Airbagwesten bei Fahrprofil mit hohem Offroad Anteil

  • So guten Tag,


    nachdem ja immer wieder Unfälle passieren, wo Airbag Westen oder Jacken ja durchaus sinnvoll waren / gewesen wären, steht das als nächste größere Anschaffung an.


    Jetzt ist es bei mir so, dass ich in der näheren Umgebung hauptsächlich Offroad fahre aufgrund von mangelnden Kurven und bei weiteren Strecken hauptsächlich Straße und Offroad wo es Ortskenntnisse und / oder Gesetzgebung erlauben.


    Jetzt fände ich ein paar Meinungen gut bezüglich der Airbagweste im Gelände. Als reiner Straßenfahrer wäre das ja eine Selbstverständlichkeit aber gerade wenn einen die Schwerkraft im Gelände hin und wieder überzeugt eine Pause zu machen, sind ja die Reißleinenairbags definitv raus. 300 Newton sind da schnell aufgebracht und ich würde bei "Unfällen" mit 1-20 km/h gerne auf eine Auslösung verzichten.


    Die D-Air ist ja glaube ich erst ab 10km/h aktiv und jetzt ist die Frage wie empfindlich die sensorgesteuerten Airbagwesten sind. Nachteil ist, dass die eingeschickt werden muss für eine neue Befüllung wenn ich mich richtig erinnere.



    Hat jemand idealerweise Erfahrungen oder zumindest Meinungen zu dem Themengebiet? Oder einfach zum örtlichen Louis / Polo und beraten lassen, wobei ich da die Befürchtung habe, dass deren Fachwissen doch eher limitiert ist.


    EDIT : Habe es übrigens hier gepostet weil das ja wohl eher ein adventurespezifisches Thema ist als allgemeine Kaufberatung oder Tratsch

  • aus meiner Sicht wäre vielleicht ein Neck Brace und ein gutes Protektorenshirt wie das leatt 5.5 eher sinnvoller für deinen Anwendungsfall? Eine Airbagweste halte ich offroad jetzt eher nicht so ideal. :denk:

  • Reisleinen airbag währe doch in dem Fall ein Kompromiss, offroad einfach die leine nicht verbinden bez lösen :grins:. Offroad tauglich wird schwierig für einen airbag :sehe sterne:

    :peace:

  • Reisleinen airbag währe doch in dem Fall ein Kompromiss, offroad einfach die leine nicht verbinden bez lösen :grins:. Offroad tauglich wird schwierig für einen airbag :sehe sterne:

    Daran habe ich ja gar nicht gedacht :staun:


    Müsste ja auch bei einem sensorgesteuerten gehen mit ner an aus taste. Das einzige was für mich gegen die Reisleine spricht, ist ein zu spätes auslösen bei frontal oder seitencrash. Wird selbst mit einem sensorgesteuerten eng.

  • Servus.

    Ich fahre mit einer Helite.

    Die ist nur für den 2. Aufprall ein Schutz, da sie erst auslöst, wenn man sich vom Fahrzeug trennt. Elektronische Systeme sind in der Lage den 1. Aufprall zu lindern.

    Vorteil der Reissleine: Nach Auslösung kann man selbst die Kartusche tauschen.

    Beide Versionen verhindern aber die kühle Luft am Körper.


    ralf

    Es hängt alles zusammen: Sie können sich am Hintern ein Haar ausreißen, dann tränt das Auge!

  • Ich meine bei den sensor gesteuerten gibt's keine Taste die werden durch das schließen des Reißverschlusses aktiviert. Habe ich zumindest über die dainese gehört :kapituliere:

    :peace:

  • Ich habe seit Sommer eine IXON U03 Airbag-Weste, gibt´s mittlerweile mit mehreren Brandings, auch von Klim. Wird für den Offroad-Einsatz seitens des Herstellers aber nicht empfohlen, da sie hier nicht zuverlässig auslöst; Das kann ich auch bestätigen, mir ist bei einer Schlammdurchfahrt bei etwa 25-30 km/h der Vorderreifen weggerutscht- mich hat´s zerbröselt und die Weste hat nicht ausgelöst. Mittlerweile gibt der Hersteller glaub ich auch an, dass die Weste erst AB 30 km/h auslöst.

    Für die Straße macht´s Sinn und suggeriert zumindest etwas mehr Sicherheit. Die Weste ist aber vor allem im Sommer sehr warm, da diese recht eng am Körper anliegt. Für den Offroadeinsatz lege ich sie gar nicht mehr an, da ist ein klassischer Brustppanzer (oä) und Neckbrace wohl die bessere Alternative;

  • Servus

    So wie dev_null geschrieben hat


    Straße fahren ist eins und die Bekleidung dazu auch .


    Enduro fahren benötigt eine komplett andere Fahrer Ausrüstung .


    Wer das mit dem Materiel was hier beschrieben wird fahren will , sollte erst einmal

    Offroad mit schöner winddichter Straßenbekleidung fahren und schön herum ackern .

    Ich glaube da reichen schon 20 Grad Außentemperatur und ca 1 Stunde Fahrt um hier aufzuzeigen was mit einer nicht angepassten Bekleidung passiert .......

    So etwas wie angefragt schützt auch nicht überall dort wo angepasste Ausrüstung

    schützt.
    Das sollte man auch bedenken da hier das " Sturzbild " deutlich anders ist ...


  • Servus

    So wie dev_null geschrieben hat


    Straße fahren ist eins und die Bekleidung dazu auch .


    Enduro fahren benötigt eine komplett andere Fahrer Ausrüstung .


    Straße hat den Schutzbedarf gegenüber Reibung und Enduro gegenüber Impact richtig?


    Was mache ich dann wenn ich eine Stunde und mehr fahren muss um irgendwo Enduro fahren zu können? Ich mein Bayern ist überall sehr restriktiv mit den Gesetzen bezüglich Offroadfahren und es gibt ja den zutreffenden Spruch "man :kacke: nicht wo man isst".


    Kann ja schlecht nen 80L Rucksack mitnehmen und da Endurostiefel, Protectorshirt etc mitnehmen.



    Und wegen der Temperatur, da gebe ich dir recht. Habe jetzt vor ein paar Tagen selbst bei 8 Grad ordentlich geschwitzt. Aber die 790R ist ja auf jedem Untergrund zu Hause. Jetzt suche ich eben Schutzkleidung die möglichst alles bedient, wenn auch nicht alles perfekt.



    (Beispielsweise hasse ich die steifen Endurostiefel. Man hat ja Null Gefühl darin. Alternativ gäbe es die Alpinestars mit Gelenk auf Knöchelhöhe aber die koste(te)n ja schon 400+)

  • Ich weiß nicht so recht was ich darauf antworten soll ........

    Solche Problematik en hab ich noch nicht gehabt .

    Liegt vielleicht an der Sichtweise, aber ich bin auch kein Biker und fahre nur

    seit der Wiege Motorrad .


    Eine Protektorweste mit bis zu 599 € vs Stiefel 400. €

    Meine haben mal 650 gekostet , hätte ich etwas früher kaufen sollen .

    Nimm welche mit Stahlsolen Einsatz und wechselbaren vernähten Sohlen.

    Denn :

    sind die Gräten Erst mal hin , macht vieles nicht mehr Sinn .....

    Ich hatte " Schwein gehabt ".


    Protectorshirt ? :staun:
    Bitte mach mal damit ne ausgedehnte Probefahrt , ev mit Jacke drüber machen
    Das Zeug klebt am Körper ( Pfui Deibel ) voll eklig ......  
    Für mich ein absolutes nogo


    Softgepäck fürs Jankerl und co. gibts doch dafür zu hauf im Internet ...

    Mit Zipp Ärmeln auch gut anzupassen


    Gefühl im Stiefel ? Möchtest du Füßeln oder Schutz ?
    Wenn man das erste mal so was trägt hat man das Gefühl .

    Wenn du die Möglichkeit hast von jemanden mal bereits gefahrene Stiefel anzuziehen und ein paar Meter damit gehen kannst merkst du den Unterschied .

    Schicken lassen und einen Nachmittag zu Hause tragen , du merkst selbst so schon den Unterschied .Kleb aber die Spitze mit Tape ab damit die Fliesen nicht leiden .

    Neu halt hart , dann aber genau richtig und Gelenke im Stiefel fährt bei uns keiner .

    Vielleicht Mädels, die fahren auch weiße :zwinker:

    Es gibt für " Spaziergänge bei Bikertreffen und co . "

    Modelle mit Innenstiefel , das erspart dir die Turnschuhe unterwegs beim ??
    Ich wüßt nicht wofür ...
    Das hab ich so noch nie vermisst, selbst 14 Tage unterwegs ohne Turnschuhe für Abends . Geht man halt Barfuß in Socken oder nimmt die Badelatschen in der Pension....


    Vieles ist Kopfkino und wenn ich vor habe irgendwo Enduro zu fahren kann ich mich darauf einstellen .
    Bei normalen Touren mit Freunden nimmt man dann halt etwas anderes mit .

    :winke:



  • Danke für die ausführliche Antwort und die Tipps. Hatte die Endurostiefel nur mal im Laden an und ich hatte da nicht den Eindruck noch Schalten oder Bremsen zu können ohne mein ganzes Bein zu nutzen.


    Was trägst du denn dann für Schutzmontur? Knie-, Arm-, Schulterschoner und Rücken- und Brustpanzer?


    Ich derzeit noch meine Tourenausrüstung inkl Integralhelm (nicht klappbar :ja:) und es geht auch bei 20°C. Schwitzt halt wie ein Irrer und hast ein Wasserkonsum der seinesgleichen sucht. Bei Matsch rutsch ich auch mit den Tourenstiefeln nur so über die Rasten weil ich die Gummis drin lass. Andernfalls wären die Stiefel wohl nach 200km hinüber.

    Ich such eben was, wo ich keine zwei verschieden Ausrüstungssets durch die Gegend bugsieren muss und mir ist klar, dass ich dann massive Einschränkungen in dem Schwierigkeitsgrad des Trails in Kauf nehmen muss.

    Aber ob ich bei 40° Steigung kein Grip habe oder bei 20° wegen "falschem" Luftdruck und Reifen ist ja für nen Anfänger egal. Muss ja erst mal so lernen das Motorrad zu kontrollieren während es unter mir tanzt und rutscht. Die 790 ist für mich die erste Offroaderfahrung.


    Und ich fahre sehr gerne kurvenreiche Strecken, genausogerne dann auch (vor Ort) abseits der Straße auf technisch anspruchsvolleren Wegen. Mit 80km/h+ über Schotter gibt mir nichts.



    "Neu halt hart , dann aber genau richtig und Gelenke im Stiefel fährt bei uns keiner"

    Kenne ich leider nicht und auch in meinem Umfeld gibts niemanden mit Schuhgröße 48. Ich will auch nicht wandern gehen. Mir gehts hauptsächlich um das Schalt- und Bremsgefühl wie oben erwähnt. Und ein Airbag wäre durchaus was für schnelle Kurvenjagden auf der Straße bzw Geschichten, die man nicht rechtzeitig erkennt wie plötzlich wendende Autos, Traktoren, die hinter Waldstücken auf die Straße fahren etc.


    Werde mir vielleicht mal Endurostiefel bestellen, ausprobieren und ggf zurück schicken wenns mir nicht taugt. Aber mir gehts eher um meinen Rücken / Hals mit begrenztem Budget. Also ist wohl die Frage ob Neckbrace oder elektronischer Airbag, gerade wenn man den Erstaufprallschutz mitnehmen möchte.

  • Enduro Stiefel mit drei schnallen sind nicht ganz so hart , manchmal auch mit Wildleder .

    Cross Stiefel mit vier

    Wichtig ist die Membrane gegen das Wassereindringen ..


    Integralhelm kannst Knicken .

    Crosshelm @bzw Endurohelm mit großem Sichtfeld und Belüftung , wo auch eine Enduro Brille / Crossbrille reinpasst.

    Wichtig ist auch guter Kinnschutz und Wechselbares Innenfutter nebst verschiedenen Backenpolstern .


    Doppel D Verschluß keine Ratsche ....keine integrierte Sonnenblenden

    Je leichter der Helm um so besser für den Nacken ...

    Den Mini Neckbrace hast du bei guten Modellen schon leicht abgeformt im Nackenbereich um ein überstrecken zu verhindern

    Für beide Bereiche Enduro mit Straße gibts die auch mit Visier wenn’s regnet

    Vorher real ausprobieren , nachher ist’s kagge ...

    Bei Brillenträgern unbedingt auch damit ausprobieren ...


    Hosen ( gute Straßenhosen mindestens 600 D oder mehr. ( ohne bunte Mesh Applikationen und Stretch ) sind allemal besser als sogenannte Crosshosen für viel Geld ....

    Jacken das gleiche , mit Taschen für Rücken und Ellenbogen sowie Schultern

    Die Serien Einsätze in den Müll und die Pro Version rein .

    Fährst du dann ohne Ärmel , dann Ellenbogenschützer aus dem Offroadbereich .

    Passen ins softgepäck oder Rucksack damit musst halt leben .

    Handschuhe solltest auch andere Nehmen .

    Protektorschutz an den Handrücken und Knöcheln ...


    Ich denke das jemand im Laden wo Bekleidung für offroadmodelle angeboten wird die Leute dir das kompetent zeigen können .

  • achja

    Bei ernsthaften Enduro dann Brustpanzer mit Rippenschutz .

    Und diese " Hemdchen" sitzen so marginal, als wenn man nen Kinderpanzer anhat .

    Manche Brustpanzer auch

    Drüber das Thirt , das im Down under war mit Lochraster für gute Luft drunter .


    s gibt wenige Brustpanzer " für Erwachsene " viele sind Einfach viel zu kurz .

    Jetzt erst kürzlich wieder festgestellt , was der Quatsch soll weiß keiner

    Die Nieren sollen auch abgedeckt werden , sind wichtig weil man dort auch "oft als ungeübter einschlägt " .

    Und dann nen richtigen Enduro Kurs mitmachen wo sich auch das gezielte abrollen von der Maschine geübt wird 😉

  • Da es bei Geländefahrten immer wieder zu Stürzen, ungewollten Absteigen und Umfallern kommen kann, halte ich eine Airbagweste oder-jacke nicht für brauchbar. Der größte Nachteil wird jedoch die schlechte Lüftung sein.


    Fährst Du eine Tour mit sehr viel Geländeanteil und bewegst Dich auf dem Motorrad überhitzt man in der "normalen Straßenkleidung" sehr, sehr schnell, auch bei frischen Temperaturen.


    Ich fahre bei hohen Geländeanteilen mit einem Protektorenhemd und Nackenschutz von Ortema, Protektorenhose von Klim und Knieschutz von Alpinestars. Die Sachen passen sehr gut, sind sehr komfortabel und merkt man nach 10 Minuten auf dem Motorrad nicht mehr.


    Bei der Bekleidung ist neben dem gut Sitz Belüftung und Robustheit für mich wichtig. Hosen habe ich wegen der guten Passform (für mich), Ausstattung und Robustheit von KLIM. Rabattaktionen in der Offseason bei Onlineshops wie FC Moto, MX24 oder Motoin machen die Teile sehr, sehr erschwinglich.


    Bei den Stiefel habe ich zwei Varianten. Einmal den Alpinestar Toucan, ein wasserdichter Endurostiefel. Der ist nicht ganz so steif und eben wasserdicht. Trage ich auf längeren Touren mit Geländeanteil. Oder den Tech7 von Aplinestar, ein Motocrossstiefel, den ich mal sehr, sehr günstig bei Louis gekauft habe. Kann es nass werden, trage ich darin wasserdichte Kniestrümpfe. An das extrem harte und steife Material / Aufbau der Motocrossstiefel gewöhnt man sich mit dem Schalten und Bremsen recht flott.. Nur nicht vergessen die Hebeln an die dickeren Stiefel anzupassen, dann fährt man nach 2 Tagen damit wie mit Turnschuhen...


    Gruß Brus

  • (Beispielsweise hasse ich die steifen Endurostiefel. Man hat ja Null Gefühl darin. Alternativ gäbe es die Alpinestars mit Gelenk auf Knöchelhöhe aber die koste(te)n ja schon 400+)

    man gewöhnt sich dran. mittlerwelie fühle ich mich unwohl ohne richtige Stiefel. Nur so weiche Ledertourenstiefel gehen offroad gar nicht. Da kannst du gleich Wanderschuhe nehmen:achtung ironie: Wasserdicht müssen sie mMn auch nicht sein. Gehts durch den Bach oder musst du mal im tiefen Gewässer absteigen läufts eh von oben rein. Mit Membrane ist das dann doppelt blöd. Besser wasserdichte Endurosocken die bis zum Knie kommen (zB SealSkinz).

    Und eben eine gute Weste wie das Leatt 5.5. Schützt Brust und Nieren/Rippen gut und ist deutlich "kühler" als man denkt. Darüber ein Crossshirt und eine Endurojacke mit den Features wie von huskycrosser beschrieben. Die meisten lassen sich zusammenrollen und haben einen integrierten Hüftgürtel zum umbinden wenns mal wärmer wird. Knieschoner besser auch welche die man anzieht und nicht in den Hosen integrierte. Und eben...neckbrace halte ich für viel zielführender als Airbagweste. Das Klima darunter offroad wäre bei mir ein no-go...

  • Also ist wohl die Frage ob Neckbrace oder elektronischer Airbag, gerade wenn man den Erstaufprallschutz mitnehmen möchte.

    dann definitiv ersteres:ja:

    Habs auch schon getestet. Mit Airbag wäre ich wohl jetzt dauerhaft auf 2 Rädern unterwegs, nebeneinander - nicht hintereinander:gute besserung:

  • Hey Leute. Das ist hier genau mein Thema. Hab mich auch schon über die Airbag Westen informiert. Die Westen bzw. Jacken mit Seilzug fallen def. raus, eben weil sie zu langsam sind. Mir gefallen aktuell sehr die D Air von Dainese. Die neue Weste kann sogar klein zusammen gefaltet werden, jedoch denke ich mir ich bin dann gewiss zu faul immer die Weste anzuziehen. Deshalb bin ich momentan auf die Carve 2 D Air von Dainese. Ich will damit aber auch kurze Abstiche ins Gelände machen und da habe ich auch keine Erfahrungen... Wenn ich direkt eine Enduro Tour fahre (Marrokko oder Friaul...) fahre ich sowieso mit Panzer und leichter Endurojacke drüber.

    Ich bin im Februar wieder auf der IMOT in München und hoffe da ein paar Infos von Dainese zu erhalten.

    Gruß Matthias

  • Ich selbst konnte mir letzten Winter die D-Air auch nicht aus dem Kopf schlagen (habe meine 790er ADV erst seit September und wusste bis zum letzten Sommer noch gar nicht, dass ich offroad fahren möchte)... da ich technikaffin bin, wollte ich die unbedingt haben.

    Sie ist schwer, eng, man ist für Offroad viel zu unbeweglich, ich empfand mich selbst für onroad zu unbeweglich.... das mag bei Rennstrecken bei Tempo >200 anders sein, da sorgt vermutlich der Wind schon für eine gewisse Unbeweglichkeit.

    Und das war Anfang 2019. Da war mir schon auf der Straße viel zu warm. Im Sommer offroad für mich undenkbar.


    Am Ende habe ich die D-Air nach 3 Straßenausfahrten für die Hälfte wieder verkauft... aber ich denke, manch einem sind solche Dinge einfach ganz schwer auszureden.


    Ein Kumpel fährt offroad mit einer Weste mit Reißleine... hat sich vor mir auch ein paar Mal beim Gas geben auf Sand und Schotterpisten gedreht. Ist aber immer gut gegangen. Allerdings weiß man ja, dass beim Aufprall auf ein Hindernis die Sache mit der Reißleine eh zu spät zündet.


    Vielleicht hilft es ja, den wenigen Millimetern Luftkammern der D-Air keine überproportionale Wirkung ab einer gewissen Aufprallgeschwindigkeit mehr zuzugestehen.


    am Ende wird es Dir aber keiner ausreden können...


    Momentan fahre ich mit Sitzheizung und Heizjacke via USB unter meiner Protektorenjacke zur An- und insbesondere zur nassgeschwitzten Abreise (jeweils ca. 1h).

    Während des Offroad-Anteils schalte ich die dann zwangsläufig ab. Meist reicht es auch, einfach eine dünne Fliesweste sicherheitshalber mitzunehmen. Kommt einfach in die Hecktasche zu den Getränken.


    Im Sommer habe ich sehr luftdurchlässige Dainese-Klamotten mit Mesh-Gewebe und luftdurchlässigen Protektoren an, bei der Westalpenüberquerung war ich dann aber auch der Einzige, der am gesamten Körper kiloweise Staub gesammelt hat.


    Die Sache mit den Stiefeln wollte ich auch erst nicht begreifen... hatte vorher nur leichte Knöchelschuhe... inzwischen fahre ich u.a. Sidi Adventure 2 und kann mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder in die Knöchelschuhe zu steigen... aber wie gesagt, ich wusste erst ab Juli was mir Spaß macht und die Eignung der verschiedenen Klamotten merkt man dann auch erst im Einsatz.


    Noch ein Beispiel: Ich bin immer noch unentschlossen was einen leichten Enduro-Helm betrifft... kann mich nicht durchringen... fahre im 1300g-Bereich einen Verbundfaser-Klapphelm mit zusätzlichem Sonnenvisier... schon am zweiten Tag der Alpentour hatte der Helm so viel Staub gefressen, dass der Verschluss des (fast neuen) Klapphelms nicht mehr funktionierte, der Seilzug war durchgescheuert (zum Glück auf Gewährleistung getauscht). Ich muss auch erst lernen, dass es gute Gründe gibt, sich offroad anders anzuziehen. Dicke Lederhandschuhe gibt's ebenfalls trotz der momentanen 2Grad C nicht mehr...


    Auch ich möchte auf der Straße fahren was die Maschine und meine Fähigkeiten so zulassen. Das war auch der Grund für meine Fehlinvestition der D-Air... aber ausschlaggebend ist am Ende die Praxistauglichkeit...

    Einmal editiert, zuletzt von Xsio ()

  • Xsio: Nur damit ich es richtig verstehe...Du sprichst vom Dainese Smart Jacket, der elektronischen Unter-/Überziehweste!? Genau da bin ich auch gerade dran und da ist Dein Erfahrungsbericht durchaus interessant zu lesen...Danke! :Daumen hoch:

  • und da ist Dein Erfahrungsbericht durchaus interessant zu lesen...Danke! :Daumen hoch:

    Ich finde diese Beschreibung dazu ganz nett.

    Interessant ist der genannte Liefertermin :

    Achtung:Jacke ist erst April 2020 lieferbar !!!!

    Verwendungszweck :Optimiert für den Einsatz auf der Straße

    Sie funktioniert dank der langen Laufzeit der Batterie 26 Stunden lang, ohne erneut aufgeladen werden zu müssen.


    Ich denke das dies die wichtigsten und wissenswertesten Punkte sind .


    Meine Erfahrung mit Enduro Teilnehmern bei Touren und Trainings :


    ca. 90 % der Leute stürzen weder kopfüber noch rückwärts von der Maschine sondern seitlich .

    Hier beitet die Weste null schutz , und beim bewußten trennen von der Maschine wird sich seitlich abgerollt .

    Die " Landung " erfolgt dann meist im Hüfte und Oberschenkel , seitlichen Nieren , Rippen , Oberarm und Schulterbereich .


    Hier ist absolut keine Schutzwirkung gegeben.

    Dies allein düfte zeigen das eine sogenannte " Schldkröte mit Nierenschutz" die identische Schutzwirkung hat und man

    eben Enduro Schutzwirkung nicht mit straßenorientierten Tools erreichen kann .

    Ich bezweifel das diese Weste überhaupt bei einem seitlichen ablegen auslöst.

    Un dann beim zweiten mal ????

    Null wirkung ................................