Du schaut das übrigens bei meiner 790 aus. Auch nicht wirklich schön... Nicht nur die Scheibe sondern auch die Aufnahme leidet
Gleiches Problem hatte ich auch. Wasser Ende März 2021 auf den Bremsklötzen übersehen und dann 4 Wochen nicht bewegt. Bremsscheiben sind neu und nun vorne 4 schöne Rostabdrücke von den Klötzen drauf (sonst alles bigo bello). Hat mich geärgert, hab's mit Stahlwolle hand-poliert und dann bei der nächsten 200km Tour einige mittelschwere (kein ABS) Bremsungen von 110 - 70 gemacht.
Wenn man den Rost (stammt von den Bremsbacken) auf der Fläche runter macht und mit Stahlwolle poliert, bleiben Rostporen sichtbar.
Bremswirkung vorne nach wie vor Ideal, kein ruckeln. Ich habe da null Bedenken.
Dürfte auch auf dem Bild von "Endlich Reisen" der auch Fall sein.
Diese Poren sollten aber nach so 2 - 5.000 km auch fast komplett runter gebremst sein, da sie auf eher schwer rostendem Stahl kaum tiefer bis 0,1 mm sind. (so was spürt man mit dem Fingernagel oder einer Nähnadel schon sehr sehr deutlich) Original Autolack hat 0,1 - 0,2 mm, selbst auspolierbare Kratzer kann man mit dem Nagel (bleibt hängen) teils sehr leicht spüren.
Siehe auch (ist vom Auto aber gut erklärt).
https://www.priusfreunde.de/po…c=view&catid=13&id=516294
Das Rost-Tragbild einer Brems-Scheibe muss schon den Eindruck vermitteln, dass eine Bremsanlage defekt ist oder der Schaden die Mindeststärke der Scheibe (Motorräder meist 4,50 mm von neu 5,0x mm) gefährdet.
Motorrad Bremsklötze sind anders gebaut wie Auto Bremsklötze (die halten eher 60.000km). Vorher polieren (mittlere Stahlwolle) und dann Rost Runter Bremsen ist beim Moped eher kein Problem, da der Bremsklotz auch auf Materialabrieb ausgelegt ist (mehr als beim PKW). Der Moped Bremsklotz muss also selber stark beschädigt sein, falls es zu einem Rost Ring auf der Scheibe, der nach ein paar 100km nicht verschwindet, kommen sollte.
Da ein Motorrad nur ein Vorderrad hat, kann keine Gefährdung über unterschiedliche Bremskraft (linkes vs rechtes Rad) entstehen. Wenn Motorrad Scheiben aus-glühen dann via Stauhitze aus dem Inneren
Ein "Scheibenbruch" ist beim Motorrad fatal, sehr tiefen Rostfraß (sofern überhaupt bei so Stahl möglich) auf Bremsscheiben die ehe schon weitgehend runter sind, würde ich also nicht aus-sitzen bis dann der Tüv was sagt. Aber ebenso gilt, dass eine 4,5 - 5 mm Motorrad Bremsscheibe für Vollbremsungen von > 240 km/h auf 0 ausgelegt sein muss und das auch überleben muss.
Bei 120 km/h hat man nur ein 1/4 bis max 1/3 (die Luft bremst bei 240 km/h gut mit) der kinetischen Energie und Wärmemenge auf dem Bremssystem und dann insbesondere sehr viel Luft zur technischen Belastungsgrenze, der Umgang mit Rost hängt also auch vom Fahrstiel ab und Rost bei <80 km/h auf der Landstraße vorsichtig runterbremsen dürfte kaum ein Risiko darstellen.