Danke für die Antwort, liebster Bandi.
Trotzdem werde ich Dich dann nächstes Jahr bei der Battle spalten müssen, ich hoffe Du wirst mir das verzeihen. ![]()
Danke für die Antwort, liebster Bandi.
Trotzdem werde ich Dich dann nächstes Jahr bei der Battle spalten müssen, ich hoffe Du wirst mir das verzeihen. ![]()
Hallo,
die Rennstrecken-Entjungferung meiner SDR 08 stand am Wochenende an.
Entgegen der Wettervorhersage war es größtenteils trocken und die SDR 08 begrüßte den Asphalt in Most.
Besohlt war die SDR mit den von mir geliebten Michelin Slicks, im Detail 1246 Vorne und 1847 Hinten.
Doch was ich dann erlebte war leider nicht wirklich schön.
Mehr oder weniger in allen etwas schnelleren Bereichen (schnelle Links, Links nach Spitzkehre, rauf zum Matadorbogen, "Gegengerade" als auch Start/Ziel bekam ich mehr oder weniger heftiges Schlingern.
Mir war vorher schon bewusst, daß Michelin Slicks etwas unrunder laufen können und nicht überall funktionieren. Doch nachdem ich bisher keine negativen Erfahrungen auf meinen Motorrädern gemacht habe, habe ich jetzt hier auch keine grossen Befürchtungen gehabt. Ein bisserl Wackeln ist schon in Ordnung. Doch das war etwas mehr als ein bisserl Wackeln, das war schon heftig.
Nach dem sehr frustierenden Turn habe ich dann einen gebrauchten Dunlop GP Racer Slick aufgezogen und siehe da, Fahren war möglich.
Nur noch auf Start/Ziel, wenn ich nicht rechtzeitig den Hintern nach Hinten bewegte, gab es ein leichtes Schlingern. Aber alles im grünen Bereich.
Nach und nach gewöhnte ich mich dann auch an die SDR und konnte einige Bücklinge mit ihren Geräten ärgern. ![]()
Zurück zum Topic: Welche Möglichkeiten habe ich? Würde schon gerne mit Michelin Slicks fahren.
In der Battle werden ja Continentale eingesetzt, gibt es da ein Schlingern?
Viele Grüße,
Spatz
gollum
Ja, der Spatz bin ich. ![]()
Mario
Freigabe erteilt.
GTRob
bei den Fahrwerkseinstellungen möchte ich den gleichen Tipp wie Jörg95 geben.
Wichtig ist hier das korrekte Grundsetup. Sprich Negativfederweg und gleichmäßiges Ein-/Ausfedern Vorne und Hinten.
Vorab: Notiere Dir Deine aktuellen Einstellungen
Und dann dieses Grundsetup mal einstellen bzw. kontrollieren.
Und irgendwelche Setup-Vorschläge aus Zeitschriften/Foren etc. kann man nur als grobe Richtlinie werten, da es auch bei den Federelementen Schwankungen bei der Produktion gibt und nicht ein Federelement wie das andere reagiert.
Einfach ausgedrückt: Bei dem einen sind 10 Klicks passend, beim nächsten Fahrzeug können 15 Klicks passend sein um das gleiche Resultat zu erreichen.
Ansonsten lasse es ruhig angehen und versuche Dich langsam zu steigern, zuviel auf 1x ist auch nicht gut.
Viele Grüße,
Spatz
wenn man für 2000 EUR mehr eine SD-R '08 bekommt. Denke eher 2.500+ sollte man rechnen.
habe meine SD-R erst seit 1. Juli und bin gerade bei 1300 km.
Rennstrecken-Entjungferung steht nächstes Wochenende in Most an. Leider wird da mit neuer Schikane gefahren, sodaß ein direkter Vergleich der Rundenzeit nicht möglich ist.
Ich lasse mich mal überraschen, außerdem möchte ich gar nicht dass die Rundenzeit - wieder - im Vordergrund steht. Habe jetzt jahrelang genug Hetzte nach dem letzten Zehntel hinter mir.
Jetzt ist Fun angesagt. Zum Beispiel den hässlichen Wallimar
hier außenrum zu überholen und dabei zu winken.
ich habe schon probegefahren und mich auch entscheiden
SD-R '08 für Strasse/Rennstrecke
GSX-R 750 für Rennstrecke
Weil ich gerade in Schreiblaune bin, kommen wir nochmal auf das gepostete Bild oben zurück. ![]()
Ein Reifenbild posten und dann die passende Antwort zu bekommen ist wie Kaffeesatzlesen oder Glaskugeln verwenden. Mit einem Bild kann man normalerweise relativ wenig anfangen. Es fehlen weitere Informationen wie: Wie ist das Fahrwerk eingestellt? Welchen Fahrstil hat der Fahrer? Luftdruck? Maschine?
Je mehr dieser Parameter bekannt sind, desto besser kann man eine Ursachenanalyse starten. Besonders wichtig ist eben neben den Reifen auch das Fahrwerk, dieses kann man meistens nur Vorort prüfen.
Keine Regel ohne Ausnahme: Das Bild ist nahezu eindeutig.
Wäre der aufgerissene Bereich am Rand gewesen und ca. 2-3 cm Breit, dann hätte ich meine Klappe gehalten, weil das wäre wirklich die Glaskugel gewesen. Da hätte man dann mal so Standard-Antworten wie 2 Klicks Zugstufe/Druckstufe geben können. Für alle Insider: 2 Klicks bewirken bei einen Normalo-Fahrwerk nahezu nichts.
Jetzt ist aber der aufgerissene Bereich etwas vom Rande entfernt. Häufig sieht man das so mit 1-3 cm Abstand vom Rand. Vermehrt bei Fahrern mit viel Leistung/Drehmoment.
Was passiert? Dank viel Leistung wird eine "Schwäche" des Fahrers kaschiert. Diese Schwäche ist das richtige Gas geben. Häufig wird das auch aus Angst/Respekt gemacht.
Man "durchrollt" eine Kurve mit guter Schräglage (der Rand des Reifen ist normal benutzt), richtet die Maschine ein wenig auf (mal mehr mal weniger, daher kommen die 1-3 cm zustande) und gibt dann kräftig Gas.
Für den Reifen bedeutet dies: Der Rand, so bei 40-50 Grad Schräglage, wird normal verwendet. Dann wird aufgerichtet und so bei 25-40 Grad werden plötzlich 100 Nm oder 100 PS freigesetzt. Diese Leistung muss jetzt von dieser Stelle des Reifens mit Schlupf auf den Asphalt gebracht werden. Daher reisst der Reifen in dem Bereich auf. Mehr zur Mitte hin ist der Leistungsanstieg dann wieder eher gering, sprich der Unterschied in der Beschleunigung nicht so groß, daher kein weiteres Aufreissen.
Doch dieses Verhalten ist leider ein Fahrfehler! Man muss das mal so deutlich sagen.
Der Kammsche Kreis gilt auch bei 25-40 Grad Schräglage und bei diesen Gradzahlen kann man den Reifen schon viele Kräfte für die Beschleunigung abverlangen. Nur setzt diese Beschleunigung nahezu schlagartig ein und ein Spüren der Grenzen ist somit fast nicht möglich. Daher passieren Highsider auch eher bei den Mittel-Schnellen-Fahrern.
Besser ist es ab dem Scheitelpunkt das Gas langsam aufzumachen und dabei auch langsam aufzurichten. Dies bewirkt eine Stabilisierung des Fahrwerkes (optimale Lastverteilung 40% Vorne, 60% Hinten), gleichzeitig wird die Gefahr einer Überbelastung des Vorderrades entgegen gewirkt, weil eben Gewicht nach Hinten verlagert wird. Jetzt könnte man das Hinterrad überlasten, doch das kann man viel besser spüren und auch viel besser kontrollieren.
Gleichzeitig bewegen wir uns langsam an der Haftgrenze des Reifens, wird diese angekratzt, so macht sich der Reifen bemerkbar. Minimal das Gas zurücknehmen und die Fahrt geht ganz normal weiter. Oder wenn möglich ist, einfach schneller Aufrichten und Gas so stehen lassen. Ist ein wenig Situationsabhängig.
Sprich man ist zwar eher am Grenzbereich des Reifens, aber belastet den Reifen nicht schlagartig, sondern eben nur leicht. Folglich hat der Reifen die Möglichkeit diese Überbelastung anzuzeigen (=Grenzbereich) und dem Fahrer zu vermitteln. Wenn dieser die Signale richtig deutet, kann er drauf reagieren und nichts passiert.
Das Ganze ist ein flüssiger Vorgang. Nebenbei purzeln dabei auch noch die Rundenzeiten, weil man eben mit viel mehr Schwung aus der Kurve herausgefeuert kommt. Wie sonst ist es möglich, daß eine 600er eine 1000er "ausbeschleunigen" kann?
Weiterer Vorteil: JETZT kann man auch am Reifenbild - mit den entsprechend vielen Parametern - etwas ablesen und erkennen das etwas nicht simmt.
Wenn nämlich der Reifen ganz am Rand aufreisst, ja, dann stimmt etwas nicht.
Viele Grüße,
Spatz
mono: die letzten 3 Jahre über 30 RS-Tage pro Jahr.
Nochmal kurz zurück zum Luftdruck. Früher, so vor 3 Jahren und mehr, war dieses 2.1 Vorne (kalt) und 1.9 Hinten (kalt) der Standard-Luftdruck für Rennreifen/Slicks. Egal ob jetzt Michelin, Pirelli/Metzeler (die guten alten Supercorsa oder Rennsport; egal ob profiliert oder Slick, wichtig war SC/RS-Mischung), Dunlop.
Mittlerweile wird mit einem sehr niedrigem Luftdruck gefahren, teilweise bis 1.3 Hinten (kalt). So z.B. der neue hintere Bridgestone BT-003 Type 3, welcher mit 1.5 (kalt) gefahren werden kann. Warm entspricht dies 1.7-1.9 bar. Der 195er Dunlop wird z.B. sogar nur mit 1.3 bar (kalt) gefahren.
Man gibt neuerdings auch eher den Luftdruck im warmen Zustand an, einfach weil dieser Wert unabhängiger ist von der Außentemperatur. Logisch: kalt kann mal 10 Grad sein, aber auch 35 Grad (Hallo Pannonia-Ring). Warm bei guten 80-90 Grad ist recht konstant.
Der Grund ist relativ klar und am 195er Dunlop Ballonreifen recht einfach zu erklären: Durch die hohen Seitenwände ist es möglich den Reifen mehr walken zu lassen. Damit bekommt man ein wenig mehr Auflagefläche, was wiederum gut für den Grip ist. Jetzt ist es aber wichtig, daß der Reifen trotz der höheren Walkarbeit auch noch Stabil bleibt und da kommt eben der Karkassenaufbau mit ins Boot. Wenn ein Reifen einen höheren Luftdruck benötigt und man diesen mit "zu wenig" Luftdruck fährt, dann wird der Reifen a) ggfs. zu warm, weil er für die zuviele Walkarbeit gar nicht ausgelegt ist und b) ggfs. schwammig, weil der Reifenaufbau mit zu wenig Luftdruck instabil wird.
Bedenken sollte man, daß ein Rennreifen/Slick ein Temperaturfenster von grob 60-100 Grad hat. Wir wissen alle, mit kalten Slicks ist nicht zu spassen. Mit zu heissen Slicks aber auch nicht. Von daher sollte der Luftdruck einigermassen passen. Wobei gerade die neuere Generation schon einiges an Luftdruck erlaubt und man bei Problemen mit Aufreissen teilweise zuerst mit dem Luftdruck ein wenig spielt und dann erst das Fahrwerk anpasst. Vorausgesetzt, dass Fahrwerk ist normalerweise in einem recht guten Bereich eingestellt. Bei einem total verstellten Fahrwerk bringt das auch nichts, eh logo.
Bei Strassenreifen sieht das ganze Sache schon wieder ein wenig anders aus. An dieser Stelle möchte ich so Zwitter aka Michelin Pilot Race mit Strassenzulassung mal außen vorlassen (der Pilot Power Race ohne Strassenzulassung kann wie ein Slick behandelt werden, gleiches gilt ja auch für Supercorsa in SC-Mischung).
Diese müssen Hochgeschwindigkeitstauglich inkl. voller Beladung betrieben werden können. Daher wird fast immer Vorne 2.5 und Hinten 2.9 jeweils kalt angegeben.
Der typische Temperaturbereich eine Strassenreifens liegt so bei 10-70 Grad (nagelt mich bitte nicht auf das Grad genau fest, hängt auch ein wenig vom Reifen ab. Ein Tourenreifen eher etwas niedriger, einer supersportlicher Reifen eher etwas höher.). Daher benötigen Strassenreifen üblicherweise auch keine Reifenwärmer und je nach Umgebungstemperatur ist das Absenken des Luftdruckes auch nur in kleinen Bereichen sinnvoll. Üblicherweise kann 2,2-2,3 Vorne und 2,3-2,5 Hinten (jeweils kalt) gemessen als guten Richtwert für Strassenreifen auf der Rennstrecke empfehlen.
Aber Achtung, es gilt weiterhin die grundsätzliche Empfehlung:
Strasse = Strassenreifen
Rennstrecke = Rennreifen
Was passiert mit den Reifen? Durch den niedrigen Luftdruck erwämt sich der Reifen besser. So bei 30-50 Grad funktioniert z.B. ein Pilot Power hervorragend. Das ist dann auch die Temperatur, welche man beim zügigen Landstr.-Fahren erreicht. Und genau für diesen Einsatzzweck ist der Reifen gebaut worden.
Wird der Reifen jetzt auf der Rennstrecke zu sehr beansprucht, mit zu wenig Luftdruck gefahren oder aber die Umgebung ist zu warm, dann bewegen wir den Reifen am Rande seines Temperaturbereiches. Da hilft dann auch nicht mehr Auflagefläche durch weniger Luftdruck. Zu heiss ist zu heiss und das wird meistens durch "unberechenbares" Verhalten belohnt.
Nehmen wir mal den Pannoniaring, idealerweise zur Sommerzeit. Da braucht man mit einem Pilot Power gar nicht aufkreuzen. Der hat im Stand schon 40 Grad und bei ein wenig artgerechter Haltung des Eisens geht es bei Asphalttemperaturen >60 Grad schnell über die 60-70 Grad für den Reifen.
Sollte ein Strassenreifen zu heiss werden, dann eher mit höheren Luftdruck betreiben um unnötige Walkarbeit und damit hohe Temperatur zu vermeiden. Das bisserl mehr Auflagefläche macht es wirklich nicht aus, wichtig ist das Temperaturfenster des Reifens.
Besser ist es aber bei solchen Umgebungstemperaturen direkt mit Rennreifen zu fahren.
Und dann gibt es noch Strassenreifen, welche unbedingt etwas mehr Luftdruck benötigen um Stabil zu bleiben.
Typische Reifen waren "ältere" Bridgestone-Reifen. So BT-010 und ggfs. ein wenig neuer. Vorne nicht unter 2,3 und Hinten nicht unter 2,5.
Das ist jetzt mal so mein Wissen/meine Erfahrung, welche ich in den letzten 6 Jahren gemacht habe. Teilweise über Reifenseminare oder aber Renndienste vermittelt bekommen, zusätzlich eben mit der sebst gemachten Erfahrung auf Strasse und eben Rennstrecke.
Ich hoffe ich konnte das Thema halbwegs verständlich vermitteln.
Viele Grüße,
Spatz
bekommst Du trotz der 900 km volle 2 Jahre Garantie?
Wenn ja, dann würde ich mir um die 900 km - ggfs. nicht 100%-ig schonend gefahren - keine Sorgen machen.
die pauschale Aussage Luftdruck 2,1 Vorne und 2,0 Hinten (warm oder kalt?) finde ich hingegen jetzt schon fast gefährlich.
Besonders bei Strassenreifen.
Der zu verwendende Luftdruck hängt sehr stark vom Reifen und dessen Karkassenaufbau zusammen. Aber auch die Außen-/Streckentemperatur spielt eine Rolle.
Gerade bei normalen Strassenreifen sollte der Luftdruck nicht so stark abgesenkt werden, eben weil sich sonst der Reifen zu sehr aufheizt und dann außerhalb seines Temperaturfensters betrieben wird. Und dann wird jeder Strassenreifen "unberechenbar".
Strassenreifen haben einen ganz anderen Karkassenaufbau (müssen ja auch voll beladen Höchstgeschwindigkeitstauglich sein) als Rennreifen. Außerdem funktionieren normale Strassenreifen schon bei 20-30 Grad richtig gut, während Rennreifen erst ab 50 Grad anfangen zu arbeiten.
Aber es gilt ja eh:
Strasse = Strassenreifen
Rennstrecke = Rennreifen
Die Schräglagenfreiheit ist mehr als ausreichen, du kannst die Reifen abfahren (Wirklich!) ohne dass du aufsetzt, und wenn du nicht auf die Rennstrecke musst reicht das Standart-Fahrwerk auch aus. Ich wollte auch die R, bin aber froh es nicht gemacht zu haben. Das harte Fahrwerk und dazu das Folterkissen sind auf ner Rennstrecke ok, aber fahr damit mal Stilfserjoch etc, Strecken die nicht sooo gut in Schuss sind. deinwird sich bedanken.
naja, ob die Schräglagenfreiheit ausreichend ist, wird sich noch herausstellen.
Anfang Juni in Brno war auch eine Superduke anwesend (tja, jetzt weiss ich nicht mehr ob R oder nicht R). Zumindest setzten bei dieser SD schon die Rasten auf, während ich noch relativ relaxed hinterher gefahren bin.
Gut man weiss jetzt nicht wie das Fahrwerk abgestimmt war etc. Doch so überzeugt hat mich da die Schräglagenfreiheit auf den 1. Blick nicht. Auf der anderen Seite: Es ist nunmal keine reinrassige Rennstreckenmaschine.
Zum Fahrwerk: Just das Stilfserjoch bin ich letztes Wochenende hochgefahren. Von Ingolstadt aus war es dann eine echte Stahlarschtour.
Und ja, das Fahrwerk ist für die Landstr. nen Tick zu hart. Vom Komfort des Sitzbrötchens möchte ich gar nicht sprechen.
Wenn man nicht vorhat Rennstrecke zu fahren, dann ist vermutlich die normale SD die bessere Entscheidung, ggfs. eine Optimierung der Gabel vornehmen (die wäre mir auf selbst auf der LS zu weich).
Viele Grüße,
Spatz
die lange Links ist bestimmt Reifenmordent, doch dann wäre der aufgerissene Bereich eher am Rand.
Das Du diesen mitbenutzt, sieht man an den leichten Gummifusseln direkt am Rand.
Ich vermute eher ganz stark, daß Du nicht in voller Schräglage gleichmäßig langsam immer mehr Gas gibst, sondern erst einen Tick aufrichtest und dann richtig hart beschleunigst.
Findest du der preisunterschied zut normalen SD ist gerechtfertigt? also ist es das geld wert?
Mein händler hat gemeint, das der motor zu giftig ist und er auf der landstrasse sehr schwer zu fahren sei
Das mit dem Wert ist immer so eine Sache.
Rein rechnerisch sind es gut und gerne 2000,- EUR Aufpreis zu einer normalen SD. Für 2000,- EUR kann man schon ein paar Reifensätze kaufen, RS-Termine wahrnehmen, ....
Auf der anderen Seite bekommt man aber auch etwas geboten. Einen Lenkungsdämpfer (der vielleicht notwendig ist), Akra-Krümmer, 10 PS mehr Leistung (die man ggfs. wegen Serienstreuung gar nicht merkt), 1000 u/min mehr (finde ich persönlich relativ wichtig) und eben das bessere Fahrwerk.
Gerade das Fahrwerk war mir wichtig, die normale SD, welche ich probegefahren habe, war Vorne einfach viel zu weich. Vielleicht hätte man durch Einstellungen das Ganze noch etwas optimieren können, doch die SD-R - welche auch im Laden stand - erinnerte mich sehr stark an meine Rennstrecken 750er. Und damit war die Entscheidung gefallen. Das noch ein anderes, längeres Federbein verbaut ist, ist ein nettes Schmankerl, erhöht die Schräglagenfreiheit. Zusätzlich ist es relativ straff/hart abgestimmt. Für Rennstrecke bestimmt brauchbar, auf der LS nen Tick zu hart.
Wenn man das alles so rechnet, dann ist imho der Aufpreis gerechtfertigt wenn man diese Features denkt zu brauchen. Sprich wenn man eh vorhatte diese Teile zu optimieren. Gerade so ein Fahrwerksumbau kostet ja auch ein paar Euros.
Und letztendlich kommt natürlich auch ein klein wenig der Exclusivitätsfaktor hinzu. So einen orangefarbenen Rahmen hat nunmal nicht jeder.
Zum Motor: Auf der LS habe ich im Vergleich zur Probefahrt-Normal-SD keinen Unterschied festgestellt. Beide SD's gehen verdammt direkt ans Gas. Jeder Millimeter Bewegung des Gasgriffes wird in Vorschub umgewandelt, jedes Zucken wird sofort registriert.
Daran muss man sich einfach gewöhnen. ![]()
In 1 Woche ist Rennstrecken-Entjungferung. Bin wirklich mal gespannt, zu welcher Performance SD-R und Fahrer fähig sind.
Viele Grüße,
Spatz
eine meiner lieblingsstrecke ist diese Schopfheim > Gerspach (südschwarzwald) http://www.youtube.com/watch?v=YKRd0xsAwT4 von ca minute 2:30 bis 7:30 ist der abschnitt in der die maschiene gut gehen muss, was da gut lauft ist mein traum
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Hallo David,
bei der dort möglichen Geschwindigkeit und den entsprechenden Zwischengeraden denke ich, daß ein Supersportler leichte Vorteile gegenüber einem Naked Bike hat. Auch sind die Wechselkurven nicht so schnell aufeinander folgend, sodaß die Vorteile eines leichteren Handlings nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Die Frage die sich allerdings stellt ist, was ist das Ziel?
Möchte man King of Landstr. sein, dann bleibt vermutlich nur die Entscheidung zu einer leistungsstarken 1000er.
Oder steht ggfs. der Spass doch im Vordergrund? Bedeutet aber auch, daß man nicht unbedingt der Schnellste sein muss?!
Eins vorweg: Es gibt immer einen der Schneller ist.
Sei es durchs Fahrkönnen (was man ungern zugibt), durchs Material (Biaggi Ausrede Nr. #1) oder einfach durch lebensverneinender Fahrweise.
Warum habe ich mich für eine Superduke entschieden und somit hier im Forum angemeldet?
Jahrelang war mein Motorradleben geprägt durch vollverkleidete Supersportler, gerne auch in der höheren Leistungsklasse (R1, Kilogixxer).
Komischerweise bin ich - für meine Verhältnisse - erst richtig schnell mit einer 750er geworden.
Artgerechte Haltung wurde auf der Rennstrecke zelibriert, Fahrten auf der Landstr. fanden auch weiterhin statt.
Dort hat sich dann für mich eine 600er (egal ob CBR oder GSX-R) als zu schwachbrüstig im bergischen Terrain herausgestellt. Eine 1000er hingegen war eine Macht, klar Fahrfehler konnte man durch puren Leistungseinsatz kaschieren.
Leider bewegt man sich mit einem 1000er Supersportler auf der Landstr. dermassen schnell in Geschwindigkeitsbereichen, welche eigentlich nicht mehr wirklich lustig sind. Ein Grund mag sein, weil eben im unteren Geschwindigkeitsbereich einfach der Spassfaktor fehlt. Theoretisch reicht der 2. Gang aus, der geht bis 180km/h oder drüber.
Also war ich auf der Suche nach etwas für den Spassfaktor in annehmbaren Geschwindigkeitsregionen. Ein Naked Bike sollte es werden.
Dazu genügend Drehmoment und ein gutes Fahrwerk.
Die Wahl viel auf die SD-R. Warum?
In meinen bevorzugten Geschwindigkeitsbereich (noch gerade so Führerscheinverträglich bzw. bezahlbar) brauchte ich etwas handliches mit gutem Feedback. Gleichzeitig Drehmoment ohne riesige Drehzahlen um auch im bergischen Terrain Spass zu haben.
Und wenn dann noch gelegentlicher Rennstreckeneinsatz möglich ist, perfekt!
Nach den ersten 1000 gefahrenen Kilometern war die Wahl die richtige Entscheidung.
Das Kurvenwedeln macht soviel Spaß, schnelle Wechselkurven sind ein Traum. Dank gutem Fahrwerk gehen auch schnellere Kurven, doch da merkt man dann schon leichte Unruhen, welche eindeutig vom Fahrtwind über den Fahrer aufs Fahrwerk übertragen werden.
Pässe und Kehren sind nun ein Klacks. Was vorher teilweise Anstrengung war geht jetzt spielend locker und macht Spass.
Und genau darum geht es. Spass in Geschwindigkeitsbereichen die verträglich sind, Spass bei dem was eine Landstr. so bietet.
Je nach Strecke wäre ich vielleicht mit einem Supersportler schneller, doch das würde eine größere Anstrengung bedeuten.
Fazit: Für mich war der Umstieg von 4 Zyl. Supersportler zum 2 Zyl. Naked Bike genau die richtige Entscheidung.
Es war aber auch gut für mich die SD-R zu nehmen, da ich einfach durch die Rennstreckenfahrerei ein Feedback von der Strasse brauche. Auch wenn man sich gerade bei längeren Touren gerne mal etwas Komfortableres wünschen würde. Aber das ist nunmal der Kompromiss den ich eingehen muss.
Davon abgesehen sieht die R einfach nur Rattenscharf aus.
Viele Grüße,
Spatz
Hinten deutliche und vor allem gutmütige Ankündigung vom Grenzbereich, nicht so mit Highsider-Gefahr wie beim 2CT.
wenn der 2CT nicht gerade Heiss gefahren worden ist (wegen zu wenig Luftdruck bzw. Betrieb auf der Rennstrecke), dann gibt der 2CT ein glasklares Feedback über seinen Grip-Zustand.
Ärgerlich wird es erst, wenn der Reifen ausserhalb seines Temperaturbereiches betrieben wird. Dann ist der spürbare Grenzbereich eher klein.
Häufig ist dann aber auch ein Benutzerfehler vorausgegangen: Reifenwärmer auf Strassenreifen, Luftdruck wie bei Rennreifen, ...
mal schaun was da in 2 Wochen abgeht. Vielleicht hast Du ja Glück und die Umstellungsphase von 750ccm 4 Zyl. auf 1000ccm 2 Zyl benötigt doch etwas länger.
Vielleicht ist es aber auch so, daß da Jemand eine bewußtseinserweiternde Vorführung erfährt. ![]()
alten Thread rauskram ...
Das Material der Lauffläche trägt auch zur Stabilität eines Reifens bei.
Ein abgefahrener Reifen hat nicht mehr die gleiche Stabilität wie ein neuer/neuwertiger Reifen.
Durch die geringere Stabilität kann ein Reifen dann mehr walken und schon dadurch ein Gefühl von weniger Grip vermitteln.
Die Sparfüchse, welche meinen auf der Rennstrecke die letzten Millimeter des Reifens abfahren zu müssen, sollten mal überlegen was Rennstreckenfahren bedeutet.
Im Normalfall bedeutet dies sich und/oder sein Material am Limit zu bewegen. Ob dafür abgefahrene Reifen wirklich sinnvoll sind?
Hallo,
habe mehr oder weniger eben eine SDR08 gekauft. Da Finanzierung war beim Preis nicht viel drin.
Aber egal, wenn man ein exklusives Mopped fahren möchte. ![]()
Viele Grüße,
Spatz - jetzt auch kein Bückling mehr