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Montag, 11. Dezember 2017, 14:26

E-Motorrad selbst gebaut!

Hallo liebe E-Gemeinde,

schon lange habe ich den Traum von einem E-Motorrad für den Alltagsgebrauch. Die Motorräder von KTM haben für mich definitiv zu wenig Reichweite für den hohen Preis. Zero ist da schon interessanter, aber leider auch noch mal ein gutes Stück teurer.
Da ich gerade meine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme mache, liegt es für mich nahe, ein "altes" Motorrad als Basis für einen kompletten Elektroumbau zu machen. Ich arbeite im Bereich der Antriebstechnik, von daher liegt die Idee nicht so fern :ja:

Ich bin gerade erst mal mit der Ideenfindung beschäftigt. Dazu zählt, das Motorrad (die Basis) des Projektes ausfindig zu machen. Ich suche nach einem Motorrad, was einerseits gut für den Alltagsgebrauch ist (leicht, evtl. Taschen), gleichzeitig aber genug Platz für die Akkus hat. Die Serienmäßige Motorleistung legt auch die Motorleistung der Elektrovariante fest. Bleibt man unter dieser, muss nur ein Motorumbau abgenommen werden und nicht der ganze Rest des Motorrads, aufgrund der höheren Leistung.

Momentan hänge ich bei einer Supermoto oder einem Naked Bike, vor BJ 2003


Gerne hätte ich Vorschläge von euch, welche Motorräder:
1. Relativ günstig in der Anschaffung sind (2-3000€ mit Motorschaden o.ä.)
2. Eine gute Zubehörversorgung haben
3. Eine moderate Serienmäßige Leistung haben (ab 40PS)

Vielleicht haben auch Leute von euch Zugang zu einem 3D-Drucker, welchen ich gerne für meine Akkupacks mit Zeichnungen füttern würde.
Metallbearbeitungsmaschinen muss ich mir auch noch ausfindig machen. Entweder hat jemand von euch Kontakte, oder ich werde in der Umgebung nach einer Firma ausschau halten, welche Bock hat, da mit einzusteigen.
Eine Lackierwerkstatt habe ich bereits.

Nach dem Studium der zuständigen Regularien werde ich mal bei den örtlichen Prüfstellen des TÜV Süd anfragen. Einerseits braucht es einen Prüfer, der sich mit dem Thema überhaupt auseinandersetzen will und es geht auch um die Möglichkeit diesen großen Umbau für den Prüfer zu dokumentieren oder mit einem Gutachten zu unterstützen.
Ich habe mit meinem Ausbildungsbetrieb dahingehend Glück, dass dort das Hauptaugenmerk die qualitative Ausführung ist. Von meiner handwerklichen Ausführung her mache ich mir deshalb keine Sorgen. Des Weiteren habe ich auch ein paar Kollegen, die sehr mit der Thematik vertraut sind und mir helfen können. Die größte Sorge ist momentan die Willigkeit der TÜV-Prüfer.

Falls es jemanden aus meiner Nähe mit Tipps gibt, ich komme aus 86899 Landsberg :grins:


:wheelie:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Exquisitate« (11. Dezember 2017, 16:25)


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2

Montag, 11. Dezember 2017, 16:23

Servus
Definitiv nicht zum TÜV nach Aichach.
Habedieehre and don´t forget to rock and :wheelie:
Christoph

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3

Montag, 11. Dezember 2017, 18:08

Hi! Interessantes Projekt! Habe zwar relativ wenig Erfahrung mit E Antrieben, beschäftige mich aber gerade auch etwas beruflich damit. Wenn du noch Mitstreiter für Ideenfindung etc pp suchst... PN ;)

Was willst du denn genau drucken? Habe einen 3D Drucker im Keller stehen und damit unter anderen schon Drosselklappenkörper gedruckt. Je nach Vorhaben müssten wir halt überlegen welche Materialien wir verwenden möchten etc.

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4

Montag, 11. Dezember 2017, 18:31

Super Projekt!

Wenn du so eine Fachkenntnis hast, könntest du ja auch in Zukunft den Akku der Freeride E mit neuen Zellen ausstatten? :-)

Viel Erfolg!

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5

Dienstag, 12. Dezember 2017, 19:21

Hi! Interessantes Projekt! Habe zwar relativ wenig Erfahrung mit E Antrieben, beschäftige mich aber gerade auch etwas beruflich damit. Wenn du noch Mitstreiter für Ideenfindung etc pp suchst... PN ;)

Was willst du denn genau drucken? Habe einen 3D Drucker im Keller stehen und damit unter anderen schon Drosselklappenkörper gedruckt. Je nach Vorhaben müssten wir halt überlegen welche Materialien wir verwenden möchten etc.


Cool, dass das Projekt Zuspruch findet!
Mit dem 3D-Drucker würde ich gerne ein Gehäuse für das Akkupaket bauen. Mit Kabelführungen und allem drum und dran. Das wäre auf jeden Fall sehr edel!
Als Akku möchte ich recyclete 18650 Zellen verwenden. Für die eigentliche Anordnung der Zellen gibt es ja diverse Fertigschablonen. Um das Ganze aber in ein großes Gehäuse mit den entsprechenden Plätzen für Verkabelung zu bringen, wäre aber so ein Drucker ganz praktisch ;)
Aber damit könnte man das maximale Batteriepotenzial ausnutzen, indem man auch entsprechende Gehäuse für die verwinkelteren Orte druckt.
Ich weiß ja nicht, bis zu welcher Größe du drucken kannst. In einem Stück geht das sowieso nicht, aber da kann man sich mit 2K-Kleber und Plastikschweißen helfen :grins:


Super Projekt!

Wenn du so eine Fachkenntnis hast, könntest du ja auch in Zukunft den Akku der Freeride E mit neuen Zellen ausstatten? :-)

Viel Erfolg!


Das fände ich auf jeden Fall interessant, wird aber kaum billiger sein, als ein neues Akkupaket. Es sei denn man benutzt auch wieder recyclete Zellen, welche aber keine 100% Kapazität besitzen. :rolleyes:
Interessanter fände ich es schon mal, so ein defektes Steuergerät in die Hände zu bekommen. :ja:

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6

Dienstag, 12. Dezember 2017, 19:25

Servus
Definitiv nicht zum TÜV nach Aichach.


Naja, ich werde mal alle in der Umgebung anfragen, und mit denen, die sich dazu bereit fühlen, tiefergehende Sitzungen machen.
Evtl. frage ich dafür auch bei einem Unternehmen an, das Elektroumbauten vornimmt, die haben bestimmt die entsprechenden Kontakte ;)

7

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 09:58

Würde hier den Rahmen einer Alten EXC nehmen.

Der ist aus stahl kann also gut angepasst werden und ist zudem leichter als der eines Naked bikes.



Hatte vor 2 Jahren was ähnliches vor, habs dann aber leider wieder verworfen.

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Donnerstag, 14. Dezember 2017, 17:11

Ich habe einen Bauraum von 220*220*240mm am Drucker. Mehr geht nicht. Denke das wird dann schon ordentlich mehrteilig. Zudem sollte man sich überlegen wie es mit den Akkutemperaturen aussieht und ob man da nicht evtl. Kühlmaßnahmen einleiten müsste, je nachdem was für eine E Maschine verwendet werden soll. Gibt es da schon Pläne? Und zur Steuerung: Eigene oder Kauflösung?

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9

Freitag, 15. Dezember 2017, 14:13

Hört sich nach nem extremen Geld und Zeitgrab an.
Wärs nicht einfacher sich aus einzelnen Akkuzellen einen Akkupack zusammenzubasteln, um so die Reichweite von einem gekauften E Motorrad zu verdoppeln?

Auf die schnelle:
Laut KTM soll der Akkupack der 2018ner E-XC 3,9kWh haben und irgendwo hab ich was von 260V gelesen.
Dh zb Akkuzelle NCR18650PF 62S 5P zusammenlöten, dann hast du n zweiten Akkupack. Kosten für die Zellen knapp 800€
korrigiert mich gern, wenn ich einen Denkfehler reingebracht hab.

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Freitag, 15. Dezember 2017, 14:36

Bezüglich der Konstruktion und Zeichnerei für etwaige Gehäuse kann ich dir sicher helfen. Bin gelernter Technischer Produktdesigner :zwinker:
:driften:

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11

Samstag, 27. Januar 2018, 14:08

E-Motorrad selbst bauen ist ein cooles Projekt, wenn man viel Zeit und Geld hat.
Habe auch schon über einen Eigenbau eines Motorrads oder eines Autos nachgedacht.
Das größte Problem wird es sein das Projekt mit Zulassung auf die Straße zu bekommen.

Problem 1 EMV Vorschriften. Tipp-> Bei alten Fahrzeugen sind die Vorschriften nicht so schlimm. Messungen sind im Labor sehr teuer.
Problem 2 die anderen Normen für E-Fahrzeuge. z.B iso 6469, iso 7637, LV123 usw :weinen: . Es werden soweit mir bekannt z.B Crashtests für Fahrzeugakkus, Iso-Wächter usw. gefordert .
Problem 3 Zugang zu den im Basisfahrzeug verbauten Steuergeräten zu bekommen.
Problem 4 die optimalen Komponenten zu einem vertretbaren Preis finden.

Übrigens
Einen Akku für die Freeride selbst bauen ist auch nicht so trivial. Da der Akku am Fahrzeug-BUS hängt sind hier zum einen Kenntnisse im Bereich CAN BUS nötig, zum anderen ist das richtige DBC File nötig da sonst die Zuordnung der CAN Botschaften eine Herausforderung ist. Funktionen wie die Vorladung oder das Batterie-Hauptschütz werden sonst nicht ansteuerbar sein. (Sollte jemand an das DBC File gekommen sein bitte im Forum einstellen. Das Akku Projekt für die Freeride verfolge ich auch :grins: ) Wenn man sich ein kleineres Ladegerät bauen will steht man vor dem gleichen Problem.

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12

Samstag, 27. Januar 2018, 19:38

Da werden die Knackpunkte ja schon angesprochen
und nicht nur ...
Hört sich nach nem extremen Geld und Zeitgrab an.
... das IST es definitiv.
Ganz besonders, wenn man das mit dem Kauf eines fixfertigen, perfekt ausentwickelten Serienprodukt vergleicht.
Damit lässt sich dann auch einfach auf der Strasse rumfahren.

Was die Reichweite betrifft,
so ist das eben DAS Problem der Elektromobilität, die NICHT am Draht (Oberleitung) hängt:
Ich hab auch die Zero´s probegefahren und es war wirklich nett;
besonders die kleine Enduro hat mir gefallen (das Nakedbike war zu blunzig).
Ging recht ordentlich, Fahrgestell und Bremsen und so nichts Besonderes, aber ok,
die 9900,- die die mit nur einem Akkupack kosten sollte,
waren durchaus in einer finanzierbaren Region
und mit 56 km Reichweite komm ich ins Büro und zurück - is vielleicht ein bissl wenig.
Ja, da denkt man schon mal nach ob man sich sowas kaufen soll ...
... und wie ich so denk und den Schlüssel in die Werkstatt zurückbring,
steht doch hinter dem Tor eine WR250F:
Mehr Schmalz, geiles Gestell, geile Bremsen, mind. 200 km Radius,
vollgeladen in 2 Minuten und das an Millionen Stellen in Europa,
potentes Werk im Hintergrund ... um 4990,- ... auch neu.
Man bekommt also ZWEI WR250F für den Preis der Minimal-Zero.
Da fällt die Entscheidung auch auch Elektroingieuren leicht
und mit einem EIGENBAU wird das nicht besser.

P.S.: In unserem engeren Freundeskreis findet sich das TGM-Rennteam,
das mit selbstgebauten Motorrädern TT-Zero Rennen fährt
und das nicht gerade erfolglos:
Nur MotoCzysz und Mugen-Hondo waren schneller. LINK
Grüße von Babsi
Vertrieb und Beratung für Fa. Myjet "Highscore"
Fa. Skorianz Christian

13

Samstag, 27. Januar 2018, 22:14

Tach!

Toi, toi, toi! :Daumen hoch:
Es grüßt der Parry!

Vauzwo? Macht froh! :grins:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Parry Hotter« (28. Januar 2018, 04:42)