Jetzt mit 45000km hab ich meinen Händler gefragt, ob ich die Kipphebel vorsichtshalber wechseln soll. Er hat gemeint, dass das Problem bei den frühen 690ern eher nicht vorkam. Die kaputten Kipphebel treten schon bei frühen km-Zahlen auf. Er meint, daß es nicht notwendig ist.
Da würde ich mich nicht drauf verlassen.
Meine Freundin fährt ne Enduro von 09 und hatte jetzt bei 64'000 km einen Kipphebelschaden, trotz recht marerialschonender Fahrweise.
Lautes Klappern aus dem Zylinderkopf, und das ganze passenderweise in Albanien.
Da gibts keinen einzigen KTM-Händler.
Zum nächsten KTM-Händler nach Podgorica in Montenegro gefahren und den Motor geöffnet.
Das Rollenlager vom Einlasskipphebel war hinüber, die Rolle angefressen und die Nocke auch.
Das war Mitte Juni, und Neuteile sollten Ende Juli wieder lieferbar sein.
Der KTM-Händler hat in einer anderen Werkstatt Gebrauchtteile für uns aufgetrieben, wechseln wollte ich selber, da der Händler zur Zeit ohne Mechaniker dasteht.
Dann der nächste Schock: Die Nockenwelle geht bei eingebautem Motor nicht raus, der Motor muß raus. Das war mir dann doch zuviel.
Der Händler hat das Moped zu einer anderen Werkstatt bringen lassen, wo zwei Mechaniker für sehr kleines Geld den Motor von 15 Uhr bis 23 Uhr aus- und wieder eingebaut haben. ![]()
So hatten wir mit sehr viel Glück nur 2 Urlaubstage verloren.
Ich bin von KTM schon sehr enttäuscht. Wir hatten die letzten 20 Jahre immer japanische Motorräder, teils bis gut über 100'000 km gefahren, und NIE solche Probleme.
Und jetzt einen Motorschaden, und dann noch keine Ersatzteile lieferbar. Sowas brauch ich im Urlaub nicht. Kann gut sein, daß die nächste keine KTM mehr wird. ![]()
Kipphebel sehen (fast) neuwertig aus, ebenso deren Achsen und (soweit man sehen konnte) Nockenwelle, Steuerkette etc.