Hallo David,
bei der dort möglichen Geschwindigkeit und den entsprechenden Zwischengeraden denke ich, daß ein Supersportler leichte Vorteile gegenüber einem Naked Bike hat. Auch sind die Wechselkurven nicht so schnell aufeinander folgend, sodaß die Vorteile eines leichteren Handlings nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Die Frage die sich allerdings stellt ist, was ist das Ziel?
Möchte man King of Landstr. sein, dann bleibt vermutlich nur die Entscheidung zu einer leistungsstarken 1000er.
Oder steht ggfs. der Spass doch im Vordergrund? Bedeutet aber auch, daß man nicht unbedingt der Schnellste sein muss?!
Mein ziel ist es mit fun durch die strassen zu surfen, und, bis auf an rennstrecken mässigen strassen, den sportlern überlegen sein. das es auch ein schnelleren gibt als mich weis ich natürlich
Eins vorweg: Es gibt immer einen der Schneller ist.
Sei es durchs Fahrkönnen (was man ungern zugibt), durchs Material (Biaggi Ausrede Nr. #1) oder einfach durch lebensverneinender Fahrweise.
Das ist klar
Warum habe ich mich für eine Superduke entschieden und somit hier im Forum angemeldet?
Jahrelang war mein Motorradleben geprägt durch vollverkleidete Supersportler, gerne auch in der höheren Leistungsklasse (R1, Kilogixxer).
Komischerweise bin ich - für meine Verhältnisse - erst richtig schnell mit einer 750er geworden.
Artgerechte Haltung wurde auf der Rennstrecke zelibriert, Fahrten auf der Landstr. fanden auch weiterhin statt.
Dort hat sich dann für mich eine 600er (egal ob CBR oder GSX-R) als zu schwachbrüstig im bergischen Terrain herausgestellt. Eine 1000er hingegen war eine Macht, klar Fahrfehler konnte man durch puren Leistungseinsatz kaschieren.
Leider bewegt man sich mit einem 1000er Supersportler auf der Landstr. dermassen schnell in Geschwindigkeitsbereichen, welche eigentlich nicht mehr wirklich lustig sind. Ein Grund mag sein, weil eben im unteren Geschwindigkeitsbereich einfach der Spassfaktor fehlt. Theoretisch reicht der 2. Gang aus, der geht bis 180km/h oder drüber.
Also war ich auf der Suche nach etwas für den Spassfaktor in annehmbaren Geschwindigkeitsregionen. Ein Naked Bike sollte es werden.
Dazu genügend Drehmoment und ein gutes Fahrwerk.
Die Wahl viel auf die SD-R. Warum?
In meinen bevorzugten Geschwindigkeitsbereich (noch gerade so Führerscheinverträglich bzw. bezahlbar) brauchte ich etwas handliches mit gutem Feedback. Gleichzeitig Drehmoment ohne riesige Drehzahlen um auch im bergischen Terrain Spass zu haben.
Und wenn dann noch gelegentlicher Rennstreckeneinsatz möglich ist, perfekt!
so sehe ich das eigentlich auch
Nach den ersten 1000 gefahrenen Kilometern war die Wahl die richtige Entscheidung.
Das Kurvenwedeln macht soviel Spaß, schnelle Wechselkurven sind ein Traum. Dank gutem Fahrwerk gehen auch schnellere Kurven, doch da merkt man dann schon leichte Unruhen, welche eindeutig vom Fahrtwind über den Fahrer aufs Fahrwerk übertragen werden.
Pässe und Kehren sind nun ein Klacks. Was vorher teilweise Anstrengung war geht jetzt spielend locker und macht Spass.
Und genau darum geht es. Spass in Geschwindigkeitsbereichen die verträglich sind, Spass bei dem was eine Landstr. so bietet.
Je nach Strecke wäre ich vielleicht mit einem Supersportler schneller, doch das würde eine größere Anstrengung bedeuten.
Fazit: Für mich war der Umstieg von 4 Zyl. Supersportler zum 2 Zyl. Naked Bike genau die richtige Entscheidung.
Es war aber auch gut für mich die SD-R zu nehmen, da ich einfach durch die Rennstreckenfahrerei ein Feedback von der Strasse brauche. Auch wenn man sich gerade bei längeren Touren gerne mal etwas Komfortableres wünschen würde. Aber das ist nunmal der Kompromiss den ich eingehen muss.
Davon abgesehen sieht die R einfach nur Rattenscharf aus.
Findest du der preisunterschied zut normalen SD ist gerechtfertigt? also ist es das geld wert?
Mein händler hat gemeint, das der motor zu giftig ist und er auf der landstrasse sehr schwer zu fahren sei
Viele Grüße,
Spatz