Beiträge von dipr

    Denkanstoß:

    Es handelt sich hier um eine Racing Maschine. Nicht um eine Reiseenduro.

    Eh. Aber was raced der Kollege und v.a. wie, dass das Ding so bald Ärger macht?
    Ich schätze dass 4h 120km/h auf der Bahn eine ganz andere Belastung für den Motor sind als 4h MX.
    Nur so eine Idee: wieviel % der MX-Zeit ist der Vergaser zu? (d.h. keine Verbrennungswärme, aber volle Kühlwasserpumpen und Ölpumpenleistung,etc)
    Einen sichtbar dunkelrot glühenden Krümmer kenn' ich nur vom .it -> .at Autobahn-düsen, nachts, bergauf.

    Die Punkte oben sind gut!

    Ansonsten: Der RFS Motor an sich ist bei vernünftiger "Hygiene" (warmfahren, regelmässige Ölwechsel, Ventile einstellen) in aller Regel in Abhängigkeit von der Belastung (!) für 100-150 BH ohne Probleme gut.

    Aber dann ist (siehe Wartungsintervalle) geht es eigentlich los. Wie immer: es gibt auch Ausnahmen, wo die Motoren mit dem ersten Kolben + Lagern 300 BH halten. Aber ich kenne niemanden persönlich... Bei mir (450) war nach um die 100 BH Kolben + KW fällig. Ich hatte ansonsten noch ab ca. 160 BH vermehrt Fehlzündungen, ging trotz u.a. Vergaserreinigung + Zündungsüberprüfung nie mehr weg. Bei 170 BH verkauft und gegen eine EXC 350 getauscht - im Gelände ein Quantensprung durch Fahrwerk + bessere Traktion. Aber das ist für dich vermutlich irrelevant.

    Ich muss sagen ich bin schockiert! Du redest von offroad-betriebsstunden korrekt?
    Also 1 BH = entweder 4 MX Rennläufe á 15Min oder 1h im Wald herumdüsen.


    Wenn ich nun Straße rechne ist 1BH in der Stadt 20km, auf der Bahn >100km.

    Und auf der Bahn ist der Vergaser nie zu, im Wald oder bei MX ganz schön häufig.


    "Ab 150 BH gehts los" hieße nun ab 15.000 km Autobahn oder ab 3000 km Stadt, korrekt?


    Das ist etwa meine Jahreskilometerleistung! Das würde heißen, nach dem ersten Jahr gibts Ärger !!


    Ich meine das wäre eine Haltberkeitskatastrophe schlechthin. Meine XT600N hatte 90.000 km

    als der Tacho meier ging, meine erste wr400f hab ich mit 30.000 km auf der Uhr verkauft.
    Die aktuelle (2012er) hat nun etwa 15.000 km drauf, die wr426 (Bj 2001!) eines Habschis sicher mehr,

    und bei keinem dieser Eisen war jemals was am Motor hin (außer dem E-Starter bei meine 2012er).
    Schon gar nicht exzessive Schäden wie Kolben oder Kurbelwelle.

    Ich hätte gesagt die ersten 30.000 km müssen alle halten ohne substanzielle Schäden,
    Reiseenduros wie die XT600N doppelt so lange.


    Die Frage ist wie (viel wilder als ich) fährst Du, dass die Lebensdauer so kurz ist ? :alter schwede:

    Also nun der Status nach ein Woche Bergstraßeln heitzen:
    Rucklen bei 70km/h in 6. Gang ging weg wenn man die Nadel eine Raste ABSENKT (d.h. sie war zu fett).

    Gemischschraube 2 Umdrehungen offen und sie springt deppensicher an, auch mit E-Start.

    Die beiden Änderungen haben dazu geführt dass sie nun vorblidlichst zur Leerlaufdrehzahl zurückkehrt,
    wenn man einen kurzen Gasstoß macht, nix mehr mit hängendem Standgas bei 3000 U/min.


    Jetzt ist sie supergiftig, so am Gas gehangen ist noch keine Enduro, ganz irre!
    Im schweren low speed Gelände ists nun essentiell, dass man NICHT mit mittleren Drehzahlen herumkrabbelt,
    weil jeglicher Zucker am Griff in sofortigen Schub umgesetzt wird.


    Das einzige was nach wie vor Scheiße ist ist der nicht vorhandenen Druckpunkt am Brembo Bremshebel.
    Sehr schlecht weil innert Stunden völlig anders als zuvor, mal besser, mal unzumutbar, ohne dass das bike dazwischen am Kopf stand.


    FRAGE: was für eine Bremspumpen-kolbendurchmesser hat die Brembo Handpumpe einer 2002er EXC 520 ?


    Weniger um den Rep kit zu kaufen, entlüftet haben wir sie schon ein halbes dutzen male,
    sondern um eine Nissin-Handpumpe zu kaufen die denselben Kolbendurchmesser haben soll.

    Eine 8,5 mm Kolben durch eine 12er zu ersetzen wird zwar eine nwunderbaren Druckpunkt liefern aber dafür massiv mehr Handkraft erfordern.

    Der Kollege hat das Ding gekauft. :knie nieder:

    Ich durfte es problefahren, hab dies zu einer 20 Min. Hinterland straßenralley im Wald ausgedehnt.
    Mann, ich hab ganz vergessen wie irre so ein 520 die Arme langzieht.:grins:


    Soweit alles ok (unglaublicherweise nirgendwo Spiel, Radlager, Lenkkopf und Schwinge spielfrei)
    Beim Ausgang der LiMa-Kabel ists ölfeucht. Standgas war viel zu tief (ist abgestorben).

    Ordentlich raufgedreht, dann gings, aber Gasgeben + von Gas gehen ergibt "hängendes" Standgas von ~3000 U/min, Ich schätze daher viel zu mageres Standgasgemisch. Sollte sich beheben lassen. :ja:

    In der Tat immer noch ein saugeiler Bock mit exzellenter Sitzgeometrie für Großgewachsene! :sensationell:

    Ein paar Dinge weiß ich schon:

    2 x Dichtungen zw. Wasserpunpe und Zyl. machen Ärger
    Seitenständer ist show objekt, Bolzen bricht bei leichtester Ansprache :staun:
    Umlenkungsloses Federbein hat schwierige Teflon-lager :rolleyes:


    Was für Schwachpunkte gibt es noch, ab Bj.2004? :denk:


    Ist bei Bj.2004
    - die Primärtieb-mutter (auf der KW)
    - Nockenwellenlager
    - abreißende Steuerkette

    noch ein Thema, oder waren das nur die pre-2004er Modell?

    Hält das Ding beherzten Landstraßen-kurvenbetrieb (<100km/h) auf Dauer aus? :sabber:


    (dass sie Off-Road in Sanddünen und in 1. Gang super-tricky Gelände genial ist
    weiß ich aus eigener Erfahrung mit einer geborgten :teuflisch:)