aus der Werkstatt: Öldüse Kupplungsschmierung gereinigt ( und wie das geht ) - Kupplung kratzt nicht mehr, Schaltschlag verschwunden

  • Passende Nuss im Durchmesser drüber halten und einen leichten Schlag geben, der Dichtring wird zusammengedrückt und die Kappe sollte zu öffnen sein.
    Evtl. Torx leicht einklopfen zum öffnen.

    Ich trinke auf Gute Freunde

  • Passende Nuss im Durchmesser drüber halten und einen leichten Schlag geben, der Dichtring wird zusammengedrückt



    Ist O-Ring gedichtet, da setzt sich nix.


    Torx reinkloppen ist das was noch geht. Würde ich aber erst machen wenn ichg einen neuen Stopfen liegen habe.


    Ralph

  • Erst mal würde ich prüfen, ob gut passendes Qualitätswerkzeug nicht doch tief unten im Innensechskant noch was zum Greifen findet. Wenn das nicht tut, gibt´s Kristallpasten wie z.B. Schraubendoktor, da klemmen sich Kristalle / Partikel zwischen Werkstück und Werkzeug. Wenn auch das nicht hilft, tut´s ggf. ein scharfkantiger, nicht ausgenudelter Torx, eingetrieben mit einer kleinen Überredungshilfe am Stiel.


    Hab´s übrigens in´s Wiki aufgenommen. Wenn jemand für mich mal ein Foto einer Düse hat (nein, nicht aus dem WHB entnommen :-) nehm´ ich das gerne.


    Grüße
    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder, ohne Anspruch auf Richtigkeit / Vollständigkeit.

  • So, ich habe mir die Düse jetzt auch einmal angeschaut, da ich für mein Gefühl auch einen ziemlichen Schlag im Getriebe habe, wenn ich den ersten Gang reindrücke.


    Der Ausbau sollte man peinlich genau darauf achten, dass der Inbus bei der Verschlussschraube bis auf den Grund eingeführt wird. Die Schraube ist aus Alu (zumindest nicht magnetisch und sehr leicht) und daher ratz fatz rund gedreht.
    Die bis man den Schlitz der Düse erwischt hat, muss man auch etwas fummeln, aber es geht dann irgendwann. Die Düse lässt sich dann auch recht wenig Kraftaufwand herausdrehen. Wie schon von den anderen angemerkt dabei aufpassen, dass man nicht den Kegel mit der mittigen Bohrung beschädigt. Das gelingt aber eigentlich auch nur dann, wenn man wie verrückt Druck ausübt. Lässt man den Schraubendreher mit seinem Eigengewicht in den Schlitz rutschen, sollte nichts passieren.
    Das herausfischen der Düse war dann auch etwas umständlich, aber letztendlich funktionierte es, in dem ich den Schraubendreher etwas fester in den Schlitz gedrückt hatte. So blieb die Schraube hängen und ließ sich mit heraus ziehen. Nach dem Reinigen kann man wieder etwas Öl in den Düsenkopf tropfen, dann "klebt" die Düse am Schraubendreher und lässt sich wieder in die Bohrung einführen.


    Leider, oder zum Glück, konnte ich bei meiner Düse keine Verschmutzung feststellen. Zum prüfen habe ich die Düse gegen das Licht gehalten und geschaut, ob am anderen Ende das Licht zu sehen ist. Ich konnte dabei nichts feststellen.
    Nach dem Einbau blieb es dann aber leider wie zuvor. Es gibt immer einen satten Schlag beim Gang einlegen.


    Sollte ich womöglich mal die Kupplung entlüften? Die Menge im Ausgleichbehälter habe ich bereits geprüft, diese befindet sich auf Sollstand (4mm unter der Kante).



    Wie von JustMe gewünscht, habe ich die Ölspritzdüse mal abgelichtet und den Kopf vermessen.
    Außen-Ø = 8mm
    Innen-Ø = 3,9mm
    Schlitzbreite = ~1,2mm
    Schlitztiefe = 1,5mm

  • Der Ausbau und die "Reinigung" der Düse bringt garnichts!
    Eine top entlüftete Kupplung ist mehr wert! Ich glaube nie und nimmer, dass sich ein gewisser "Schaltschlag" beim einlegen des 1. Ganges eliminieren lässt!
    Hier klafft Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander wobei ein Schaltschlag beim Einlegen des 1ten mehr oder weniger "normal" ist!
    Würde mal sagen, dass bei einigen das Versauen der butterweichen Abdeckschraube jetzt das größere Problem als der "Schaltschlag" sein dürfte :traurig:


    Gruß
    Mathäus
    PS: Übrigens konnte ich heute feststellen, dass sich die SD im "Sportmodus" viel schöner schalten lässt als im "Streetmodus" :knie nieder:

    Gruß

    Mathäus

  • Wie von JustMe gewünscht, habe ich die Ölspritzdüse mal abgelichtet und den Kopf vermessen.


    Besten Dank an Dich und killi für Bilder und Maße. Ist alles schon im Wikigelandet.

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder, ohne Anspruch auf Richtigkeit / Vollständigkeit.

    2 Mal editiert, zuletzt von JustMe ()


  • .................Ich glaube nie und nimmer, dass sich ein gewisser "Schaltschlag" beim einlegen des 1. Ganges eliminieren lässt!
    Hier klafft Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander wobei ein Schaltschlag beim Einlegen des 1ten mehr oder weniger "normal" ist!
    ..................................

    ......so isses :Daumen hoch: ! Auch die Vorgängermodelle und selbst die überaus perfekten BMWs :lautlach: haben Schaltschläge!

  • Zitat:
    "Zum prüfen habe ich die Düse gegen das Licht gehalten und geschaut, ob
    am anderen Ende das Licht zu sehen ist. Ich konnte dabei nichts
    feststellen."
    Was heißt " ich konnte nichts festestellen "?
    Wenn Du kein Licht sehen konntest, dann ist die Düse ZU.


    Grüße
    Daniel

  • "Ich glaube nie und nimmer...."
    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen glauben und wissen.....
    Glauben mag jeder was er will, aber wissen tun nicht immer alle....
    :amen:


    Grüße


    Daniel


    Daniel

  • Amen


    Natürlich geht das Schaltschlagen nicht weg. Dazu trennt die Kupplung ( Bauartbedingt ) viel zu schlecht. Wenn man den Schaltschlaghammer aber von 2kg auf 300g senken kann hat man doch viel gewonnen.


    Ralph

    Mopedhistorie


    MZ Baghira - Triumph Tiger 800xc - KTM 1090A

  • Mit dem Schaltschlag im 1. Gang hab´ ich nur direkt nach dem Start ein "Problem". Mit sauberer Schmierdüse ist´s allerdings erträglich, insbesondere wenn ich daran denke, vor dem Anlasssen zwei, drei Mal die Kupplung zu betätigen. Eine schlecht trennende Kupplung (Abhilfe dafür gibt´s im Wiki) verschlimmert das Problem ebenso wie eine verdreckte Schmierdüse . Seit HenRietta Ende 2013 den 1290er Anlasser bekam, starte ich bei kaltem Wetter häufig mit eingelegtem Gang und gezogener Kupplung, woran mit dem alten Anlasser nicht zu denken war; danach "kracht´s" dann auch nicht mehr im Getriebe.
    Grüße
    Chris

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  • Ich meine die Düse hat 0,30 mm, denn ich habe sie mit einem 0,25 mm Cu-Draht auf Durchgang geprüft und mir solch ein Stück Draht auch ins Werkzeug gelegt.
    Übrigens auf der Düse steht eine '30', siehe auch das 2. Foto oben.
    Die Verschlussschraube habe ich gegen Verdrecken gesichert mit einem Stück Trinkröhrchen, in welches ich dann Heißkelbstoff gedrückt habe, sitzt damit recht gut und man kann es mit einer Zange ggf. rausziehen.

  • Jetzt nur mal so als Gedanke. :achtung ironie:
    Man fährt vor der Operation zum Waschplatz und Kärchert die betreffende Parti sauber ??? Sechkant frei, kein Dreck der ins Loch fällt und man sieht was man tut.


    Würde das funktionieren ??


    Ralph

    Mopedhistorie


    MZ Baghira - Triumph Tiger 800xc - KTM 1090A

  • Es sollte das Thema einer zugestzten Öldüse hier aber nicht überbewertet werden.
    Woher soll eigentlich des Partikelteil stammen, wenn man nicht gerade am Motor baut oder anderweitig Dreck mit einbringt, z. B. beim Ölwechsel.
    Es gibt dann ja auch noch den Ölfilter und die beiden Siebe.
    Also, wenn's läuft, dann läuft's :>