Beiträge von SoundScape

    Hi zusammen,


    mein vorderer Bremslichtschalter war defekt. Den kann man den bei der 790 Duke (BJ 2019) nicht so einfach selbst wechseln, weil es ein hydraulischer Schalter ist, der direkt in der Bremsleitung und noch dazu direkt am ABS-Modul verbaut ist. An sich wäre der Wechsel des hydraulischen Schalters selbst keine große Herausforderung, allerdings war es mit zu risky am ABS-Modul herum zu schrauben, weil ich mir nicht sicher war, ob ich die Bremsleitung danach selbst entlüftet bekomme. Luft im ABS-Modul ist keine gute Idee... Ein Tausch des hydraulischen Schalters mit Ersatzteil (50 EUR) inkl. Entlüftung der Bremse in der Werkstatt hätte lt. Händler geschätzt 350 EUR inkl. Arbeitszeit gekostet.

    Bei genauerer Betrachtung der Aufnahme Bremshebels ist diese zumindest einigermaßen dafür vorbereitet, um dort einen Mikroschalter als Bremslichtschalter zu verbauen. Nach viel Recherche habe ich einen gefunden, der passt, nicht so viel Geld kostet und leicht zu verbauen ist. Es sind bereits Löcher an den richtigen Stellen vorgebohrt. Diese haben zwar kein Gewinde, allerdings konnte man einfach Blechschrauben direkt dort verschrauben, die ihr eigenes Gewinde geschnitten haben.


    Arbeitsschritte:

    1. Den Schalter an der Hebelaufnahme montieren.

    2. Ein kleines Stück Plastik (beispielsweise von einer Plastik-"Kreditkarte") an die Betätigungs-Nase des Bremshebel kleben, um diese ein bisschen zu verlängern/näher zum Schalter zu bringen und so eine sichere und optimale Betätigung des Mikroschalter zu gewährleisten.

    3. Das Kabel des Schalters verlängern und durch die Lichtmaske parallel zum Haupt-Kabelstrang entlang unter den Tank zum hydraulischen Stecker verlegen.

    4. An das Kabel-Ende den passenden (unten aufgeführten) Stecker montieren.

    5. Den hydraulischen Schalter abstecken und an dessen Stelle die neue Leitung zum Mikroschalter anstecken. Beide Schalter haben das selbe Wirkprinzip - sie können also ohne weitere elektrische Arbeiten einfach umgesteckt werden. Der hydraulische Schalter bleibt danach einfach abgesteckt so verbaut wie er ist.


    Teile:

    Bremslicht-Schalter (Brembo Stoplicht.- Bremslichtschalter vorn passend für PS13+16 Husqvarna Moto Guzzi):
    https://www.kmx24.de/product/b…xZAnagrNTANwoBwxC3HefCW-c
    01_Schalter.png

    Blechschrauben (DIN 7981, 2,2mm x 13mm):
    https://www.ebay.de/itm/143377346729
    02_Schraube.png


    Stecker (Sumitomo HM 090 2-PIN):
    z.B. https://www.ebay.de/itm/146646383468
    03_Stecker.png

    Vielleicht hilft dieser Post dem ein- oder anderen, der keine Lust hat den hydraulischen Schalter beim Händler für viel Geld tauschen zu lassen und es selbst für wenig Geld reparieren möchte. Insgesamt war ich bei den Teilen inkl. Versand unter 50 EUR - also weniger als der Preis des originalen hydraulischen Schalters.

    04_Schater_A.jpg06_Schalter_C.jpg05_Schalter_B.jpg08_Kabelverlegung.jpg07_Schalter_D.jpg01_Schalter.png02_Schraube.png03_Stecker.png

    Hey!

    Ich hatte das gleiche Problem bei meiner 790.

    Die KTM-Vertragswerkstatt um die Ecke meinte auch zu mir, dass sie sowas an der 790 schon öfter gesehen haben. Die Theorie des Mechanikers war, dass durch (starkes) Bremsen die Flüssigkeit im Ausgleichsbehälter nach vorne schwappt und dadurch immer etwas über den Überdruckschlauch austritt. Er hat deshalb den Schlauch anders verlegt (wie auf dem Bild zu sehen: Gelb = alter (originaler) Weg - Rot = neuer (alternativer) Weg mit Steigung, sodass die Flüssigkeit nach Eintritt in den Schlauch wieder zurück in den Ausgleichsbehälter läuft und nicht in die Freiheit).

    Das kannst du ggf. mal bei deiner Werkstatt anbringen - vielleicht hilft das bei dir?

    Seitdem der Schlauch bei mir wie in rot zu sehen verlegt ist, habe ich keinen Verlust über den Überdruckschlauch mehr festgestellt. Allerdings wurde bei mir das Kühlmittel trotzdem kontinuierlich weniger (das lag aber wohl am Motorschaden - zumindest hoffe ich, dass der Kreislauf jetzt nach der Reparatur vollständig dicht ist. Ich hab das Motorrad erst seit vorgestern wieder und beobachte noch).


    Beste Grüße!


    Oh wow, vielen Dank für die detaillierten Infos zur Lautstärke und den Messbedingungen!
    Ich bin gespannt ob sich was verändert in den nächsten 2500km.

    Hattest du das Gefühl die Motorräder sind mit steigender Laufleistung lauter geworden seit der Anschaffung?

    Beste Grüße
    Pat

    Danke für die Idee! Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nichts daran herumgebastelt hat. Ist ein Herr mittleren Alters, der sich alle 2 Jahre ein neues Motorrad kauft und für jeden Service und zum Reifen wechseln zum KTM-Händler fährt. Ich denke nicht, dass er den Endschalldämpfer abmontiert, ihn aufsägt, im Innenleben was verändert und dann wieder zusammenschweisst :)

    Hallo zusammen!


    Ich bin aktuell auf der Suche nach einer gebrauchten 790 Duke.


    Ich habe mir eine angesehen, die etwa 15.000km auf dem Buckel hat. Bei der Probefahrt ist mir aufgefallen, dass der Auspuff doch merklich lauter ist als der von einem Kumpel, der die gleiche Maschine hat (Laufleistung von etwa 9.000km).


    Ist dieses Phänomen bekannt? Werden die Original-Auspuffe merklich lauter mit der Zeit und passt das mit den Kilometerständen zusammen?
    Oder liegt vermutlich irgendwo ein Defekt vor und ich sollte lieber die Finger von dem Motorrad lassen?

    Leider habe ich keine objektiven Messwerte, sondern nur zwei subjektive: Sowohl mein Kumpel als auch ich selbst hatten direkt nach der Fahrt (er hat auch eine kleine Probefahrt gemacht) unabhängig voneinander den gleichen Eindruck, dass das Motorrad merklich lauter ist als sein eigenes. Manche freuen sich ja über einen lauteren Auspuff - ich hätte gerne einen leiseren um den Stadtbewohnerin nicht zu sehr auf die Nerven zu gehen..


    Schonmal vielen Dank für eure Antworten :)