slide iwo reinzubremsen:driften::der Hammer:

  • Ich benutze die Hinterradbremse auf dem Kringel - und zwar im Kies...


    :wheelie:

    Stimmt! Sorry, hab ich vergessen zu erwähnen, da benutze ich sie auch :grins:

    Die Ausgabe der Aluhüte findet pünktlich um 13:00 Uhr, unmittelbar nach der Trollfütterung, im Gemeinschaftsbereich statt!

  • Ohne Bremse hinten komme ich garnicht klar. Ich hab dann immer das Gefühl als wenn ich mit dem Feuerstuhl in die Kurve Eier.

    Dürfte auch eine Frage der Gewöhnung sein.



    Bin auch der Meinung das wenn du hinten mit bremst du das Heck bisschen mit niederziehst und ich vorne nicht soweit abtauche.

    Das würde aber der Physik (dynamische Radlastverteilung) widersprechen.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Das würde aber der Physik (dynamische Radlastverteilung) widersprechen.

    Nee, da bist du voll bei der Physik!


    Entsprechend dem in Schwinge und Fahrwerk eingebrachten Kräfteverlauf beim Bremsen wird das Heck tatsächlich beim hinteren Bremsen nach unten gezogen.


    Das wirkt der Dyn, Radlsatverschiebung entgegen und wirkt, korrekt dosiert, Bremsweg verkürzend.


    Honda hat dieser Tatsache bei den RR Modellen mit ABS Rechnung getragen und setzt beim Bremsen unabhängig vom Fahrer hinten einen Bremsimpuls. 🏁

    Nur Arschlöcher wohnen im Aquarium. :zwinker:

  • Also, Füssik ist wenns irgendwie zurechtgebogen wird?

    Die Radlastverteilung beim Bremsen ist nur abhängig von der Verzögerung, da ists vollkommen egal, welches Rad gebremst wird. Und eben wegen der Radlastverteilung wirds hinten leicht und es können nur wenig Bremskräfte übertragen werden. Aber bis zum Blockieren des Hinterrades ist die Radlastverschiebung nur von der Verzögerung abhängig.


    Dass bei einer hinteren Bremse, die sich an der Schwinge abstützt, ein Moment eingeleitet wird, welches das Einfedern fördert, steht dem ja nicht entgegen. Diese Kraft wird nur mit jedem hunterstel G Verzögerung geringer, spätestens wenn beim Anbremsen das Hinterrad in der Luft schwebt, hat sich was mit irgendwas am Hinterrad, da tut sich


    Der Bremsimpuls, den Honda bei den RR-Modellen ans Hinterrad geben soll, der kann 10000 Gründe haben, keiner kann der Radlastverschiebung entgegenwirken.


    Da hat der Fire bei der Physik nun mal recht. Die ist unbestechlich.


    Davon mal abgesehen, es gab in den 80ern mal Fahrwerksbauer, die die Bremsabstützung an den Rahmen gelegt haben und die Geometrie so ausgelegt haben, dass das Heck beim Bremsen zusätzlich angehoben wurde, bei vielen Motorrädern wird das Bremsmoment nicht an der Hinterradschwinge sondern am Rahmen abgestützt, Honda RC30....

  • So wie Elwood1911 kenne ich das auch. Und wenn man stark brems, also bis an die Haftungsgrenze des Vorderrades (natürlich nur auf dem Kringel), ist das Hinterrad sehr schnell entlastet und blockiert dann enzsprechend. Ich will damit niemanden das Bremsen mit dem Hinterrad madig machen, wer es so gewohnt ist und damit zu recht kommt....... Aber die dynamische Radlastverteilung ist abhängig von der Geschwindigkeit, dem Gewicht und dem Verzögerungswert (egal wo die Verzögerung anliegt).

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Nochmal und im Detail:


    Ein Drucksensor liefert das Eingangssignal, nach dem das ABS-Steuergerät in beiden Bremskreisen Servopumpen und Magnetventile steuert. Vorder- und Hinterradbremse treten je nach Fahr- oder besser: Bremssituation unterschiedlich stark in Aktion. Aber, das ist sehr wichtig, stets im Verbund, egal, ob man nur mit der Hand oder mit dem Fuß bremst. Das auch beim Zug am Hebel von Anfang an mitverzögerte Heck zieht den Blade-Runner hinten in die Feder. Und gewährleistet dadurch bessere Balance und größere Bremsstabilität, verhindert weitgehend ein Stoppie.


    Komplett nachzulesen: Hier


    Nur Arschlöcher wohnen im Aquarium. :zwinker:

  • Da steht aber nix von dynamischer Radlastverteilung, die andern Gründe gehoren zu den 10000 die es geben kann, dynamische Radlastverteilung jedoch nicht.