Ja, Norbert,
die abgebrochene Lasche des Sicherungsblechs hatte sich so in der inneren Nabe verklemmt, dass die Kupplungslamellen nicht mehr komplett zusammengepresst wurden und die Kupplung deshalb rutschte. Leider schaffe ich es immer noch nicht, Fotos hochzuladen, damit ich euch das mal zeigen kann. Wäre nett, wenn mir das mal einer erklären könnte. Die Ursache für das Rutschen hätten wir also geklärt. Immer noch unklar ist mir aber, warum die Lasche überhaupt abbrechen konnte. Wie schon erwähnt, war die Kupplung vorher noch nie auseinander gewesen. Wenn das Blech im Originalzustand plan ist, kann man es nach dem Verschrauben nicht mehr umbiegen. Also muss man es vorher umbiegen, allerdings genau an der richtigen Stelle, denn wenn man es zu weit in Richtung Bohrungsmitte biegt, lässt es sich nicht montieren; will heißen: das Blech liegt nicht plan auf. Ich vermute daher, dass es vorher, also ab Hersteller, bereits an der richtigen Stelle gebogen ist. Das werde ich aber sehen, wenn ich es in den Fingern halte, denn ich habe mir trotzdem noch eins bestellt, werde aber das selbstgefertigte aus Niro-Blech drin lassen. Die Bruchstelle sieht eindeutig nach einem Dauerschwingungsbruch aus. Das würde allerdings bedeuten, dass die Schwingungsanregung durch den Motor so stark war, dass es zum Bruch kam und das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Hat der Motor eigentlich eine Ausgleichswelle ??? Eine weitere Möglichkeit wäre ein Materialfehler (Werkstoffüberbelastung durch einen evtl. zu kleinen Biegeradius).
Vielleicht ist unser Schadensfall ja nicht der einzige und es ist schon öfters vorgekommen. Dann hätte KTM an dieser Stelle allerdings ein Problem. Also: Mögliche Betroffene bitte melden !!!!!!
Die stärkeren Kupplungsfedern von Fa. Kranz sind von EBC und sollen lt. Verpackung eine um 15% höhere Kraft haben. Ungespannte Länge ist 33 mm und Federdrahtstärke 3 mm, wie die Originalfedern auch. Ich habe den Verformungsweg bei genau 100N Belastung gemessen und er ist bei den EBC-Federn tendenziell zwar geringer (Originalfedern ca. 4 mm Verformung; EBC-Federn ca. 3mm), aber ich bezweifle, dass das 15% sein sollen. Leider habe ich keine Federprüfvorrichtung, dann könnte ich es ganz exakt messen.
Viele Grüße
Lonzoglunz