1000 km Inspektion Kosten Duke 390 2017

  • Hallo,


    hier für alle Interessierten mal meine Erfahrung mit der 1000 km Inspektion Duke 390 2017:
    Vorweg, ich möchte dies nicht als Kritik oder negative Erfahrung an den KTM Händler werten, dies würde ich, sollte dies nötig sein, persönlich mit dem Händler klären.


    Kosten: 390€ (gerundet) :staun:


    Dauer 1x Arbeitstag
    1x gleichwertiges Leihmotorrad erhalten (Vollgetankt, keine weiteren Zusatzkosten)


    Was gemacht wurde:
    - Ölwechsel Motorex 10W60
    - Ölfilter
    - EFI Diagnose/Fehlerspeicher löschen (keine Befunde)
    - Alle Pflichtarbeiten (Ventilspiel, Steuerkopflagerspiel, usw...)
    - Alle Empfohlenen Arbeiten (Frostschutz, Drainageschläche entleeren, usw...)
    - Alle Fehlerspeicher zeigen keinen Eintrag
    - Firmware ist jetzt: 5V39
    - Blutooth-Gedöns (KTM my Ride) bleibt auf meinem Wunsch hin deaktiviert


    Enthalten ist jetzt 12x Monate Mobility Service (Dadurch spare ich mir den ADAC) :wheelie:


    Veranschlagt waren bei der Abgabe zirka 290 €, mit dem Hinweis das es auch mehr werden kann, insofern alles noch im Rahmen.


    Wie war es bei Euch denn so?

  • Hallo,
    also ich hatte für den 1000er Service rund 315 € am Bein.
    Ansonsten die gleichen Leistungen wie bei dir, Leihmotorrad etc.
    Das Ventilspiel musste sogar korrigiert werden, was wohl noch etwas mehr Arbeitsaufwand bedeutet!?


    Der Mobility-Service hat aber nichts mit der Inspektion zu tun, die Mobility-Card bekommst du automatisch
    ca. 6 Wochen nach dem Kaufdatum von KTM zugesendet.

  • Du warst nicht zufällig beim Motorradpapst, Mathias... :grins: ?
    Die Preise sind bekannt... :zwinker: .
    Beim meiner hat die 1.000er 100 € gekostet, ich habe beim Kauf die Hälfte des Preises ausgehandelt.


    Viele Grüße
    Didi

    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Didi

  • Bei mir waren es auch um 400€!!
    Allerdings wurden die Ventile noch eingestellt und den ganzen anderen Aufwand natürlich auch noch so wie Kürbistreter es beschrieben hat!


    Gruß

  • Ist das nicht das falsche Öl? In die 390er (2016 jedenfalls) kommt meines Wissens 15w50. Schau mal in die Bedienungsanleitung.

  • Wenn es nicht das ist was rein soll ist es per Definition falsch ;)


    Es gibt auch sündhaft teure Olivenöle, diese sind extrem hochwertig und haben trotzdem nichts in dem Motor zu suchen.


    Das 10w60 ist zwar vollsynthetisch, bei kaltem Motor aber dünner und bei warmem Motor dicker als der Hersteller es vorgesehen hat...


    Wollte es nur erwähnt haben, dass das 10w60 laut Handbuch nicht in die 390er gehört. Ich persönlich halte mich beim Öl an den Hersteller, der den Motor konstruiert und hoffentlich ausgiebig getestet hat.

  • bei kaltem Motor aber dünner und bei warmem Motor dicker


    Sorry aber das allein ist schon unlogisch...


    das 10 (oder die erste Zahl) gibt den "noch pumpbaren Wert" an (bei 10 = -30°C)
    und der ist beim 10W50 und beim 10W60 ja gleich...


    das 60 (bzw. die zweite Zahl) gibt das "Fließverhalten bei 100°C" an (je höher der Wert, desto später reißt der Schmierfilm ab)


    ob und inwieweit das für/bei unserem Mötörchen notwendig ist oder zutrifft, ist eine andere Geschichte...





    Es gibt auch sündhaft teure Olivenöle, diese sind extrem hochwertig und haben trotzdem nichts in dem Motor zu suchen.


    Ja, Sündhaft teuren Champagner verwend ich auch nicht als Kühlwasser... wozu also so ein Vergleich...?



    hoffentlich ausgiebig getestet hat.


    ausgiebig getestet wird doch nur mehr in der Praxis und das vom Kunden (also dir und mir)

    Einmal editiert, zuletzt von growa1 ()

  • Ich sag ja nicht, dass das Öl nicht funktioniert. Nach 12000km hat es bei dir ja noch nichts zerstört :) scheint also ganz gut zu gehen.


    Die Zahlen betreffen die Viskosität, also das Fließverhalten bei unterschiedlichen Temperaturen. Je höher die Zahl, desto langsamer fließt es. 15w50 ist soweit ich weiß vorgeschrieben. Warum genau dieses Öl kann ich aber nicht sagen. Ich würde die Werkstatt trotzdem fragen ob das unbedenklich ist, am besten per Mail, dann hat man es schriftlich.


    Theoretisch kann KTM dir ja bei jedem Motorschaden die Garantie verwähren aufgrund des falschen Öls

  • Ich würde die Werkstatt trotzdem fragen ob das unbedenklich ist, am besten per Mail, dann hat man es schriftlich.


    Theoretisch kann KTM dir ja bei jedem Motorschaden die Garantie verwähren aufgrund des falschen Öls


    wenn's doch der KTM-Händler selbst eingefüllt hat und auch auf der Rechnung steht...?

  • Hast ja recht, eigentlich sollte nicht passieren. Aber Fehler sind menschlich und du kennst es doch, better save than sorry oder? Gut lassen wir es dabei, ich wollte es nur einmal gesagt haben, falls es dem Kürbistreter nicht selbst aufgefallen ist.

  • Fehler sind menschlich und du kennst es doch, better save than sorry oder?


    ja, natürlich


    in Wirklichkeit sind ja alle Hersteller Angaben der Minimum Wert, schlechter/minderer soll nicht sein, sonst wird der ordnungsgemäße Betrieb nicht gewährleistet

  • Ich persönlich halte mich beim Öl an den Hersteller, der den Motor konstruiert und hoffentlich ausgiebig getestet hat.


    Wie war noch die Antwort von KTM zur Anfrage wegen Undichtigkeit im Display: "DAS Dauertestfahrzeug mit 30.000 KM hatte diesbezüglich noch keine Probleme!" :lautlach:


    in Wirklichkeit sind ja alle Hersteller Angaben der Minimum Wert, schlechter/minderer soll nicht sein, sonst wird der ordnungsgemäße Betrieb nicht gewährleistet


    Kein Minimum-Wert, sondern ein Wert, der weltweit funktioniert - hat mit "schlechter/minderer" überhaupt nichts zu tun. Die vorgegebene Öl-Viskosität ist der Mindestwert für extreme Bedingungen.
    Wir leben im gemäßigten, eher kühlerem, europäischem Klima mit einer guten Infrastruktur - also keine sandige, nur langsam zu fahrende Piste bei über 40 Grad.
    Kein Mensch bringt mit einer 390er unter hiesigen Bedingungen ein 50er Öl, und schon gar kein 60er, in grenzwertige Bedingungen.
    Zudem - je breitbandiger ein Öl ist, insb. nach oben, desto schneller brechen die (sehr langen) Molekülketten und aus dem vermeintlich besserem Öl wird ein schlechteres. Um die Viskosität zu erhalten , muss man das Öl deutlich öfter als vorgesehen wechseln. Teurer isses außerdem.
    Bei den hiesigen Bedingungen machts eher Sinn, ein etwas dünneres Öl zu fahren - noch mehr, das Öl über die Dauer der Inspektionsintervalle möglichst stabil zu halten.


    Viel Geschwafel - ich fahre jetzt um die 50.000 KM 390er, in meine Motoren kommt seit jeher 10W-40 - deutsches Markenöl, Hersteller egal (zur Zeit "Mannol 4-Takt-Plus").
    Auch im Renner.
    Da bleibt sogar schon mal 10.000 KM drin... und Ölfilter wechsel ich nur bei jedem zweitem Ölwechsel.
    Das Thema wird viel zu sehr gekocht... :zwinker:

    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Didi

    Einmal editiert, zuletzt von bike-didi ()

  • "Höhere Visko ist automatisch besser" klingt immer so Quartettkarten mäßig. Ich hab mich ja lange gefragt, wieso Honda bei vielen ihrer aktuellen Modelle ein 10W30 serienmäßig reinfüllt, wo 10W40 doch billiger ist. Da der Warmviskositätsindex die Visko bei Betriebstemperatur angibt, ist ein 10W40 bei 100°C also dickflüssiger als ein 10W30. Daher rührt wohl die thermisch höhere Belastbarkeit des 10W40. Hab dann nen passenden Artikel gefunden. So führt die höhere Visko zu ner höheren inneren Reibung -> mehr Widerstand beim Pumpen des Öls = höherer Kraftstoffverbrauch. Deshalb wurde die Honda NC also mit 10W30 konstruiert. Diese wurde ja seit Beginn als Spritsparwunder beworben.
    Die meisten Selbstwechsler griffen zum 10W40 - verträgt sie auch.


    Dieser JP (JP Performance) ausm Fernsehen und Youtube hat mal das ROWE Motorsportteam besucht. Diese füllen bei ihren BMW M6 GT3 Rennwagen ein 10W40 rein obwohl Rennsport. Da war selbst der JP überrascht der wohl auch eher ein 10W60 erwartet hat :grins:

    Ist der Motor kalt, gib ihm sechseinhalb. Schnell ist der Motor warm und Du kannst vollgas fahr'n.

  • Dieser JP (JP Performance) ausm Fernsehen und Youtube hat mal das ROWE Motorsportteam besucht. Diese füllen bei ihren BMW M6 GT3 Rennwagen ein 10W40 rein obwohl Rennsport. Da war selbst der JP überrascht der wohl auch eher ein 10W60 erwartet hat :grins:


    Dann liege ich ja wahrscheinlich mit meiner Einschätzung nicht so ganz daneben.
    Ich habe sogar festgestellt, dass der Motor der 390er auf der Renne deutlich kühler als auf der Straße läuft - jedenfalls, wenn ich die thermische Belastung an der Anzeige der Kühlflüssigkeitstemperatur festmache.
    Rowe, Addinol, Seguin, oder wie se alle heißen, würde ich alle fahren. Aktuell Mannol - vorgestern erst wieder 20 Liter bestellt:
    https://www.motor-oel-guenstig.de/schmierstoffe/motoroel-pkw-transporter/10w-40/12129/mannol-4-takt-plus-synthetisches-motorradoel?number=ML-4Takt-plus-5x4MN7202-4 x5426044173485820 kg


    Viele Grüße
    Didi

    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Didi

  • Die vorgegebene Öl-Viskosität ist der Mindestwert für extreme Bedingungen.


    sag ich bzw. meinte ich ja


    da der Hersteller ja nicht weiß wo, wie und unter welchen Bedingungen gefahren wird gibt er einen Wert an, auch zur eigenen Absicherung
    (ich wollte, bewusst vorher, nicht Benzin ansprechen... die Kiste läuft auch mit 92ROZ obwohl 95 vorgegeben sind... und viele schwören auf 98, also höher wertig...)




    Da bleibt sogar schon mal 10.000 KM drin... und Ölfilter wechsel ich nur bei jedem zweitem Ölwechsel.


    du weisst selbst das da jeder seine eigene "Religion" hat (so wie beim Thema "Einfahren" zB.)





    auf der Renne deutlich kühler als auf der Straße


    vielleicht liegt's am "mehr" Fahrtwind... :zwinker:





    ich wollte keine Glaubensdiskussion starten und natürlich hat Uhl auch recht mit dem...

    Wenn es nicht das ist was rein soll ist es per Definition falsch

    ...
    allerdings muss/braucht man keine Panik verursachen/bekommen wenn der Händler ein W60er nimmt...