Beiträge von Merlynn

    Mit dem Erstausrüstersatz Sahara 3 war ich eigentlich ganz zufrieden, sehr gut auf trockener Straße (erst ab 8000km nachgelassen), bei Nässe akzeptabel (wenn man zu wild am Gasdriff dreht gibts allerdings im 4. noch Wheelspin), auf trockenem, losen Grund auch ganz brav, wenn es aber sehr weich bzw. feucht wird rasch überfordert. Ab 130km/h fing meine aber immer stark zu pendeln an. Laufleistung Metzeler Sahara 3 hinten 9.200 (wobei noch etwas Profil über das gesetzliche Minimum vorhanden war), vorne schätze ich gut 11-12000km.


    Bei ca. 9200km kam dann der MitasE09 hinten drauf (lt. Freundlichem haben sie zu dritt daran gearbeitet), bis jetzt knapp 1000km abgespult, auf trockenem Asphalt überraschend gut, trotz des groben Profils lässt sich die Fuhre weit in die Kurve reinlegen und bleibt dabei stabil. Auf nassem Asphalt bin ich etwas gespalten, fahre da immer sehr zaghaft, aber im letzten Gewitter wollte ich einen Traktor überholen, habe dabei wirklich sehr vorsichtig beschleunigt, als mich das Hinterrad überholen wollte - kann natürlich sein, dass es gerade dort extrem rutschig (Öl, Dreck, sonstwas) war - und ich die Kiste gerade noch so einfangen konnte. Habe geschätzte 100km im Nassen zurückgelegt, bis auf das eine Mal allerdings keine Probleme mit dem Grip gehabt - vorsichtiger Umgang mit der Gashand vorausgesetzt. Auf losem Untergrund konnte ich den Reifen noch nicht richtig testen, hatte dazu noch keine Zeit, dürfte allerdings deutlich griffiger als der Sahara sein. Positiv - das Pendeln ab 130 ist weg.


    Jetzt mache ich mir langsam Gedanken um einen neuen Vorderreifen, soll etwas grober als der Sahara werden, aber auch auf Asphalt gut halten, fahre doch etwa 70-80% auf Asphalt.

    Ich konnte im Juni 2015 noch eine 690 Enduro R ergattern und bin mit dem Moped bis jetzt (ca. 9000 km) sehr zufrieden. Bis jetzt keine Defekte, Ölverbrauch nicht messbar, das Einzige, das mich etwas stört, ist die Tatsache, dass sie unter 3000 u/min sehr stark ruckelt.


    Beim letzten Service vergangene Woche habe ich die Husky 701 Enduro (Modell 2017) als Werkstattmoped bekommen und damit ca. 100km abgespult. Vom Motor/Getriebe ist die Husky nach meinem Empfinden viel besser, sie zieht sauberer von unten raus und die Gänge flutschen nur so rein - da ist mein Kürbis etwas zickiger, erwische manchmal den Leerlauf zwischen 4., 5. und 6. Gang, das Getriebe der KTM ist etwas hakeliger. Beschleunigt man im 1. oder 2. Gang voll aus niedrigen Drehzahlen schüttelt sich die KTM und muss sich erst fangen, um bei 4 - 5000 U/min loszupreschen, dass das Vorderrad himmelwärts flüchtet, die Husky macht das deutlich homogener, und ruckelt bei niedrigen Drehzahlen deutlich weniger, obwohl auch bei ihr in den niedrigen Gängen das Vorderrad gerne Höhenluft schnuppert. Die Rückspiegel an der Husky erfüllen ihre Funktion, das Bild ist auch bei höherem Tempo sauber, bei der KTM ist wegen Vibrationen kaum etwas zu erkennen - ich glaube, die Husky hat 2 Ausgleichswellen und läuft daher deutlich ruhiger. Auch vom Sound gefällt mir die Husky besser, sie klingt satter und macht kaum mechanische Geräusche, die KTM "nagelt" im Lehrlauf vor sich hin, man könnte fast meinen, dass da irgendwo im Motor ein lockeres Teil herumliegt. Ob es an einer besseren Abstimmung der Husky oder am neueren Motor liegt, kann ich aber leider nicht beurteilen.


    Fahrwerkseitig gefällt mir wieder die KTM deutlich besser. Die KTM frisst Kurven regelrecht und liegt in Kurven sehr ruhig, während die Husky beim Einlenken etwas indirekt und kippelig wird und so eine saubere Linie verhindert. Dafür liegt die Husky bei höheren Geschwindigkeiten etwas besser und neigt nicht so sehr zum Pendeln. Das kann aber natürlich auch an den Reifen liegen (KTM - Metzeler Sahara 3, Husky - Conti TKC 80).


    Was noch für die KTM spricht, ist die Tachoeinheit, da ist viel mehr Info (Drehzahl, Temperatur, Geschwindigkeit, Uhrzeit, km-Stand/Ganganzeige) drauf, als bei der Husky (Geschwindigkeit, Uhrzeit, km-Stand - wollte am Display nicht rumdrücken um nichts zu verstellen, vielleicht gibts auch andere Anzeigemöglichkeiten). Dafür hat die Husky Platz für Verbandszeug und Bordwerkzeug, die KTM ist innerlich total verbaut. Fazit: Meine Traumkombo wäre eine 690er (gefällt mir optisch und vom Fahrwerk besser) mit Motor/Getriebe der 701er. :wheelie:

    Hallo Zusammen,
    seit etwas über einem Jahr habe ich nun 5500km mit meiner 690R abgespult, der werksmäßig ausgerüstete Sahara3 ist hinten nun zu etwa 2/3 runtergefahren und schön langsam mache ich mir Gedanken um ein neues Teil. Danka an Alle, die hier ihre Erfahrungen posten :respekt:
    Mit den originalen Sahara3 war ich im Großen und Ganzen zufrieden - fahre ca. 70% Straße, 30% leichtes Gelände. Auf der Straße ist der Sahara3 super, verträgt ordentlich Schräglage, solange es trocken ist und der Speed unter 130, darüber fängt der Kürbis dann zu pendeln an - werd mal einen andere Sitzposition versuchen. Auf nassem Asphalt hatte ich schon mal beim Rausbeschleunigen aus einem Kreisverkehr im 4. Gang Wheelspin, da ist eine gefühlvolle Gashand empfehlenswert. Auch auf Schotter oder Erde hält er sich gut, zumindest solange es trocken ist. Im Schlamm oder Gatsch zu fahren bieb mir bisher versagt - wahrscheinlich war es auch Glück.
    Als Nachfolger tendiere ich trotzdem zu etwas Grobstölligerem (wahrscheinlich Mitas10), denn auf einer trockenen Wiese wird es mit dem Sahara3 schon etwas unruhig, auf verwachsenen Feldwegen mit Spurrinnen sucht er verzweifelt nach Halt, da wird es für einen Gelegenheitsenduristen wie mir etwas mulmig, besonders, wenn die Vorderpartie nicht so richtig dem Lenkeinschlag folgen will.
    Mein Fazit für den Sahara3: guter Allroundreifen, der auch im Gelände brauchbar ist, solange es trocken und griffig ist. Der Hinterreifen dürfte wohl um 8.000 km halten, der vordere um einiges länger.

    Bei mir ist noch der Originale drauf, hab mich noch nicht entschieden, sollte in erster Linie leichter als der Orginaltopf sein. Bessere Leistungsentfaltung im Teillast- und mittleren Drehzahlbereich (leichtes Ruckeln im Ortsgebiet bei 50 km/h) wäre noch wünschenswert. Lautstärke ist eher nebensächlich (kernigerer Klang unten herum ok, aber grundsätzlich mag ichs eher unauffällig).