Dunlop Qualifier core

  • Nulpe bedeutet under anderem Nichtskönner.

    Das zu googlen ginge schneller als die Frage zu stellen.


    Ich möchte mich mit der Aussage auf die Breite seiner Angststreifen beziehen.

    Selbst hinten schimmert der noch durch.

    Und da gehört schon was dazu bei einem so tiefen & schweren Motorrad.


    Ein Arbeitskollege fing das Fahren an mit einer

    SV650S, gefolgt von einer

    Tuono V2

    Duke2

    Fazer 1000

    usw.

    Seiner Aussage nach bringt man die Tuono hinten deutlich leichter auf die Kante als die Duke (bei der er es nicht schaffte, an der Tuono aber sehr wohl)


    Physikalisch lässt sich das einfach herleiten aus den unterschiedlichen Fahrzeuggewichten, den jeweiligen Schwerpunktshöhen und den Reifenbreiten.


    Wenn also dem Videoheini seine Angstreifen hinten noch nach 1000km durchschimmern, dann spreche ich ihm die Kompetenz zu Beurteilung von Motorradreifen ab. Vorne sieht man es ganz deutlich (hab ja den direkten Vergleich...), ist aber schwieriger auszumachen weil VRs ja nur wirklich schwerlich auf die Kante kommen.

  • So, ich habe jetzte 2 Satz verballert und möchte ein Resumee abgeben.


    Am Ende der Lebenszeit des ersten Satzes hätte ich den Reifen verrissen, aber nachdem ich den zweiten Reifen anfuhr bin ich froh das nicht getan zu haben - ich hätte ihm unrecht getan.

    Er ist ein guter Reifen mit einem leidlich akzeptablen Fehler und einem tötlichen.


    Im Trockenen is der Reifen wie schon früher beschrieben völlig untadelig in allen Belangen.

    Er will ein wenig Temperatur haben, nicht viel - aber ein wenig muss man ihn warmfahren. Ein paar Kilometer oder 3-4 Kurven reichen schon aus.


    Im Regen fand ich ihn nicht gut. Da muss man dazu sagen das ich in eine Sintflut geraten bin. Bremsen & Beschleunigen ist gut möglich ohne jedes Gefühl der Unsicherheit. Aber wehe man kommt in eine Kurve, dann fährt er sich wie auf rohen Eiern und man kriegt entsprechend Angst. Das kommt daher weil die Reifenpartie ohne permanenten Bodenontakt auskühlt und dann keinen Grip mehr hat (oder so). Bei Geradeausfahrt walk er sich auf der Kontaktfläche zur Straße warm und weiter außen wo man bei Kurvefahrt hinkommt bleibt er kalt und das mag er gar nicht.

    Das ist der leidliche Fehler den man akzeptieren kann oder muss.


    Kommen wir also zum tötlichen Fehler und das ist der Reifenverschleiß:

    1600km und er war hinten auf meiner 690er-Duke an der Flanke erstmalig punktuell an der Mindestproflitiefe von 1,6mm angelangt.

    1000km später wurde diese Mindestprofiltiefe zur Maximaltiefe mittig des Reifens und an den Flanken stellten sich zwischen 0,5 und 0,8mm ein.

    Reifenschschleiß vorne ist immer direkt proportional zum Nutzanteil der Vorderradbremse und bei meiner mittlerweile VR-Brems-orientierten Fahrweise (macht auch Spaß!) waren nach etwa 2600km an der VR-Flanke 0,8-1mm zu messen.

    Anstatt der 1.6Megameter bin ich 2.5Mm gewöhnt und das muss man in die Wirtschaftlichkeitsrechnung miteinbeziehen.

    Und die geht nur auf wenn man den Reifen saubillig bekommt. Also nach obigen Werten kalkuliert darf der Reifen nur 64% eines Rosso3/4 oder anderm top-aktuellen Material kosten.

    Die Rechnung wird günstiger wenn man den illegalen Anteil mit einbezieht.


    Aber das kostet irgendwann Fahrfreude und das ist auch was wert.

    Es ist leider seit 10-15 Jahren durch die ganze Industrie durchgängig nicht mehr so, dass sich Reifen ohne Performanceverlust runterfahren lassen. Und das gehört zum wirtschaftlichen Schwachpunkt des Reifens dazu. Am Ende in Richtung der 25-2700km hin wurde der Reifen zunehmens unangenehmer. Er wollte immer mehr warmgefahren werden und kühlte immer schneller aus und fuhr sich so zunehmend unangenehmer. Schleichend sank die Fahrfreude bis ich soweit war den Reifen zu verreissen.

    Der zweite Satz hat mich belehrt und wieder positiv gestimmt.

    Verpaßt nicht den richtigen Zeitpunkt die Decke runterzuwerfen und entscheidet welbst ob der günstige Kaufpreis die Schwachstellen des Reifens kompensiert.