Vorab mal eines: ich bin schon seit einigen Jahren im Automobilverkauf tätig und erlaube mir daher meine Erfahrungen auf den Motorradverkauf zu übertragen.
Preisschwankungen im angesprochenen Ausmaß werden durch Herstellersubventionen realisiert. Daraus abzuleiten, dass der Händler derart viel Marge an einem Fahrzeug hat ist Quatsch.
Ganz abgesehen davon muss man bedenken, dass die Marge am Fahrzeug das eine ist. Der Deckungsbeitrag im Verkauf ist aber recht bescheiden. Davon müssen die Mitarbeiter, der Laden, die Provisionen, das Lager, die Finanzierungskosten - kein Händler kann sich leisten den Fahrzeugbestand bar zu bezahlen -, Kulanzleistungen, Reklamationen, Zugaben, Nachlässe und so weiter und so fort bezahlt werden. Eine Umsatzrendite von 3% ist in der Branche wirklich schon stattlich.
Das ist alles in allem wohl Offtopic, aber ich finde es gehört einfach angesprochen. Wie einige meiner Vorredner schon sagten: leben und leben lassen.
Ganz generell kann ich sagen, dass ein Händler in aller Regel lieber einen größeren Kuchen backt als Nachlass zu geben. Soll heißen: Zusatzleistungen und Zubehör bekommt man leichter und in größerem Ausmaß als entsprechende Nachlässe.
Zuguterletzt noch das Thema Barzahlung: Wie schon beschrieben ist es dem Händler erstmal egal ob finanziert oder bar bezahlt wird. Das Geld erhält er so oder so bei Auslieferung in voller Höhe. Allerdings sind seitens der Hersteller gewisse Quoten zu erfüllen und an den Zusatzleistungen - Restschuldversicherung z. B - verdient er nochmal ein paar Euro. Gleiches gilt für den Verkäufer. Daher ist dem Händler eine Finanzierung häufig lieber als die Barzahlung.
Hoffe das bringt etwas Licht ins Dunkel und ist nicht fehl am Platz.
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