An alle zukünftigen Stage II-Selbsteinbauer:
Habe gestern mein Kit per Post erhalten und gleich eingebaut - lief alles reibungslos. Hatte noch keine Gelegenheit, das neue Fahrgefühl zu testen (war dann doch spät geworden), freue mich aber schon mächtig.
Jedenfalls wollte ich nur hier beisteuern, dass ich die Scheu vorm Ausbau des Luftfilterkastens nicht verstehe. Als ich die Batterie ausgebaut hatte und mir vorgestellt habe, wie ich da hinten in dem kleinen Loch mit irgendwelchen hanebüchenen Werkzeugen ordentliche Löcher in die Airbox-Rückwand schneiden soll, war mir klar, dass saubere deutsche Wertarbeit nur bei ausgebautem Luftfilterkasten möglich sein wird.
Der Ausbau ist jedenfall alles andere als schwer und in Summe wahrscheinlich weniger Arbeit, als in der beengten Einbausituation rumzufummeln. Man baut dazu nur die rechte Hälfte des Heckrahmens ab. Die linke kann dran bleiben:
- Beide Sitze ab, Batterie raus
- Den Mapping-Wahlschalter und das daneben befindliche kleine schwarze Elektrik-Kästchen (hab mir nicht die Mühe gemacht, herauszufinden, wofür das ist) von der Halterung abziehen
- Innen im Batteriefach die beiden kleinen Schräubchen lösen, die die schwarze Plastikwanne am rechten Heckrahmen befestigen
- Dann die beiden schwarzen Kunststoffstifte, die die Plastikwanne mit dem Luftfilterkasten verbinden, ausbauen (Die beiden flachen runden Knubbel, die man oberhalb der Hinterradabdeckung von außen sieht). Das ist etwas kniffelig, da es sich um solche unsäglichen Plastikspreizdübel handelt, in die ein Plastikdorn eingedrückt ist. Man muss also zuerst den Dorn rausbekommen, dann kann man den Dübel nach außen (unten) heraus ziehen. Den Dorn kann man mit dem Griff eines kurzen Schraubendrehers (oder einem Daumen mit dicker Hornhaut) von innen aus dem Luftfilterkasten herausdrücken. Wenn das nicht funktioniert, dann den Dorn vorsichtig von außen ausbohren. Wenn man das geschickt anstellt, kann man den Spreizdübel wiederverwenden und den Dorn durch ein passendes schwarzes Schräubchen mit Grobgewinde ersetzen.
- das gesamte Heck (also den Kennzeichen-/Rücklicht-/Blinkerträger) mitsamt Soziushaltegriffen und Rücklichtplastikabdeckung abbauen. Bei meinem kurzen, umgebauten Heck war es ausreichend, nur die jeweils rechten Schrauben herauszudrehen, die linken konnten in der linken Heckrahmenhälfte drin bleiben.
- Die rechte Schraube der Soziussitzbankverriegelung herausdrehen.
- Auspuffhalterung abbauen
- Dann die fünf Schrauben, die die rechte Heckrahmenhälfte tragen, lösen: Die Verbindungsschraube direkt neben der Fahrersitzbankbefestigung, die Verbindungsschraube ganz an der Spitze des Hecks oberhalb des Rücklichts, die obere der beiden Schrauben der rechten Soziusfußraste und letztlich die beiden Schrauben, die den Heck- am Hauptrahmen befestigen. Dann kann man die Heckrahmenhälfte seitlich abziehen.
- Der Luftfilterkasten lässt sich nun ebenfalls nach rechts abziehen, wenn vorher das Ansaugrohr zwischen LuFiKa und Drosselklappenkörper (wie einschlägig beschrieben) ausgebaut wurde.
- Es könnte sein, dass ihr, um den Luftfilterkasten heraus zu bekommen, auf der linken Seite die obere der beiden
Befestigungsschrauben der linken Soziusfußraste lösen müsst, da diese
Schraube ein Verbindungsrohr zur rechten Seite hält, welches in einem
Loch durch den Luftfilterkasten geführt wird. Dieses Rohr verhindert
u.U., dass ihr den Luftfilterkasten nach rechts abziehen könnt.
Alles in allem 10 Minuten Arbeit, die das Bohren, Schneiden und Schleifen an der Airbox und vor allem das anschließende Ausblasen erheblich vereinfachen. Außerdem kann man so gleich diesen komischen Ansaugschnorchel sauber entfernen.
Vergesst beim wieder zusammenbauen das Loctite 243 an den Befestigungsschrauben des Heckrahmens nicht.
Viel Spaß! 