Beiträge von ChrisYPVS

    Hi Leute,


    will hier auch mal kurz meinen Senf dazu geben. Bisher sehe ich keinerlei fundierte Argumente, weshalb der 790er Twin nicht auf 110 bis 120 PS kommen sollte. Für die spezifische Literleistung ist das Motorlayout von nicht allzu großer Bedeutung. Der einzige wesentliche Unterschied zwischen einem V-Twin und einem Reihen-Twin liegt in der Länge der Kurbelwelle. Hier hat der V-Motor sicherlich Vorteile, weil der axiale Abstand zwischen den beiden Hubzapfen deutlich kleiner ist, als beim Reihen-Twin. Das gilt natürlich insbesondere für große Bohrungen, die man für eine hohe Literleistung auch benötigt. Dadurch ergibt sich ein höheres freies Massenmoment 1. und 2. Ordnung im Vergleich zum V-Twin. Die bekommt man aber mit einer Ausgleichswelle problemlos in den Griff (zumindest die 1. Ordnung).


    Die Gestaltung der Einlass und Auslass-Kanäle sind ähnlich wie bei Reihen-Vierer. Also kein Problem (eher im Gegenteil ein Vorteil gegenüber einem V-Twin). Ich sehe daher überhaupt kein Problem, mit einem Reihen-2er auf eine ähnliche Literleistung zu kommen, wie bei einem V-Twin. Es kommt halt stark auf das Hub-/Bohrungsverhältnis an, welche Leistung man letztlich erzielen wird. Bei einem ähnlichen Einzelhubvolumen und sportlichem Hub-/Bohrungsverhältnis kommt einem natürlich sofort die Ducati 899er Panigale in den Sinn. Die hat 148 PS bei 898ccm. Rechnet man dies 1 zu 1 auf 790ccm (vielleicht hat die 790er ja sogar mehr???) um, erbeben sich 130 PS. Und das bei einem vergleichsweise zivilen Drehmomentverlauf. Würde man hier die sehr extreme Hub/Bohrungsauslegung der 1199er Panigale berücksichtigen, wäre sogar noch mehr drin. Dies würde aber vermutlich zu einem eher inhomogenen Drehmomentverlauf führen, weshalb ich hiervon nicht ausgehe.


    Eine Leistung von 110 bis 120 PS, wäre aber sicherlich kein Problem. Hier die Husqvarna Nuda als Vergleich heranzuziehen, die mangels geeigneter technischer Basis sogar noch langhubiger ausgelegt ist als der BMW 800er Basismotor, zeugt nicht unbedingt von Sachverstand, wenn man daraus die maximal mögliche Literleistung eines Reihen-2ers ableiten möchte. Der Nuda-Motor hat ein fast quadratisches Hub/Bohrungsverhältnis (81 zu 84 mm). Vermutlich lies hier der Zylinderabstand, der durch das Kurbelgehäuse festgelegt ist, keine größere Bohrung zu. Moderne Hochleistungsmotoren (!!!Nicht Höchstleistungsmotoren wie z.B. die 1199 Panigale) haben in der Regel ein Hub-/Bohrungsverhältnis von rund 0,6 bis 0,7 (vgl. z.B. Ktm 1090: 63 mm Hub/103 mm Bohrung). Damit kann man naturgemäß wesentlich höhere Drehzahlen erreichen. Insbesondere steigt jedoch der Liefergrad (Füllung des Zylinders) bei hohen Drehzahlen aufgrund der größeren Ventildurchmesser massiv an. Dies führt zu einer wesentlich höheren Literleistung als bei einem Motor wie dem der Nuda.


    Letztlich kennt vermutlich niemand hier das genaue Hub-Bohrungsverhältnis und die Auslegung der Steuerzeiten der 790er. Aus der Zylinderanordnung jedoch abzuleiten, dass die Ktm niemals 120 PS erreichen könnte, halte ich jedoch für abenteuerlich.


    Beste Grüße, Chris

    @ Dre83


    ich bin aus Landshut. Das ist knappe 200 km vom FP-Engineering weg. Ich hatte heuer leider keine Zeit, dass ich mal hinfahre. Aber der Peter hat mir vor ca. 2 Monaten angeboten, dass ich seinen Vorführer mit großer Drosselklappe Evo-Nocke und Schaltsaugrohr mal fahren darf. Aktuell hab ich das Highscore Kit verbaut. Damit bin ich sehr zufrieden. Ansprechverhalten, Gasannahme und Leistung ab 5.000 U/min ist wirklich deutlich besser als Evo1. Der Preis ist unschlagbar. Der einzige Nachteil, den ich beim Highscore Paket veststellen konnte, ist eine spürbar geringere Leistung im Bereich zwischen ca. 4000 und 5000 U/min.
    Mit der Evo2 Nocke und der größeren Drosselklappe von FP-Engineering wird aber obenrum vermutlich nochmal deutlich mehr gehen. Und das Schaltsaugrohr könnte den Drehmomenteinbruch durch die Nocke unter 5000 (zumindest teilweise) kompensieren. Ohne das Moped gefahren zu sein, bleibt das natürlich alles recht theoretisch, aber es lässt doch einiges erwarten. Evtl. fahr ich doch mal zum Peter und fahre Probe. Wohnst du da in der Nähe?


    LG,
    Chris

    FP Engineering hat eine 50 mm Drosselklappe mit eigenem Steuergerät (für Zündung und Einspritzung) entwickelt. Drehzahlbegrenzer wird bei ca. 9.000 eingestellt, kann aber nach Belieben verändert werden. Dazu gibt es ein Schaltsaugrohr, das in die Airbox der SMC integriert wird. Das Gerät muss mächtigst anschieben! Der gesamte Umbau (inkl. Schaltautomat zum Hochschalten) kann bereits bestellt werden, auch wenn es auf der Homepage noch heißt, er wäre in Bearbeitung. Ich hab mich aus Garantie- und Versicherungsgründen letztlich diesen Umbau entschieden, aber ich kann nur empfehlen, dich mal telephonisch mit dem Peter von FP Engineering in Verbindung zu setzen. Der macht einen sehr kompetenten Eindruck.


    LG, Chris

    Ich würde DaniSMC da Recht geben. Gefühlt war Evo1 von 4.000 bis 5.000 U/min ein klein bischen stärker. Ab spätestens 6.000 U/min geht das Kastl Kit aber besser als Evo1, und ab ca. 7.500 U/min ist das Kastl dem Evo1 sogar deutlich überlegen. Von der Laufkultur und insbesondere von der Gasannahme her, geht nix übers Kastl. Ich hab den Umbau aufs Kastl nicht bereut!

    Danke für die bisherigen Antworten.


    GERDO:


    Ich fahre auch die Conti SM. Letzter Reifenwechsel war vorne und hinten vor ca. 500km. Die Reifen können es also nicht sein. Einen Gabelservice hab ich bisher noch nicht machen lassen. Das könnte durchaus das weitere Eintauchen beim Bremsen erklären. Bezüglich der "Wendigkeit" dürfte das allerdngs nichts ausmachen. Ich weiß leider auch nicht, wie viele KM die Gabel schon drauf hat, weil das eine Tauschgabel ist. Ich hab eigentlich eine 2012er Enduro R (also die echte mit 690 ccm), bei der das gesamte Fahrwerk von der 2011er SMC umgerüstet wurde (Gabelbrücke, Gabel, Federbein, Bremse usw.).


    Irgendwie fühlt sich das 15er Model so an, als wäre der Lenkkofwinkel steiler oder das Bike hätte weniger Nachlauf. Aber das hab ich schon gecheckt. Ist bei beiden Bikes nach Werksangaben gleich. Lenkkopflager klingt für mich eher plausibel. Kann man das selbst überprüfen, ob die Schwergängigkeit stimmt?

    Hi Leute,


    Ich habe
    gestern eine sehr eigenartige Erfahrung gemacht . Ich selbst fahre
    eine normale SMC (2011). Gestern bin ich erstmals eine neue SMC-R
    gefahren. Die war von 2015 und absoluter Werkszustand. Der Besitzer hat
    am Fahrwerk noch nichts geändert. Mir fiehl sofort auf, dass die SMC-R
    wesentlich weniger eintaucht beim Bremsen im Vergleich zu meiner SMC,
    (obwohl die Druckstufe vorne bei mir fast ganz geschlossen ist). Außerdem
    war die SMC-R viel handlicher. Im Vergleich dachte ich, ich sitz auf
    einem Kinder-Moped. Meine SMC läuft da viel stabiler und lässt sich in der Kurve
    schlechter korrigieren. Dafür ist SMC aber deutlich präziser zu fahren.
    An meiner SMC hab ich nur die Federvorspannung hinten etwas (3 Ringe)
    erhöht, damit sie nicht so stark durchhängt. Dadurch wurde sie etwas
    handlicher im Vergleich zum ursprünglichen Zustand. Mein Problem ist nun, dass ich die SMC gebraucht gekauft habe und nicht
    weiß, ob der Vorbesitzer am Fahrwerk schon mal was gemacht hat. Mich
    würde daher Eure Meinung interessieren, falls ihr beide Motörräder schon
    mal miteinander verglichen habt. Kann euch der Unterschied auch so
    gewaltig vor? Stimmt vielleicht etwas mit meinem Moped nicht?


    Danke schon mal für eure Unterstützung!


    Viele Grüße,
    Chris

    Servus Clemens,


    Ich hatte vor ein paar Wochen das selbe Problem. Tacho fiehl nach dem "Auswintern" komplett aus. Meine SMC-R (Baujahr 2012; EZ 1/13) war zu dem Zeitpunkt ca. 3 Monate aus der Garantie raus. Der Tacho wurde auf Kulanz erneuert. Ich hätte nur die Einbaukosten tragen müssen. Die hat mir mein Händler aber geschenkt, weil der Tacho ja ratz fatz umgebaut ist. Er meinte auch, dass er schon öfter mit kaputten Tachos bei den 690ern zu tuen hatte.


    Ich denke also, du hast ganz gute Karten, den Tacho auf Kulanz ersetzt zu bekommen.


    take care,
    chris

    Hi Leute,


    wer von euch hat die oben genanten Komponenten verbaut und versucht damit durch die Hauptuntersuchung in Deutschland (TÜV) zu kommen?
    Geht das, oder muss man das Moped alle 2 Jahre auf Serienstand zurückrüsten, um durch den Tüv zu kommen?


    Danke schon mal für eure Antworten,


    LG, Chris

    Hi Red Bull,


    ich interessiere mich auch für das ABP-Kit. Wollte mal fragen ob du vor dem Umbau die offene Luftfilterkastenabdeckung vom EVO1-Kit verbaut gehabt hast? Ich dachte bisher immer, dass das ABP-Kit sehr ähnlich zum KTM EVO1-Kit (also Mapping plus Luftfilterkastenabdeckung) ist. Wenn aber das ABP-Kit im Vergleich zum Ktm EVO1-Kit nochmal mehr Dampf im unteren und mittleren Drehzahlbereich bringt, wäre das ja eine feine Sache! Ist deine SMC durch den geänderten Luftfilterkasten lauter geworden?


    Viele Grüße,
    Chris