Beiträge von Schwarzer Reiter

    Quelle: http://www.kba.de > Startseite > Fahrzeugtechnik > Produktsicherheit/ Rückrufe > Einzel Dokument > Fragen und Antworten - Produktsicherheit



    Wann schaltet sich das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als Produktsicherheitsbehörde ein?


    Das KBA schaltet sich ein, wenn ihm Informationen über herstellerbedingte Mängel an Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen bekannt werden, die zu ernsten Gefährdungen von Personen führen können. Diese Informationen können aus unterschiedlichen Quellen stammen (zum Beispiel: Medien, Privatpersonen, Hersteller, Behörden).



    Was ist eine ernste Gefährdung?


    Nicht jede mögliche Gefährdung ist eine ernste Gefährdung. An den folgenden Kriterien können Sie sich orientieren, ob eine ernste Gefährdung wahrscheinlich ist:

    • Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen anwendbarer Rechtsverordnungen werden nicht eingehalten oder Sicherheit und Gesundheit von Personen werden bei bestimmungsgemäßer Verwendung oder vorhersehbarer Fehlanwendung gefährdet und
    • die Gefährdung tritt plötzlich und unvorhersehbar auf und
    • die Gefährdung ist für Personen unabwendbar


    Was sind praktische Beispiele für eine ernste Gefährdung?


    Ernst ist eine Gefährdung beispielsweise, wenn ein ordnungsgemäß gewartetes Fahrzeug nicht mehr gelenkt werden kann. Das heißt, die Lenkanlage fällt während der Fahrt ohne Vorankündigung komplett aus (zum Beispiel: Bruch der Lenkspindel, Spurstange, Bruch eines Rades). Wenn nur die Lenkunterstützung (Servolenkung) ausfällt, liegt jedoch keine ernste Gefährdung vor, da das Fahrzeug im gesetzlichen Rahmen lenkbar bleibt.
    Fälle können jedoch meist nicht verallgemeinert werden. Oft ist der Einzelfall zu betrachten.

    Wie bereits anfangs erwähnt werde ich zu der Sache nicht allzuviel sagen. Ich will weder KTM oder deren Zulieferer belasten oder schlecht reden. Mit der SD war ich von der ersten Minute an voll zufrieden und sehe auch jetzt noch ein grandioses Motorrad in ihr. Die Qualitätsanmutung aller Bauteile entspricht meinen Erwartungen, Motor und Fahrwerk sind über jeden Zweifel erhaben.

    Es ist nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass es sich bei dieser Felge um ein
    en Einzelfall handelt. Da eine eventuell nötige Rückrufaktion möglicherweise zu spät kommen könnte, will ich mit diesem Thread lediglich präventiv auf den möglichen Schaden aufmerksam machen und somit gesundheitliche Folgen bei weiteren Besitzern vermeiden.



    ein glück, dass dir nicht viel passiert ist, bekommt man den reinsten horror wenn man die bilder sieht !


    habe an meiner damaligen lc4 in der vorderen felge jeweils an jeder speiche risse gehabt, ktm hat sich die zuschicken lassen und getauscht. gehört hab ich da nichts mehr aber das war auch vor internet .

    Da hast du Glück gehabt. Da mir die Felge leider nicht beim umdrehen des Zündschlüssels gebrochen ist, ist es bei mir mit dem Tausch der Felge alleine bei weitem nicht getan. :weinen:

    jedoch können Materialfehler bei jeglichen anderen Materialien jedoch auch vorkommen , oder etwa nicht ... :kapituliere:


    Materialfehler können mit einer Stichprobenprüfung nicht gänzlich ausgeschlossen werden- egal um welches Material es sich handelt. Was ich zum Ausdruck bringen will sind die Anforderungen an die Prüfung von Bauteilen für im Straßenverkehr befindliche KFZ, um das Leben Unbeteiligter bestmöglich zu schützen. Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen liegen die Anforderungen an die Prüfung und Dokumentation dieser sehr hoch. Hier geht es nicht um Rundenzeiten und Preisgelder, das ist der Punkt.
    Ich gehe davon aus, dass KTM und seine Zulieferer nach DIN ISO 9001 zertifiziert sind und die Prozesskette somit dokumentiert ist.


    Herzliches Beileid , auch wenn das nicht so richtig passt , kommt aber selbst in der WM vor


    Das mag sicherlich sein. Jedoch handelt es sich hier um ein Aluminium- Gussrad der Serienfertigung, welches den Anforderungen des KBA entsprechen muss. Und nicht um ein sündteures Magnesiumrad, welches nach ein paar Rennen unbrauchbar ist und auf maximale Gewichtsersparnis getrimmt wurde.

    Danke für euer Mitgefühl. Ich kann euch beruhigen, körperlich geht es mir soweit ganz gut- über 2000€ an Schutzkleidung sei Dank.
    Es kam in der Tat sehr überraschend, als ich auf dem Asphalt lag und ich konnte zunächst nicht begreifen wie es dazu kommen konnte. Wäre dieser Schaden auf der Autobahn über eine Dehnfuge oder bei flottem Landstraßentempo über eine Kuppe eingetreten, sähe die Sache mit Sicherheit anders aus. Selbst bei Gegenverkehr hätte es schon aus sein können.
    Da mir beruflich bedingt die Werte der üblichen Materialien im Maschinenbau und die heutigen Sicherheitszahlen in der Berechnung von Zug- und Druckfestigkeit vetraut sind, hat mich die Sache sehr schockiert. Auch meine fachkundigen Kollegen konnten es nicht fassen, dass dieser Schaden auftreten konnte.
    Ich werde aber keine vorläufigen Schlüsse ziehen, nur eine Untersuchung der Felge kann Aufschluss bringen. Wie ihr euch denken könnt, ist nicht nur die Felge kaputt- nach rund 3 Monaten auch ein finanzielles Desaster.

    Hallo KTM Treiber,


    ich möchte keine Pferde scheu machen, euch aber dennoch über das informieren was mir passiert ist und euch somit vor eventuellem Schaden der gleichen Ursache bewahren.


    Seit 7 Jahren fahre ich nun Auto und Motorrad. Mit dem Motorrad habe in etwa 60.000 km unfallfrei hinter mich gebracht. Ich würde mich als routinierten Fahrer beschreiben, der Risiken vernünftig einschätzt und nicht unnötig eingeht. Das ist wohl das Rezept, weswegen ich mich bisher weder abgelegt habe, noch in einen Verkehrsunfall verwickelt worden bin. Weder mit dem Motorrad noch mit einem meiner Autos „Rauf auf´s Bike und Hirn aus“ war nie meine Devise, Stuntriding ist bei mir auch auf´s Mountainbike beschränkt- da kann nicht so viel kaputt gehen ;)


    Im Juni dieses Jahres erwarb ich eine 2010er Super Duke 990 als Neufahrzeug beim KTM Händler. Da ich 7 Jahre lang ausschließlich V2 gefahren bin, ist die Leistungscharakteristik der SD wie auf mich zugeschnitten und ich kam mir von Anfang an absolut sicher auf ihr vor. Über den Fahrspaß brauche ich euch sicherlich nichts zu erzählen. Stolz wie Oskar bekam sie die Pflege, die sie verdiente. Nach jeder Ausfahrt wurde sie von Insekten befreit, abgestellt ausschließlich in der Garage, auf Ausflügen blieb sie immer im Blickfeld. Man gönnt sich ja nicht alle Jahre ein Neufahrzeug.


    Lediglich 3 Monate nach Erstzulassung und rund 4000 km Straßenbetrieb brach an meiner Super Duke 990 die Vorderradfelge. Es handelt sich um die Serienfelge von Marchesini/ Brembo. Das Motorrad wurde ausschließlich auf der Landstraße bewegt und nicht misshandelt. Also keine Stunts wie Wheelies, Stoppies, Burnouts, Treppenabfahrten oder offroad.


    Der Bruch geschah bei relativ niedriger Geschwindigkeit, sodass ich dank zeitgemäßer Schutzkleidung keine schwerwiegenden körperlichen Schäden beim anschließenden Sturz davon getragen habe.



    Die Bilder sprechen für sich selbst. Es sind drei der fünf Speichen gerissen, eine Speiche ist an der Nabe und im Bett zugleich gerissen, das Bett selber ist wie zu sehen ebenfalls gerissen.



    Ich wollte euch nur informieren, dass dieser Schaden bei einer Serienfelge aufgetreten ist und werde aus diversen Gründen keine Fragen dazu beantworten. Ich bitte auch von Spekulationen Abstand zu nehmen.

    Tja, dann werde ich mich auch ´mal auskotzen ;)


    Ich fahre seit 2004 Motorrad, hatte damals noch vor bestandener A- Prüfung ohne großes Suchen eine 2003er Suzuki SV 650 S aus erster Hand erworben. Der V2 wuchs mir ans Herz, wurde in vielen Details verändert und seltsamer Weise hielt die Bindung zur SV bis letztes Jahr ganz probat. 54.000 km standen auf der Uhr und die Luft wurde zunehmend dünner für den "Aufsitzmäher", wie er hin und wieder genannt wurde. Der "Mäher" ging für seine bescheidenen 72 PS jederzeit beherzt zur Sache, ließ sich gefahrlos ausquetschen und gab einem das Gefühl alles gegeben zu haben. Von Dunlop Sportmax wurde auf Metzeler Z6 und schließlich auf Michelin Pilot Power gewechselt.


    Im Sommer 2010 begann die grobe Suche nach einem vernünftigen Nachfolger. Wichtiger Kriterien waren ein modernes, werksseitig vernünftiges Fahrwerk, gute Bremsen und ein charakterstarker Motor.
    Sollte es doch ein säuseliger Reihenvierer sein? Bei meinen beiden Autos ist schließlich der feinere Reihensechszylinder Pflicht, da könnte man ja .... aber nein. Ich wollte nach Möglichkeit in´s aufrechte Lager wechseln, da mir die Stummel in Ortschaften geradezu umgebracht haben. Die ersten Ideen waren Z750, Z1000, FZ1, GSX R 750, Honda CB 1000 R. Doch an allen Mopeds gab es etwas auszusetzen. Im Frühjahr 2011 hatte ich die Möglichkeit eine MV Agusta Brutale 910R zu kaufen. Die Probefahrt war super, die Entfernung zum nächsten Händler und die Inspektionskosten dagegen nicht. Nach langem Überlegen siegte die Vernunft. Es folgten Probefahrten mit Kawasaki Z 750, Aprilia RSV 1000 Tuono, Ducati 848, Ducati Monster 1100 evo, Ducati Streetfighter, Yamaha FZ1, Triumph Speed Triple. Die Aprilia gefiel mir überhaupt nicht, die FZ1 war mir zu glatt und die Ducatis... eigentlich wow. Eigentlich- die 848 musste ich nach wenigen km frustriert abstellen. Mit der traurigen Erkenntnis, dass ich mir dieses Moped auf der Landstraße nicht antun kann. Die Monster empfand ich als etwa zugeschnürt oben raus, die Streetfighter war mir ehrlichgesagt zu teuer. Und die Speedy? Zunächst hässlich und der Motor regelt wiederlich ab ohne Überhang.
    "Schau dir doch den großen Herzog an", wurde mir öfters geraten. War das was für mich? Ich hasse Enduros, Supermotos und alles was dem ähnlich ist. Da ich die SD in die Ecke geschoben hatte, war sie immer abgeschrieben. Und dann schreckte mich noch die Sitzhöhe ab. Ok, zumindest sollte es ein 1000er V2 sein, die Reihenvierer hatten mich genervt. Aber ein spritziger V2, nicht einer allá Monster mit Serienmäßiger Zuschnürung. Drehfreudig sollte er sein und mit mit wehenden Fahnen in den Begrenzer rennen.


    Die Suche lag auf Eis, da hatte ich von der Berufsgenossenschaft aus ein Motorrad Fahrtraining. Trotz Lustlosigkeit (mit der langweilig gewordenen SV) war ich dabei, als Sicherheitsbeauftragter gehört das zum guten Ton. Und da war sie! Ein Arbeitskollege hatte sich vor wenigen Wochen eine 2010er SD gekauft. So in Real und vor mir sah sie schon fett aus. Also hoch das Bein und rauf. Die Details waren auch aus Blickrichtung Maschinenbau fein gelöst, die Ergonomie passt auf Anhieb, die Optik gefällt- Probefahrt vereinbaren :)
    Wie es der Zufall will hatte ich kurzfristig einen Nachmittag für mich, das Wetter war perfekt und mein KTM Dealer konnte mir spontan einen Termin geben. 17 Uhr den großen Herzog abgeholt und auf eine kurvige Strecke in den Spessart gestartet. Streckenkenntnis war stellenweise vorhanden, was die Sache noch angenehmer machte. Irgendwo hatte ich einmal gelesen, dass es beim großen Herzog nach 10 km "klick" machen sollte und man besessen ist. 10 km? Ok, grob überschlagen, ca. 3 Liter Öl, Trockensumpf... geben wir ihm mal die ersten 15 km maximal 5000 rpm. Und dann... was soll man sagen? :peace: Genau mein Fall, eine Raue Sau mit gefühlt 0 Gramm Schwungmasse, aggressivem Hochdrehen, tollem Sound (zumindest onboard) und sehr schnittigem Fahrwerk. Die Bremse hatte es mir auch sofort angetan, an der Transparenz können sich andere eine dicke Scheibe abschneiden.
    Wieder zurück musste ich natürlich Lagebericht erstatten. Außer "100%" fiel mir in dem Moment nicht viel ein, glücklicher war ich noch mit keinem Motorrad gewesen. Nach kurzem Überlegen und der Inzahlungnahme meiner SV gab es kein zurück mehr. Ökonomisch war der Kauf dazu. Mittlerweile stehen rund 3600 km auf dem Tacho und die Fahrfreude reißt nicht ab. Sie zwingt geradezu in einen aktiven Fahrstil, bummeln bekomme ich nicht hin.



    MfG