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  • »EliasM690offroad« ist der Autor dieses Themas

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Vorname: Elias

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KTM: 690 Enduro-R

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1

Donnerstag, 13. September 2018, 16:33

Wie Fahrwerk für härteres Gelände einstellen ?

Guten Nachmittag !

Ich bin neu im Forum und fahre noch nicht allzu lange eine auf A2 gedrosselte KTM 690 enduro R ( BJ. 2014 ).

Da ich echt gern im Gelände unterwegs bin habe ich die USD Gabel vorn und den Dämpfer hinten mithilfe des Handbuchs bei jeder Einstellung auf 15 Klicks im Uhrzeigersinn eingestellt ( Sport ).
Standartmäßig ( vom Händler ) waren 10 Klicks eingestellt.


So, nun fahre ich schon eine Weile im „Sport“ Setup und probiere mal im Gelände was geht - auch mit Sozius. Hin und wieder zum bsp bei einer tiefen Bodenwelle mit Sozius oder auch bei einem bergigem Feldweg höre ich bei der Belastungsspitze der Dämpfer von dem unteren Stossdämpfer so eine Art „Puff“ zum starken einferdern .. :staun: :knie nieder:

ist der Dämpfer dann durchgeschlagen und schädigt dies stark das Material ? :denk: :weinen:




Wenn ja , wie kann ich das Fahrwerk mit den Klicks anpassen so dass die Dämpfer mehr Belastung aushalten ohne durchzuschlagen( zbsp kleine Sprünge oder so ) ?
Bisher habe ich die USD Gabel allerdings gottseidank noch nie an ihre Grenzen bringen können.. :kapituliere:


Ich habe zwar einige Erfahrung im offroad Bereich da ich seit (sehr)jungen Jahren auf allen möglichen Gefährten meinen Spaß habe aber den Traum eine KTM zu fahren konnte ich erst vor kurzem verwirklichen und alles was ich davor bewegte .. naja das waren maximal 125er - selten größeres -,die der KTM in nichts nachstehen :crazy:

Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen was die Dämpfer / das Fahrwerk angeht und es soll ja sogar möglich sein die 690er auf der Motocrossstrecke zu bewegen ( für mich derzeit eher undenkbar ich hätte da wirklich angst das was kaputt geht :sehe sterne: :traurig: )

Mit Bekleidung wiege ich zwischen 85 & 95 KG und ich würde mich riesig freuen wenn mir jemand ein für mich passendes Setup der Dämpfer verraten könnte. :wheelie:

Bis dahin -und ich freue mich auf eure Antworten :sabber: ! :winke:

2

Freitag, 14. September 2018, 10:47

Hallo Elias,

also dass das Federbein bei deinem Gewicht auf Schotterwegen trotz Sozia hinten durchschlägt wenn du schon in Richtung "Sport" gedreht hast kann ich mir fast nicht vorstellen. Zumindest nicht bei einer "Bodenwelle".
Ein genaues Setup für dich kann ich leider nicht geben (auch wenn ich ziemlich gleich schwer bin), sondern nur meine Erfahrungen wie ICH meine SWM Hardenduro und die 701 Enduro abgestimmt habe so dass es für MICH passt. Schlussendlich geht bei dir auch nichts über den Fahrversuch.
Grundsätzlich bin ich der Ansicht dass "Sport" bzw eine härtere/langsamere Einstellung der Dämpfergeschwindigkeit für den Endurobetrieb auf Schotter/Waldwegen oder auch im freien Gelände wenn nicht gerade Sprünge drin liegen nicht unbedingt optimal ist.
Meine Erfahrung mit der SWM RS 500 R auf der MX Piste hat gezeigt dass das Fahrwerk standardmässig für die 5m/10m Tables zu unterdämpft war. Bei der Landung war es etwas scary...das ganze hat sich begonnen aufzuschaukeln. Also habe ich v.a. die Zugstufe an der Gabel und dem Federbein in Richtung "hart=langsame Ausfedergeschwindigkeit" gestellt. Gleiches bei der Druckstufe an der Gabel.

Für den Endurobetrieb sieht es etwas anders aus. Generell sind die Endurofahrwerke weicher abzustimmen als wenn du MX oder auf der Strasse oder im Soziusbetrieb fährst. Wieso?
Ist die Abstimmung überdämpft , also zu hart, springt das Rad eher über die kleineren Unebenheiten als dass es der Kontur "folgt" Damit verlierst du hinten und vorne an Traktion. Und um Traktion geht es ja primär in der Fahrwerkseinstellung.

Daher bin ich bei meiner 701 EN überall 2-3 Klicks in Richtung "Komfort" setup gegangen. Fühlt sich für MICH auf Schotterwegen aber auch onroad viel angenehmer an.
Schlussendlich geht nichts über den individuellen Fahrversuch. Fahre dir mal ein Basis Setup auf einer "Referenzstrecke" für dich alleine heraus. Mach Änderungen nicht im 1 Klick Bereich sondern mache gleich 3-5 Klicks auf einmal anders. Dann spürst du den Unterschied deutlicher. Ggf gehst du dann wieder etwas zurück wenns zu viel war. Für den Soziabetrieb machst du dann noch 3-5 Klicks "härter" (Federbasis sollte eigentlich auch angepasst werden, ist aber bei der 690er umständlich). Und je nach Beschaffenheit des Geländes musst du eh immer wieder justieren.

Hier noch ein paar Tipps und mögliche Abhilfemassnahmen bei Setupproblemen (von einem ehemaligen MX Fahrer geschrieben):
https://explore-magazine.de/articles/mx-…-der-woche.html

Hoffe das hilft dir etwas weiter.

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Beiträge: 2

Vorname: Elias

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KTM: 690 Enduro-R

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3

Freitag, 14. September 2018, 12:17

Vielen Dank für die Ausführliche Antwort.
Das mit der Referenzstrecke und der 2 - 3 Klick Justierung klingt sinnvoll - werde ich mal ausprobieren.
Nun .. Schotterwege sind schön aber nein, da ist mir tatsächlich noch nichts durchgeschlagen.
Ich biege gern dahin ab wo es richtige Steigungen und tiefen gibt. Ich kann mir vorstellen das das Fahrwerk egal wie ich es einstelle nicht auf Soziusbetrieb in solchem Gelände ausgelegt ist.
Für den Solobetrieb würde ich mir deinen Rat zu Herzen nehmen und ich werde den Feldweg nehmen , bei dem mir im Solobetrieb bei recht hoher Geschwindigkeit der hintere Stoßdämpfer ( scheinbar ) durchschlug .
Da es mir mit den Maschinen mit denen ich vorher fuhr schlichtweg nicht möglich war zu springen kitzelt es mich in den Fingern es mit der 690 r zu versuchen auch wenn ich davor natürlich Respekt habe durch das Gewicht der Maschine.

Was mich interessieren würde ist, wie jemand, die 690 mit Standart Fahrwerk eingestellt hat für den Crossstreckenbetrieb . ( Also wie viel Klicks ,wo ,mit ähnlichem Fahrergewicht ) Sodass Sprünge gemacht werden können ohne in Gefahr zu laufen dass an den Dämpfern durch Überlastung Schäden entstehen könnten.

Hat mir trotzdem auf jeden Fall geholfen! -
vielen Dank & schönes WE :)

Beiträge: 82

Vorname: Frank

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KTM: 690 SM

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4

Freitag, 14. September 2018, 14:17

Hello! ich fahre die gleiche Gabel und fahre sie beide 12 Klicks auf! wenn du springen willst oder MX-Strecken fahren willst kauf dir ein anderes oder 2. Moped!
dieses Bike ist um 40kg zu schwer und wenn die mal einen Hang runterfliegt ist "alles" im A....!!
das ist keine Hardenduro!
ich traue ihr auch immer mehr zu als sie dann kann weil ich auch immer vergesse wie schwer sie ist und das hat mich auch schon in verzweifelte lagen gebracht.

die 690er Enduro oder 701er sind die bessten Dualsportbikes die es am Markt gibt sprich leichtes Gelände,Schotter,aber auch gut auf der Strasse ,für alles andere sollte Exc oder ähnliches am Bike stehen!
lg

5

Freitag, 14. September 2018, 14:18

Was mich interessieren würde ist, wie jemand, die 690 mit Standart Fahrwerk eingestellt hat für den Crossstreckenbetrieb . ( Also wie viel Klicks ,wo ,mit ähnlichem Fahrergewicht ) Sodass Sprünge gemacht werden können ohne in Gefahr zu laufen dass an den Dämpfern durch Überlastung Schäden entstehen könnten.

Mal ein Durchschlagen vermag das Fahrwerk schon auszuhalten. Was die federung/Dämpfung nicht schluckt geht mehr auf die Lagerungen und Verschraubpunkte.
Rein vom Bauchgefühl würde ich für MX sicher mal gem Handbuch auf Sport stellen. Dann mal easy eine Runde drehen ohne gleich alle Sprünge voll durchzuziehen :zunge:
Wahrscheinlich musst du an der Gabel noch die Dämpfung der Zugstufe um 3-5 Klicks weiter erhöhen. Beim Federbein wohl auch. Damit bringst du allgemein mehr Stabilität bei der Landung rein.
Bei der Druckstufe kommt es halt drauf an wie weit und hoch du springst. Da musst du dich rantasten. Solange bei der Landung nichts durchschlägt musst du dort vielleicht gar nicht gross anpassen. Weil wenn du hinten zu viel Druckstufe (oder zu wenig Zugstufe) hast kann es dann auch sein dass das Heck "kickt". Die oben verlinkte Seite fasst das mMn schön zusammen.
Viel Spass und keine ungewollten Abflüge :zwinker:

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Vorname: Hartmut

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KTM: 1290 Super Adventure R

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6

Freitag, 14. September 2018, 15:47

Offroad würde ich die Dämpfung eher auf machen, damit die Räder schnell wieder Bodenkontakt haben.
beware of the mantis

7

Freitag, 14. September 2018, 16:17

Offroad würde ich die Dämpfung eher auf machen, damit die Räder schnell wieder Bodenkontakt haben.

wie oben schon erklärt:

Offroad Enduro stimme ich vollkommen zu. Fürs MX mit Sprüngen/Tables jedoch nicht. Da brauchst du eine hohe Dämpfung v.a. bei der Ausfedergeschwindigkeit (Zugstufe). Sonst wirds schnell mal instabil bei der Landung . Kenne das aus Erfahrung :ja:

8

Freitag, 14. September 2018, 17:28

habe auch die 2014er -ich wiege 120Kg und fahre das Fahrwerk auf Soft im Gelände- da schlägt nix durch. Mit 690er auf Crossstrecke fahren - was das auch immer bringen soll mit dem schweren Dinges (ja ich habe es auch probiert und jeder Klopps auf ner 125er hängt mich sofort ab)? Wenns beim landen Vorne durchschlägt hat eher der Fahrer was nicht richtig gemacht. :wheelie:
:Kürbis:

Beiträge: 6

Vorname: Achim

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KTM: 1290 Super Adventure T

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9

Samstag, 15. September 2018, 06:25

Da ich echt gern im Gelände unterwegs bin habe ich die USD Gabel vorn und den Dämpfer hinten mithilfe des Handbuchs bei jeder Einstellung auf 15 Klicks im Uhrzeigersinn eingestellt ( Sport ).
Standartmäßig ( vom Händler ) waren 10 Klicks eingestellt.

Hallo,

kann es sein, daß Du die Anleitung falsch verstanden hast? Dort steht jeweils: "Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung." Zur Einstellung der Dämpfung also erst im Uhrzeigersinn ganz zudrehen, dann für z.B. "SPORT" 10 Klicks gegen den Uhrzeigersinn öffnen. Je mehr Klicks, desto weicher die Dämpfung. Das gilt in gleicher Weise für alle Dämpfungseinstellungen am Fahrwerk Deiner 690er Enduro. Das Federbein ist nicht ganz einfach abzustimmen, weil Du zum einen an Deiner 690er nur noch serienmäßige 250mm Federweg zur Verfügung hast (frühere R-Modelle hatten 275mm). Und zum anderen, weil Du hier am Federbein Highspeed- und Lowspeed-Druckstufendämpfung getrennt einstellen mußt. Dabei überschneidet sich deren Wirkung allerdings. Es geht hierbei nicht um Deinen gefahrenen Speed, sondern um die Einfedergeschwindigkeit am Hinterrad - also harte, schnelle Stöße fallen in den Bereich der Highspeed-Dämpfung, während langezogene Bodenwellen mehr die Lowspeed-Dämpfung fordern. Ein fertiges Setup für Deinen Einsatzzweck kann ich Dir leider nicht nennen - ich fahre meine 690RR nur im Endurowanderbetrieb.
Hakim

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KTM: 690 Enduro-R

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10

Samstag, 15. September 2018, 22:03

690er ist keine Sportenduro

Ich fahre die 690er (ohne Sozia) mit härterer Feder (90 N/mm) und max. Highspeeddämpfung und trotzdem schlägt der Hinterreifen gelegentlich am Tank an. Die 690er ist halt keine Sportenduro.
Gruß Nessi