Reifenempfehlung für 50/50, TET und schwerem Fahrer ;)

  • Moin,


    ich fahre eine 2020er 690 Enduro R und bin mit den E07 auf Sand und feuchtem Terrain sehr unsicher. Im Matsch gefühlt kein Grip, wobei ich auch gerade blutiger Anfänger in dem Bereich bin… Kumpel schwört auf den E07, doch fährt auch weitaus länger und wiegt fast die Hälfte ;)

    Es gibt zwar zu meinen unten angeführten Alternativreifen viel zu lesen, doch ich denke mein Gewicht von 120 kg (noch) spielt bei der Auswahl auch eine gewisse Rolle.

    Vllt. habt ihr halt Erfahrungen mit den Reifen in Verbindung mit viel Gepäck oder Gewicht.

    Anfahrt zu den Offroad Passagen erfolgt zu 99 Prozent auf Asphalt, wo ich aber nicht ballern muss. Allerdings sind auch lange Anfahrten dabei.


    Mich interessieren insbesondere Vergleiche zwischen folgenden Modellen:

    Mitas E09

    Mitas E10

    Pirelli MT21 Rallycross

    Dunlop D908RR

    Metzeler 360 mid-hard

  • Der E07 ist ein 50/50 Reifen, die anderen Reifen in der Liste eher nicht.

    Wenn es dir um mehr Sicherheit auf losem Untergrund geht hilft nur mehr Negativanteil und bessere Seitenführung.

    Dazu passen dann halt Profile wie E09 oder auch nicht genannte E12/13 und vergleichbare.

    Damit geht dann im Gelände schon eine Ecke mehr, die geben einfach mehr Vertrauen.

    Gleichzeitig, und das lässt sich nicht vermeiden, je besser im Gelände, desto mehr Kompromiss und Verschleiss auf Teer.

  • Kannst mal beim Wolf Hier klicken nachlesen.

    Naturgemäß fühlt sich ein Anfänger bei Matsch oder im sand öfter unsicher, das er das Gefühl hat er schwimmt nur rum. Beherzt am Gas bleiben hilft (in den meisten Fällen :grins: ). Im Prinzip hilft nur Übung und Training, um seine Erfahrungen zu sammeln.

  • E09/E10 bieten deutlich mehr Offroad Reserven als der E07, allerdings schlechte Haltbarkeit.

    Der beste Kompromiss zwischen Strasse und Offroad hat für mich immer noch der Michelin Anakee Wild, hält auch deutlich besser als der E09 oder E10.

  • Ich fahr den MT21 Rallycross, wiege auch Zuviel denke so 105kg.

    Der Reifen ist genial für Offroad, ich schätze ihn auf 30/70, jedenfalls so in dieser Region bewegt er sich.

    Onroad ist er fahrbar, so wie einTKC80 eher leicht besser. Sobald man vorher Kurve seine Geschwindigkeit findet und nicht stark bremst oder beschleunigt, geht alles auf Asphalt (sagen wir eher viel).

    Er bietet viel Seitenhalt im Gelände und viel Grip. Schotter sehr gut, Matsch ist er auch gut. Nasse Wiese ist er so lala. Aber Gesamt halt durchaus ein guter Reifen für das was du damit machen willst.


    Vollgasfahrten auf dem Heimweg quittiert er mit raschem Profilverlust.


    Top Reifen, ich will damit in 2022 die Bosnien Rally fahren.

    Erfahrung habe ich mit dem Reifen auf dem TET Holland und Deutschland.

    Haltbarkeit würde ich sagen, vorne 7500km hinten eher nur 2500km.


    Hoffe konnte helfen.


    Der e07 taugt rein gar nichts fürs Gelände, ist ein Strassenreifen und ich schätze ihn auf 70/30 eher noch auf 80/20


    Mike

  • Fahre auch eine 20er, die Serienbereifung mag für 50/50 nicht schlecht sein, aber der Mitas E7 ist im nassen Gelände definitiv ungeeignet. Tipp: Luftdruck, Fahrwerk anpassen und "gripoptimierende" Gewichtsverlagerung. Durch dein zartes Gewicht sollte der Grip ja sogar besser sein, je nachdem wohin du dich verlagerst ;-)

    Ansonsten habe ich für dieses Terrain montiert: v: Sixdays Extreme, h: 360 mid-hard. Fährt sich wirklich gut, Langzeithaltbarkeit kann ich aber mangels Fahrleistung nicht beurteilen. Ist aber beides eher 20/80.

    MT21 könnte ein evtl. besserer Kompromiss für Dich sein.

  • MT21 bin ich weg von, E09 m.E. einfach überall besser, Dunlop sehr gut, aber im Vergleich zu Mitas einfach zu teuer, der Metzeler ist offroad top, onroad aber ein Flop, logisch bei der Auslegung


    Empfehlung Mitas E09, ggf. falls warm und Haltbarkeit gewünscht als Dakar-Version, auch die anderen angesprochenen Mitas sind einen zweiten Blick wert

  • Vllt. habt ihr halt Erfahrungen mit den Reifen in Verbindung mit viel Gepäck oder Gewicht.

    Anfahrt zu den Offroad Passagen erfolgt zu 99 Prozent auf Asphalt, wo ich aber nicht ballern muss. Allerdings sind auch lange Anfahrten dabei.


    irgendwie ist auf der Strecke geblieben das Schigu dann wohl doch recht viele km auf der Straße unterwegs ist...


    lt. Wolfs guter webpage würden sich für 50/50 betrieb - Metzeler Karoo 3, Anakee Wild oder der Bridgestone AX 41 anbieten, diese profile sind deutlich gröber und offener verglichen mit dem 07 - und weil moderner/jünger mit besserer Nass Haftung gegenüber dem TKC 80 oldie versehen ....


    ich würde für einen echten 50/50 Kompromiss Wolfs urteil vertrauen und entweder Anakee Wild oder den AX 41 ausprobieren!

    Einmal editiert, zuletzt von 2vclassic ()

  • Hallo Carsten,


    Du musst "einen Tod sterben"... Es gibt leider keinen perfekten Reifen für eine 1000 km Anreise mit Gepäck auf der Straße und dann optimalen Grip und Seitenführung in anspruchsvollen Gelände (Sand, Schlammpassagen, Nass etc...)...


    Entweder gute Fahreigenschaften auf der Straße und Abstriche im Gelände oder schlechte Fahreigenschaften auf der Straße und geringe Haltbarkeit und gute Offroadeigenschaften.

    Die von Dir aufgezählten Reifen halten bei drehfreudiger rechten Hand kaum eine 1000 km Hinfahrt, ACT Italia und 1000 km zurück!!!


    Da würde ich mich eher dem Tipp von DUC985 anschließen und Dir zu Michelin Anakee Wild, Bridgestone AX41 oder dem neuen Heidenau Ranger raten. Das sind die besten Kompromissreifen für Adventure Trips mit hohen Straßenanteil.


    Rein von den Zahlen betrachtet planst Du einen Trip mit ca. 70 % Straßenanteil und ca. 30 % Offroadanteil, willst Dir aber Reifen mit Spezifikationen für 30 % Straße und 70 % Offroad montieren... Das wird nicht zufriedenstellend funktionieren!!!


    Was ich aber viel, viel wichtiger finde ist ein Offroad-Kurs!!! Da bekommst Du an zwei Tagen Dinge beigebracht, die Dich auch mit einem Mitas E07 viel, viel weiter bringen werden, als ohne Training und mit einem Rallyereifen oder Reifendruck ablassen oder andere Modifikationen am Motorrad!!! Jeder eiert im Sand oder Schlamm herum und das auch mit jedem Reifen, trainierte Fahrer wissen aber wie sie darauf reagieren müssen, das macht wirklich den Unterschied und hinterher den Spaß aus.



    Gruß Brus

  • Anakee Wild geht im Trockenen auf Sand, Schotter, Feldwegen gut. Auf der Straße auch, da gript er auch im Nassen.


    Auf feuchter Wiese, Erde und Matsch kannst du ihn vergessen, da hilft nur viel Negativ-Profil.


    Ich fahre den E09 auf der 690er und den Metzeler Sixdays Extreme auf der Honda CRF 450L. Dann aber wirklich mit 60% Offroad Anteil.

  • Hallo, ich fahre den AX 41 auf der 390 Adventure und bin auf der Straße gut zufrieden mit dem Reifen. Fahre ihn jetzt ca. 600 km auf Asphalt, da ich noch nicht zum TeT nach Holland gekommen bin. Fahre den Reifen seit November bei Nässe und Kälte um 0 Grad, funktioniert gut. Was ich mit dem Reifen im Gelände schaffe muss ich nicht ausprobieren.

    Gruß Jörg

  • Danke für eure Empfehlungen und auch teils direkte Nachrichten.

    Ich denke ich schaue mir nochmal die Kombi Mitas E12/E13 RallyStar sowie den neuen Heidenau K60 Ranger an.


    TET Deutschland wird dann halt Ende Frühjahr zum Training gefahren. Alles andere kann warten, bis mehr Erfahrung da ist.

    Asphalt wird mit max 100 km/h gefahren und dafür soll er im Gelände auch Spaß machen…

    Für nur Straße hätte ich eh noch ein anderes Motorrad. ;)


    Wenn er halt nach 2000-3000 km fertig ist, kommt ein Neuer drauf…


    Euch allen einen guten Rutsch sowie eine schöne Saison 2022 🤗


  • Jepp, mag den MT21 auch. Fahre ihn auf meiner EXC. Der Reifen ist bestens geeignet zum Endurowandern. Man kann ungeachtet vom Gelände in eben dieses Einbiegen und kommt gut voran.


    Und wenn hier schon über das Gewicht geredet wird, die erheblich schwerere 690er mit solidem Fahrer drauf, lieber einen offenen Vorderreifen mit viel Seitenführung auf losem Untergrund. Sprich alles mit mehr Profil als der genannte MT21 würde ich mit wenig geeignet einstufen.

  • Ich hab zuletzt den MT21 nach drei Sätzen MT-09 drauf gehabt.

    Eigentlicher Grund: Der Reifen sollte leichter zu montieren sein.

    Im September sind wir die ACT Italien gefahren und mein Kumpel hatte auf seiner 2019er 690 den E-09.

    Gestartet sind wir in der Nähe von Modena und auf dem Rückweg von L'Aquilla haben wir noch einige unbefestigte Strecken gefahren.

    Insgesamt waren es 2600km, Fahrweise sehr moderat. Auf Asphalt selten schneller als 80 und auch keine heftigen Beschleunigungsmanöver.

    Von den ehemals 15mm waren dann noch 5mm hinten vorhanden. Luftdruck immer so um die 1,6-1,8

    Der Vorderreifen sieht allerdings noch top aus. Da war relativ wenig Verschleiß.

    Der Mitas vom Kumpel hatte am Ende auch so um die 5mm hinten, war aber vorne auch schon fast fertig mit heftigem Sägezahn.

    Angeblich hat er vorne kaum gebremst. Glaub ich aber so nicht ;)


    Im Vergleich zum Mitas finde ich, dass er im Matsch und auf Erde besser funktioniert, dafür vermittelt der Mitas auf Stein mehr Sicherheit.

    Letztlich Geschmackssache.

    Leichter montieren lässt sich jedenfalls der Pirelli.

  • Hallo, ich fahre den AX 41 auf der 390 Adventure und bin auf der Straße gut zufrieden mit dem Reifen. Fahre ihn jetzt ca. 600 km auf Asphalt, da ich noch nicht zum TeT nach Holland gekommen bin.

    Gruß Jörg

    ich hab den Ax41 auf der Klx 250 mit knapp 30 PS.


    Der Reifen baut schmaler als z.B. der Bridgestone Trialwing 301,302. Mir ist der Reifen auf der Strasse zu handlich ... das Einlenkverhalten ist etwas unpräzise. Hab das Federbein hinten weicher gestellt und es wurde etwas besser. Griplevel in Kurven ist gut auch kalt ...

    Verschleiss ist gross ... nach 500 km waren bereits 3 mm hinten weg ... der wird keine 3000 km halten und das bei nur 30 PS. Ok, die KLX hat digitales Gas ... es gibt nur auf oder zu 🤣


    Ich würde für Strasse in jedem Fall wieder den Trialwing 301 302 nehmen. Im Gelände ist der Ax41 aber besser.

  • Ich habe auf meiner 790 ADV s den AX41 für den TET Schweden montiert. Ich bin ihn ca. 5500km in 3 Wochen uf unterschiedlichsten Untergründen gefahren. Der Reifen kann sicherlich mehr als ich und im Gelände hatte ich nie das Gefühl, das etwas am Reifen scheitert.

    Ganz am Anfang unserer Tour hatte ich einen derben Rutscher auf dem Beschleubigubgsstreifen der BAB A27. Es war feucht und ich habe stark beschleunigt, war halt dumm, konnte den Reifen vorher nur ca. 40km anfahren...


    In Schweden mussten wir auch an 2 extrem starken Regentagen durchfahren und es gab keine Probleme. Mir war am Anfang etwas unwohl, das lag einfach am Rutscher ein paar Tage davor.


    Als Fazit kann ich den Reifen einfach nur empfehlen, mein mitfahrer hatte den gleichen Reifen auf seiner T7 und war auch zufrieden.


    Nach der Tour hat der Reifen hinten noch ca 4mm in der Mitte, der Vorderreifen könnte mit einem neuen Hinterreifen kombiniert werden.


    Also auch von der Laufleistung absolut in Ordnung. Ich würde ihn wieder kaufen.

  • Bei einer Reifen- Diskussion sollte man die Reifengrößen nicht außer acht lassen.


    Der TKC 80 zum Beispiel ist in 130er Breite und 17 Zoll ein guter Allroundreifen. Den TKC 80 in 150er Breite und 18 Zoll kannst komplett vergessen.

    Viele Grüße
    Pezi