Hello ans Forum,
bin neu hier und wende mich an die Schwarmintelligenz und einen größeren Erfahrungsschatz.
ich hab an meiner Enduro R aus 2019 mit 13tkm seit einer Endurowanderung letzten Sommer ein thermisches Problem.
Ich hab schon einiges versucht und wie es scheint hat der Vorbesitzer leider auch seinen Pfusch angedeihen lassen.
Zur Vorgeschichte und falls mir irgendwelche Zusammenhänge entgangen sind bzw Gesamtzustand.
Mit 9500 km gekauft und direkt einige Schäden behoben. Da der Vorbesitzer eine Rallye in Polen damit gefahren ist, der Schlamm ist bis heute noch zu finden....
- Gabelservice war nötig, weil undicht
- Ritzel extrem verschlissen, Tausch
- Dichtung der Getriebeausgangswelle getauscht, weil undicht
- Bremszylinder VA überholt, weil Bremse nicht mehr richtig schließt/öffnet (Irrtum)
- Bremssattel überholt, weil Dreck alles verkrustet und schwergängig gemacht hat
- Kupplung/Bremsflüssigkeit getauscht, weil Dreck drin
- Partikel in den Ölsieben und der magn. Ablassschraube (siehe Foto)
- fahrlässige Verkabelung der Bordsteckdose (nur Verdrillt) entfernt
Dann erste Tour 7 Tage TCT (Mai), alles paletti.
Zeite Tour 14 Tage TET Westalpen (Juli)...beide Touren mit oft technischen Passagen und am Berg kaum Fahrtwind.
Irgendwann wird sie heiß und die rote LED leuchtet regelmäßig am Berg. Jedesmal abkühlen lassen und dann weiter.
Nächster Tag, Kühlwasser kocht mehrfach über und nach dem Auffüllen muss es weiter gehen. Am Abend fällt auf, das fast 750 ml Öl fehlt => auffüllen geht nur mit 10W40
Die Wasserpumpe zeigt nach dem Ausbau keine Schäden, Dichtung auch ok. Thermostat öffnet im kochenden Wasser. Kühlkreislauf lässt sich mit dem Gartenschlauch durchspülen =>Zusammenbauen und weiter.
Lüfter auf Dauerbetrieb klemmen hilft auch nicht und so ist es ein regelmäßiges anhalten, abkühlen lassen und auffüllen.
Tags drauf Ölwechsel auf 10W50, aber keine Auffälligkeiten und der Ölstand ändert sich danach auch nicht mehr.
Reparatur zuhause:
- Kühlerdeckel getauscht => keine Verbesserung
- Wasserpumpe mit größerem Pumpenrad => keine Verbesserung
- Maschine kurz warm gefahren, CO2 Tester am Kühler geflanscht und siehe da, er schlägt an.
- Kein Wasser im Öl oder ähnliches.
Habe den Kopf demontiert und sehe Ölkohle am Kolben und eine ZKD mit kleinen Blasen.
An einigen Schrauben war zu viel Loctite, heißt jemand war seit dem Werk auch schon mal am Kopf dran.
Mir fehlt die Erfahrung, deswegen hier endlich die Frage...
- Sieht die ZKD defekt aus oder was sagt euch das?
- Können die beschriebenen Effekte noch wo anders her kommen?
- lohnt es sich noch mehr zu tauschen?
tl;dr:
Maschine ist mehrfach stark überhitzt, hat einmal zu wenig Öl gehabt und jetzt ist laut CO2 Test die ZKD durch.
Ich sehe aber keinen offensichtlichen defekt und weiß nicht, ob ich noch tiefer gehen sollte.
Hoffe auf konstruktive Kommentare.
VG,
Felix
PS:zum Thema hab ich mir schon diverse Beiträge durchgelesen, Chatgpt befragt aber das klärts nicht ausreichend :)