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Donnerstag, 15. September 2016, 18:00

Drosselklappen - Poti

Servus,

hätte jemand für mich den widerstandswert des drosselklappenpotis auf geschlossener stellung?
kein hexenwerk: poti am stecker abstecken und alle drei kontakte im stecker zueinander auf der einstellung OHM messen. also pin 1 auf 2, 2 auf 3 und 1 auf 3. das wars schon.

alternativ gingen auch die spannungswerte die die drosselklappe ausgibt, wenn sie geschlossen ist und wenn sie geöffnet ist, falls das einer bei TuneECU oder so auslesen kann.
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Donnerstag, 15. September 2016, 20:18

Um den Drosselklappensensor einzustellen, müssen die Drosselklappen komplett geschlossen sein! :ja: Dann soll der Wert zwischen 0,56 und 0,64 Volt liegen. Und ganz geschlossen heißt wirklich ganz geschlossen ... also nicht auf der Standgasstellung welche der Leerlauf-Servo je nach Bedarf einstellt, denn das sind 1- 3% Öffnung.
Um die Klappen ganz zu schließen, muss der Servo für die Standgasregulierung per TuneECU auf Nullstellung gefahren werden (Funktion Seilzugeinstellung) oder der Servo abgeschraubt werden. Dann kann der Poti durch minimales Drehen auf den erforderlichen Wert gebracht werden. Das Ganze dann wiederholen um sicher zu gehen.

Auch bei der Gasseilzug-Einstellung IMMER zuerst die Drosselklappen ganz schließen, bevor das Spiel eingestellt wird. Wird das nicht beachtet, reicht das verbleibende Gasseilspiel für die Leerlaufregulierung nicht mehr aus, um bei Bedarf (steigende Wassertemperatur) die Drosselklappen wieder mehr zu schließen und so die Drehzahl auf Standgas-Niveau zu halten. Der Motor würde dann mit steigender Wassertemperatur immer höher Drehen, als wenn das Leerlaufsystem nicht funktionieren würde.

Und selbst dann sollte man das Seilzugspiel nicht zu knapp einstellen. Etwas Spiel am Gasgriff sollte auch bei komplett geschlossenen Drosselklappen bleiben (thermische Einflüsse ... Längenausdehnung, Lenkeinschlag etc.).
Bei den 990ern und RC8ten ist größeres Spiel am Gasgriff also unausweichlich vorhanden ... auch wenn das den einen oder anderen stören mag. :zwinker:
Wieviel das dann in Ohm sind, musst du probieren ... Ohm-Werte sind da nicht angegeben. Ganz geöffnet variiert etwas ... abhängig von der Grundeinstellung. In der Regel bei 4,20 bis 4,28 Volt. Die Drosselklappen können aber Aufgrund der Sekundärdrosselklappen nicht wirklich 100% geöffnet werden (geht vorher auf Anschlag).
Sollten bei Optimierungsmaßnahmen die zweiten DK entfernt werden, kann der Anschlag auch abgeschliffen werden, bis echte 100% erreicht werden. :ja: Großartige Auswirkungen braucht man sich davon aber nicht versprechen. :grins:

Gruß

Stefan
@ RC8-Medicus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »GLAUBNIX« (15. September 2016, 20:27)


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Donnerstag, 15. September 2016, 21:04

merci, glaubnix, damit kann ich schon was anfangen, denn allein mit dem spannungswert lässt sich der widerstand ja errechnen.
bei 0,5 bis 0,6 volt dürfte das beinahe 0 ohm sein.

abgesehen davon bin ich mal gespannt, was KTM da für einen murks zusammengebaut hat, wenn die potis immer wieder hin werden. die sind in der regel (unter einhaltung der maximalen belastbarkeit) kaum tot zu bekommen. und auch das vermeintlich defekte werd ich mir mal genauer anschauen.

warum aber so viele leut der meinung sind, man bekommt das nicht so leicht getauscht und man müsste die komplette einheit tauschen? naja mal überraschen lassen. jedenfalls, nachdem du hier geschrieben hast und ich jetz weiß, dass das poti von dir kommt, dass ich verbauen werde, bin ich noch viel besserer dinge :grins:

so long und danke für die umfangreiche antwort!
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Freitag, 16. September 2016, 07:15

Warum sollte der Austausch ein Problem sein? Mit den entsprechenden Kenntnissen absolut kein großer Akt. Und ... auch Suzuki verwendet solche Sensoren. :ja: Man muss nur stets auf die Drehrichtung (Poti der 2. DK ist entgegengesetzt) und die Bohrungsposition achten. Ist insofern alles nur Automotiv-Standardware.
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Freitag, 16. September 2016, 11:49

Ich habe noch einen defekten Drosselklappenkörper einer SD 990 2005/6 rumliegen. Ich wäre dankbar für einen Tipp wer diesen wieder
reparieren könnte?

Es grüßt freundlich aus dem sonnigen Westerwald

Franz-Josef

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Freitag, 16. September 2016, 15:37

Was fehlt dem guten Stück denn? :denk: Ersatzteile habe ich aus den ganzen Umbauten schon da. :ja: Meld dich mal bei Gelegenheit per PN oder eMail.

Gruß

Stefan
@ RC8-Medicus

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Samstag, 17. September 2016, 03:51

anhand der spannungswerte kann das jeder, der kein tuneECU aber ein brauchbares multimeter hat, selbst problemlos justieren.

ich werd, sobald die operation vollbracht ist, mehr infos posten, wo, wie, was zu messen ist.

@franjo: deinen drosselklappenkörper kannst du (zumindest das poti) ausmessen und auf funktion prüfen. letztlich gehen drei adern von dem poti weg.
ich vermute, dass die pins dazu dann folgendes ermessen lassen:
zwei pins geben den gesamtwiderstand des potis aus, das ist der größte messbare widerstand zwischen den drei pins.
zwei pins geben einen sehr kleinen widerstand und die letzte mögliche kombination an pins gibt einen annährend so großen widerstand aus, wie der gesamtwiderstand.

wenn du nun die drosselklappe langsam aufdrückst, muss der kleinste widerstand entsprechend immer größer werden. und zwar nicht sprunghaft sondern schön gleichmäßig.
umgekehrt müsste der widerstandswert, der nahe am gesamtwiderstand liegt, immer kleiner werden. der gesamtwiderstand bleibt hingegen immer gleich.

da ich das entpsrechende poti aber noch nicht in der hand hatte, ist das eine reine vermutung. details folgen, wie gesagt.
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Samstag, 17. September 2016, 07:22

Du kannst auch an den beiden äußeren Pins 5V und Masse anschließen ... und am Mittleren den Spannungswert ablesen. Viele Wege führen nach Rom ...

Wer eine RC8/R oder 990er sein Eigen nennt ... sollte sich grundsätzlich das TuneECU besorgen. Das Kabel kostet mit 40 - 60 € wirklich nicht viel ... die Software ist kostenlos ... und der Nutzen auch langfristig wertvoll. :ja: Da öffne ich nicht mal die Airbox ... und kann den Sensor testen. Ganz easy ist so auch die Grundeinstellung bei komplett geschlossener Drosselklappe zu überprüfen. Und ebenso lassen sich fast alle anderen Sensoren kontrollieren. Für mich war das TuneECU schon immer das wichtigste und sinnvollste Zubehör. Und wer denkt, damit überfordert zu sein ... sollte auch die Finger vom Multimeter und den Sensoren lassen. :zwinker:

Wenn ein Drosselklappenkörper defekt ist ... muss das nicht unbedingt am Drosselklappensensor liegen. Da gibt es genügend Bauteile die einen Defekt haben können.
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Samstag, 17. September 2016, 07:40

wird halt nur all zu oft aufs poti geschimpft, auch, wenn ich das für sinnfrei halte.

also ist die steckerbelegung sogar standard poti belegung und die mittelanzapfung sogar wirklich in der mitte zu finden. praktisch!

von eben mal so 5V, auf gut glück, anlegen, halte ich aber nix. das endet oft in rauch und frustration :grins:
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Sonntag, 18. September 2016, 18:04

so, ich melde mich mal nach mehr oder weniger nicht erfolgreicher operation:

die potis liegen in etwa bei 4,1 kOhm geschlossen. und 1,2 kOhm geöffnet, wobei es da differenzen zwischen beiden klappen von ca 2-300 ohm gibt, was wohl auf den anschlag zurückzuführen ist.
gemessen an den beiden pins, die sich gegenüberliegen und von einem kunststoffsteg getrennt sind.

ihr könnt eure potis bei problemen wie folgt prüfen:
1. potis abstecken
2. messgerät an die beiden pins hängen und einmal den geschlossenen wert bei beiden potis vergleichen und einmal den, bei geöffneter drosselklappe. geschlossen sollten die werte ziemlich gleich sein, etwa bei 4,1 kOhm.
3. schaut euch bei beiden potis den widerstandsverlauf an. wenn ihr die drosselklappen langsam aufdreht. das darf nicht springen oder ruckeln, sondern muss sauber hoch und runter laufen.
4. schleifende oder kratzende geräusche sollte ein poti auch nicht machen.

wenn man die potis austauscht, muss man das poti, das federbelastet ist, ca 90° nach rechts verdreht auf den mitnehmer aufstecken und dann auf die schraubposition herunter drehen, um den
richtigen wert zu erreichen.

das neuere und unverbastelte poti hat leider nicht funktioniert. das liefert geschlossen 4,3 kOhm und liegt damit 5% daneben. warum auch immer. ich kanns leider nicht sagen, technisch ist es einwandfrei.
evtl gibts bei KTM unterschiedliche versionen oder man kann die potis einteachen, im steuergerät. der stellmotor versucht jedenfalls auf den richtigen wert zu regeln, schafft das aber nicht. mit dem alten poti,
das schon deutlich geräusche mascht, beim verdrehen und dessen federbelastung auch nicht mehr so wirklich vorhanden ist, funktioniert es, auf den exakten widerstand und auch auf die exakte spannung einzustellen.
das alte poti ist halt schon etwas malträtiert worden. angebohrt, überdreht,...


Die maschine lässt sich normal starten und gasstöße sind kein problem. auch nicht in hohe drehzahlbereiche.
ABER: wenn ich nur sanft die drehzahl hoch regel, geht die karre bei 5-6000 umdrehungen einfach aus oder, wenn ich schnell genug vom gas gehe, fängt sie sich, läuft aber kurzzeitig komplett unrund.

ein anderes problem hat vorher bestanden und wir konnten es aber nicht mehr reproduzieren, bzw vermuten zu wenig gasspiel: beim warmwerdenden oder bereits warmem motor kann die drehzahl bei 5-6000 hängenbleiben,
aber beim abtouren! klingt erst mal nach falschluft und deren nicht wenig. würde aber nur funktionieren, wenn auch mehr eingespritzt wird. also muss der motor wohl glauben, der fahrer möchte 5-6000 touren fahren,
sonst würde die karre einfach aus gehen oder bocken, weil die einspritzung nix mehr liefert.
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