Ich bin ein bisschen spät zur Party, aber ich besitze ebensfalls eine 2017er SDR 2.0 mit paar 18.000 km.
Alles anzeigenMir geht es ähnlich. Ich habe meine SDR zur Saison `18 neu gekauft (Modell 2017) und seit dem schon bestimmt 5-8 Mal einen Zwischengang erwischt. Unter Last (nicht voll) den Schalthebel mit Überzeugung hochgezogen (mit festen Motorradstiefeln), Motor dreht hoch, kein Vorschub, guckst auf den Screen, kein Gang angezeigt, Kupplung gezogen und dann kracht der untere Gang unter einem Mordsschlag rein wenn die Drehzahl wieder fällt ohne dass ich den Gang einlege.... Richtig ekelhaft.
Dabei gibt es kein "Zähneputzen" oder ähnliches. Während der Motor hochdreht, hört man nichts. Ich denke dass da einfach die Schaltklauen beim Abfallen der Drehzahl richtig fies rein schlagen weil sie wieder reinrutschen.
Stellenweise beim Hochschalten gibt es einen richtigen Ruck auf der Maschine dass man schon leicht nach vorne hopst auf dem Sitz und dann wieder nach hinten gedrückt wird, weil wieder Vortrieb da ist...
Beim Runterschalten mit Blipper war bis auf eine kleine Auffälligkeit (wie das Stempeln des Hinterrads, weiß nicht genau wie ich es erklären soll) alles immer Tip Top.
Es ist meine erste große Maschine mit Quickshifter. Dachte erst ich wäre zu doof dafür obwohl ich schon sehr technikaffin bin, aber egal was ich gemacht habe, es wurde nicht wirklich besser...
Habe den Schalthebel verstellt in seiner Position weil ich dachte, dass er vielleicht zu hoch steht --> keine spürbare Verbesserung.
Ich hatte auch mal meinen Freundlichen drauf angesprochen, erst wollte er von QS+ Probleme nichts wissen ("Jung, Fahr das Ding! Musst mal auf der Rennstrecke hören, was da die Getriebe knallen und das hält alles".... alles klar, muss los
), nach Vorlage eines E-Mail-Gesprächs mit der KTM Zentrale mit Verweis auf meinen Händler war man dann bereit, ein neues Update aufzuspielen, was gefühlt auch nicht wirklich was gebracht hat... jedoch weiß ich nicht, ob er die alte Version deinstalliert und die neue drauf gemacht hat oder einfach überspielt hat, aber da sollten die Jungs schon wissen was sie tun denke ich.
Vom 1. in den 2. Gang schalte ich schon gar nicht mehr mit QS, genauso anders herum, vom 2. in den 1.
Man verliert echt das Vertrauen in die Technik
Normales Schalten mit Kupplung geht bis auf manche hackeligen Schaltvorgänge von 1 in 2 wirklich butterweich, hoch wie runter.
Meine Frage nun da es mich wirklich beschäftigt:
Geht durch solches Verschalten wie ich es beschrieben habe etwas kaputt im Getriebe oder anderes gesagt: bekomme ich das irgendwann einmal (ich plane die Maschine schon ein paar Jahre zu fahren) zu spüren??
Ich bin sonst echt top zufrieden mit meiner Kati:
- 7200km gefahren im Jahr 2018 und bis auf defekten Blinkerschalter, was wohl eine bekannte Schwachstelle des Modells ist, keine anderen Probleme gehabt.
LG Pascal
Ich kann dir da berichten, HerpyDerp.
Ich bin von dem QS ebenfalls nicht begeistert. Mehrmals kam es vor, dass beim Schalten vom 4. auf den 5. Gang nicht sofort der Gang eingelegt wurde, sondern der Motor bis an den Begrenzer hochgedreht hat, bis der Gang dann mit einem Krachen eingelegt wurde. Das war jedes Mal ziemlich gruselig, sodass ich immer vorher zitterte, wenn ich erneut vom 4. auf den 5. geschaltet habe. Es ist genauso, wie du es bei dir beschrieben hast.
Im Juni dieses Jahres ging die Maschine dann zur 15k km Inspektion zum Händler, wo ich dieses Problem bemängelte, woraufhin der QS neu kalibriert wurde. Danach gab es bis zum letzten Freitag keine Probleme mehr.
Dann passierte es letzten Freitag (24.09.21). Beim Schalten vom 5. auf den 6. Gang passierte zuvor beschriebenes Ereignis erneut, nur diesmal wurde der Gang nicht nur mit einem Krachen eingelegt, sondern irgendwas brach auch, sodass ein Klackern im Getriebe zu hören war und sich dort etwas frei herumfliegend anfühlte.
Ich habe die Fahrt sofort mit gezogener Kupplung beendet.
Der Motor läuft noch, Gänge lassen sich auch noch durchschalten, nur fliegt jetzt irgendwas im Getriebe rum. Beim Rückwärtsschieben der Maschine im Leerlauf und gezogener Kupplung, blockiert nun gelegentlich das Getriebe und stoppt das Motorrad, als sei ein Gang eingelegt. Durch kurzes Vorwärtsschieben löst sich die Blockierung i. d. R. und man kann sie weiter rückwärtsschieben, bis es wieder irgendwann zufällig blockiert.
Ich bin fuchsteufelswild auf KTM und erwarte eigentlich, dass dieser Schaden auf Kulanz repariert wird. Es darf einfach nicht sein, dass sich das Getriebe bei einem Flaggschiffmodell selbstzerstört, nur weil Technik von KTM selbst nicht ordenungsgemäß funktioniert. Wenn ich die Kosten nun selbst tragen darf, worauf es mit aller Wahrscheinlichkeit hinauslaufen wird, dann war das das letzte Mal, dass ich ein Motorrad von KTM gekauft habe.