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Donnerstag, 29. Juni 2017, 13:58

Duke 390 einfahren

Hey,

ich habe mir die neue Duke 390 gekauft und jetzt wäre meine Frage ob und wie man das Motorrad einfahren muss?

MFG Janik

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Donnerstag, 29. Juni 2017, 14:40

RTFM :grins:

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Donnerstag, 29. Juni 2017, 18:18

UTFSE :grins: :grins:
Duke 125 und Duke 390 und Duke5 690 :der Hammer:

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4

Donnerstag, 29. Juni 2017, 19:16

Im Zweifel immer ins Handbuch schauen, da stehts meist drin (Einfahren nach Herstellervorgaben).

Wenn Du aber enthusiastisch bist, dann fährste die Kiste nach der MotoMan-Methode ein. Kostet zwar etwas Geld (Öl und Ölfilter) und erfordert freie Bahn bzw. möglichst kaum Verkehr, aber der Einfahrvorgang ist dafür recht früh abgeschlossen und Du kannst früher volles Rohr geben.
Ist der Motor kalt, gib ihm sechseinhalb. Schnell ist der Motor warm und Du kannst vollgas fahr'n.

5

Donnerstag, 29. Juni 2017, 20:34

Stimmt. Und ist kompletter Blödsinn

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6

Freitag, 30. Juni 2017, 07:27

Einfahrmethode - fahr schon ewig meine Moppeds nach einer abgewandeltem Einfahrmethode von "MotoMan" ein. Auch wenns für Einige Blödsinn ist, meine alte 390er mit jetzt etwa 40.000 KM läuft absolut top und braucht zwischen den Ölwechseln null Öl.
Diese abgewandelte Methode stammt nicht von mir, sondern von einem, Kumpel (Dipl.-Ing. Maschinenbau), der darüber eine Arbeit verfasst hat.

Speziell für die 390er-Motoren - meine Neue habe ich natürlich auch wieder danach eingefahren.

Einfahranleitung:

Motor mit kräftigen Gasstößen im Stand warmlaufen lassen, dann auf eine einsame Landstraße.

Die Einfahrprozedur wird im vierten Gang durchgeführt:

1.
- Beschleunigen mit Halbgas von 2800 bis 6000 1/min
- ausrollen lassen bis 2800 U/min
- 3-5 Mal wiederholen

2.
Beschleunigen mit 3/4-Gas von 2800 bis 8500 U/min
- ausrollen lassen bis 2800 U/min
- 3-5 Mal wiederholen

3.
Beschleunigen mit VOLL-Gas von 2800 bis Begrenzer!!
- ausrollen lassen bis 2800 U/min
- min. 5 Mal wiederholen

Die Halb- und 3/4-Gas-Stellungen sollte man nach Möglichkeit vorher markieren.

Anschließend Öl- und Filterwechsel

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7

Freitag, 30. Juni 2017, 13:54

Ja Didi, bestimmte Sachen werden wohl ausgerechnet von Personen für Schwachsinn erklärt, die es wahrscheinlich nie probiert haben.

Und dann kommt der erfahrene Zweiradmechaniker um die Ecke und bestätigt die Wirkung :Daumen hoch:


Ich wollte mit meinem Beitrag die MotoMan-Methode nicht als die "einzig Wahre" verkaufen. Hab ja sogar auf die offizielle Herstellervorgabe verwiesen. Hab nur ergänzend eine Alternative aufgezeigt, die man freiwillig ausprobieren kann. Schade dass es immer Leute gibt die alles abweichende sofort als Schwachsinn bezeichnen.
Ist der Motor kalt, gib ihm sechseinhalb. Schnell ist der Motor warm und Du kannst vollgas fahr'n.

8

Samstag, 12. Mai 2018, 17:54

Ich hab neulich meine 390 Duke 2017er nach der von bike-didi beschriebenen Methode eingefahren und nach knapp 100km den ersten Ölwechsel selbst gemacht... was soll ich sagen...

Späne in den Sieben, Öl braun - das hätte ich so nicht erwartet. Ich hab Fotos angehängt, im kleinen Behälter ist eine Farbmuster vom neuen Öl (das laut Hersteller empfohlene Motorex). Im zweiten Sieb waren sogar noch größere Späne, aber das Foto ist nix geworden. Ich gehe klarerweise davon aus, dass der Motor das 1000km "überlebt" - aber wenn man das mit so wenig Aufwand hinkriegt ... warum nicht? Was mich wundert ist das völlige Unverständnis dafür beim Händler. Aber klar - auch so ein bissl Aufwand ist nicht "massentauglich".

Der Ölwechsel ist mit dem KTM-Kit ein Puzzle aus vier Teilen, wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat. Einzige Erschwernis - man braucht die Drehmomentschlüssel, passende Nüsse und ein ruhiges Platzerl.
»geses« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »geses« (14. Mai 2018, 08:18) aus folgendem Grund: Typos, Fotos


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9

Dienstag, 15. Mai 2018, 22:59

Diese Bilder sprechen doch eindeutig für die MotoMan-Methode. Würde man diesen gerade mal 100 km alten Süff wirklich noch weitere 900 km im Motor lassen wollen?
Ist der Motor kalt, gib ihm sechseinhalb. Schnell ist der Motor warm und Du kannst vollgas fahr'n.

10

Mittwoch, 16. Mai 2018, 17:57

die Ölfarbe bestätigt also die MotoMan-Methode? :lautlach:
keine metallurgische Untersuchung, Leistungsmessung oder gar Öluntersuchung?

Prozedere
neue 390 Duke mit Werksöl für 20 km fahren, Ölwechsel mit Qualitätsöl
1. "MotoMan"-Kasperltheater durchführen, Öl auffangen
2. Ölwechsel durchführen, MotoMan-Kasperltheater durchführen, Öl auffanngen


dann lässt man das Öl von Kasperltheater 1 und 2 untersuchen und wird kaum einen Unterschied zwischen den Ölen 1 und 2 feststellen, das wette ich.
ebenso wird zwischen dem Neuöl und dem "Altöl" bis auf Metalleintrag kaum ein Unterschied sein


die Indermotoren brauchen sowieso kaum bis kein Öl, egal wie sie eingefahren werden. ist ja kein 690er :grins:


die MotoMan-Methode ist für mich Voodoo. fährt man 1000 km nach Vorschrift, macht man auch nichts anderes, nur verteilt es sich eben über 1000 km.

und wenn ich dann solche Experten hier lese:

"zurückschalten, 4200 U/min einpendeln, und erneut hochbeschleunigen. In den beiden unteren Gängen darf gegen Ende dieser Phase ruhig auch kurzes Vollgas gegeben werden, aber wirklich nur kurz! Wichtig ist es, die Ausrollphasen korrekt einzuhalten, damit sich die Kolbenringe von der Last wieder erholen können, und frisches Öl in die Honriefen der Zylinderwände gesaugt werden kann!

Ölwechsel nach 70km

Jetzt, bei Kilometerstand ca. 70, sollte das noch heiße oder zumindest deutlich warme Öl komplett inklusive Filter gewechselt werden. In diesem Öl sind nun aufgrund der "Hobelarbeiten" im Motor massig Metallpartikel enthalten, die sich nun eigentlich in den Ölleitungen des Motors festsetzen würden. Die gröberen Metallspäne wurden nämlich in den Zahnrädern des Getriebes zu feinen Metallpartikeln zerpresst, die nun für einen wahren Metalliceffekt im Öl sorgen.
Diese Schwebeteilchen haben das Bedürfnis, sich an die Wände der Ölleitungen anzulegen, von wo sie nach erkalten des Öls nicht mehr weggeschwemmt werden können, sie bleiben für die gesamte Lebensdauer des Motors dort haften. Damit verringern sie den Durchmesser der Ölleitung, sorgen in Folge für erhöhten Pumpaufwand, und verringern die Schmierung, aber auch die Leistung des Motors, wenngleich nur geringfügig.
...
Und Achtung auf hinterherfahrende Fahrzeuge, die aufgrund der ständigen Tempowechsel leicht irritiert reagieren könnten. In dieser Phase würde sich ein Tag am Ring anbieten.
...
Befinden sich hier glattpolierte Stellen, dann kann hier auch kein Öl getragen werden, es kommt zu übermäßiger Erhitzung, und kann letztlich sogar zu einem Kolbenfresser führen. Die Zylinderwand wird poliert, wenn der Motor übervorsichtig mit sehr wenig Brennraumdruck eingefahren wird! "



Quelle: http://koflair.blumenpfluecker.com/modules.php?name=News&file=article&sid=43


Öl wird in die Honriefen der Zylinder gesaugt, weil die Zylinder aus Schwamm hergestellt sind?
Metallpartikel setzen sich fest, für immer und kosten Leistung
gröbere Metallspäne werden im Getriebe zerpresst
einen Tag am Ring genau und dann immer unmotiviert beschleunigen und abbremsen. klar, dafür ist die Rennstrecke der richtige Ort. wenn man sich und andere umbringen will. sei es durch einen verursachten Unfall oder weil man (mit Recht) von anderen Teilnehmern gelyncht wird
das mit dem Polieren klingt auch wahnsinnig logisch. als ich bei 350.000 km mal die Zylinderkopfdichtung an meinem VW gewechselt habe, war das Honmuster noch sichtbar, da hat die Vorbesitzermami das Ding bestimmt nach der Motomanmethode eingefahren, richtig?

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11

Donnerstag, 17. Mai 2018, 10:04

Katholisch. Evangelisch, Muslim; Spaghetti Monster, Flat Earth, Globuli, MotoMan Methode............. :kapituliere:
Alles Glaubenssache. :knie nieder:
Kein Grund hier ein Fass aufzumachen. :gute besserung:

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12

Donnerstag, 17. Mai 2018, 14:50

H,
ich glaube, es gibt im Fahralltag so viele Zustände, die wesentlich mehr Verschleiss verursachen als Microproduktionsreste im Neufahrzeug.
Umfaller, Aufsetzen des Motorblockes während des Betriebes, häufige Kaltstarts, 2Personenbetrieb , Fahren im Gebirge, Verschalten, Schmutz im Treibstoff, minderwertiger Treibstoff, Laternengarage unsw.
Und die Einfahrzeit wird ja als solche definiert, dass man eben nicht
Dauerhöchstleistung sofort abrufen sollte, da sich die Komponenten noch
nicht eingelaufen haben-mehr sollte man da nicht reininterpretieren.
Und selbts wenn- der kleine Motor läuft eben immer an seinen Grenzen, ist das Verschleissmaximum erreicht, isser kaputt oder jedenfalls eine Baugruppe davon.
Die kann man aber recht günstig austauschen und der Verschleisszyklus beginnt von Neuem.
Gr
Gummi

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13

Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:41

Was andere davon halten, ist mir eigentlich schnurzpiepegal - in der Regel reißen eh nur Leute die Klappe auf, die etwas Neues/Anderes nicht probiert haben :ja: .
Ich werde meine neuen Moppeds aus Überzeugung weiter so einfahren :grins: .
Den "Erfinder" der o. a. Prozedur treffe ich übrigens nächsten Monat wieder. Sein aktuelles Mopped hat jetzt etwa 130.000 KM gelaufen und läuft wie eine 1.
Mein Kumpel hat sich exzessiv mit dem Einlaufen von Motoren beschäftigt (z. Zt. Ing. bei Airbus) - die im Handbuch beschriebe Prozedur berücksichtigt eben die Hausfrau in der Himalaya-Region wie den Ren-Treiber in der Mongolei... :lautlach: .
Einfahren geht auch besser - und wenns nur dafür gut ist, die ersten 1tkm nicht mit 80 km/h durch die Gegend zu tuckern... :zwinker:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bike-didi« (17. Mai 2018, 19:47)