Beiträge von KFe

    Update!

    Hab jetzt Angebot und Diagnose von dem sehr kompetenten und hilfsbereiten Herrn Piraten.

    Von den angefragten Werkstätten auch der sympathischeste und auf Augenhöhe.


    Kolben und Zylinder haben tatsächlich kaum Verschleißspuren. Aber das Spiel passt trotzdem nicht, weil vermutlich ab Werk ein kleiner Kolben in einem größeren Zylinder gelaufen ist. Wird wohl dort auch in Gr. 1 und 2 unterteilt und die ungünstige Passung gewählt.

    (Das als Korrektur zu seiner ersten Aussage zum Verschleiß)


    So kommt es zum kippenden Kolben mit Spuren auf den Druckseiten und blowby an den Kolbenringen.

    Zudem sind die Auslassventil oval eingelaufen, eine bekannte Schwachstelle. Die neuen Führungen werden von einem anderen Hersteller verbaut und halten besser.

    Wössner Kolben gibt's nicht mehr, nur CP. Das kostet aber deutlich mehr.


    In Summe bin ich bei 1400 Schilling, aber da komm ich nicht anders rum.


    Muss einiges neu, aber dann hab ich ein gutes Gefühl

    Die ausgebauten Teile mit Filter und Öl gehen jetzt an Pirate Racing und dann sind wir alle schlauer.

    Hab mit denen telefoniert und das macht n sympatischen Eindruck. Wird erst alles vermessen und dann entschieden.

    Kann auch von falsch angezogener Schrauben ab Werk kommen, wäre wohl nicht untypisch. Thermostat ist auch kein Qualitätsbauteil...falls da jemand einen hochwertigen Ersatz hat, gerne teilen


    Zu nem fortgesetzten Schaden Richtung Lager hat er sich erstmal als sehr unwahrscheinlich geäußert. Vielleicht komm ich ohne neu lagern durch.


    Zum Glück hab ich noch ne Tenere, dann gibt's ein Moped zum Schrauben und eins zum Fahren ;)

    Wenn ich mir das Ganze so anschaue ... nur Folgeschäden. ... der Ofen muss auf den letzten Kilometern nur noch gestunken sein ... mit Verdichtung am Ölabstreifring hatte das nichts mehr zu tun. :sehe sterne:

    Das war tatsächlich nicht festzustellen, bin von Italien noch 700km heim gefahren.

    Kannst du ausführen, wo du die Folgeschäden siehst?

    Kolben und Zylinder sehen ja gut aus und ein Hauptproblem ist die ZKD.



    Hab noch Fotos von den Filtern und sieben gemacht. In den Sieben hab ich noch Magnete drin, der eine hatte eine Schicht aus feinem Schlonz. Siehe das Papier.

    Der sauberere Sieb hatte am Magnet kleine schwarze Brösel.


    Im roten Filter sind an einer Lamelle Partikel zu sehen.



    Edit:

    Der Schlonz ist wirklich Magnetisch und wie Sand.

    Die Brösel ebenfalls.


    Aber da die Magnete sind serienmäßig drin sind, würde das vielleicht sonst im Filter hängen und dort eher unsichtbar bleiben.

    Kann ja sein, das sowas immer Auftritt und hier nur dramatischer sichtbar wird?

    Linsi

    Die Stellen auf dem Foto sind Öl, hab mir das nochmal angeschaut. Da ist keine Unregelmäßigkeit oder Kratzer.


    Werde Kolben und Zylinder zum Motorenbauer mitschicken und begutachten lassen. Hoffe, dass mir die eine ehrliche Einschätzung geben und nicht pauschal zum Übermaß raten um mehr Geschäft u machen. Sind ja doch 350€


    Den Kopf werde ich erstmal zerlegen, falls das ohne Spezialwerkzeug möglich ist und das Werkstattbuch den Zusammenbau erklärt.

    Will prüfen ob die Ventilsitze wirklich kaputt oder nur verkrustet sind. Planen wird dann das mindestene sein, was ich daran machen lasse.


    Zusätzlich schau ich mir nochmal die Ölfilter an, ob da alles Glitzer frei ist.

    Die Lager, Pleuelstange und Kurbelwelle will ich erstmal in Ruhe lassen.

    Hab's ausgebaut, Bilder im Anhang.

    Hab zwar keine Erfahrung ab wann Laufspuren problematisch werden. Aber was ich gesehen habe, macht einen guten Eindruck.


    Was sofort aufgefallen ist... Die Kolbenringe waren nicht 120° versetzt (siehe Bild)

    2 sehr nah beieinander, der andere dann 100° weiter.

    Kann mir nicht vorstellen, dass sich das beim Ausbau so stark verdreht hat.


    Leicht Ölfeucht auf der Außenseite vom Zylinder, wo die Steuerkette läuft.


    Spiel im oberen Pleuellager lässt sich schwer feststellen. Aber nicht direkt auffallend.

    Dafür spricht der erste Ölverlust, aber danach konnte ich das nicht mehr feststellen auf der Reise.


    Ansaugtrakt sieht wild aus. Beide Vs rückseitig Rückstände die wie Kohle aussehen, rechts aber etwas mehr. Da kommt die Kurbelgehäuse Entlüftung rein...passt mit der Annahme, dass dort Öl rein drückt.

    Ventilschaft ist nämlich oben trocken.


    Das mit dem Pleuellager verstehe ich aber immer noch nicht, bitte um Erleuchtung :)

    Den Kopf werde ich auf jeden Fall überholen lassen und den Zylinder + Kolbenringe anschauen.

    Hab auch festgestellt, dass die Einlass Ventile voller Öl sind. Könnte mir vorstellen, das restliches Öl im Kopf durch defekte Schaft Dichtungen und Ventilsitze dort hin läuft.

    Im Auslass würde das vmtl durch die Abgase verbrennen.


    Any thoughts?


    Wie kann das Pleuellager was abbekommen?

    bausparbaer

    Den gibt's auch deutlich günstiger und ist mnm auch nichts anderes. Zum Testen evtl nicht verkehrt:

    https://www.ebay.de/itm/313634449276


    Ich hab den auch drin, aber ob der früher schaltet ist nur in einem Wasserbad mit einem Multimeter messbar. Wenn die Temperatur ganz langsam erhöht wird und alles gleichmäßig durchgewärmt ist.



    Gibt auch schon viel Meinungen dazu

    Thermoschalter 93°C sinnvoll?
    Hallo Leute, hier Verbesserte Thermoschalter ‣ Panonian. gibts einen Thermoschalter, der den Lüfter früher einschaltet. Macht das Sinn, oder brauchts das…
    www.ktm-lc4.net

    ich würde auch nicht die Dichtung als falsch betrachten. Dann hätte ich auf meiner ersten Tour schon nach kurzer Zeit Probleme gehabt.

    Denke der niedrige Ölstand hat die Kühlung des Motors auch verschlechtert und die ZKD mehr belastet, was dann den Schaden beschleunigt hat.

    Natürlich gerne Einwände, wenn die KI falsch einschätzt.


    Den Zylinder werd ich mir wohl einfach anschauen, wenn ich eh schon soweit zerlegt hab.


    Frage ist eher ob ich weitere Teile prüfen sollte und an welche Adressen ich mich nach Erfahrungswerten wenden kann :)

    Hi,
    danke für den Input.

    Mir kam sie auch merkwürdig vor weil einige Kanäle die der Zylinder bzw Kopf haben verdeckt werden.

    Aber sie sieht aus wie diese hier:

    76630036000 CYLINDER HEAD GASKET D 105 (über Spareparts finder, passt laut KTM-shop24)


    Ob die Dichtung schonmal getauscht wurde weiß ich nicht sicher. Nur, dass die beiden M6-Schrauben vom Kopf an der Steuerkettenseite zu viel Loctite dran hatten.

    Scheint mir aber schon wahrscheinlich.

    Gut, die Beurteilung der KI meiner Anfrage gibt doch noch was her. Vermutlich ist das Problem hausgemacht.
    Eine Einschätzung bzw. Hilfe von echten Menschen möchte ich mir dennoch einholen.


    • Hat jemand die empfohlenen Schritte schonmal gemacht?

    • welche Motorenbauer (vorzugsweise Münchner Umland) sind für die Überholung des Kopfes zu empfehlen?

    • kann der Zylinder drauf bleiben, bzw. kann ich den Kolben durchdrehen ohne das Timing zu verschieben?


    Bewertung deiner Beobachtungen

    1. Mehrfaches starkes Überhitzen

    • rote LED regelmäßig

    • Kühlwasser kocht mehrfach über

    • Weiterfahrt trotz Warnung

    • wenig Fahrtwind, hohe Last (TET, Westalpen)

    👉 Das ist kein „kurz heiß geworden“, sondern thermische Dauerüberlast.

    Bei der LC4 genug, um Kopf + Dichtung zu schädigen.

    2. CO₂-Test im Kühler: POSITIV

    Das ist der stärkste Einzelbeweis.

    • CO₂ im Kühlsystem = Verbrennungsgase kommen irgendwo rein

    • Das geht praktisch nur über:

      • Zylinderkopfdichtung

      • Haarriss im Kopf (selten, aber möglich)

    👉 Ein falsch-positiver Test ist hier extrem unwahrscheinlich.

    3. ZKD mit „Bläschen“

    Das ist kein kosmetischer Effekt, sondern typisch für:

    • lokale Überhitzung

    • Gasdurchtritt zwischen Brennraum ↔ Wassermantel

    • beginnende Delamination der Dichtung

    👉 Eine ZKD kann defekt sein, ohne „offensichtlich gerissen“ auszusehen.

    Gerade bei Einzylindern passiert das schleichend.

    4. Kein Wasser im Öl

    Das spricht nicht gegen eine defekte ZKD.

    Bei deinem Schadbild:

    • Gas → Wasser ✔️

    • Öl → Wasser ❌

    • Wasser → Öl ❌

    Das ist bei LC4 häufig genau so.

    5. Ölverlust (750 ml)

    Sehr wichtig, wird oft falsch eingeordnet:

    • hoher Ölverbrauch + Hitze

    • dünneres Öl (10W40)

    • Kolben mit Ölkohle

    👉 Öl wurde verbrannt, nicht ausgelaufen.

    Überhitzung → Kolbenringe verlieren Spannung → Blow-by ↑ → zusätzliche thermische Last → Dichtung stirbt schneller.

    Das ist eine Kettenreaktion, kein Zufall.

    6. Wasserpumpe, Thermostat, Kühlerdeckel: alles geprüft

    Du hast die klassischen Nebenbaustellen sauber ausgeschlossen.

    👉 Übrig bleibt:

    • Dichtfläche

    • Kopf

    • evtl. minimal verzogener Zylinder (seltener)

    7. Zu viel Loctite an Kopfschrauben

    ⚠️ Rote Flagge.

    • KTM verwendet definierte Schrauben + Winkel

    • Zu viel Loctite → falsches Anzugsmoment

    • Wenn da jemand schon war und unsauber gearbeitet hat:

      • Dichtung evtl. schon vorbelastet

      • Kopf evtl. nicht korrekt gespannt

    👉 Das erhöht die Schadenwahrscheinlichkeit deutlich.

    Deine Kernfragen – klare Antworten

    🔧 „Sieht die ZKD defekt aus?“

    Ja. Funktional defekt.

    Nicht spektakulär gerissen, aber gasdurchlässig → Ende.

    🔍 „Können die Effekte woanders her kommen?“

    Theoretisch:

    • Haarriss im Kopf ❗ (selten, aber prüfen)

    • stark verzogener Kopf ohne sichtbaren Schaden

    Praktisch:

    • Nein, nicht bei diesem Gesamtbild + CO₂-Test

    Was ich an deiner Stelle jetzt tun würde (konkret)

    ZWINGEND

    1. Zylinderkopf professionell prüfen

      • Ebenheit messen

      • Druckprüfung (Rissprüfung!)

    2. Kopf planen lassen

      • selbst wenn nur minimal verzogen

    3. Neue originale ZKD

    4. Neue Kopfschrauben

    5. Anzug exakt nach KTM-Vorgabe

    DRINGEND EMPFOHLEN

    • Ventilsitze prüfen (Hitze!)

    • Hitze killt zuerst:
      • Auslassventil
      • Ventilsitz
    • Kolbenringe auf Leichtgängigkeit prüfen

      • Ringe ausbauen

      • Ringnuten reinigen

      • Ringstoßspiel prüfen

    • Zylinderlaufbahn optisch prüfen (Glanzstellen?)

    Ehrliches Fazit

    Deine Analyse ist gut, dein Bauchgefühl richtig.

    Das ist kein Rätsel mehr, sondern ein klassischer LC4-Überhitzungsschaden im Frühstadium.

    👉 Jetzt sauber instandsetzen = hohe Chance auf dauerhaft Ruhe.

    👉 Nur Dichtung tauschen ohne Kopfprüfung = hohes Wiederholungsrisiko.

    Warum dein Schadenbild bei der Euro-4 leider typisch ist

    • Euro-4 läuft magerer und heißer als frühere LC4

    • Serienmäßig knappe Kühlreserve bei:

      • langsamer Fahrt

      • Dauerlast bergauf

    • Kopf ist relativ dünnwandig → verzieht sich schneller als der Zylinder

    👉 Bei deinem Überhitzungs-Protokoll ist Kopfverzug wahrscheinlicher als ein Riss, aber beides muss geprüft werden.

    Hello ans Forum,


    bin neu hier und wende mich an die Schwarmintelligenz und einen größeren Erfahrungsschatz.

    ich hab an meiner Enduro R aus 2019 mit 13tkm seit einer Endurowanderung letzten Sommer ein thermisches Problem.

    Ich hab schon einiges versucht und wie es scheint hat der Vorbesitzer leider auch seinen Pfusch angedeihen lassen.


    Zur Vorgeschichte und falls mir irgendwelche Zusammenhänge entgangen sind bzw Gesamtzustand.

    Mit 9500 km gekauft und direkt einige Schäden behoben. Da der Vorbesitzer eine Rallye in Polen damit gefahren ist, der Schlamm ist bis heute noch zu finden....

    - Gabelservice war nötig, weil undicht

    - Ritzel extrem verschlissen, Tausch

    - Dichtung der Getriebeausgangswelle getauscht, weil undicht

    - Bremszylinder VA überholt, weil Bremse nicht mehr richtig schließt/öffnet (Irrtum)

    - Bremssattel überholt, weil Dreck alles verkrustet und schwergängig gemacht hat

    - Kupplung/Bremsflüssigkeit getauscht, weil Dreck drin

    - Partikel in den Ölsieben und der magn. Ablassschraube (siehe Foto)

    - fahrlässige Verkabelung der Bordsteckdose (nur Verdrillt) entfernt



    Dann erste Tour 7 Tage TCT (Mai), alles paletti.


    Zeite Tour 14 Tage TET Westalpen (Juli)...beide Touren mit oft technischen Passagen und am Berg kaum Fahrtwind.

    Irgendwann wird sie heiß und die rote LED leuchtet regelmäßig am Berg. Jedesmal abkühlen lassen und dann weiter.

    Nächster Tag, Kühlwasser kocht mehrfach über und nach dem Auffüllen muss es weiter gehen. Am Abend fällt auf, das fast 750 ml Öl fehlt => auffüllen geht nur mit 10W40

    Die Wasserpumpe zeigt nach dem Ausbau keine Schäden, Dichtung auch ok. Thermostat öffnet im kochenden Wasser. Kühlkreislauf lässt sich mit dem Gartenschlauch durchspülen =>Zusammenbauen und weiter.

    Lüfter auf Dauerbetrieb klemmen hilft auch nicht und so ist es ein regelmäßiges anhalten, abkühlen lassen und auffüllen.

    Tags drauf Ölwechsel auf 10W50, aber keine Auffälligkeiten und der Ölstand ändert sich danach auch nicht mehr.


    Reparatur zuhause:

    - Kühlerdeckel getauscht => keine Verbesserung

    - Wasserpumpe mit größerem Pumpenrad => keine Verbesserung

    - Maschine kurz warm gefahren, CO2 Tester am Kühler geflanscht und siehe da, er schlägt an.

    - Kein Wasser im Öl oder ähnliches.



    Habe den Kopf demontiert und sehe Ölkohle am Kolben und eine ZKD mit kleinen Blasen.

    An einigen Schrauben war zu viel Loctite, heißt jemand war seit dem Werk auch schon mal am Kopf dran.

    Mir fehlt die Erfahrung, deswegen hier endlich die Frage...

    - Sieht die ZKD defekt aus oder was sagt euch das?

    - Können die beschriebenen Effekte noch wo anders her kommen?

    - lohnt es sich noch mehr zu tauschen?



    tl;dr:

    Maschine ist mehrfach stark überhitzt, hat einmal zu wenig Öl gehabt und jetzt ist laut CO2 Test die ZKD durch.

    Ich sehe aber keinen offensichtlichen defekt und weiß nicht, ob ich noch tiefer gehen sollte.


    Hoffe auf konstruktive Kommentare.

    VG,

    Felix


    PS:zum Thema hab ich mir schon diverse Beiträge durchgelesen, Chatgpt befragt aber das klärts nicht ausreichend :)

    Hi,

    Die ursprüngliche Thread Beschreibung klingt nach einem Problem ähnlich wie bei mir. Allerdings habe ich die Maschine erst nach dem Unfall mit Sturz auf den Bremshebel gekauft und weiß es nicht genau.


    Handelt sich um eine 690 Enduro R aus 2019.

    Bremspumpe hat keinerlei Wirkung mehr (auch nach Entlüftung).

    Kennt jemand die Bezeichnung der Pumpe bei Magura und kann ein Reparatur Kit empfehlen?


    VG, Felix