hier wird es noch ein Bisschen dauern, bis es weiter geht.
Hat jemand eine Empfehlung mit welchem Lack man die Streusalz-bedingten und abgeschliffenen Korrosionsstellen im Motorgehäuse übersprühen kann?
LG derkaderk
hier wird es noch ein Bisschen dauern, bis es weiter geht.
Hat jemand eine Empfehlung mit welchem Lack man die Streusalz-bedingten und abgeschliffenen Korrosionsstellen im Motorgehäuse übersprühen kann?
LG derkaderk
Wieder auf die andere Seite und alle Gehäuseschrauben lösen. Auch die im Ölfilterschacht nicht vergessen.
Ölsiebe und Ölablasschraube aind zwar noch drin, aber schon gelöst, damit die später kraftlos rausgehen. Ich war nur zu faul und neugierig, um die jetzt schon rauszunehmen. Mir geht langsam der Platz aus. Ich brauche neue Ikeaboxen.
Den China Crankcase Splitter drauf und schon trennen sich die Gehäusehälften mit ein paar Umdrehungen. Das sollte ohne viel Kraftaufwand gehen.
Runter mit dem Splitter, die letzten Silikonfäden zwischen den Hälften zertrennt und schon geht das Gehäuse auf.
Hier ist erstmal Baustopp. Getriebe und Ausgleichwelle traue ich mich aktuell nicht anzuschauen, sonst schlafe ich schlimmstenfalls schlecht. Weiter geht's hoffentlich morgen abend oder Donnerstag.
Okay, einen Blick musste ich riskieren.
Ist es normal, dass sich das Innenlager locker auf der Welle drehen lässt?
Sollte das nicht eigentlich verpresst sein?
Die innere Lagerschale zeigt deutlich Schleifspuren - nicht fühlbar.
Unter dem Lager siehts auch nicht gut aus.
Ich denke, das wird mit dem losen Ritzel zu tun haben.
Die Welle wird ohnehin getauscht, ich würde mich aber über Hinweise und Vermutungen freuen.
An der Stelle ist aber wirklich Schluss. Wenn ich jetzt noch größere Baustellen (Kostenstellen) finde, sind weder Stimmung noch Nachtruhe sicher. ![]()
Dass ich mit einem neuen Motor erheblich billiger wäre, als mit meiner ineffizienten Selbst-Reparatur, ich aber keinen neuen Motor für ein 4 Jahre altes Motorrad vom Hersteller bekommen kann, hat mir schon ausreichend die Stimmung verhagelt.
Ich habe ohnehin mit einem neuen Motorrad geliebäugelt, aber die 701 loszuwerden kommt nicht infrage. Zu viel Spaß, zu viele schöne Erinnerungen.
Wenn das aber kostenmäßig so weiter geht, ...![]()
Naja, erstmal ne Nacht drüber schlafen, dann bin ich bereit für die nächsten Hiobsbotschaften.
LG derkaderk
In letzter Zeit ging es langsam voran, da Ersatzteil- und Werkzeugbestellungen, sowie Privatleben etwas Zeit gebraucht haben.
Ich hatte nach einem Angebot zur Instandsetzung gefragt:
Der Preis war fair, aber nicht niedrig und vor allem war die avisierte Dauer viel zu lang um damit im Juli in den Urlaub fahren zu können.
Als Alternative habe ich bei der Husqvarna/KTM-Werkstatt nach einem neuen Motor gefragt.
Erste Rückmeldung: "3800 Euro, ich frag gern bei KTM an."
Da das nur etwas über meiner damaligen Abschätzung der Kosten für Ersatzteile und neues Werkzeug lag, dafür aber alles neu gewesen wäre, habe ich zugesagt.
Dann der Rückruf: "Sorry, geht doch nicht. HQV rückt 22er Motoren nur noch in Garantiefällen raus."
Ungläubig habe ich einen anderen HQV-Händler angerufen, aber wieder eine Abfuhr: "Ne, HQV schickt uns derzeit keine 22er Motoren. Wer weiß, vielleicht hast du in ein paar Wochen oder Monaten wieder Glück."
Da ich dieses Jahr nicht auf den Motorradurlaub verzichten möchte, bleibt also nur: Austauschen, was eigentlich repariert/geprüft werden könnte. Naja, die alten Teile können ja z.T. später noch instand gesetzt und aufgehoben, oder veräußert werden.
Also Kolben-/Zylinder-Paar, Kurbelwelle mit Pleuel, alle Lager und Dichtungen, Wasserpumpe, Ölpumpen, Steuerkette, Führungen, Generatordeckel, Lenkkopflager und ohne Ende Kleinkram und ein paar Abzieher und Werkzeug bestellt, bis ich das erste mal beim Onlineshopping die Meldung bekommen habe:
"Dieses Teil kann ihrem Warenkorb nicht hinzugefügt werden, da er bereits ... Teile enthält.
Damit bin ich teurer als mit nem neuen Motor, aber was will man machen, wenn einem die Zeit im Nacken sitzt.
Warum etwas von einem Profi machen lassen, wenn ich es auch teurer und schlechter selbst machen kann ![]()
Weiter also mit der Demontage.
Generator-, Kupplungs- und Wasserpumpendeckel runter.
Gear Jammer rein. (Ein dicker Lappen hätte es auch getan, fusselt aber.)
Sicherungsblech aufbiegen, Mutter runter, Ritzel, etc. runter.
In Marokko war das ursprüngliche Sicherungsblech gebrochen und das Ritzel hatte Axialspiel, da sich dadurch die Mutter gelöst hatte.
Ich hatte es nur durch einen Zufall bemerkt und war froh, ein weiteres Sicherungsblech dabei zu haben und dass sonst nichts passiert war.
Die vermutlichen Folgen sehen wir hier: Die Welle muss auch getauscht werden. Ich weiß nicht mehr ob ich einfach Pech habe oder nur dumm bin. Egal, KTM freut sich. ![]()
Weiter geht's: Polradmutter runter und das Polrad abziehen.
Benötigt wird der KTM Schwungradabzieher 58429009000. Ein noname-Abzieher M33x1.5mm mit Innengewinde hätte es auch getan.
Das vermeintliche Originalteil hat nach dem festziehen ein unangenehmes Knacken und Knirschen von sich gegeben. Die ersten mm des Gewindes des Abziehers hatten sich verabschiedet - ohne viel Kraft.
Also erstmal die Brösel wegputzen und den Abzieher wieder aufschrauben.
Das Polrad ging dann einigermaßen gut runter.
Steuerkette und Kettenführung lösen und rausfriemeln. Scheibenfeder nicht vergessen!
Ab auf die andere Seite.
Man kann sich für knappe 50 Euro die Spezialschrauben von KTM holen, oder man investiert 2-3 Euro (?) In 4 Schrauben M5x65 und 16 Muttern, so wie hier im Forum empfohlen. Vermeintlich geht auch M5x35. Da ich schusselig bin, nehme ich die längeren, die kann ich beim späteren Einbau nicht vergessen. Die sind beim lösen der Kupplungsmutter fast im Weg, aber das geht schon. Innensechskant wäre toll gewesen, gabs aber nicht.
Die Schrauben werden über kreuz gleichmäßig und nur leicht angezogen. Danach kann der Deckel losgeschraubt werden und die Mutter kommt zum Vorschein.
Dann die Haltebleche aufbiegen und weg mit der Mutter.
Dann kommen Kupplungspaket und Kupplungskorb raus.
Weiter geht's mit dem Primärrad. Es wird der "Abzieher Primärrad KPL." 75029021000 benötigt. M36x1.5.
Mutter runter, beide Abziehergewinde und Kontaktflächen fetten, aufschrauben und runter damit.
Nanu, warum kratzt und hakt das denn so?
Abzieher wieder abschrauben und entgeistert feststellen, dass die Kontaktstelle der Schraube zur Welle außen unangenehme Grate hat. Ich zweifele zwar wieder an der Originalität des Bauteils, oder an der Verarbeitungsqualität, aber egal. Das macht nichts und die Kurbelwelle wird sowieso getauscht.
Die restlichen Zahnräder und Kleinteile gehen mit Sprenringzange, Torx und Innensexhskant raus. Davon gobt' keine Fotos mehr - ich hatte längst schlechte Laune, nachdem der Wasserpumpendeckel mich eine viertel Stunde gekostet hat, um ihn zu lösen, ohne ihn dabei in Einzelteile zu zerlegen. Der saß ohne erkennbaren Grund an der Dichtung bombenfest und danach vermutlich an dem kleinen Führungsnippel.
Nach der langen Wartezeit endlich erkennbarer Fortschritt.
Die obere Ölpumpe sah gut aus, aber das Gehäuse hat außen mit dem Fingernagel spürbare Riefen.
Die untere Ölpumpe hatte offenbar Feindkontakt.
Auch hier, mit dem Fingernagel spürbare Riefen im Gehäuse.
... und im Deckel.
Was ist hierbei das Vorgehen? Einfach die Ölpumpen tauschen, oder muss am Gehäuse was gemacht werden?
Weiter gehts gleich im nächsten Post.
LG derkaderk
Ich freue mich sehr darüber, dass ihr eure Erfahrungen und Einschätzungen weitergebt. Das gibt mir ein bisschen Orientierung. Vielen Dank!
Kolben und Zylinder würde ich so nicht weiterverwenden, ohne dass ein Profi die Finger im Spiel hat und die wieder in guten Zustand versetzt bzw. Tausch, falls nötig. Ich bin auch froh, wenn der Motor danach so lang wie möglich unangetastet bleiben kann, bis auf die üblichen Wartungsarbeiten.
Was an Lagern sinnvoll getauscht werden kann, möchte ich auch machen. Das gibt mir auch Vertrauen, das ich unbedingt brauche. Ich möchte nicht irgendwo im Atlas, in Georgien oder auch nur auf dem Balkan liegen bleiben und nach hause fliegen müssen. Ich reise ausschliesslich auf 2 Rädern, statt auf dem Hänger. Da wäre ein Motorschaden doppelt ärgerlich.
Wenn es die Zeit hergibt, würde ich den Motor auch gern neu pulvern lassen. Ich bin Ganzjahresfahrer und manche Teile vertragen das Salz erheblich schlechter als andere. Eventuell muss das zeitlich aber in den nächsten Winter fallen, oder ich lackier das quick and dirty ![]()
Der Generatordeckel zum Beispiel hat mehrere Schrauben, die schon im Freien stehen. Der muss getauscht werden.
Das ist meiner Putzfaulheit im Winter geschuldet. Die 701 steht draußen unter einer Plane. Da frieren mir beim Waschen die Finger ab. Ich fahre das ganze Jahr über, sonst kriege ich Entzugserscheinungen.
EDIT: Phil Tonic
Den Piraten kontaktiere ich, sobald das Kurbelgehäuse offen ist, damit ich gleich alle nötigen Arbeiten auf einmal anfragen kann.
Vielen Dank für deine Einschätzung! Das stimmt etwas positiver.
Der Motor hat 28.000km. Ölwechsel alle 3-5tkm. Die Maschine ist in den letzten Jahren 3 mal umgefallen und dann geschätzt zwischen 1-3 Sekunden gelaufen, bevor ich den Motor abstellen konnte. Sie ist aus eigener Kraft auf den Balkan und nach Marokko gekommen. Entsprechend auch einige Autobahn-Kilometer mit 130-140 km/h. Das sind auch schon die schlimmsten Misshandlungen, die der Motor bekommen hat.
Beim letzten Sturz wurde der Kühler unbemerkt minimal undicht und so ist sie noch wenige Tage lang etwa 100-200km gefahren, bis ich die Späne im Öl entdeckt habe. Da stand das Wasser im Kühlkörper ungefähr auf halber Höhe.
Die Späne sind nicht magnetisch, daher bin ich auch sehr gespannt was mich noch erwartet. Sobald ich mehr weiß, gibt es auf jedenfall ein Update.
Weiter geht's mit dem ersten zu erwartenden Fund. ![]()
Ich habe die kleine Welle rechts mit den Hebelchen rausgezogen und die vier großen Dehnschrauben am Rand rausgedreht
Seitliche Schraube entfernen, die die Kette "hält", sowie die beiden senkrechten Schrauben darunter.
Dann den Kopf abziehen. Danach wird der Kolben auf den unteren Totpunkt gedreht, um einen ersten Blick auf die Zylinderwände werfen zu können. Keine Erleichterung. Sch... ![]()
Jeweils in Fahrtrichtung:
Rechts
Hinten (Einlassseite)
Links (Steuerketten-Seite)
Und die tiefsten Schleifspuren: Vorne
8 größere Kontaktflächen und hier und da kleinere. Da wird sich ein Aufbereiter über einen neuen Auftrag freuen.
Ein guter Zeitpunkt, endlich den Anlasser auszubauen. Die vorderen Schrauben raus, danach hält er nur noch am O-Ring im Gehäuse und kann "einfach" rausgezogen, bzw. fluchend rausgekippelt werden, weil alles oxidiert ist und blüht. Ich muss echt aufhören, im Winter Motorrad zu fahren ... beim nächsten Bike aber wirklich ![]()
Danach wird der Kolben wieder auf OT gedreht, die letzte Schraube auf der linken Außenseite entfernt und der Zylinder vorsichtig abgezogen. Auf halbem Weg ein Tuch, oder reichlich Zewa zwischen Zylinder und Gehäuse, damit nichts irgendwo gegen kommt.
Der Kolben sieht so aus, wie der Zylinder vermuten ließ: Der hat's hinter sich.
Auslass-seitig (vorne)
Einlass-seitig (hinten)
Am oberen und unteren Pleuellager ist kein Spiel feststellbar. Die Freude hält sich trotzdem in Grenzen. Die Spuren sehen nicht gut aus, werden aber kaum die Ursache für die Späne sein. Ich rechne im Kurbelgehäuse mit weiteren schlechten Nachrichten. Zum 24h-Rennen geht's dieses Jahr wohl mit dem Auto.
Habt ihr Empfehlungen für einen Motoraufbereiter, der gerade nicht in Aufträgen untergeht, mir den Zylinder aufbereitet und mit passendem Kolben zurück schickt? Ich habe keine Vorstellung von den Kosten. Hat jemand eine grobe Größenordnung? Lohnt das preislich, oder kann man sich besser gleich für 1000€ + Zubehör ein Zylinder/Kolben-Paar neu besorgen?
Ich schaue mal, wie weit ich heute noch komme und hoffe bis Ende der Woche alles auseinander zu haben. Dann sehe ich, wie es weitergeht. Im Juli solls auf Tour gehen. Bis dahin muss die 701 wieder laufen, oder ersetzt sein.
LG derkaderk
Hallo Leidensgenossen,
Ich mogele mich hier mal als Husky-Fahrer rein.
Wenige Tage nach einem Sturz mit unbemerktem, langsamem Kühlwasserverlust, habe ich Späne im Öl gefunden, als ich kurz vor dem Urlaub nochmal Öl und Filter wechseln wollte. Ob es zu spät war, oder Glück im Unglück, möchte ich in den kommenden Wochen herausfinden.
Ich werde hier gelegentlich darüber berichten und meine gemachten Erfahrungen teilen. Vielleicht hilft es jemandem in Zukunft, wenn er bei der Demontage des Motors irgendwo nicht weiter kommt. Vielleicht findet sich auch der ein oder andere Interessierte, der mir auch mal mit ein paar Tipps aushelfen kann.
Ich habe keine Erfahrung bei Motorarbeiten, auch wenn ich sonst viel selbst Schraube. Ich habe viele Infos gesammelt und versucht, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten vorzubereiten. Versteht meine Posts also bitte nicht als Anleitung, sondern als Dokumentation meines Problems.
Mein Ziel ist es, den Motor instandzusetzen. Wenn das nicht klappt, wird nach einem Austauschmotor gesucht.
Was ist passiert? Ich bin bei langsamer Fahrt gerutscht, gestürzt und alles schien okay. Wenige Tage und geschätzte 100-200km später wechsle ich das Öl und die Filter und finde Glitter in den Sieben. Vor allem im vorderen Sieb. Also erstmal den Matsch runter waschen, trocknen lassen und die 701 rein fahren. Zwei Tage später ist immernoch Wasser am Kühler. Mist, der Kühler ist nur noch halbvoll mit Wasser. Der Griechenlandurlaub fällt flach.
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Mich beunruhigen vor allem die glänzenden Späne und das riesige Kneul unten im Bild. Eventuell Reste von dem unzureichend gehärteten Ventilshim der vor 14.000km gewechselt wurde? Ne, das ist 3 Ölwechsel her.
Die Späne sind auch nicht magnetisch.
Und der große Span? Irgendwas aus dem Kupplungskorb? Vermutlich nicht, der hätte im seitlichen Sieb sein müssen, wenn mich nicht alles täuscht.
Google hat mich nicht viel weiter gebracht und bei nicht magnetischen, glänzenden Spänen im vorderen Sieb gucken mich die Werkstattmitsrbeiter entgeistert an. Drei Werkstätten, eine Aussage: "Motorinstandsetzung? In dieser Jahreszeit? Bring die Karre in ein paar Monaten wieder".
Das Bike wurde also erstmal gefrustet weggestellt und ignoriert.
Nach langer Pause ist jetzt die Zeit und Motivation da, mich damit auseinanderzusetzen. Hilft ja alles nichts. Auf der Haben-Seite:
Ich will jetzt wissen wo das her kommt und kann dabei was lernen.
Nach dem Ausbau des Motors und dem Öffnen des Ventildeckels sieht es erstmal ... teilweise okay aus. Mit Ausnahme der Ventilshims auf der Auslasseite. Dazu später ein Bild.
Erstmal die Bleche der Wellen entfernen und die Nockenwelle rausziehen. Die sieht für meine amateurhaften Augen nach 28.000km ganz gut aus. Keine mit dem Fingernagel spürbaren Riefen. Die kommt erstmal an die Seite. Damit beschäftige ich mich später.
Die großen Lager beider Wellen haben fühlbares und hörbares, aber kaum sichtbares Spiel. Was sagt ihr? Ob ein Lagerwechsel reichen wird? Mal schauen, ob ich irgendwo ein Toleranzmaß für die Wellendurchmesser finde.
Erstmal weiter auseinandernehmen. Kipphebelschrauben lösen, Welle nach links Schieben und den Kipphebel rausziehen. Dabei noch kurz drüber aufregen, dass die Innensechskantschraube, die den Kipphebel hält, vom freundlichen mit den drei Buchstaben offenbar mit einem Torx-Bit verformt wurde. Die kommt weg.
Ventilshims und Kipphebel sehen spannend aus und haben mir ein "was zum... !?" entlockt. Da hätte ich keine 2.000 km auf die nächste Wartung abwarten wollen. Hundertstel mm Toleranz? Ne, da kannste den Zollstock holen. Der Kipphebel fühlt sich an, als wenn man mit dem Fingernagel über grobes Schleifpapier kratzt. Ob das wohl Folgen der vorher - nicht auf Kulanz - gewechselten, unzureichend gehärteten Originalshims sind? Die hatten mich vor 14.000km schonmal mit Spänen im Öl zum freundlichen Orangenen geführt. Naja, der Kipphebel muss ausgetauscht werden. ![]()
Die Auslass-seitigen Shims sehen entsprechend aus. Schöne Suppenschüsseln haben die Hebel daraus geklöppelt. Das kam auch nicht über Nacht. Der Anfang verspricht schonmal keine Langeweile ![]()
Immerhin, die Hebel auf der Einlasseite sind oben und unten noch top. Der linke reflektiert nur. Der ist auch spiegelglatt und schwarz.
Schrauben raus, Madenschrauben raus, Stifte raus und runter damit, dann ist auch die Ausgleichwelle raus. Ich habe die Stifte unter den Madenschrauben mit einem Inbus rausgepopelt. Ging mit etwas Gefühl ganz gut. Ich empfehle aber einen Magneten oder eine lange Schraube. Die haben ein Innengewinde. Ich schätze M4?
Ich besorg mir erstmal nen Magnetheber.
Für heute habe ich genug. Ich hoffe, ich komme Mittwoch wieder zum Schrauben, um mir Zylinder und Kolben anzuschauen. Ich hoffe, dass die nicht so wild aussehen wie der Kipphebel. Wobei mir Kolben und Zylinder als Ursache eigentlich fast sympathisch wären. Die kriegt man zu einem akzeptablen Preis neu. Aber solche Flocken vom Zylinder!?
Falls die Späne doch einen goldenen Farbstich haben sollten, den meine schlechten Augen nicht erkennen, werde ich mich nach einem Motor umsehen müssen. Oder ich schaue gleich nach einem neuen, fahrbaren Untersatz. Mit zwei Zylindern? Was sagt ihr?
Ich nehme auch noch Wetten zur Ursache an, falls jemand eine Idee hat.
Naja, bleiben wir mal ergebnisoffen ![]()
LG derkaderk
[...] Wir haben bei der Ölanalyse nach 4.000-4.500km geschockt! [...]
An den Ergebnissen wäre ich sehr interessiert. Könntest du mehr dazu sagen, was dabei rausgekommen ist?
Ich finde die Idee eine Öltest zu machen ganz interessant. Wie/Wo/Was hast du testen lassen?
Vielen Dank für die schnellen Antworten und die rege Diskussion. Ich denke heute nacht schlafe ich wieder etwas besser.
Kondos bist du sicher, dass das von der Kupplung kommen kann?
Das wäre schonmal beruhigend.
Ich bin beim Ölkreislauf leider völlig überfragt mit dem Zwei-Filter-System.
Vielen Dank für den Tipp mit dem Motul.
Ich möchte das im nächsten Jahr ohnehin mal ausprobieren, weil die Flüssigkeiten ziemlich heiss werden in der Fuhre und das 15W-60 zumindest etwas mehr Seelenfrieden gibt bei hohen Umgebungstemperaturen.
ZitatAlles anzeigenHusqvarna 701 Enduro, BJ 22
km-Stand: 14.700 km
Abgelassenes Öl: Castrol Power Racing 10W-50
Historie:
- Ölwechsel bei km-Stand 1000 durch Husqvarna. Vermutlich original Motorex.
- Ölwechsel bei km-Stand 3700 durch mich. Seitdem o.g. Castrol
- Ölwechsel bei km-Stand 8700 durch mich.
- Ölwechsel heute bei km-Stand 14.700 durch mich.
Der "Schlamm von der Schraube war vorwiegend fein, aber mit ein paar größeren Teilen, die etwas kleiner sind, als ein Markierungsstrich auf dem Zollstock.
Das seitliche Sieb links war vorwiegend sauber, hatte aber wenige Teile außen dran und ein wirkich großes. (nicht magnetisch)
Das vordere Sieb hatte einige bronzefarbene Teile drin, davon 2-3 große "Plättchen".
EDIT: Evtl sind auch ein paar davon silbern. Das kann ich nur schwer erkennen.Die Siebe wurden heute zum ersten mal gereinigt.
Hallo ihr Lieben!
Ich habe einen Eintrag im Spanbildthread mit Bildern gemacht:Der Spanbildthread - Post #189
Was haltet ihr davon?
Als Neueinsteiger in dieses schöne Hobby bin ich etwas beunruhigt, vor allem angesichts der bronzefarbenen Späne im vorderen Sieb.
Da ich selbst jetzt das erste mal die Siebe geöffnet hatte, ist der Mist dort vermutlich noch nie rausgeholt worden. Die Schrauben waren auf jedenfall noch jungfräulich unvermackt.
Beim Versuch bei 8700km das vordere Sieb zu öffnen, ist mir der 1/4'' Abtrieb geplatzt. Da habe ich es auf diesen Ölwechsel aufgeschoben.
Gruß Kader
Moin zusammen, was ist denn aus den Vibrationen geworden? Gibt es schon eine Lösung?
So halb.
Ich habe Barkbuster Handprotektoren verbaut und dazu DIY-Heizpatronen in den Lenker gesteckt. Durch die Gewichtsänderung hat sich das Eigenschwingverhalten geändert.
Nur auf langen Autobahntouren und besonders wenn ich wirklich zeitweise mal wirklich schnell fahre ~130-140 km/h kommt das Kribbeln in den Händen/fingern.
Das liegt dann aber z.T. auch mit daran, dass ich mich bei höheren Geschwindigkeiten etwas stärker an den Griffen festhalte.
Man sollte auch immer als erstes prüfen, ob man die Griffe nur schön locker greift. Sobald man sich dort stärker festhält, wird es in der Hand schneller unangenehm.
Das sollte man sich auf der Strasse nicht angewöhnen.
Gruß Kader
Husqvarna 701 Enduro, BJ 22
km-Stand: 14.700 km
Abgelassenes Öl: Castrol Power Racing 10W-50
Historie:
- Ölwechsel bei km-Stand 1000 durch Husqvarna. Vermutlich original Motorex.
- Ölwechsel bei km-Stand 3700 durch mich. Seitdem o.g. Castrol
- Ölwechsel bei km-Stand 8700 durch mich.
- Ölwechsel heute bei km-Stand 14.700 durch mich.
Der "Schlamm von der Schraube war vorwiegend fein, aber mit ein paar größeren Teilen, die etwas kleiner sind, als ein Markierungsstrich auf dem Zollstock.
Das seitliche Sieb links war vorwiegend sauber, hatte aber wenige Teile außen dran und ein wirkich großes. (nicht magnetisch)
Das vordere Sieb hatte definitiv einige Teile drin, davon 2-3 große "Plättchen". (nicht magnetisch)
EDIT: Ursache war ein nicht korrekt gehärteter KTM-Original-Ventilshim, der Stück um Stück Späne gelassen hat. Meine KTM-Vertretung, bei der ich die 701 1,5 Jahre vor dem Auftreten des Problems neu gekauft hatte, war aber maximal Kulant und hat neben den normalen Wartungskosten auch den neuen Ventilshim berechnet.
Warum die gleiche Wartung bei der 1290 bei einer anderen KTM-Vertretung im Herbst fast 220 Euro weniger gekostet hat, ist mir rätselhaft. Aber was soll's. Ich bin beruhigt, dass der Motor augenscheinlich OK ist.
Das Zündschloss ist nur ein teurer Schalter. Da steckt keine Alarmanlage hinter.
Ich kann nicht sagen, ob man das Schloss ohne weiteres rausbrechen könnte. Zumindest wenn man es ordentlich ausbauen möchte, ist es recht fummelig und nicht gut zugänglich.
Man kann aber viel tun. Die Frage ist immer wieviel man ausgeben möchte, wieviel Umstände man im Alltag auf sich nimmt und was einem noch sinnvoll erscheint.
Für mich sind Kette und Bremsscheibenschloss sinnvoll. Ein Bewegungsmelder mit auffälligem, hellem Hoflicht ist günstig und sehr effektiv. Ein Hoftor, wenn möglich, ist der effektivste, aber auch teuerste Schutz.
IP-Cams mit Bewegungsdetektion und APP-/SMS-Alarm sind auch erschwinglich und können in Kombination mit einer Gegensprechanlage (Ring cam) im besten Fall sogar schlimmeres verhindern, oder zumindest helfen, das Fahrzeug der Diebe zu identifizieren.
Viel Glück!
Da ich seit einer Woche meine 22er und das gleiche Problem habe, interessiert mich, wie es bei dir ausgegangen ist.
Hast du eine Lösung gefunden?
Ich habe das Gefühl, dass bei mir neben den Vibrationen die (geringe) Kröpfung des Lenkers mit schuldig sein kann.
Fahre ich weiter nach vorne gelehnt, bzw. mit weiter nach außen abgespreizten Ellbogen, wird die Handstellung deutlich angenehmer und das Problem ist weniger schlimm.
Auch bei mir kommen in Kürze ohnehin Handguards dran. Hoffentlich helfen die ein wenig, ansonsten werden erstmal andere Lenker probiert.
Gruß Kader