Die Empfehlungen bisher gehen meiner Meinung nach am Problem vorbei.
Das Problem ist: Deine Lichtmaschine liefert nicht genug Strom, um deine Batterie auf den kurzen Strecken aufzuladen.
Die ganzen Lithium-Batterie Geschichten dienen in erster Linie dazu, Gewicht zu reduzieren. Egal welche Batterie: Wenn sie leer ist, nutzt sie dir nichts.
Prinzipiell gebe ich Exon recht, als erstes musst Du Dich mal um die Ladung kümmern. Allerdings geht es bei LiFePo Batterien nicht nur ums Gewicht, sondern auch um die geringe Selbstentladung. Ich sehe durchaus einen Grund auf die Lithium Technologie zu wechseln, und zwar wenn Du nur in längeren Abständen nachladen kannst.
Begründung:
Die meisten Motorrad Ladegeräte arbeiten mit einer "Stossladung" um die Spannung einer Batterie über längere Zeit bei Stillstand zu erhalten. Das vertragen Lithium Batterien nicht, denn es kann sein das dann immer nur eine Zelle geladen wird was dazu führt das die Batterie nicht mehr "Balanced" ist und somit nicht auf ihre Kapazität kommt bzw. sogar defekt werden kann. Aber: LiFePo Batterien können viel besser mit hohen Ladeströmen umgehen und verlieren bei reinem Stillstand auch keine Spannung. Somit benötigen sie keine Erhaltungsladung und man kann sie tatsächlich mit einem Billig-Autoladegerät laden, sofern dieses eine Spannungsendabschaltung hat (ansonsten kann es zu Bränden führen - don't try this at home). Dann genügt es alle 10-15 Startvorgänge im Sommer und alle 5-10 Startvorgänge im Winter die Batterie für 1-2h Stunden ans Netz zu hängen.
Ich benutze in meiner 640er schon seit 2 Jahren genau aus diesem Grunde eine Shido LiFePo (gekauft bei Polo in der CH) und in der 690er die aus den KTM PP (hier allerdings wegen Gewicht). Und auch im Winter hatte ich bisher keine Probleme, allerdings stehen beide Töffs in der Garage (und ausserdem hat die 640er ja noch nen Kickstarter
)
Gruss
Kneip