Noch ein DIY-Kettenöler

  • Dann macht es ja augenscheinlich wenig Sinn, den RehGPS inkl. zweitem Mikrocontroller zu nehmen, wenn der ESP8266 in deinem Konzept das GPS-Signal eines NEO-6M oder höher direkt selbst verarbeiten könnte. Aber egal. Will jetzt nicht zu sehr den Thread kapern damit.


    Ich werd mir das Thema auf jeden Fall angucken - Ich hab auch schon eine Idee wie ich das machen kann. ABER zuerst mal das CAN-basierte, damit ich meine Lady mal ausgerüstet bekomm - Sonst zieht sich das ewig ^^

    Ich müsst auch noch irgendwo so ein Arduino-China-Neo6-Modul rumliegen haben.

  • Sind Beschleunigungssensoren GPS-Modulen gegenüber im Nachteil?


    Soweit ichs verstanden hab, nutzt mein Scotti Beschleunigung und Vibrationen und ölt dann so ab 30-60 kmh, je nachdem, wie laufruhig der Motor ist, muss letzteres durch „früher“ oder „später“ ölen kompensiert werden. Das spricht klar gegen ein integriertes GPS.

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!
    -Not all you do, is only your own Ding. 261982-sunny-gif

  • Sind Beschleunigungssensoren GPS-Modulen gegenüber im Nachteil?


    Soweit ichs verstanden hab, nutzt mein Scotti Beschleunigung und Vibrationen und ölt dann so ab 30-60 kmh, je nachdem, wie laufruhig der Motor ist, muss letzteres durch „früher“ oder „später“ ölen kompensiert werden. Das spricht klar gegen ein integriertes GPS.


    najaaa. Beschleunigungssensoren können zunächst mal keine Wegstrecke, sondern nur Kräfte ermitteln.

    Die merken nur das die Maschine vibriert (Motorlauf) und anhand der Stärke der Beschleunigung das sich die Maschine bewegt.

    Je nachdem wie stark die gemessene Beschleunigung ist, kann man daraus daraus mit entsprechenden Formeln die

    Geschwindigkeit des Motorrad errechnen und damit auch die entsprechend zurückgelegte Wegstrecke errechnen.

    v = a · t + v0

    Das geht schon, ist aber einfach etwas komplizierter, man muss z.B. die Einbaulage des Sensor berücksichtigen, sehr genau abtasten und messen und die erfassten Signal filtern, denn reale Sensorsignale sehen nicht sauber und linear aus. Dabei muss aber die Einbaulage des Sensor berücksichtigt werden, sonst misst man ja z.B. die falsche Richtung.

    Wenn der Scottoiler Einbaulagen-unabhängig ist, machen die zu 99% keine Wegstrecken-Berechnung, sondern ölen zeitbasiert und erkennen über den Sensor nur "mopped läuft, Mopped bewegt sich -> Öltimer start"


    Mit GPS oder Tachoimpuls hast du direkt eine exakte Wegstrecke und kannst entsprechend völlig unabhängig der Geschwindigkeit immer die gleiche Dosis Öl auf der Kette pro Strecke aufbringen/dosieren.

    Aber natürlich hat GPS hat seine schwächen wegen dem Empfang bei extrem dichter Bewaldung, Wokendecke, etc.

    Das Signal über CAN zu holen ist natürlich die Luxus-Variante :P

  • sorry, das ist falsch, außer du schaffst es, immer mit konstanter Beschleunigung zu fahren. Korrekt wäre, die Beschleunigung aufzuintegrieren.

    Wollte ich auch schon schreiben, aber wenn du das in einem kleinen Zeitintervall machst würde es funktionieren :zwinker:
    Allerdings würde sich über die Zeit ein Rundungsfehler immer mehr aufsummieren

  • Souko

    Stimmt, der Scotty wird einmalig nach Einbau kalibriert. Da wird er dann über seine Einbau-Lage Bescheid wissen.

    Dass die Formel ned ganz akkurat ist, kannste dann mit früher/später ölen kompensieren.

    Egal.

    Mir gings ja ned drum das als Ersatz zum Tachosignal zu verklären, nur um den Vergleich zum GPS. Den halte ich trotz der Umrechnung für praxistauglich -wie war das mit den $s? :grins:

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  • sorry, das ist falsch, außer du schaffst es, immer mit konstanter Beschleunigung zu fahren. Korrekt wäre, die Beschleunigung aufzuintegrieren.

    Ja, stimmt schon, das es so nicht akkurat ist. Das war nur als "schnelles Beispiel" genannt - das da viel mehr beachtet werden muss ist klar, was es ja zusätzlicher nicht einfacher macht :-)

    Noch ein Grund das einfach fertig aus dem CAN auszulesen (oder aus dem GPS :P)

    Wollte ich auch schon schreiben, aber wenn du das in einem kleinen Zeitintervall machst würde es funktionieren :zwinker:
    Allerdings würde sich über die Zeit ein Rundungsfehler immer mehr aufsummieren

    Der Rundungsfehler ist vernachlässigbar, wenn man die Software entsprechend aufbaut.

    Bei meinem Öler ist das z.B. so realisiert:


    Es gibt eine Variable, da steht drin alle x Meter soll geölt werden (8000m z.B.) -> nenen wir die Variable mal "Ölstrecke"

    eine 2. Variable addiert sich einfach immer mit der Wegstrecke auf bei jeder Messung/Impuls -> Variable "Wegstrecke"

    Und dann wirds einfach: Wenn Wegstrecke größer als Ölstrecke -> Einmal Ölen und Wegstrecke wieder auf 0 setzen.


    Dadurch wird der Rundungsfehler ja auch jedes mal eliminiert und neu angefangen zu summieren und addiert sich nicht über die gesamte Betriebsdauer auf.

  • Stimmt für den Weg aber nicht für die Geschwindigkeit, wie in der Formel.

    Wenn du laufend die Geschwindigkeitsänderung über die Beschleunigung und die Zeit addierst hast du ja kein Reset der Geschwindigkeit.


    War ja aber auch nur als einfaches Beispiel gedacht, oder? :zwinker:

  • Wenn man dauerhaft die Beschleunigung misst (vll. noch mit Tiefpassfilter) und 2x integriert, erhält man auch den Weg, wie groß dabei der Fehler ist, ist unerheblich, oder weiß jemand, dass genau nach 2333,45 m nachgeschmiert werden soll?

  • Wenn man dauerhaft die Beschleunigung misst (vll. noch mit Tiefpassfilter) und 2x integriert, erhält man auch den Weg, wie groß dabei der Fehler ist, ist unerheblich, oder weiß jemand, dass genau nach 2333,45 m nachgeschmiert werden soll?

    Also ist bei Konstantfahrt keine Schmierung notwendig? :zwinker:

  • Wieso sollt deine Integral über die Beschleunigung plötzlich auf null hüpfen, wenn die Beschleunigung 0 ist?


    Edit: das einzige was man ggf. braucht ist eine Stillstanderkennung, die das erste Integral auf 0 setzt.

  • Letztlich geht es doch darum, wegstreckenabhängig zu schmieren. Die Strecke kann anhand der Radsensoren via CAN ausgelesen und aufsummiert werden. Über GPS geht es aus der Entfernung der Koordinatenpunkte zueinander. Fehlt ein GPS-Fix würde halt zwischen dem letzten und nächsten Punkt eine Gerade angenommen werden, was dann bei größerem Abstand zu Abweichungen führt. Meines Erachtens ein vernachlässigbarer Fehler. In der Regel hat man beim Fahren ja Empfang, sonst würde es mit dem Navi auch nicht klappen. Im Notfall könnte man auf eine Zeitsteuerung umschalten falls der GPS-Fix länger ausbleibt.


    Der Beschleunigungssensor ist für mich so als würde man bei 250 auf der freien Autobahn statt nach vorne zu schauen aus dem Seitenfenster schauen und dabei versuchen die Spur anhand des Abstands zur Leitplanke zu halten. Kann man machen, geht aber besser…


    Die Geschwindigkeit an sich braucht man nur, wenn man der Steuerung beibringen möchte, erst oberhalb einer Mindestgeschwindigkeit zu ölen, damit das Öl auch wunschgemäß verteilt wird und nicht nur abtropft…