Soweit ist das ganz richtig:
Die Kolbenringe sind an ihrem Außenumfang ganz leicht konisch (oben ist der größere Durchmesser bzw. Aufschrift),
weil die auch bei genauester Fertigung nicht wirklich GANZ am Zylinder anliegen.
Im Neuzustand ergibt sich dadurch nur eine sehr kleine Fläche,
die schnell verschleisst und damit rasch für einen dichten Kolbenring sorgt.
Über genau diese Kontaktfläche wird jedoch der Kolben
einen nennenwerten Teil der über den Kolbenboden aufgenommenen Wärme los,
und solange die noch klein ist, ist die Wärmeübertragung entsprechend schlecht.
Belastet man so einen noch nicht eingefahrenen Motor längere Zeit stark,
wird der Kolben zu heiss und kann aufgrund der Ausdehnung sogar anreiben/fressen.
Den Motor in der Einfahrzeit extrem zu schonen, ist jedoch auch kontraproduktiv:
Man verlängert damit die Zeit bis zum Tragen des Ringes unnötig lange,
weil dieser nicht nur durch seine eigene Spannung an die Zylinderwand gedrückt wird,
sondern auch durch den Verbrennunggasdruck, der durch den feinen Spalt über dem Ring hinter diesen gelangt.
Gibt man wenig Gas, fällt das weg und das Einlaufen des Ringes dauert vermeidbar lang.
Alles anzeigen
Das ist alles soweit richtig.
das das wer zusammengebracht hat. 
WIRKLICH abkühlen sollte man den Motor während des Einfahrens möglichst selten lassen:
Nicht nur, dass jeder Kaltstart dem Motor mehr schadet als 500 km Autobahn (Zitat: Hütten),
ändert sich beim Erwärmen die Geometrie zahlreicher Motorbauteile (z.B. der Laufbuchse )
geringfügig, aber doch und auf welche Geometrie soll sich alles einlaufen?
Auf die, die sich beim HEISSEN Motor einstellt selbstverständlich!
Diese aussage stimmt auch allerdings ist es auch so das der verschleis der beim klatstart IMMER entsteht. Der Motor läuft sich somit auch auf die "kalt" Geometrie ein. Wenn man jetzt den Motor in der einfahrfase vor dem 1000km Öl-Wechsel nur 2-3 mal startet hat man den Kalt-Einlauf-Verschleis später im normalen Öl. 
Ob man das Öl zwanghaft nach 1000 km wechseln muss, darüber kann man sicher streiten,
aber ich finde, das soll schon früher raus:
Auch wenn der Motor im Werk ordentlich von Fertigungsrückständen gereinigt wurde
(was eh wenig machert, denn die finden sich dann im Ölsieb bzw. -filter
und ihr würdet euch wundern, WIEVIEL man da oft findet!),
ist doch der FEINE und harte Abrieb von den Kolbenringen, den Kupplungsbelägen usw. im Öl
und den will ich da nicht haben:
Drum kommt das Öl schon nach 100 ... 200 km raus und das ist dann sogar augenscheinlich dreckig!
Auf die 2 Flascherln kommt´s doch nicht an,
aber die Filter gehören (wie bei JEDEM Ölwechsel!) auch getauscht!
(Früher hat man sogar zum Einfahren sogar ein besonders "schlechtes" Einfahr-Öl verwendet,
welches den gewünschten geringen Verschleiss dank geringerer Notlaufeigenschaften unterstützt!
Ob die Mattighofener sowas beim Neumotorrad einfüllen, weiss ich jedoch nicht.)
Alles anzeigen
DAS ÖL MUSS AUF JEDEN FALL NACH 1000 km GETAUSCHT WERDEN.
Da es sich wie erwähnt um ein minderwertiges Öl handelt welches dafür gedacht ist die Einfahrfase zu verbessern!!! (auch bei der Schaltwalze Welche für das Hacken der gänge verantwortlich ist, über das sich immer wieder beschwert wird, soll auf diesen 1000km durch das öl verringert werden.)
Zitat
Da ich micht eigentlich anderswo vorstellen wollte aber über das Wissen meines Vorredners faszieniert war mach ich das jedst einfach hier.
Ich bin der Matthias.
Komm aus Bayern
und komme aus der Forschungsabteilung eines Motorenherstellers und bin momentan dabei meinen KFZ-Meister zu machen.