Servus zammn,
ich möchte hier nochmal auf das alt bekannte und äußerst nervige Problem des Absterbens des Motors (ohne Grund) eingehen. Also beim an die Ampel fahren, runterschalten.. 2ter, 1ter Gang, dann - oder beim dahin rollen im Leerlauf, oder beim Versuch des Weiterfahrens, plöppt die Karre einfach aus..
Der von uns allen sehr geschätzte Hr. Highscore hat mit seiner detaillierten Beschreibung der "Ground-control: Masse-Troubles als Ursache für Leerlaufprobleme" einen wirklich wertvollen Beitrag dazu geleistet.
Also erstmal alle Massepunkte der Kiste "gängig" machen, dann einen Masse-Bypass legen von Batterie zu Rahmen zu Zündspule, und "der Trick der es wirklich bringt" so sagt er ist, die Masse des TPS (Steckerkabel) nochmals direkt mit dem Bypass zu verbinden.
Das ist soweit völlig in Ordnung. Bringt aber wie z.B. in meinem Fall nicht sehr viel, wenn der TPS selbst nicht korrekt justiert ist.
Dieser sollte 5V Eingang haben, und im Leerlauf nicht wie Highscore sagt "ca." 0,4 V bei der alten SMC, bzw. "ca." 0,3 V bei der neuen SMC R haben, sondern.. GANZ GENAU 0,300 Volt so bei meiner SMC-R Bj. 12.
Ich habe die Prozedur mit dem Bypass inkl. Verbindung zum Massekabel des TPS gemacht, da meine Kiste seit kurzem auch geplagt war, von plötzlichem Absterben beim Anhalten und Weiterfahren. Leider trat schon bei der Probefahrt von keinen 2km das Problem 2 mal erneut auf. Also konnte hier was nicht stimmen.
Wie gesagt die Idee von dem Bypass ist gut, aber nur wenn der TPS auch seine Sollwerte hat.
Nu hab ich mal mit Zündung an, nachgemessen. Dazu eine Nadel in das mittlere Kabel des TPS Sensorsteckers gesteckt, und Multimeter drangehängt. Masse irwo am Rahmen abgenommen. Siehe da, es waren genau 0,292 Volt im "Standgas" also Gas zu.. Das ist aber Kacke, denn es müssen genau 0,300 Volt sein. +- ein paar Hundertstel mögen ok sein, aber kein Zehntel Volt. Das ist zu viel.
Hierzu gibt es einen sehr interessanten Bericht eines Honda Schraubers, in einem anderen Forum, der seine CRF 450 mit Einspritzung auch derart behandelt hat. Er schreibt daß es bei der Justierung des Drosselklappensensors hier auf jedes Zehntel Volt ankommt. Die Honda Treiber haben selbst bei nagelneuen Kisten das Problem des Startens ihrer Kärren. Manche treten sich fast zu Tode, da eben dieser beschissene TPS Wert schon von Werk aus nicht korrekt eingestellt ist. Dann, einmal den TPS Sensor mittels Multimeter neu und vor allem "genau" einstellen, und siehe da, plötzlich laufen die Japaner. Einmal Treten und das Gerät springt an und geht auch nicht mehr von selbst aus.
Zurück zu unseren LC4´s
Man nehme ein Multimeter, das Massekabel an den Rahmen, das andere verbindet man mit der Nadel, die man vorher in das mittlere Kabel des TPS Steckers gejagt hat. Zündung an, Gasgriff in Leerlaufstellung. Nun sollte ein Wert von ziemlich genau 0,300 Volt heraus kommmen. Wenn man Gas gibt, ändert sich der Wert nach oben. Pfoten wieder weg vom Gas, und
wieder sollten es möglichst genau 0,3V sein. Wenn das so ist, dann ist alles in Butter. Sollte der abgelesene Wert aber im Zehntel Bereich abweichen, dann macht man folgendes..
Die Schrauben mit gelbem Siegellack am TPS lösen. Torx T25H, das sind die Bits mit der mittigen Bohrung, dann kann man den Sensor minimal über die Langlöcher verdrehen. Achtung nicht grob sondern äußerst feinfühlig vorgehen.
Über den Multimeter (bei Zündung an) kann man nun sehr schön den exacten Wert von 0,300 Volt einstellen. Schrauben wieder zu und ab sofort hat man keine Probleme mehr mit dem Absterben des Motors.
Ich hatte ja Anfangs 0,292 Volt. Nach korrekter Einstellung ist mein Standgas von ca. 1600 auf 1800 U/min angestiegen. Die Karre läuft nun sauber und ist mir seither nicht mehr ausgeplöppt.
Also jeder der das o.g. Problem auch hat, sollte neben der Bypass Operation auch gleich noch die TPS Einstellung vornehmen. Das ist Kinderleicht und dauert nur wenige Minuten.
Viel Glück und Erfolg !
Hola..


