Beiträge von SMC-R 693

    Zum 26er Modell: Die Wheelie Control/ Anti Wheelie ist ganz nett, um sich daran zu gewöhnen, das Vorderrad relativ sicher anzuheben. Aber selbst auf „sehr hoch“ bleibt man noch deutlich vom Kipppunkt entfernt. Im zweiten Gang bei 30kmh lässt sich das Vorderrad mit der Kupplung gut anheben, und man kann den Zustand mit ordentlich Gas kurz halten. Zu sehr sollte man sich daran aber lieber nicht gewöhnen. Es ist ja kein Wheelie Asist, diesen hat aktuell nur Ducati und auch nur als Option mit der nicht zugelassen Racing Anlage bei der 698 Mono an. Könnte mir vorstellen, dass das auch rechtliche Gründe hat. Für Wheelies muss es bei der 690 ausgeschalten werden.


    Es gibt ja einige gute YouTube‑Videos zum Thema Wheelie – oder eben Wheelie‑Kurse mit Wheeliebar, wenn einem die eigene Karre für die ersten Versuche zu schade ist.

    Also, die Gasanahme habe ich unter 1000km nie auf Track gestellt und aktuell funktioniert es problemlos. Es ist aber denkbar, dass es unter 1000km gesperrt ist, beim Schaltblitz ist dies ja auch der Fall. Allerdings bevorzuge ich die Street Gasanahme, beim Track liegt Vollgas einfach früher an. Für Wheelies ist dies nicht gut zum Dosieren. Und wenn ich Vollgas fahren will, öffne ich den Gashahn einfach ganz.

    Also ich fahre ja eine 690 bzw 701 (2023er), weil ich ein potentes sportliches, aber auch technisch simples bike haben möchte, an dem möglichst wenig Elektronik dran ist und ich soviel wie möglich selbst schrauben kann. Wären die modernen Mehrzylinder mit Emotionen nicht mit Elektronik überladen, könnte ich auch dort schwach werden.


    Ich möchte keine Abhängigkeiten von Software und deren Updates haben. Keine Zwänge und Abhängigkeiten von einer Werkstatt.


    Es ist zu befürchten, dass spätestens die nächste Generation nicht mehr in dieses Schema fällt, wenn man die trends betrachtet. Wobei das hier auch so klingt als wäre es schon so weit...

    Also die Aufpreispolitik und der Trend zu Abomodellen bei vielen neuen Fahrzeugen gefallen mir auch nicht. Abo-Modelle wären bei fahrrelevanter Ausstattung auch für mich ein No-Go. Die Diskussion, dass die 690er Plattform mehr Technik hat, als man bei einer Sumo braucht, ist ja schon seit der Euro-4-Version im Gange. Verstanden habe ich es ehrlich gesagt nie. Es ist nun mal eine Sumo, optimiert für die Straße. Wer keine Ausgleichswellen und Elektronik braucht und mit kürzeren Wartungsintervallen klarkommt, kann sich ja etwas wie eine EXC 450 oder 500 kaufen. Diese sind ja mittlerweile auch recht robust, wenn man weiß, was man tut. Dass man nicht mehr selbst an Fahrzeugen schrauben kann, wurde schon vor zig Jahren bei den Autos gesagt. Allerdings oganisiert man sich halt die Auslesegeräte und weiter gehts. Mit der Technik ändern sich halt auch die Werkzeuge. Aber es steht ja jedem offen, auch ältere Modelle oder andere Motorradkategorien zu kaufen. Wäre auch mit der Euro 4 oder 5 690er glücklich geworden. Aber die Gebrauchtpreise in Kombination mit den Versprochenen Motorverbesserungen haben zur 2026 geführt. Der neue Ölkreislauf, ist jeden Fall ein großer Pluspunkt. Ob es nun andere Kinderkrankheiten gibt, wird sich zeigen. Aber mit 4 Jahren Garantie ist man ja erstmal auf der sicheren Seite. Dass der Einzylinder emotional natürlich immer weiter kastriert wird mit jeder Euro-Norm, steht natürlich außer Frage. Ich hoffe auch, dass ein Auspuff- und ECU-Flash nach der Garantie Abhilfe schaffen.

    So, nachdem ich schon lange eine Straßensupermoto wollte, ist es dieses Jahr endlich so weit. Bisher bin ich Supersportler gefahren und schon 1–2 alte 625/640 LC4 im Freundeskreis probegefahren. Nach zig Testberichten war ich eigentlich sicher, dass es die Ducati 698 wird. Diese bin ich dann probegefahren und direkt im Anschluss noch spontan die 690 SMC‑R 2026 gefahren.

    Die Ducati hatte ein extremes Konstantfahrruckeln, auch bei höheren Drehzahlen. Bei der KTM ist dieses im Vergleich nicht vorhanden. Der Motor läuft ruhiger und drückt von unten raus besser. Soweit bekannt, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie sich beim Konstantfahrruckeln so sehr unterscheiden. Auch geht die 690 viel spielerischer aufs Hinterrad im 1. und 2. Gang. Die Speichenfelgen finde ich auch passender, weil ich gerne mal über die ein oder andere Wiese fahre oder auch mal einen Bordstein runterfahren möchte mit der Sumo.

    Bei der Ducati hat mir der Seriensound besser gefallen und die Bremsen hatten einen präziseren Druckpunkt. Hier merkt man dann doch, dass eine radiale Bremse verbaut ist.

    Das Display der 690 finde ich extrem gelungen und passend für eine Straßensupermoto. Ich habe sie aufgrund des Motors, der Speichenfelgen und des Displays dann bestellt und seit Ende April in Besitz. Was mich gestört hatte, war, dass sie im Track‑Modus keinen Drehzahlmesser hatte. Ich habe beim Händler ein Update machen lassen von V7.05 auf V7.50. Nun hat sie im Track‑Modus einen ganz kleinen Drehzahlmesser am oberen Rand.

    Allerdings sind zwei neue Bugs hinzugekommen: keine Öltemperaturanzeige mehr auswählbar für die Favoriten und keine Außentemperaturanzeige mehr in jedem Modus. Für die Öltemperatur muss ich nun halt so lange in den Einstellungen bleiben, bis sie ihre 80 Grad hat.

    Ansonsten hat sie nun 3700 km und ich bin mit jedem Tag mehr begeistert. Beim Auspuff hatte ich eigentlich vor, den LeoVince zu bestellen. Allerdings hört sich der Bericht von dem Akra schon recht gut an. Wäre schade, wenn man einen Auspuff für 600–1200 € bestellt und er sich fast gleich anhört. Hauptgrund ist aber auch die Optik. Das Werkstatthandbuch habe ich auch schon direkt bei KTM bestellt. Auch wenn ich aufgrund der Garantie erstmal nichts selber mache, außer den Zwischen Ölwechseln, falls ich im Jahr mehr als 5000km fahre.