Ich glaube wir haben uns dann auch auf der Messe schon darüber unterhalten warum man ihm dieses Teil nicht förmlich aus den Händen reisst und ich habe mich gewundert warum "Wir" (ich arbeite neben dem Studium bei einem großen BMW und Harley Händler) das Produkt nicht massenweise verkaufen.
Nachdem ich hier aber mitgelesen habe wird es mir dann doch etwas klarer.
Nun, bei den oben genannten Marken wird die geringe Verbreitung der Antriebskette (Kardan und Zahnriemen) ein Grund für den geringen Bedarf sein...
Bei der ganzen Diskussion darf eins nicht vergessen werden: Motorräder werden von den meisten Kunden eben nicht wegen technischer Perfektion, Wirtschaftlichkeit und praktischem Nutzen gekauft. Die Hauptmotivation, die zu einer bestimmten Motorradmarke, zu einem bestimmten Motorradtyp führt, ist Emotion. Man sieht sich als Harley-Biker, Ducatisti, Endurist, Supermoto-Fahrer, etc.pp., und staffiert sich und sein Bike mit dem dazugehörigen Equipment aus.
So ein Kettenöler ist für Leute, die auf den praktischen Nutzen abfahren....Technik-/Kontrollfreaks, Langstreckenfahrer.....und Leute die suggerieren wollen, dass sie unendlich viele KM's abreissen und jederzeit zum Nordkap aufbrechen (könnten). Wenn man aus dieser Gruppe noch die (relativ) solventen BMW-Fahrer (wegen Kardan/Zahnriemen) abzieht, bleiben ein paar Reiseenduros (GS fällt raus) und die japanischen Tourenmotorräder über. Letztere von einer Klientel gekauft, die nicht unendlich viel Geld zur Verfügung hat, und für die 300€ eine Menge Geld sind.
Marktgesetze sind nicht immer einfach....spielen Emotionen eine Rolle reicht es eben nicht ein gutes/hervorragendes Produkt zu einem marktgerechten Preis anzubieten.....auch die Emotionen wollen angesprochen werden. Wie man das für einen Kettenöler hinbekommt? Glücklicherweise nicht meine Baustelle. 