Ohne Erfahrung und viel Basiswissen zur Motormechanik würde ich von sowas nur abraten.
Ein Erhöhen der rotatorischen und oszillatorischen Massen hat nicht die von dir erwarteten Vorteile, gleichzeitig führen sie zu stark steigender Belastung der Lager (Haupt- und Pleuellager) bei hohen Drehzahlen. Massenkräfte steigen ca. quadratisch mit der Drehzahl an, daher versuchen ja alle Tuner normalerweise zu erleichtern (um höhere Drehzahlen zu erreichen) und nicht die Masse vom Kurbeltrieb zu erhöhen.
Wenn ein Motor träge ist, liegt das i.a. nicht an der Masse von KW und Pleuel, sondern an anderen Dingen. Gerade beim Beschleunigen auf der Strasse spielt das Gewicht von KW und Pleuel ja gar keine direkte Rolle, da der Motor ja eine viel höhere Masse beschleunigen muss und hier die paar Kilogramm dieser Teile ja gar nix ausmachen.
Eine Ausgleichswelle kompensiert ohnehin nur einen Teil der Massekräfte (2ter Ordnung), daher würde die Masseveränderung von KW und Pleuel das Vibrationsniveau wohl nicht spürbar verändern (ich gehe davon aus dass sich die Massen nur um wenige 100g unterscheiden).
Der Sound der aus dem Auspuff kommt wird natürlich nicht von KW und Pleuel (bei gleicher Geometrie aber anderer Masse) verändert. Es ist aber gerade bei Motorrädern so, dass der gesamte gehörte Sound aber schon einen deutlichen Anteil an mechanisch verursachtem Geräusch enthält (Kolbenschlag v.a bei kaltem Motor, gerade verzahntes Getriebe). Zumindest bei meiner Duke hört man aber den Auspuff kaum und der meiste Sound kommt vom Luftfilterkasten. Steuerzeiten, ein eventuell vorhandener Vorschalldämpfer usf. haben hier Einfluss auf den Auspuffsound.
EDIT: weil ichs grad gesehen habe: die Masse von KW und Pleuel dienen nicht als Schwungmasse, dafür gibts das Schwungrad bei Motoren (ist bei Motorrädern meist mit anderen Baugruppen zusammenkombiniert). Die muss nicht schwer sein, aber die Masse weit weg von der Drehachse haben (also hohe Trägheit).