Beiträge von geosidecar

    Hallo zusammen


    Hier gibt es doch sicher "gut informierte Kreise", oder?


    Eigentlich wäre es ja kein Hexenwerk: ein 21" Vorderrad und längere Federwege für die 390 Adv, einen hohen Fender und andere Bereifung

    Voll ca. 170 kg und knapp 45PS, da würden viele Enduristen sicher interessiert hin sehen und zuschlagen.


    Aktuell höre (und manchmal lese) ich immer mal wieder von solchen Plänen, aber auch von einer Norden 401 und/oder einer GasGas 400 Adventure mit 390er Aggregat.


    Neulich habe ich mir den Adv Vergleichstest angesehen und mich gefragt: weshalb "nur" 5 Kandidaten?

    Weshalb in der kleinsten Klasse nicht auch eine "R"-Variante?


    Bin gespannt auf Rückmeldungen in diesem Thread und auf das, was (hoffentlich) tatsächlich kommen wird ...


    Gruß

    Wolfgang

    Hallo zusammen


    Ich habe mir (m)eine Enduro R aus 2014 erst Ende 21 gekauft und bin inzwischen 2.000 km damit gefahren. Alles was ihr hier zum Thema Ergonomie und Tourentauglichkeit beschreibt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch weil ich (außer unserem Familiengespann) seit 1994 große Reiseenduros fahre, sind mir die Einschränkungen an Bequemlichkeit und alle geschilderten sonstigen "Eigenheiten" nach diesen 2k km bekannt und aufgefallen. Aktuell und seit 2 Jahren nutze ich für weite Reisen und Touren zu zweit (m)eine XT 1200 ZE.


    Für den "Sitzkomfort" bei längeren Tagestouren und wenn es nicht auf Feldwege oder sonstige legale offroad-Strecken geht, hat sich ein aufblasbares Sitzpolster bewährt. Ich nutze das Modell "Traveller Rider" von SW-Motech, der gewünschte Luftdruck lässt sich regulieren. Gut, das sieht jetzt vor der Eisdiele oder dem Cafe nicht so nach dem "harten Biker" aus, ist mir aber nicht wirklich wichtig. Gut ist, wenn etwas praktikabel ist, wenig Kosten verursacht und schnell und einfach zu handhaben ist! Dass sich damit die ohnehin schon üppige Sitzhöhe noch einmal erhöht und deshalb nicht für alle Körpergrößen die optimal Lösung ist, muss natürlich berücksichtigt werden. Ein Aufpolstern hätte ja den (dann aber dauerhaften) gleichen Effekt.


    Die Gepäckmitnahme habe ich so gelöst: an der gebrauchten R waren Touratech Seitenträger. Auf die habe ich die Adapterplatten von SW-Motech für HB-Koffer gebastelt und hänge dann mein HB Gobi Hartschalenkoffer dran. Funktioniert prima!


    Weshalb ich die R im Vergleich mit einer Reiseenduro trotz der "Einschränkungen" genial finde:

    Das Gewicht !!!

    100 und mehr kg weniger als die üblichen Verdächtigen sind eine Hausnummer. Nicht nur bzgl. Handling und Spaß on- und offroad, sondern und vor Allem auf Touren alleine und wenn es halt mal wieder passiert, dass das Moped Bodenkontakt hat. 140 - 160 kg (je nach Tankinhalt und Anbauteilen) heben sich alleine und in schwierigem Terrain einfach deutlich leichter auf und hinterlassen in den meisten Fällen weniger Kampfspuren.


    Wünsche Euch allen eine erlebnisreiche Saison (ohne Kampfspuren)!