Beiträge von Quintus

    Was hälst du vom elektronischen Fahrwerk? Meine damalige Testmaschine hatte auf sehr schlechter Straße versagt, sprich durchgeschlagen.

    Fand ich klasse und souverän. Das semiaktive Fahrwerk der Tracer GT (ist in der GT+ laut Berichten von Journalisten bei der Vorstellung der + vor Kurzem nochmals verbessert worden) hat mir direkt Vertrauen für's Vorderrad gegeben und wäre mir lieber als meine jetzt voll einstellbare KYB-Gabel (die auch schon sehr gut ist) auf der MT 09 SP. Bin bei der Probefahrt allerdings keine derartige Holperstrecke gefahren, dass ein Durchschlagen möglich gewesen wäre. Mein Rat, fahr die GT+ mal eine längere Zeit Probe, auch mit Sozia.

    Vielen Dank für eure Antworten. Werde die 890 SMT Probe fahren und dann schauen, was Herz und Verstand sagen und was dabei dann rauskommt.

    Da es immer blöd ist, wenn jemand fragt, Antworten bekommt und dann aber nicht sagt, was das Ergebnis war, hier also meine Entscheidung nach Probefahrt der SMT und nach in den letzten zwei Jahren insgesamt sicher über 20 weiteren Motorrädern, die ich Probe gefahren bin:


    Hab mir vor paar Tagen eine Yamaha MT 09 SP 2023 als Neufahrzeug gekauft.


    Es wäre eine Tracer 9 GT+ geworden, wenn ich nicht so eingezwängt zwischen Tank und hinterer Sitzbank darauf gesessen hätte. Auf der MT 09 kann man hin und her rutschen und die Komfortsitzbank scheint klasse zu sein. Die normale MT 09 ohne SP hätte ich mir allerdings wegen eines zu schwammigen Fahrwerks in meiner Gewichtsklasse (120 kg) nicht gekauft. Das SP Fahrwerk ist da in einer anderen Liga und den Aufpreis von 2k wert, neben der viel schöneren Lackierung und anderen Details (gebürstete Aluschwinge, schwarzer Lenker usw.)


    Die SMT hat mir einen zu hohen Lenker (es war bereits der niedrigste Riser verbaut), eine viel zu weiche Sitzbank und das Threadthema als Damoklesschwert und ist es deshalb nicht geworden, obwohl sie sich spielerisch und mit Freude fahren lässt. Auch war mir der CP3 von Yamaha das begehrenswertere Motorenkonzept. Laufruhiger als der 890 Twin, heftiger Druck von unten und in der Mitte, fühlt sich eher nach 140 PS als nach 119 PS an, sicher deutlich haltbarer und mit einem leicht rotzigen Sound.

    Die SMT wäre allerdings das vielseitigere Motorrad gewesen, hat das bessere Display und Konnektivität, ist aber auch 3700 Euro teurer (gerechnet auf das, was ich jeweils am Ende zu zahlen gehabt hätte), was jetzt ein unfairer Vergleich ist, weil man sie mit der Tracer 9 vergleichen müsste. Wobei die Yamaha in allem hochwertiger als die KTM anmutet. Eine polarisierende Front haben beide. Am Ende war sicher auch ein wichtiger Faktor, dass meine Freundin nun doch nicht mitfahren möchte und es so auf die Soziatauglichkeit des Motorrades nicht mehr ankam.


    Vielen Dank nochmal allen, die mir geantwortet haben. :prost:

    Hallo, die neue 890 SMT ist genau die Maschine, die ich gesucht und bisher nicht gefunden habe. Quasi eine für alles, bis auf's Gelände, in das ich eh nicht fahre. Also schnelle Runden auf den "Heimatkursen", aber auch komfortabel genug für längere Strecken mit und ohne Sozia. Was mich zurückhält und ernstlich zweifeln lässt, ob ich mir dieses Motorrad tatsächlich kaufen und zwischen 15-16 k Euro bezahlen sollte, was an und für sich nicht das Problem ist, ist dieser Thread hier, den ich von vorn bis hinten gelesen habe. Für einen solchen Preis erwarte ich nämlich Qualität, die nicht nur 15 - 30 k Kilometer hält.


    Sind das hier im Forum jetzt "nur" die Ausreißer nach unten oder ist dieses qualitative Desaster beim 890er Adv Motor vorprogrammiert? Ich würde mich nämlich schwarz ärgern, wenn ich alle naselang etwas an dem Bike hätte. Also besser Finger weg oder auf Glück hoffen oder darauf, dass KTM die Probleme bei der SMT im Griff hat? Zu was ratet ihr mir?

    Eigentlich sollte KTM mittlerweile den Produktionsprozess soweit geändert haben, dass diese Undichtigkeiten nicht mehr auftauchen, oder lernt man in Mattighofen nicht aus Fehlern? Wozu sind denn Kinderkrankheiten da, wenn nicht, um sie nach und nach abzustellen? :Daumen runter:

    Hallo zusammen,
    hier meine persönlichen Erfahrungen:
    Rukka war im Jahre 1995 auch für teuer Geld nicht dicht.

    Ist 23 Jahre her. Was soll so ein Satz in einem Thread, wo es um aktuelle Textilbekleidung geht, ausser gegen Rukka zu stänkern, ohne Ahnung zu haben? :Daumen runter:

    Hauptproblem für Ölverbrauch:
    – das "sanftere" Einfahren ohne permanent wechselnde Umdrehungszahlen

    Meinst du mit Einfahren die ersten 1000 km oder die Zeit zwischen kaltem Motor starten bis er auf Betriebstemperatur ist?


    Wenn du ersteres meinst, wieso sollte ein sanftes Einfahren schlecht sein? Dann gibt man den reibenden Teilen doch die Chance, sich langsam gegenseitig einzulaufen. Dürfte doch besser sein, als von Anfang an Feuer zu geben oder?

    So so...
    Kuckst du: BGH VIII ZR 206/12

    Nur passt der Fall des Urteils nicht im Fall des Threaderstellers. Im Urteil geht es um ein Gebrauchtfahrzeug, das von einem Gebrauchtwagenhändler mit der Formulierung in der Rechnung "inklusive 1 Jahr Gebrauchtwagengarantie zum Preis von..." verkauft wurde.


    Daran schließt sich dann die Frage an, ob die Garantie mit dem Kaufpreis mitbezahlt ist, dann soll eine Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in denen eine andere Werkstatt ausgeschlossen war, möglich sein. Dieser Ausschluss ist laut BGH unwirksam mit der Folge, dass ein Garantieanspruch vorliegt.



    Oder, ob die Inspektionen das Entgelt für die Garantie sind, dann findet keine Überprüfung der AGB statt, und ein Garantieanspruch ist nicht gegeben, wenn in einer anderen Werkstatt repariert wurde.


    Im Fall des verhandelten Gebrauchtwagenkaufes nahm der BGH an, dass die Garantie mit dem Kaufpreis mitbezahlt wurde, also obige erste Alternative vorliegt. Folge, Garantie blieb erhalten.


    Wie das bei einem Neuwagen oder Neumotorrad gesehen wird, hat der BGH nicht entschieden. Da hängt es dann sowohl von den Formulierungen des Vertrages ab, als auch von der Frage, ob man die Garantie mit dem Kaufpreis mitbezahlt, oder die verpflichtenden Inspektionen die Garantie finanzieren. Es ist also nicht klar, wie die Rechtsprechung in einem solchen Fall entscheiden würde.


    Deshalb kann man dem Threadersteller raten, bis zum Ablauf der Grantie alle erforderlichen Inspektionen bei KTM machen und ins Scheckheft eintragen zu lassen. Nur dann ist er auf der sicheren Seite und KTM kann sich nicht rausreden.


    Insgesamt finde ich die Rechtsprechung des BGH bei diesem Urteil nicht zielführend. Garantie ist die freiwillige Zusicherung eines Herstellers, über die gesetzliche Gewährleistung hinaus, für einen bestimmten Zeitraum für die Mangelfreiheit seines Produktes einstehen zu wollen. Wenn es aber eine freiwillige Zusicherung ist, dann darf der Hersteller auch die Bedingungen dafür festlegen, dergestalt, dass nur dessen Werkstätten Reparaturen leisten dürfen, wenn die Garantie erhalten bleiben soll.

    sodass ich Dellen im Drehmomentverlauf als ausgesprochen unangenehm empfinde.

    Die 790 hat weder Drehzahlloch, noch Dellen im Drehmomentverlauf, die erspürbar sind. Das Motorrad dreht mit Leichtigkeit in jeder Lage schnell in den roten Bereich.


    Wer da Dellen im Verlauf erspürt, erspürt auch die Erbse unter 20 Matrazen und Eiderdaunendecken wie in Andersens Märchen von der Prinzessin auf der Erbse. :lautlach: In den Fall dann besser keinen Zweizylinder fahren.


    Das Einzige, was im Mapping stört, ist das Konstantfahrruckeln. Nur würde ich dafür in Deutschland nicht am Steuergerät rumspielen und somit die Betriebserlaubnis und den Versicherungsschutz auf's Spiel setzen.