Beiträge von easyrider2910

    "BummDG: Wie die Untersuchung der Kette ja gezeigt hat, ist sie ja weiterhin nutzbar....daher kann man auch nicht von einem Produktionsfehler ausgehen"


    Genau das wusste ich ja vorher nicht. Das die Kette nach dem Gutachten nicht mehr auf Garantie getauscht werden würde, war mir dann auch klar. Klar war mir damit aber weiterhin, dass KTM Billigketten für ihre hochpreisigen Geräte nimmt (die Marke steht auf der Kette, es ist tatsächlich eine minderwertige Kette ! ! !). Und das hat mich dann so verärgert, vor allen Dingen in Verbindung mit dem Spruch vom Herrn Otto, dass meine Qualitätsansprüche wohl zu hoch wären. So ist das halt heutzutage bei KTM: eine hochwertige Kette bei diesen teuren Maschinen zu erwarten, ist anscheinend unverschämt.


    Na dann kauf ich mir als nächstes halt wieder einen Japaner, da bekomme ich für weniger Geld sogar mehr.

    Manche meinen hier doch tatsächlich, dass es schon toll ist, wenn eine Kette doch 8000 km gehalten hat. Wohlgemerkt ich fahre hier kein Offroad. Bei meinem ersten Einzylinder hat die Kette über 20.000 km gehalten, das war allerdings auch eine Markenkette.


    Und noch etwas zur Garantie von Verschleißteilen: Wie ich schon beim Eröffnungsthema geschrieben habe, gibt es sehr wohl auch Garantie auf Verschleißteile, nämlich immer dann, wenn ein Fabrikationsfehler vorhanden ist. Solche Mängel bei der Produktion kommen durchaus vor und unterliegen dann der Garantie. Kann der Käufer ja nichts dafür, wenn das Verschleißteil schon mit Mängeln ausgeliefert wird.

    Hallo Biker,


    leider habe ich äußerst schlechte Erfahrungen mit der Kulanz von KTM gemacht:


    ich hatte voriges Jahr meine KTM 690 Supermoto R neu gekauft. Nach nur 8000 km war die Kette, trotz guter Pflege und Schmierung (Scott-Oiler) schon verschlissen. Ich also sofort zum KTM-Händler, der den Fall beim KTM Kundendienst meldete und sofort eine Absage bekam, mit der Begründung, dass Verschleißteile nicht der Garantie unterliegen würden. Das ist natürlich Quatsch, denn es gibt durchaus Garantie auch auf Verschleißteile, da auch diese, wie alle anderen Waren, Fabrikationsmängel aufweisen können, die der Garantie unterliegen. Diese Aussage von KTM war schon mal die erste Frechheit.


    Ich sah mich gezwungen, mich persönlich beim KTM Kundendienst zu melden, woraufhin man schon mal ein wenig mehr aus den Socken kam und mich bat, die Kette nach KTM zuschicken.


    Nachdem ich dann ein halbes Jahr ! ! ! warten musste, bekam ich wieder eine Absage mit folgender Begründung:
    Es wurde ein Gutachten angefertigt, das besagt, dass die Kette noch innerhalb der Toleranz wäre und noch gefahren werden könnte. Die Kette wurde mir dann auch zurück geschickt zur weiteren Verwendung.


    Es ist nur so, dass ich zum KTM-Händler gefahren bin, weil ich eben NICHT mehr mit der Kette fahren konnte. Die Kette war so ungleich gelängt, dass sie mir schon gegen den Reifen schlug und dort Kettenfett hinterließ, was ja auch noch höchst gefährlich war ! ! ! Und trotzdem empfiehlt KTM mir diese Kette weiter zu fahren. Das ist unglaublich und gefährlich zugleich !


    Warum der Gutachter zu so einem Schluss gekommen ist, kann ich nur mit seiner offensichtlichen Befangenheit begründen, nach dem Motto: Einmal kulant - immer kulant. Das will mann wohl bei KTM vermeiden!


    Als ich mich dann bei KTM über diese Vorgehensweise nochmal beschwerte, bekam ich folgende arrogante Antwort von Herrn Otto vom Kundendienst bei KTM:


    "Sehr geehrter Herr Weiler,


    gerne haben wir uns bemüht, uns Ihrer Reklamation an zu nehmen
    und Ihre Kette von dem Kettenhersteller überprüfen und ein Gutachten
    erstellen lassen. Ich bedauere sehr das wir Ihren Qualitätsansprüchen
    nicht genügen können.
    ....


    mit freundlichen Grüßen


    Alwin Otto"


    Herr Otto findet also, dass meine Qualitätsansprüche zu hoch sind. Wohl gemerkt, wir sprechen hier von einem Motorrad, das mit nur einem Zylinder und 64 PS 9000 Euro kostet. Da kann man wohl erwarten, dass keine markenlose Billigkette aus Tschechien oder Polen verbaut wird, die nach 8000 km erneuert werden muss, wegen ungleicher Längung ! ! ! ODER ..... ?


    Das waren Zeiten, als ich noch "Reiskocher" gefahren bin, da gab es solche Probleme nicht.


    Welche Erfahrung habt ihr mit der (Un) Kulanz von KTM?


    W. Weiler