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  • »Marshall01« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 6

Vorname: Bernhard

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KTM: 690 SMC-R

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1

Mittwoch, 11. Juli 2018, 16:58

Erste Kupplungslamelle versetzt montieren?

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit ein EBC Kupplungskit montiert. Dabei viel mir schon auf, dass die erste Lamelle versetzt montiert war. Ich dachte mir, der Vorgänger habe dran rumgeschraubt und montierte die neuen Beläge nicht versetzt. Jetzt habe ich letztens gelesen, dass bei der Montage darauf zu achten ist, dass die erste Lamelle versetzt montiert wird. Weiß jemand was dahinter steckt? Die Kupplung arbeitet einwandfrei und ich würde nur ungern nochmal alles aufmachen mit Öl und trallala...

Gruß Bernhard

Beiträge: 265

Vorname: Sven

Wohnort: (.de) B

KTM: 690 Enduro-R

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2

Mittwoch, 11. Juli 2018, 18:51

Manche Rituale kann man nicht verstehen :grins:
Ist egal, die zusätzliche Aussparung hat die gleiche Größe.

Beiträge: 309

Vorname: Konrad

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3

Mittwoch, 11. Juli 2018, 19:20

Anti Hopping

Ich könnte mir vorstellen das es mit der Anti Hopping Funtion zusammenhängt. Funktioniert das bei dir noch, oder blockiert dein Hinterrad beim herunter schalten?

Beiträge: 612

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KTM: 690 Enduro-R

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4

Donnerstag, 12. Juli 2018, 06:53

Hauptgrund für den versetzten Einbau der ersten Lamelle ist, dass durch den Versatz zu einer besseren Druckverteilung auf die Lamellenbeläge kommt. Insbesonders wenn man die Reibscheiben nicht mittauscht wird so verhindert, dass die neuen Beläge durch leichte Verformungen/leicht stärker verschlissene Stellen an den Reibscheiben/ oder auch eine sich leicht biegende Druckstange nur punktuell anliegen und somit der Kraftschluss nicht ideal ist. Auch wird ein Verkanten der aufgestapelten Beläge im Korb so hintangehalten/die Kupplung schließt schneller mit optimalem Kraftschluss.

Zudem gehören sowohl die innerste-, als auch die äußerste Lamelle zu jenen, welche durch das Anfahren und Kupplung schleifen lassen am meisten Belastung ausgesetzt sind. Die Innerste noch mehr als die Äußerste. Da die Innere generell etwas weniger Reibfläche hat als die anderen Lamellen (Stichworte: Anfahrdosierbarkeit und Zentrierung/Vorspannung des Kupplungspaketes auf dem mitnehmer), ist hier auch eine speziell behandelte Reibscheibe ab Werk von KTM verbaut um eine thermische Überlastung im kupplungsintensiven Fahrbetrieb zu verhindern. Die Äußerste Lamelle hat dies jedoch nicht, bekommt aber als 2. belastetste "Paket-End-Lamelle" fast gleich viel ab wie die innerste Lamelle. Daher macht es auch Sinn sie versetzt zu montieren. So kommt es zu einer besseren Kühlung der ersten Reibscheibe/ersten Lamellenbeläge durch das Motoröl, da die erste Reibscheibe nicht von beiden Seiten an der gleichen Stelle von den Belägen berührt wird - ergo mehr erhitzte Fläche der Reibscheibe für das Öl dank des Versatzes zum Kühlen rankommt.

Btw. nicht nur Antihoppingkupplungen haben diesen Versatz der ersten Scheibe. Ich kenne das dann doch auch von anderen Herstellern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cometeus« (12. Juli 2018, 07:03)


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Vorname: Bernhard

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5

Donnerstag, 12. Juli 2018, 16:10

Na das nenne ich doch mal eine gründliche Erklärung! Vielen Dank dafür! :Daumen hoch:
Ich werde bei Gelegenheit die Scheibe versetzen.

Gruß Bernhard