Beiträge von Arturo_Bandini

    Der Rahmen ist der gleiche. Die 32mm sind schon korrekt, das ist das Innen-Maß an Rahmen und Schwinge.

    Ein Auge am R1 FB ist bereits 32mm, das andere 25mm. Dieses muss also 7mm gespacert werden, 3,5mm pro Seite.

    So dicke Passscheiben gibt es für M10 natürlich nicht, also habe ich addiert 2mm+1mm+0,5mm je Seite. Edelstahl. Mit etwas Sekundenkleber vorher zusammenkleben, dann geht der Einbau leichter oder überhaupt erst. Fragt nicht, woher ich das weiß.

    Eine Sache habe ich überhaupt nicht bedacht, ist mir erst bei Erstellung meiner Doku aufgefallen:

    Ein Dekra oder Tüv-Prüfer wird bei der Auslegung der Federrate ja wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen eher an der zulässigen Gesamtmasse interessiert sein als an an allem anderen. Und dann siehts düster aus.

    Das ist ja auch ein generelles Problem, gerad bei leichten Mopeds - die Beladungszustände können theoretisch eine gigantische Bandbreite haben, wo eigentlich eine Federrate sowieso nie ausreicht und Vorspannung reicht da auch nicht mehr. Daher wird wahrscheinlich seitens OEM immer ein schlechter Kompromiss ausgewählt. Beladung sicherstellen auf der einen Seite und solo nicht komplett oversprung auf der anderen Seite. Gerad bei nem indischen Gaul. D.h. man nutzt solo wahrscheinlich eh bei fast allen Mopeds sehr wenig Hub.


    Geb ich mal zu bedenken und frage gleichzeitig nach Erfahrungen zu den Anforderungen der Prüforganisationen diesbezüglich. Ich werd auch selber mal nachfragen.

    Originalfederbein ist nicht ganz verkehrt, da kann ich auch 20clicks offen fahren ohne dass es instabil wird. Aber bei schlechtem Asphalt und vor allem in Schräglage fand ichs nicht ganz so gut. Ich führe es auf ne relativ weiche Druckstufe zusammen mit der progressiven Feder zurück: rauscht erst bisschen durch und dann hängt man im harten Teil der Federate und es bewegt sich nicht mehr viel.

    Wo das andere Federbein herkommt, ist ja eigentlich egal, kann man doch alles anpassen. Die R1 Federbeine sind günstig, mehr Einstellmöglichkeiten und servicebar im Gegensatz zum original. Und ich spiele gerne an Fahrwerken rum. Achso, bei original hatt ich nach dem schlechten Sommer offenbar Wassereintrag durch den Zugstufeneinsteller - ließ sich nur noch mit viel Kraft bewegen. Damit fing die Suche dann an…

    Moin Männers,


    ich möchte mal paar Datenpunkte hinzufügen in dieser Diskussion. Detailinfos folgen auch später noch mit Fotos und allem, wenn ich meine Präsi für eine potentielle Eintragung fertig habe. Also, ich treibe eine 22er Svartpilen 401 durchs Winkelwerk und experimentiere seit 09/24 mit RN32/RN49 Federbeinen. Ich glaub das RN32 ist sogar von einem user hier.

    Basisdaten:


    - Svartpilen hat 142mm Federweg aus 55mm Hub am WP FB, Einbaulänge in meinem Fall 303-304mm (also etwas über nominal)

    - R1 hat 120mm Federweg aus 59mm Hub, EBL Minimum 310mm mit gekürztem Gewindeteil


    Ich bin schon arg passionierter Fahrwerksnerd im MTB Bereich, da mach ich quasi alles selbst außer eigene Kolben Fräsen. Vieles kann man gut auf die Straßen-Mopete übertragen.


    Bei den ganzen Diskussionen konzentriert hier sich vieles immer auf die Federrate, was auch definitiv einer der Hauptpunkte ist, aber nicht der einzige. Aber bisher auch wenig echte Daten im Raum. Daher: Hauptproblem ist das durchschnittliche Übersetzungsverhältnis Schwinge auf Federbein, daher ist die R1 Feder meist zu weich:

    - Durchschnittliches Ü-Verhältnis R1 = 2,03 (im Fahrzeugbereich wird das auch oft als Inverse davon angegeben, ich bleibe bei der MTB Nomenklatur)

    - Durchschnittliches Ü-Verhältnis Svarti 401 = 2,58


    > Genau das ist der Knackpunkt, erst mal halbwegs unabhängig vom Verlauf der Kurve (progressiv oder linear); Bedeutet: Eine Schwartpilen ist durchschnittlich 27% höher übersetzt als eine R1. Dementsprechend müsste im Mittel die Feder ca. 27% härter sein in der Theorie. Vorweg: mein RN32 FB war bei Pepe aus anderen Gründen, Federrate gemessen 85N/mm. Macht multipliziert mit 1,27 ca. 110N/mm. Originalfeder hat 100-150N/mm, dual rate. Klingt erst mal plausibel.


    Ich fahre mit 75kg dennoch erst einmal die 85er Feder weiter. Grund ist folgender - dadurch, dass das R1 FB ca. 7mm länger baut, kommt das Heck ca. 18mm höher. Der Fahrersitz entsprechend ca. 12mm. Also ist etwas mehr SAG nicht verkehrt, um das teilweise wieder auszugleichen. Ließe sich aber natürlich auch am FB intern anpassen. Aber auch meine SAG Messung passt ganz gut: bei Vorspannung ca. 80mm (nach Handbuch R1 77,5mm weich, 78,5mm Standard, 85,5mm hart) habe ich 20mm statisch + 30mm durch mein Körpergewicht = 50mm SAG. Dadurch, dass ich jetzt 4mm mehr Hub habe, wächst der Federweg auf 152mm von 142mm. 50mm:152mm=33% SAG. Recht viel, aber noch gerad so im Rahmen bei dem recht üppigen Federweg. Und die Druckstufen sind ja in gewissem Rahmen einstellbar.


    Zu den Einstellungen: Ungetuned RN32 fällt sofort beim ersten Einfedern per Hand auf, dass die Zugstufe arschschnell ist. Selbst bei 3 clicks zittert das Heck noch nach dem Ausfedern. Geht gar nicht. Fazit: HSR (high speed rebound) viel zu schnell, Shimstack am Hauptkolben zu lasch.

    Bins dann 2 Monate so gefahren mit einem halben click Zugstufe. 1 click auf war schon zu wenig Dämpfung für mich. Um herauszufinden, ob das tatsächlich an der Grundabstimmung des FB liegt oder nur an der Lebensdauer des Öls habe ich günstig ein zweites FB aus einer RN49 gekauft. Exakt gleiches Verhalten. Zudem wirkt sich so eine Einstellung recht extrem auf die Druckstufe aus, da die Zugstufe am Hauptkolben kein checkvalve besitzt, also der freie Durchfluss auch in Druckstufenrichtung fast komplett abgedreht wird. Druckstufe wird dadurch ziemlich hart. Am Basevalve also alles komplett offen gefahren als Ausgleich. War ganz gut fahrbar so, aber dann doch ab zum Tuner.


    Vor zwei Wochen dann mit Service und umgeshimmter Zugstufe eingebaut. Seitdem geil. Zugstufe nun 8 clicks offen und Druckstufe recht weit geschlossen (HSC 1 Umdrehung, LSC 2 clicks). Interessant wäre jetzt natürlich noch der Vergleich zu einem 4mm im Hub (und Einbaulänge) reduzierten RN Federbein mit ca. 100er Feder für mein Gewicht und ebenfalls angepasster Zugstufe. Mal sehen, ob ich das noch mal machen lasse. Mit härterer Feder muss man dann natürlich entsprechend noch härter beshimmen, weshalb es mir ein absolutes Rätsel ist, wie Leute hier mit Ü 100N/mm Federn und Standard Zugstufendämpfung bei diesen Federbeinen fahren können. Pogo Stick deluxe :-). Der Rest zum Einbau dann in einer pdf.


    Eins vorweg: Es ist unerlässlich das 25mm Dämpferauge am RN Federbein exakt auf das Maß an Rahmen oder Schwinge auszuspacern. Bei mir an beiden Enden 32mm. Geht easy mittels DIN988 Passscheiben. Sonst macht ihr aus einer statisch belasteten Federbeinschraube eine dynamisch belastete Schraube, die dann tatsächlich irgendwann brechen kann. Die Schraube sieht dann ein Vielfaches der Betriebslast, die normalerweise auf sie wirkt (in einem vernünftigen Klemmverband). Und ihr könnt euch die Rahmen-/Schwingenaufnahme verziehen. Ne M10x1,5 mit 50Nm bringt etwas über 40kN/4000kg Vorspannkraft. Wetter geil, jetzt wird geballert, bis densen.