Kettenöler - dafür, dagegen, mir doch egal.... Die allgemeine Öler-Diskussion....

  • Im Trockenen auf der Landstaße bin ich jetzt von 3 auf 2 zurück gegangen. Auf Stufe 3 war das Hinterrad immer mit Ölsprenkeln voll. Auf Stufe 2 ist bei mir jetzt die Einstellung optimal. Habe bereits den 2ten CLS Kettenöler zuerst auf meiner S1000RR und jetzt auf der 1190 Adventure, ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

  • Hab meiner SAS jetzt auch den CLS öler verpasst.. Echt super teil... Für die Montage alles vorhanden bis auf Bremsreiniger und lappen ;D.. Ich Fahre die ersten 100 km mit 7 dann werd ich je nach zustand runterschrauben. Top Produkt !!!! :Daumen hoch:

  • Ich fahre die Standardeinstellung 4 .... und es passt.

  • @sturzrlpurzel

    Ich kaufe ein "e".

    Sei mal etwas vorsichtig mit dem, was Du da so verbreitest. Öl ist nämlich nicht Öl.

    Umgekehrt wird wohl ein Schuh daraus, wobei: "Öl ist nämlich nicht Öl" kann man stehen lassen - gilt aber z.B. auch für Wasser.

    Das angesprochene Sägenkettenöl ist zumeist Bioöl. Bioöl baut sich relativ schnell ab und genau das kann man in einem Kettenöler nicht gebrauchen. Denn wenn das Moppep nicht permanent fährt wird sich innerhalb von etwa 4-6 Monaten das Öl im System anfangen sich zu zersetzen und verkeimt den Tank, die Ölleitung und den eigentlichen Öler gleich mit.


    a) Woher kommt diese wertvolle und sicher gut recherchierte Erkenntnis
    und


    b) zu was baut sich Bioöl denn ab: Salatöl, Margarine, oder gar Bartöl?
    Zu was kann es sich denn "zersetzen" und woher kommen die "bösen" Keime? Werden da etwa (kürzlich verstorbene) Tiere oder (junge, unschuldige) Pflanzen eingearbeitet?


    In Millionen von Kettensägen auf der Welt zersetzt sich also irgendwann das Öl, denn die Kanäle dort sind ja schließlich noch viel kleiner, als bei jedem Kettenöler. Oh je! :denk:
    Die müssen alle auf Synthetisch umstellen - oder weggeworfen werden, dringend!



    Mit viel Freude lese ich immer wieder, dass (schon vorher) millionen Jahre altes Öl durch bestimmte aktuelle Gefahren "altert" - also noch älter wird. Absolut beeindruckend, echt jetzt! Man will sich gar nicht ausmalen....

    Wenn überhaupt muss man syntetisches oder teilsyntetischen Öl verwenden.

    Warum? Wenn man das Ganze kritisch untersucht, ist das Öl (im Gegensatz zu Partikel bindendem Kettenfett/-spray) ja gerade dazu da, mitsamt dem Dreck abgeschleudert zu werden. Wenn Du also gewöhnliches Öl in der Landschaft verteilst, machst Du Dich ggf. sogar strafbar!
    Abgesehen davon ist der höhere Harz-Anteil weniger kritisch auf dem hinteren Reifen, als vollsynthetische Brühe (die übrigens Kautschuk angreift, das nur so am Rande).

    Dazu kommt, dass Kettensägenöl eben nicht besser schmiert als alle anderen Öle.

    Nein, es schmiert nicht - aber haftet besser. Und wenn es dann doch abgeschleudert wird, ist es (zumindest) ein bißchen "umweltfreundlicher", als voll- oder teilsynthetisches Öl. Und weniger kritisch...

    Das CLS Öl beispielsweise ist speziell für Motorradketten entwickelt worden. Es hat außergewöhniche gute Verschleißschutzeigenschafften, klebt nur so viel wie unbeding nötig, ist wasserfester als Kettensägenöl und kann im Verbund mit dem CLS Öler extrem sparsam eingesetzt werden. Etwa 60 ml reichen für etwa 13 000 km. Noch weniger geht nicht mehr. Wenn Du in einen CLS Öler Bioöl füllst ist der Öler nach einer Saison tot. Denn die
    Feinmechanik der Pumpe verklebt mit diesem Öl.

    Nette Propaganda, aber wo sind die wissenschaftlich belastbaren Beweise? In unserer Firma ist auch jedes Zubehör "speziell für unser Produkt entwickelt" - wer´s glauben (und bezahlen) will, Bitteschön!


    "Wasserfester als Kettensägenöl", wirklich und warum?
    So ziemlich jedes zu sägende Holz enthält mehr Feuchte/Wasser, als eine Motorradkette im Laufe ihres ganzen Lebens zu sehen bekommt - Dauerregenfahrer einmal ausgenommen.


    Ich fahre seit 20 Jahren in vergleichbaren Systemen (auch CLS!) Sägekettenöl - da ist Nichts verklebt, oder gar "verkeimt". Ich habe lange an dem McCoi Projekt teilgenommen, die Pumpen und Steuerungen dort sind noch viel filigraner, als die aller anderer Systeme. Wir haben Sägekettenöl über 0,8 er Spritzen-Kanülen zum Kettenrad geführt, dagegen sind die Scottoiler Röhrchen regelrechte "fette Pipelines". Zugesetzt hat sich auch nach 6 Monaten Standzeit nichts, obwohl gerade dort wohl die exponierteste Stelle des Systems liegt. Aber glaub´ruhig, was Du willst....

    In jedem CLS Öler ist eine 0,5 Liter Flasche Öl dabei. Die reicht für etwa 65 - 105 000 km (jen nachdem wie viel Offroad- und Regenfahrten man macht). Die Flasche kostet dann 19,50 Euro. Wozu sollte man da also Experimente machen?

    Weil es immer noch technisch besser geht. Und weil 5(!) Liter Sägekettenöl 13,99€ kosten. Reicht dann für etwa 1.250.000 km, schon da viel weniger benötigt wird - und für die Kettensäge ist sogar auch noch was über.


    Übrigens: In der Crosserwelt sind noch nicht einmal die üblichen Kettensprays erlaubt, da braucht man spezielle "Bio-Kettenschmierer" :Daumen hoch:
    Es gibt nichts Schöneres, als einen "Ölthread" (vielleicht noch
    "Reifenthreads") - nur bei Kettenölern hatte ich aber bisher noch
    Keinen.


    Popcorn?

  • Zitat

    Ich habe lange an dem McCoi Projekt teilgenommen,


    Den habe ich auch mittlerweile am dritten Motorrad. Einmal einstellen, nie wieder anfassen. Mit Bio-Kettensägen-Öl..... Nix verkeimt, nix verstopft, nix vergammelt. Fahre aber mittlerweile eine 1,2er Kanüle....


    Gesendet von meinem BLA-L29 mit Tapatalk

  • Sturzelpurzel


    Mein Wissen um Kettenöle kommt daher, das ich der Chef von CLS bin und wir unser eigenes Kettenöl entwickelt haben (zusammen mit einem erfahrenen Hersteller von Ölen).


    Zumeist sind die in Deutschland bzw. Europa erhältlichen biologisch abbaubaren Bioölen auf Basis Rüböl (Pseudonym für Rapsöl) aufgebaut.

    Der Anteil beträgt bei guten Bioölen (zertifiziert mit Blauen Engel und / oder Euroblume) ca. 95 %.

    Diese Öle werden meist als sogenannte Verlustschmierung (geht also verloren, direkter Eintrag in die Umwelt) verwendet.

    Anwendungen sind also Sägekettenhaftöle, Gatter- und Bettbahnöle (Sägewerke) oder auch andere Kettenschmierstoffe etc.

    Die restlich Inhaltsstoffe müssen (wenn der Blaue Engel angestrebt wird) ebenfalls gut abbaubar sein bzw. nicht gefährlich für

    Lebewesen (toxisch oder giftig) oder die Umwelt sein. Es gibt da auch nur eine relativ begrenzte Zahl von Additiven die geprüft und freigegeben sind.

    "Unter biologischer Abbaubarkeit versteht man die Spaltung und Oxidation der in Ölen enthaltenen Triglyceride durch Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Wasser."

    Siehe z.B. https://www.biooekonomie-bw.de…offe-was-steckt-dahinter/

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass so eine Rapspflanze ja währen Ihres Lebensphase erst einmal Kohlendioxid (also CO2) aufnimmt.

    Das ist also ein schöner Kreislauf.

    Die notwendigen Additive für so ein hochwertigen Bioschmierstoff (Verharzungsschutz, Verschleißschutz, Stockpunktoptimierer) sind wie gesagt auch relativ gut abbaubar oder zumindest inert (verursachen keinen Schaden).

    Auch ein mineralisches (also auf Basis Mineralöl) oder synthetisches Öl zersetzt sich mit der Zeit. Wir verwenden übrigens auch da keine toxischen, giftigen oder andere umweltgefährdenden Rohstoffe!

    Das Problem ist nur dass diese Zersetzung sehr viel länger (z.B. 1 Jahr oder länger) dauert.

    Das Problem beim Biokettenöl für Motorräder/Kettenöler sind die Wenigfahrer, bzw. der geringe Verbrauch. Wenn das Öl zu lange im Vorratstank verbleibt ohne Neubefüllung wird es oxidieren und seine Konsistenz / Viskosität verändert sich sehr stark.

    Selbst wenn es vielleicht noch halbwegs fließfähig bleibt, ist keine saubere Dosierung möglich. Das oxidierte Öl verklebt außerdem die Filter des Ölers (wenn das System so was hat). Damit hat man einen Pfropfen im System und es kann nicht mehr fördern.


    Aber Du bist sicher ein Profi auf dem Gebiet mit jahrelanger Erfahrung und weißt das alles besser.

    Allzeit gute Fahrt

    Heiko

    CLS-Chain Lube Systems, Heiko Höbelt e.K.

  • Man kann auch ne Wissenschaft aus Kleinigkeiten machen.... :lol: Ein Pinsel voll mit abgelassenem Getriebeöl tuts zur not auch... :lautlach::sensationell:


    Nicht falsch verstehen: Ich finde das System "Kettenöler" auch ziemlich genial, ist eine Erleichterung, pflegt die Kette, hält alles in Schuss! Nur:
    Ich fahre sowieso nicht kettenschonend, geschweigedenn -pflegend. Das ist für mich ein normales Verschleißteil und mal ehrlich... wenn sie 15tkm hält, kostet sie mich ~10€ auf 1000km.... hell yeah, das ist es mir einfach nicht Wert so viel Arbeit, Gedanken und sonstiges um sie 5000km länger leben zu lassen... aber jeder macht das selbst und legt seine Prioritäten selbst, das ist auch gut so. Hier kann ich nur für mich sprechen!


    Ansonsten: Siehe der Beitag von Harald_N über diesem meinigen hier! :Daumen runter::Daumen runter::kacke::sehe sterne:

  • Naja, abgesehen vom Geld macht es schon einen Unterschied, ob ich die DRECKSarbeit (Kettensatzwechsel) einmal im Jahr oder erst nach drei Jahren machen muss.

    Gruß vom Harald
    "S. Auerteig"
    KTM ADV1190/R ´14; Suzuki DR 800S ´99; :prost:

  • Ich hab trotz Drylube und keinem Öler rund 26.000 Kilometer mit dem Kettensatz zurückgelegt.
    Und der sieht noch nicht so aus als müsste er bald getauscht werden.... :grins:


    Immer daran denken:
    Gummierte Seite nach unten,
    lackierte Seite nach oben...

    :wheelie:

  • :grins:
    Ich bin jetzt auch nicht der Putz und Schmier Enthusiast...
    :grins:


    Ich hatte eigentlich gehofft, das der Kettensatz bei 10-15.000 fertig ist....will nämlich endlich die Übersetzung verkürzen.
    Aber um den Kettensatz nur deswegen zu tauschen bin ich zu geizig... :grins:


    Immer daran denken:
    Gummierte Seite nach unten,
    lackierte Seite nach oben...

    :wheelie:

  • Servus,


    ein Kettenöler ist genau für die faulen „Säcke“ unter Euch!!!


    Reinbauen (lassen) und alle 3-5.000 Km nach dem Güllstand schauen und feddich...
    Mehr is nicht zu tun.


    Es sei denn Ihr seid so veranlagt wie ich, dann nehmt ihr nach jeder Ausfahrt einen öligen Lappen
    Und zieht die Kette einmal damit ab. So sauber wie neu. Für die ganz peniblen Mitbürger: Noch kurz
    die Felge putzen, sieh schön aus. Das ganze ist, weil das Öl nicht klebt, in 2-3 min. erledigt.


    Ich muss Hobbit und damit CLS Recht geben: mein zweites Bike mit dem Öler und einfach nur perfekt!!!


    Ich fahr auf Stufe 6, die paar Flecken an der Felge nehm ich für eine optimal gepflegte Kette gerne in Kauf.


    Es gibt NICHTS besseres als einen guten Öler, auch keinen Kardan (Gewicht, Optik, Reaktionen etc)


    Gruß


    Brian

  • Es gibt NICHTS besseres als einen guten Öler, auch keinen Kardan (Gewicht, Optik, Reaktionen etc)


    Zahnriemen... da musst Du min. 40.000km nicht mal einen Gedanken dran verschwenden. :grins:
    Gibt leider zu wenig Moppeds mit dieser Antriebsart.
    Den Zahnriemen an Schatzis F800S haben wir übrigens erst bei 60tkm (statt wie gefordert bei 40tkm) getauscht... und da sah der immer noch super aus.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Zahnriemen... da musst Du min. 40.000km nicht mal einen Gedanken dran verschwenden. :grins:



    :grins:
    Vielleicht....
    :grins:


    Bei der Buell ist nach knapp 9.000km der Riemen gerissen, weil sich ein Steinchen zwischen Riemen und Riemenscheibe geklemmt hatte....
    Und plötzlich war der Vortrieb weg... :grins:


    Immer daran denken:
    Gummierte Seite nach unten,
    lackierte Seite nach oben...

    :wheelie: