Lang ist es her, aber bei uns war mal die Firma vorstellig welche die Gabelfüße für KTM schmiedete.
Das ist schon richtig gutes Material was da verwendet wurde.
Ich selbst höchstpersönlich habe auch schon Schraubversuche so richtig mit Drehmoment/Drehwinkelaufnehmer gemacht. Ich weiß was nur "akzeptables" Alu alles aushält.
Ich selbst hab auch zwei digitale Drehmomentschlüssel daheim - ich weiß das normale auslösende Klick-Dinger dagegen der totale Rotz sind.
Die haben mir auch aufgezeigt welchen Einfluss die Betätigungsgeschwindigkeit auf das effektive Drehmoment hat - da legst die Ohren an!
Ich hab auch selbst schon komplexe Schraubverbindungen ausgelegt. Zündkerzenhülsen im Zylinderkopf sind nicht ganz so trivial wie eine banale Schraube für den Bremssattel mit überreichlicher Klemmlänge.
Das wichtigste bei einer Schraubverbindung ist das richtige Einschätzen der vorliegenden Reibverhältnisse im Gewinde und unterm Schraubenkopf. Deswegen sind heikle Schraubfälle immer geschmiert - weil die Reibwerte da konstanter sind als ungeschmiert.
Das alles führt dazu, dass ein drehmomentgeführter Schraubenanzug mit einem Faktor 1,6 bewertet wird (wenn ich mich nicht täusche).
Drehwinkel fängt auch immer mit Drehmoment als Basis an.
Viele hier behandeln das Schrauben am Motorrad als würden sie den Zündunterbrechermechanismus einer Atombombe feinjustieren. Zumindest offiziell. Was die dann daheim selber wirklich tun ist ev. was anderes.
Was anderes ist auch die haftungsrechtliche Absicherung eines Herstellers gegen den dümmst anzunehmenden Anwender bzw. Hosenträger-mit-Gürtel Lösungen (Loctite zzgl "Sicherungslack").
Der Schlusi disqualifiziert sich mit dem Argument "E-Modul ermitteln".
Eine "Öl-Lösung" muss man sich auch nicht schönrechnen, da gibt es Tabellen wo man reinkucken kann.