Jetzt war der Tom schneller.
Der höhere Verschleißschutz im bewirkt in etwa das, was eine Schmeztablette mit höherer Wirkstoffdosierung bewirkt. Man muss weniger nehmen.
In unserem Fall braucht es weniger Öl und damit produziert man weniger Abwurf, sprich Sauerei.
Genau das ist immer wieder der Punkt. Wenn es sauber, sprich ohne versautes Motorrad gehen soll, dann muss man ein System verwenden, dass weniger Öl verbraucht. Wenn man sich ein billiges System anbaut, dann darf man halt nicht erwarten, dass das ebenso funktioniert, wie eines das wenig Öl verbraucht, aber mehr kostet.
Beiträge von Hobbit
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Die Durchschnittliche Lebensdauer einer Kette sind etwa 20 000 km. Das sind so meine Erfahrungen und das Ergebniss einer Umfrage, die ich vor jahren auf mehreren Motorradmessen gemacht habe. Da sind auch Ausreißer nach oben und unten dabei gewesen, aber die masse liegt um die 20 000 km.
Verlorene Dichtringe haben nicht mit einem richtig verbauten und funktionierenden Öler zu tun. Das hat andere Ursachen. (Kettenspannung, Kettenflucht, Produktionsfehler). Die höhere thermische Beanspruchung der Dichtringe halte ich für theoretisch und in der Praxis als nicht bedeutend. Die Kette wird im Fahtwind gekühlt, das ist nicht unerheblich. Ich habe bisher nur an einem Motorrad Dichtringe der Kette verloren und da habe ich auf Produktionsfehler getippt. Ansonsteen halten die Ketten bei meinen Motorrädern zwischen 50 und 75 000 km. Allerdings ist die Kettenqualität, nach meiner Beobachtung, in den letzten etwa 15 Jahren schlechter geworden. Gerade die Erstausrüsterqualität ist zum Teil richtig schlecht geworden.
Der Varahannes hatte in der Tat anfänglich keine Verlängerung der Lebensdauer der Kette gehabt. Das lag aber eher daran, dass sein Mechaniker zum Reifenwechsel die Düse immer weggebogen und sie nicht wieder richtig positioniert hat. Wegbiegen ist eh Scheiße, da irgendwann auch der Draht in der Leitung seine Spannung verliert und auch bricht. Das war bei Hannes auch mindestens einmal der Fall. Damit ist die Düse dann halt nicht mehr am Kettenrad und das Öl kommt nicht da hin, wo es muss.
Nach einem Intensieven Gespräch mit Hannes hat er dann darauf geachtet und schon ist die Lebensdauer von 35 000 auf 50 000 und mehr km gestiegen. Wobei ich denke, dass sein Mechaniker die Ketten beim Verschleiß des Ritzels mit sammt dem Kettenrad tauscht. Ich tausche nach 35 -45 000 km einmal das Ritzel und dann alles wenn die Kette fertig ist. Da sich die Kette beim Verschleiß des Ritzels in der Regel nicht groß gelängt hat kann man das Ritzel auch einzeln tauschen.
Wenn ein Öler saut gibt es hauptsächlich vier mögliche Gründe.
1. Der Öler hat konstruktiv einen hohen Ölverbrauch oder lässt sich nicht gut einstellen (Temperaturschwankungen, großer Pumpenhub).
2. Die Düse ist nicht richtig positioniert.
Die Düse darf von der Kette nicht getroffen werden können. Die Düse muss kurz vor dem Auflaufpunkt der Kette aufs Kettenrad mit der Schnittfläche plan am Kettenrad anliegen, die Düse darf nicht im Absatz des Kettenrades liegen, sonst muss das Öl über die Kante, dabei gibt es Abwurf.
3. Es ist nicht der Öler selbst sondern unter der Ritzelabdeckung ist so viel Dreck, dass dieser von der Kette wieder mitgenommen und hinten abgeworfen wird. Das Problem hatte ich bei Kundenfahrzeugen schon häufiger. Da wird in der Regel nicht geputzt, weder bei der Durchsicht noch vom Besitzer.
4. Das System wird zu fett eigestellt gefahren.
Ich verbaue eigentlich nur DID ZVM 2 Ketten und Zahnräder von Supersprox, die sind erstklassig gearbeitet, gefräßte Laufflächen nicht gestanzter Mist wie bei vielen anderen Zahnradherstellern.
Mal noch was zur Montage der Düse am Ritzel.
Die Ölabgabe eines Ölers am Kettenrad funktioniert bis etwas über 300 km/h. Am Ritzel hat man eine um Faktor 3-3,5 höhere Fliehkraft. Das bedeutet, dass die Ölabgabe am Ritzel bis etwa 100 km/h funktioniert. Die Masse der gefahrenen Geschwindigkeit bei einem Motorrad, dass vorwiegend auf der kurvigen landstraße bewegt wird ist zwischen 60 und 120 km/h. Ich weiß es gibt immer welche die viel schneller fahren... Wenn man den Bereich von 100 km/h verlässt funktioniert die Ölabgabe vom zahnrad in die Kette halt dann nicht mehr richtig. Kann man machen muss man hat nicht. Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen.
Öl ist eben nicht gleich Öl. Die Eigenschaften eines Öls sieht man dem Öl an sich nicht an. Die sparsamme Öldosierung der CLS Öler von etwa 3-5 ml auf 1000 km erreichen wir nur, weil der extrem hohen Verschleißschutz des Öls auf die Fördermenge der Pumpe und die Ansteuerzeit der Pumpe über die Elektronik aufeinander abgestimmt sind.
Das CLS Öl hat einen Verschleißschutz, der etwa 7 mal so hoch wie das eines bekannten Herstellers aus Schottland ist. Daher sollte man auch bei unseren Systemen nur das originale Öl verwenden, sonst passt das ganze System nicht mehr. -
Meine originalen Bremsscheiben bei der 890er Duke (Baujahr 2020) hatten sich mit etwa 28 000 km verzogen. Da habe ich auf die Brembo D'Oro gewechselt. Die Brembos haben meines empfindens nach keine schlechtere Bremswirkung. Ich glaube aber die sind minimal dicker als die originalen Teile, kann mich aber irren.
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Im Gelände halt nicht tauglich, baut deutlich breiter und ist als Verschleißteil nicht günstiger.
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Klar ist ein direkter technischer Vergleich möglich. Das der eine eine Technik verwendet, die dem anderen funktionel nichts entgegenzusetzen hat ist dann das Ergebnis des Vergleichs.
Der Mofessor hat übrigens keine aktive Förderung des Öls über eine Pumpe. Er ist ein Schwerkraftsystem mit Ventil. Bei Schwerkraftsystemen kann halt die Düse mal verstopfen.
Bei einer Verlustschmierung hat man immer Abwurf, nur ob das ein paar Sprenkel sind oder das Mopped verölt wird ist halt ein Unterschied.
Bei den CLS Ölern wird in der Grundeinstellung zwischen etwa 7 und 9 Minuten ein Tropfen Öl abgegeben. Da spielt es überhaupt keine Rolle ob man da gerade mal an der Ampel steht, daher haben wir keinen Bewegungssensor. Interessant ist es dann schon, wenn man das Motorrad transportiert und hat vergessen den E Scottoiler richtig abzustellen, dann ölt der im Stand bis man am Ziel ist oder der Tank leer ist. -
Um sich ein Bild davon zu machen, wie viel Öl ein Öler ans Motorrad schleudert muss man sich den durchschnittlichen Ölverbrauch auf 1000 km ansehen. Das ist der Indikator wie sauber der Öler arbeitet. Man nimmt um es vergleichbar zu machen am Besten den Landstraßenbetrieb im Trockenen.
Da kann ich sagen, dass ein CLS EVO zwischen 3 und 5 ml/1000 verbraucht. Beim Unterdruckscotti waren das bei mir um die 30 ml/1000 km. -
Das Öl kommt freilich nicht zwischen Bolzen und Hülse, denke auch nicht, dass ich das geschrieben habe. Es soll zwischen Rolle und Hülse und da gelangt es über den Spalt zwischen Innenllasche und Rolle hin.
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Die Reibung zwischen Bolzen und Hülse wird ja durch die Fettpackung an sich wirunsvoll in Zaum gehalten. Damit das aber funktionieren kann, muss zwischen der Unterseite der Rolle und der Oberseite der Hülse ein Schmierfilm sein. Das genau ist der entscheidende Punkt und das ist das was ein Öler macht. Er gibt über das Kettenrad Öl ab. Das Öl wird als Ölfaden von der Fliehkraft nach außen in den Spalt zwischen Innenlasche und Rolle gedrückt und gelangt von da in den Spalt zwischen Rolle und Hülse.
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Ich denke, dass die Kettenqualität vor 20 Jahren noch besser war. Bei Kawasaki gab es eine "originale" Kette, die Enuma hergestellt hatte, die Kürzung weiß ich gar nicht mehr, die gab es nicht frei zu kaufen und die haben mit Öler echt extrem lange gehalten. Unsere ersten beiden Versuchsmotorräder, mit denen wir unseren ersten Öler entwickelt haben waren eine ZZR 1100 unf eine ZX-9R. Die ersten Ketten habe ich damals auf eine tafel gebaut um sie auf Messen zu zeigen.
Auf die Distanz haben beide Motorräder auch zusätzlich ein Ritzel gebraucht. Wenn die Kette nicht ungleich gelängt ist, kann man das Ritzel auch einzeln tauschen. Das Ritzel verschleißt eher als der Rest, weil es sich etwa 3,5 mal so schnell dreht, wie das Kettenrad und die Kraft vom Motor überträgt. -
@Checkpoint 65
Bei den 790/890er Adventure Modellen verbaue ich die Steuerung unter der Seitenverkleidung. Irgendwo hatte ich auch mal ein Bild, wo der Tank unter der Seitenverkleidung war, finde ich aber gerade nicht.
Quatsch, Du willt ja in die 1290er einbauen. Das geht bestimmt. Wo ein Wille ist, ist ein Gebüsch.
Zur Not kommst Du mal bei mir vorbei, ich finde immer eine Lösung. -
Abgesehen von einer schief eingebauten Kette (die ich vergessen hatte zu ewähnen) und schlechter Qualität der Kette, verschleißt eine Kette, wenn die Reibung zwischen Rollenunterseite und Hülsenoberseite so hoch wird. Durch die Reibung zwischen diesen Teilen wird die Kette so warm wird, dass die Fettpackung zwischen Bolzen und Hülse sich verflüssigt. Wenn ein Stoff seinen Aggregatzustand ändert, verändert er damit sein Volumen. Dabei drückt es das Fett zum Teil raus. Außerdem überhitzt der Dichtring und wird spröde und bekommt Risse. Der Schmierstoff geht raus und anderer kann nicht rein, weil die Dichtringe das erst mal noch verhindern. Wenn der Dichtring genug gelitten hat kann er auch reißen und damit verliert man ihn.
Der Bolzen und die Hülse reiben sich zueinander auf und bekommen Spiel. Das ist Kettenlängung. Bei einer gelängten Kette hat keiner so Gas gegeben, dass man die Außenlaschen lang zieht, wie einige meinen, sondern die Kettengelenke sind ausgenudelt.
Schmiert man die Fläche zwischen Rolle und Hülse genügend unf wirklich alle gleichmäßig ab, dann bleibt das Fett in der Fettkammer und die Kette hällt entsprechend länger.
Hat man einen Öler sollte der die Schmierung halt in der richtigen Dosierung und in den passenden Zeit erfolgen. Einfache Systeme können das nicht leisten. Da verändert sich mit der Temperatur die abgegebene Ölmenge und man reagiert immer wenn das Motorrad eingeölt oder die Kette trocken ist, man läuft dem Ereigniss also immer hinterher.
Bei Sray erwischt man eventuell nicht immer alle Kettenglieder gleichmäßig oder schmiert zu spät, weil man die paar km noch zuende fahren möchte, es regnet... Dann taucht das oben erklärte Austreten der Fettpackung bei einzelnen Gliedern aud und man bekommt eine ungleiche Längugn der Kette, weil der Gelenkverschleiß nur an einzelnen Stellen auftritt.
Was auch ein Grund für frühen Kettentot trotz Öler ist, ist falsche Montage der Düse oder ein Reifenwechsel, bei dem der ausführende Mechaniker die Düse weggebogen hat. -
Ich behaupte mal, dass der Verlust der Dichtringe entweder mit der Kettenqualität oder der Düsenmontage bzw. Dosierung des Ölers zu tun hatte.
Wenn Dichtringe verloren gehen, ist die Fettkammer zwischen dem Bolzen und der Hülse verloren gegangen. Dass passiert, wenn zwische Rolle und Hülse die Schmierung nicht vorhanden war.
Das wiederum passiert, wenn man den Öler leer fährt, die Düse das Öl nicht sauber an der Kettenradflanke abstreift oder man ein einfaches System hat, bei dem die Dosierung ständig nachgestellt werden muss, weil das System die Ölviskosität nicht ausgleicht und man den Öler eben zu mager fährt.
Deshalb ist Öler eben nicht Öler und man sollte wissen was man von einem System erwartet. Was hattest Du denn verbaut? -
Uh, die habe ich vor etwa 20 Jahren gekauft. Die war von Matthies aus Hamburg, ist sehr hochwertig, hat damals etwa 1800 Euro gekostet. Den Hersteller kann ich dir jetzt gar nicht sagen.
Vorher hab ich mir ein Billoteil für um die 500 Euro bestellt (ich brauch die Bühne nicht jeden Tag), ausgepackt, eingepackt, zurückgeschickt. Wer billig kauft, kauft zwei mal, bewahrheitet sich immer wieder. -
Die Basis war ja ne alte Garage die 1993 gebaut wurde. Der Boden war nur Beton. Der Gießharzboden besteht aus (ich denke es waren) 7 Schichten verschiedener Harze. Zum Schluss kommt ein Sand auf das Harz. Je dichter man den Sand streut, desto griffiger wird der Belag. Vorher wurde der Boden geschliffen, er muss sauber und ölfrei sein.
Es war damals aber ein Problem eine Firma zu finden die für die 50qm überhaut einen Boden gießt. Von den ganzen angefragten Firmen hat nur eine Interesse an dem Auftrag gezeigt. Das Harz ist in flüssiger Form nicht ohne, wenn Du da was in die Augen bekommst war es das mit der Sehkraft, daher geben die diese Chemikalien auch nicht einfach an jeden weiter. -
Ich habe mir in der Corona Zeit die 90er Jahre Garage zur Werstatt umgebaut. War nicht billig, hat aber Spass gemacht und so lässt sich viel schöner arbeiten.
Ich habe die Decke neu gemacht, isoliert, gescheites Licht eingebaut, neue Tore, neue Fenster, Boden gießen lassen, neue Werkstattmöbel gekauft und alles eingerichtet. Elektrik habe ich von einem Kumpel machen lassen, der ist Elektriker.
Geplant waren drei Wochen, gedauert hat das 10 Wochen. -
Ich kenne niemanden, der ohne Öler über 30 000 km mit der Originalkette geschafft hat. Gut gepflegt.
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Ich bin gerade aus Frankreich zurück und habe mit der originalen Kette der 890er Duke R die 38 000 km überschritten. Ich wollte dieses Jahr eigentlich die 40 000 km knacken, aber ich habe leider zu wenig Zeit zum fahren. Die Quitschgeräusche sind fast weg. man hört eigentlich nur ein relativ lautes Abrollgeräusch beim schieben des Motorrades. Kette lässt sich noch kein Stück vom Kettenrad abziehen, also fast kein Verschleiß festzustellen. Ich bin mal gespannt wie viele km das Teil hällt.
Die Kettenspannung musste ich gefühlt schon ewig nicht mehr anpassen. dieses Jahr noch gar nicht, ich denke letztes Jahr auch nicht. -
Das Problem mit der Benzinpumpe hatte ich auch schon. Meine Werkstatt meinte, dass ich da nicht der erste war.
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Wenn Du das System auf 0 hast, dann darf da gar kein Öl mehr kommen. Hast Du, wenn das Mopped steht nach ein zwei Tagen einen kleinen Ölfleck?
Wenn auf 0 auch Öl kommt ist die Pumpe undicht. Ruf mich am Besten mal an, dann klären wir das. 09566/808434. Ich bin von 08:00 -17:00 Uhr erreichbar. -
Wichtig ist halt, dass die Kette nicht an die Düse kommen kann. Also immer nach der Montage des Systems den Gang raus, Kette auf das Kettenrad aufdrücken und checken ob das passt.